Forum: Wirtschaft
USA gegen China: Warum der Wirtschaftskrieg noch hässlicher werden könnte
REUTERS/ Kevin Lamarque

Im Konflikt zwischen China und den USA geht es nur oberflächlich um Agrarexporte oder den Konzern Huawei. Die Frage, wer künftig die wirtschaftliche Weltmacht Nummer eins ist, wird mit anderen Mitteln entschieden.

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Tschepalu 07.08.2019, 15:13
1. Nun...

man sollte den Handelkonflikt nicht überbewerten. Wie oft hatte Trump schon gedroht und dann doch wieder klein beigegeben. Und so wird es auch jetzt wieder kommen. Die Chinesen lassen sich eben nicht alles gefallen, bei aller Kritik an denen. Bald wird auch diese Krise wieder vorbei sein, Trump wird in die andere Richtung rudern und alles wird wieder gut, ganz sicher!

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j-kla 07.08.2019, 15:20
2. Da braucht man nicht rumdiskutieren

die USA haben für mich unter dieser Führung aber ganz besonders die Stellung als führende Weltmacht verloren.

Wer sich nicht der Konkurrenz des Weltmarktes stellen kann und meint seine Wirtschaft durch protektionistische Massnahmen schützen zu müssen schwächt diese im Grunde nur auf lange Sicht, da dann die eigene Wirtschaft immer weniger konkurrenzfähig sein wird.

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mimas101 07.08.2019, 15:23
3. Hmm Tja

Weltmächte? China und die USA?
Die USA waren mal der Primus Inter Pares des Westens und hielten diese Stellung auch nur dadurch das sie viele Auf- und Ausgaben übernahmen und als das Geld keine Rolle spielte - Militär & Co. Spätestens mit Obama änderten sich diese Zeiten und er fing an EWG-Land eher zu verselbständigen und damit Kosten zu drücken. Unter Trump ist in dieser Beziehung nur noch ein wirrer Isolationismus der USA erkennbar.
China? Lebt vom Wissenstransfer und den ehedem billigen Löhnen, kommt noch hinzu das der ganze Wohlstand schuldenfinanziert ist. Auch eher höchst ungesund und was die neue Seidenstraße bringen wird ist auch noch höchst ungewiß. Auch ist der Trend erkennbar das europäische und deutsche Firmen wieder hierher immigrieren weil es mit China doch nicht so dolle ist.
China wird also kaum Weltmacht werden und die USA werdens nicht mehr sein, da kann man Rußland zum Vorbild nehmen.

Weltmächte werden nur noch die großen Wirtschaftsblöcke sein. Wer klug handelt und die Freihandelsregionen erweitert ist klar im Vorteil zumal noch hinzukommt das die Wirtschaftsblöcke in hohem Maße von einander unabhängig sind und die Bedürfnisse der Einwohner selbst befriedigen können.

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dirkcoe 07.08.2019, 15:24
4. Ich denke

das Trump dieser Auseinandersetzung mit China einfach intellektuell nicht gewachsen ist. Er sucht den schnellen Erfolg - China hat Zeit. Trump versucht es mit großen Sprüchen - China traktiert geschickt. Trump hat keine qualifizierten Berater, oder hört ihnen nicht zu - China überlegt jeden Schritt sehr genau. Trump fehlten einfach Sachverstand und Vernunft um gewinnen zu können. Und natürlich hat er nicht die geringste Ahnung von der Mentalität der Chinesen.

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dirk.resuehr 07.08.2019, 15:27
5. Die Zukunft

spricht für China. Das hat nunmal 3x mehr Menschen, also Verbraucher. Da kann in die USA migrieren, wer will. reicht nicht. Und Chinesen haben kulturell viel mehr Geduld als die US- Amerikaner, die kaum Kultur haben, außer der importierten Kultur der abgehängten Europäer der letzten Jahrhunderte, Trump inkl..
Trump hat den kulturellen und intellektuellen Abstieg der USA eingeleutet, die Zeiten, dass sich die USA alles, was ihnen fehlt, Geist eingeschlossen, kaufen konnten, ist vorbei. Der wächst heute auf anderen Böden.

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glennwolf 07.08.2019, 15:27
6. Handels- und Währungskrieg und sonstiges Chaos

Man betreibt ja nun wohl wirklich kein Trump-Bashing mit der Feststellung, dass seit Amtsantritt dieses Präsidenten überall nur noch Chaos herrscht. Unabhängig davon natürlich, dass er nicht alle Konflikte losgetreten hat. Aber durch seine aggressive und undiplomatische Art und Weise hat er genug neues Chaos geschaffen. Man spürt ja, wie zunehmend genervt sich mittlerweile selbst pro amerikanische Politiker und Medien äußern. Wenn es noch hässlicher kommen soll... vielleicht ist es ja das, was unsere Wohlstandsgesellschaft braucht, um endlich aus diesem rücksichtslosen und unverantwortlichen Dahinvegetieren aufzuwachen.

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schmuella 07.08.2019, 15:28
7. Nur nichts auslassen

Die aktuelle Regierung der USA haben viele Baustellen wie z. B.:

- Handelsstreit USA gegen China und Europa
- Drohender militärischer Konflikt im Persischen Golf mit Iran
- Neuer Rüstungswettlauf mit Russland
- Spannungen mit China wegen Stationierung neuer Raketen in Asien
- Nordkorea mit neuen Waffen-Tests

Die Kurse von Gold und Staatsanleihen steigen als Zeichen der Angst vor einer globalen Wirtschaftskrise und einem Börsencrash (womit die Rücklagen vieler Sparer vernichtet wären).

Bleibt die Hoffnung, dass es zu konstruktiven Lösungen kommt. Die Chance stehen 50:50. Keine guten Aussichten.

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wasistlosnix 07.08.2019, 15:30
8. Abhängigkeit

Die chinesische Wirtschaft mag abhängiger von der USA sein. Der amerikanische Markt (Konsument) wird aber abhängiger von China sein. Sicher würde es Arbeitsplätze Kosten wenn China z.B. keine IPhones mehr produziert. Aber wie schnell könnte eine Produktion in der USA aufgebaut werden. Das gilt für viele Produkte. Den Weltmarkt könnte China dann auffüllen.

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fred_m 07.08.2019, 15:37
9. USA auf den falschen Weg

Die Frage ist nicht OB China wirtschaftliche Weltmacht Nummer eins, sondern WANN.

Die USA könnten diesen Zeitpunkt hinausschieben, wenn sie z.B. zusammen mit der EU ein Gegengewicht gegen China bilden würden. Stattdessen versucht Trump, seine bisherige Partner so schnell wie möglich loszuwerden. Bei seinen privaten Geschäften hat die Kombination von Drohen und Erpressen ausgezeichnet funktioniert. Trump und seine Anhänger glauben immer noch, dass das in der Politik genauso funktioniert.

Ich habe da meine Zweifel. Und auch wenn China mir überhaupt nicht sympathisch ist: China wird seine Verträge bestimmt nicht per Tweet kündigen.

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