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US-Waffenhersteller: Traditionsfirma Colt droht die Pleite
REUTERS

Bei Colt denken viele an den Wilden Westen und Ritte in den Sonnenuntergang. Doch die Realität sieht nüchterner aus: Der US-Waffenhersteller steht einem Bericht zufolge vor der Pleite.

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markus_wienken 11.06.2015, 09:08
20.

Zitat von carranza
Eine Pleite gönnt man eigentlich keinem, Auch nicht einer Waffenfirma?
Den Mitarbeitern sicher nicht.
Schade, dass der Artikel nicht auf die Ursachen eingeht, die zur der schlechten Finanzsituation geführt haben.
Vielleicht kann ein kundiger Forist hier aushelfen?

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agrippa76 11.06.2015, 09:19
21.

Zitat von vegas333
Es ist immer gut wenn eine Waffenfirma Pleite geht!
warum? weil die Menscheit damit friedlicher wird?
Dieses blöde Gewäsch nervt einfach nurnoch.

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Banause_1971 11.06.2015, 09:21
22. Kann unsere Bundesregierung

nicht schnell die Bundeswehr anweisen, Waffen von Colt zu kaufen? Unsere deutschen Waffenproduzenten sind offenbar - wie ich oft genug hier lesen konnte - nicht in der Lage, gutes Mord-Gerät zu produzieren. Ich würde auch gerne 10 - 20 Handfeuerwaffen nehmen, denn es gibt ein paar Leute, die ich gar nicht leiden kann, und die öfter in meiner Garage rumlungern. Ausserdem habe ich Angst vor "The Walking Dead".

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pigtime 11.06.2015, 09:35
23.

Zitat von markus_wienken
Den Mitarbeitern sicher nicht. Schade, dass der Artikel nicht auf die Ursachen eingeht, die zur der schlechten Finanzsituation geführt haben. Vielleicht kann ein kundiger Forist hier aushelfen?
Hmm, habe auch nur Vermutungen.

Colt hat bereits in den 80zigern die Produktion des M16 an einen belgischen Hersteller (FN) verloren (Qualitätsprobleme?) und auch das M4 wird von acht weiteren Firmen produziert. Zudem sind die Gewinnmargen bei 700,- US $ Dollar Stückpreis ,auch bei hoher Abnahme durch das Militär, nicht gerade hoch. Deckt vermutlich gerade mal die Entwicklungskosten.

Gerade im zivilen Bereich setzt die Firma Bushmaster wesentlich mehr M4-Clone um, zumal deren AR-15 Varianten wesentlich hochwertiger sind.

Mit dem Hintergrund des M4 hatte Colt übrigens auch schon Klagen gegen Bushmaster und HK zu laufen.

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ackergold 11.06.2015, 09:39
24.

Wenn im Land der Waffennarren eine Waffenschmiede bankrott ist, dann ist das eigentlich ein gutes Zeichen, oder? Offenbar hat jetzt dort jeder Bürger so viele Waffen gehortet, dass er keine mehr braucht.

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totak 11.06.2015, 09:52
25.

Zitat von agrippa76
Die Bundeswehr sucht doch gerade ein neues Gewehr das könnte Colt auf die Sprünge helfen. Das M4 wäre TOP! im Prinzip seit Vietnam eingesetzt, ungenau wenns heiß ist (is halt kein MG) Ladehemmungen usw. usw. Ich versteh auch nicht den Sinn und Zweck der Kampagne, auch eine AK ist nicht zum Dauerfeuer ausgelegt dafür gibts spezielle LMGs.
Das M4 basiert auf einer Entwicklung der Fa. Armalite von 1957, da lässt sich kaum mehr was rausholen. Im Übrigen steht das Kaliber .223 in der Kritik. Die Schwächen dieses Kalibers traten in Afghanistan offen zutage: kein Punch, empfindlich gegen Seitenwind, ja selbst hohes Gras oder Blätter lenken die Geschosse ab, ineffizient ab 150 m, etc. .. In näherer Zukunft wird wieder auf größere Kaliber Rückgriff genommen (Mein heißer Kandidat: Cal. 300 AAC Blackout).

Colts eigentliches Problem ist, dass, bedingt durch den hohen Konkurrenzdruck, sich an militärischen Handfeuerwaffen kaum Geld verdienen lässt (das gleiche Problem, das HK auch hat). Die Ausschreibungen sind gnadenlos, die Qualität der Waffen vergleichbar. Bei den Faustfeuerwaffen fehlt Colt eine Automatikpistole, die auf der Höhe der Zeit ist. Bei der US-Army wird bereits seit 1982 die Beretta 92F statt des Colt Government M1911 genutzt. Colt begnügt sich seit Jahren damit, immer neue Ableitungen aus der M1911 herauszubringen, das genügt einfach nicht. In den USA hat die Fa. Glock hier die Nase deutlich vorne, mit wesentlich moderneren Automatikpistolen. Revolver sind auch auf dem absteigenden Ast, da der Preisvorteil ggü. Automatikwaffen stetig abgenommen hat und die Ladekapazitäten von Automatikwaffen weit über der von Revolvern liegen.

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Sgt. Sykes "Psycho" 11.06.2015, 09:54
26. Das bei Bond war eine schlechte Übersetzung

Im Original heißt es "The Man with the golden Gun" und aus Pistole hat man Colt gemacht, wobei das eher als Synonym für einen Revolver steht als für diese einschüssige Spezialpistole...
Den "richtigen" goldenen Colt hatte Goldfinger.

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totak 11.06.2015, 10:23
27. Nicht immer

Zitat von verspiegelt24
benutzte doch immer die belächelte Walther PPK.
Sean Connery wird beim ersten Bond Film (Dr. No) auf dem Originalplakat mit einer Luftpistole der Fa. Walther dargestellt (der Walther LP53).

Im Roman und in den Filmen selbst benützt er tatsächlich eine Walther PPK (im Roman mit Reichsadler und Hakenkreuz auf der Waffe).

Belächelt wird die PPK vielleicht von Fans von Dirty Harry. In der Praxis ist die PPK im Kaliber 9mm nach wie vor eine sehr gute Waffe zum verdeckten Tragen, weil sie sehr flach und verhältnismäßig leicht ist. Außerdem ist sie ausgesprochen zuverlässig und leicht zu reinigen, weil sie aus nur wenigen Teilen besteht.

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Atheist_Crusader 11.06.2015, 10:31
28.

Zitat von agrippa76
Die Bundeswehr sucht doch gerade ein neues Gewehr das könnte Colt auf die Sprünge helfen. Das M4 wäre TOP! im Prinzip seit Vietnam eingesetzt, ungenau wenns heiß ist (is halt kein MG) Ladehemmungen usw. usw. Ich versteh auch nicht den Sinn und Zweck der Kampagne, auch eine AK ist nicht zum Dauerfeuer ausgelegt dafür gibts spezielle LMGs.
1. Das M4 ist noch beschissener als das G36.
2. H&K HAT bereits eine Waffe entwickelt, die das beste aus beiden kobiniert, nämlich das HK416.

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Attila2009 11.06.2015, 10:31
29.

Zitat von vegas333
Es ist immer gut wenn eine Waffenfirma Pleite geht!
Jo, darüber freut sich eine andere....

Wenn Colt pleite gehen würde wäre das ein Aus für eine traditionsreiche Marke dier Technikgeschichte geschrieben hat - aber mit Sicherheit wird keine einzige Waffe weniger gebaut.

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