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US-Wirtschaft nach Amoklauf von Parkland: Ein neuer Morgen im Waffenland
AFP

Nach dem Amoklauf an einer Schule in Parkland brachen viele US-Unternehmen mit der Waffenlobby. Manche haben das teuer bezahlt. Und die Macht des Verbands NRA ist ungebrochen.

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Kanalysiert 28.05.2018, 11:21
1.

Was war das mal für ein tolles Land - jetzt ähnelt es nur noch einer Kreuzung aus Irrenanstalt und Zirkus, gewürzt mit einer Prise künstlicher Empörung.

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Beat Adler 28.05.2018, 11:30
2. Erinnerungen verblassen? In den USA wegen Schulmassakern? Wirklich?

Erinnerungen verblassen? In den USA wegen Schulmassakern? Wirklich?
Sollten die Schulmassaker einfach mir nichts dir nichts aufhoeren, dann koennten Erinnerungen eventuel etwas verblassen. Wenn in den USA allerdings auf eines Verlass ist, dann dass diese Massaker weitergehen und weitergehen und weitegehen und....
Da kann Nichts verblassen!

Die midterm elections im Nov 2018 werden Klarheit bringen: Jeder Kandidat muss sich outen, ob er von der NRA Geld fuer seine Wahlkampagne bekommt oder nicht. Dann entscheiden die Waehler, ob sie diesen Kandidaten waehlen werden. Es sieht heute sogar so aus, dass die NRA Unterstuetzung JA oder NEIN zum wichtigsten Kriterium dieser Wahl werden koennte, sogar noch wichtiger wie Trumpanhaenger JA oder NEIN.

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burlei 28.05.2018, 11:31
3. Es ist doch völlig sinnlos, diesen Waffenverrückten ...

... ihr Spielzeug weg zu nehmen. Dies kann nur geschehen, wenn man die USA militärisch besetzt. Sonst gibt es nur noch eine andere, genau so drastische Lösung. Die Freigabe von bisher noch eingeschränkten Waffen. Maschinengewehre, Granatwerfer, Panzerabwehrwaffen, Maschinenwaffen bis Kaliber 5 cm, Boden-Luft- und Boden-Boden-Raketen.... Alles das, was für den Amerikaner zum Leben dazu gehört. Dann zwei, drei Jahre nicht mehr drum kümmern. Anschließend kann das Land wieder zur Besiedelung frei gegeben werden.

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veritas31 28.05.2018, 11:45
4. Naive Kinder

Was soll denn das ganze Theater? Hat denn wirklich irgendjemand geglaubt, dass gerade die NRA vor ein paar naiven Kindern mit einem lächerlichen "Weltverbesserungsdrang" in die Knie geht? Hallo?
Das wär so, als würden 100 Radfahrer hier den ADAC zu stürzen versuchen...kapiert es endlich, die USA sind ein Waffenland und es wird weiterhin Amokläufe und Leid und Tot geben...es ist halt einfach so...
Mehr als ein gleichgültiges Schulterzucken ist nun mal nicht drin.

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Tolotos 28.05.2018, 11:47
5. Das einzige, was wirlich etwas bringen würde, wäre eine Quittung bei der Wahl!

Wenn diejenigen, die gegen die Dominanz der Waffenlobby sind, sich auch bei den Wahlen noch daran erinnern, welche Politiker weniger das Volk, als die Waffennarren vertreten.

Aber die meisten Trump-Wähler sind wahrscheinlich auch Waffennarren, und fühlen sich um ihrer Freiheit gebracht, wenn ihnen das Ammoklaufen schwerer gemacht werden soll!

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fotos 28.05.2018, 11:47
6. In den USA gibt es mehr Waffenläden als Starbucks- und

McDonalds-Filialen - aber verblassen wird die Erinnerung nicht - weil
das nächste Massaker doch leider schon vor der Tür steht.

Die USA sind ein bedauernswertes Land.

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Beat Adler 28.05.2018, 11:48
7. Es geht nicht um Wegnehmen, sondern um Regeln

Zitat von burlei
... ihr Spielzeug weg zu nehmen. Dies kann nur geschehen, wenn man die USA militärisch besetzt. Sonst gibt es nur noch eine andere, genau so drastische Lösung. Die Freigabe von bisher noch eingeschränkten Waffen. Maschinengewehre, Granatwerfer, Panzerabwehrwaffen, Maschinenwaffen bis Kaliber 5 cm, Boden-Luft- und Boden-Boden-Raketen.... Alles das, was für den Amerikaner zum Leben dazu gehört. Dann zwei, drei Jahre nicht mehr drum kümmern. Anschließend kann das Land wieder zur Besiedelung frei gegeben werden.
Es geht nicht um Wegnehmen, sondern um Regeln. Der 2. Verfassungszusatz verhinderte des Verbot vollautomatischer Waffen nicht. Es ist deswegen auch moeglich halbautomatische Waffen, langer oder kurzer Lauf, ebenfalls zu verbieten. Die NRA wehrt sich gegen ein solches Verbot mit Allem, was sie hat. Juristisch gesehen haben sie allerdings keine Chance sich deswegen auf den 2. Verfassungszusatz zu berufen, denn sonst muessten die Vollautomaten auch frei kaeuflich sein.

Noch wichtiger waere ein neue Regelung fuer den Erwerb von Munition, besonders Kriegsmunition der Kaliber 5.6x45 neuer NATO Standard (Rem .223), die bei fast allen Massakern verschossen wird, und der alte NATO Standard 7.62x51 (Win .300). Jeder der in den USA ein Gift, das in einer bestimmten Giftklasse eingestuft ist, kaufen will, muss dafuer eine spezielle Bewilligung haben. Aehnliches liesse sich auch beim Erwerb von Munition einfuehren: Nur wer eine Bewilligung dazu hat, darf Munition kaufen. Damit koennen psychologische Eignungstests durchgefueht und immer aktualisiert werden. Bei einem Fahrausweis, um ueber die Autobahn zu brettern, ist es aehnlich.

Zusaetzlich kommen in den USA die 50 Staaten nicht darum herum tiefgreifende Reformen der Polizei, Justiz, Strafrecht, besonders im Bereich Drogenmissbrauch und Gefaengnisse durchzufuehren.

Anders finden die USA nicht raus aus dem Dschungel der Waffengewalt.
mfG Beat

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stevens-82 28.05.2018, 11:50
8.

Sicher spielt das liberale amerikanische Waffenrecht auch eine Rolle aber es ist wohl kaum der einzige Grund für diese Massaker. Viel Länder haben ein liberales Waffenrecht, jedenfalls verglichen mit Deutschland, trotzdem kommt es dort nicht zu solchen Vorfällen.

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larsmach 28.05.2018, 11:51
9. Reisewarnung!

Wie absurd: Unser Außenministerium warnt vor Reisen in diverse Länder - doch das Risiko, dort erschossen zu werden und im Zinksarg zurück nach Deutschland zu fliegen, ist meist minimal im Vergleich zu einem Urlaub in den USA. Dort zelebriert man das Jahr 1791, als in Italien mit einem Phänomen namens "Elektrizität" experimentiert wurde. Es gab keine reguläre Post, keine Telegrafie, kein 911, meist nicht einmal Straßen! Damals erlaubte man Farmern, den Raub ihrer Rinder notfalls durch Waffengewalt zu verhindern. Mittlerweile hat die Katholische Kirche beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1963) offiziell festgestellt und verkündet: Die Bibel sei im historischen Kontext zu lesen und zu verstehen. Die USA sind zu dieser Leistung noch nicht gelangt! Das Frauenwahlrecht wurden in den USA per Zusatzartikel zur Verfassung übrigens nicht 1791 eingeführt - sondern 1920.

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