Forum: Wirtschaft
USA gegen China: Warum der Wirtschaftskrieg noch hässlicher werden könnte
REUTERS/ Kevin Lamarque

Im Konflikt zwischen China und den USA geht es nur oberflächlich um Agrarexporte oder den Konzern Huawei. Die Frage, wer künftig die wirtschaftliche Weltmacht Nummer eins ist, wird mit anderen Mitteln entschieden.

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123rumpel123 07.08.2019, 16:53
30. xxxx

Zitat von aaaron
China meldet inzwischen mehr Patente an als die USA und die chinesische Auslandsverschuldung beträgt nicht einmal ein Zehntel der US-Verschuldung. Zeiten ändern sich eben.
Ich weiß nicht wo die Zahl herkommt, aber Chinas Gesamtverschulung soll bei 300 % des BIP liegen.

Nach EU-Werten ist das absolutes Ramschniveau.

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Omegatrust 07.08.2019, 16:55
31. Typisch

Trump wollte doch auch die Währung abwerten da hat nur die Nationalbank nicht mitgemacht. Wenn’s die anderen machen jammert er.

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cyborgpiratelaserninja 07.08.2019, 16:58
32.

Zitat von mimas101
(...)China wird also kaum Weltmacht werden,(...)
Wieso "werden"? Was die Zukunft bringt weiß man nicht aber China ist bereits eine der führenden Weltmächte. Sowohl wirtschaftlich als auch militärisch.

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JusWal1 07.08.2019, 17:00
33. It's not the economy, stupid...

it's power! Der Artikel geht zweifellos in die richtige Richtung, nämlich alles was sich heute und in der näheren Zukunft zwischen USD und China, aber auch sonst auf internationaler Ebene, abspielt, for dem Hintergrund eines Machtkampfes zwischen den beiden Weltmachten zu analysieren, den die USA nur verlieren können.. Was mir in der derzeitigen Berichterstattung oft fehlt, ist die richtige Zeit- und sozusagen Massedimension: 300m Amerikaner, 1300m Chinesen, 300 Jahre Hochmut gegen 5000 Jahre Hochmut. Und China hat Zeit, es denkt in 25 oder 50 Jahresräumen, dass entspricht in keinster Weise amerikanischem Denken.
Zum Handelsungleichgewicht: Bei der Abwertung des Yuan muss man wohl auch die afrikanischen Ambitionen Chinas berücksichtigen. Durch die Abwertung werden chinesische Produkte für Afrika billiger und man kann sich eine Strategie vorstellen, durch die, wenn auch sehr langfristig, amerikanische Quengeleien durch afrikanischen Konsumhunger ausgeglichen werden.

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sibbi78 07.08.2019, 17:02
34. Die USA wurden erst zur Supermacht, als sich die

bis dahin dominanten Europäer, in Form von Großbritannien, Frankreich, Deutsches Reich, Österreich/Ungarn, untereinander selbst zerfleischten.
Das Empire zerfiel, die Kaiser- und Königreiche, die bis dahin die Welt beherrschten, wurden nahezu bedeutungslos. Die USA und die UdSSR wurden die neuen Supermächte.
Aufgrund weitaus größerer finanzieller Mittel wurde die UdSSR im kalten Krieg ausgeblutet und besiegt. Nunmehr wähnten sich die Amerikaner als alleinige Supermacht, verspotteten sogar die aufgelöste UdSSR, heute als Nachfolgestaat Russland.
Die Europäer lernten aus den verheerenden Kriegen und schlossen sich zunächst zaghaft zur EWG, dann zur EG und schließlich zur EU zusammen. Einzig die ehemalige Weltmacht, das Vereinigte Königreich, mochte nicht ein Teil der EU bleiben, zu sehr träumte man von vergangener Größe.
China wachte aus seinem Dornröschenschlaf auf und das Land, das immerhin das viertgrößte der Welt ist und mit fast 1,7 Mrd. Enw. fast 18% der Menschheit in seinen Grenzen birgt, versucht mit großem Erfolg seinen Ansprüchen gerecht zu werden.
Auch Russland hat sich wieder erholt, nachdem viel Ballast abgeworfen wurde und die Bodenschätze hohe Einnahmen generieren.
China befindet sich auf der Überholspur zu den USA, die EU holt mächtig auf und Russland lauert und wartet auf seine Chance.
Die USA sind mächtig verunsichert. Sogar die sonst so willigen Vasallen vom alten Kontinent mucken auf. Lediglich das einstige Mutterland hält der ehemaligen Kolonie die Treue und versucht die EU empfindlich zu spalten.

Das, was wir zurzeit erleben ist das letzte Aufbäumen einer untergehenden Supermacht, die an ihren inneren Problemen zu scheitern droht, wie einstens das weströmische Imperium.

Die Chinesen können nicht aufgehalten werde, ihre Zeit wird kommen. Doch genauso wie alle Imperien vor ihnen, wird auch dieses Imperium einmal untergehen...

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rudi_ralala 07.08.2019, 17:05
35.

Zitat von Galluss
...2017 BIP China nach Verrechnungsdollar der Weltbank: 23.160 Mrd., BIP USA: 19.390 Mrd. China ist den USA schon längst enteilt. Für 2018 sehen die Werte so aus: China 24.700, USA 19.991. China hat also bereits ein BIP, das 23,6 % höher ist als das der USA. 2019 dürfte es nach den Prognosen so aussehen: China 26,300, USA 20.040....
Nach den echten oder geschönten chinesischen Zahlen?

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mimas101 07.08.2019, 17:10
36.

Zitat von aaaron
China meldet inzwischen mehr Patente an als die USA und die chinesische Auslandsverschuldung beträgt nicht einmal ein Zehntel der US-Verschuldung. Zeiten ändern sich eben.
Dazu gehört nicht viel.
Beim Elektroauto sah die Patentquote zwischen USA und Deutschland mit ca 1 US-Patent zu 10 Deutschen Patenten ähnlich aus.
Will die KP Chinas sich halten wird es auch mit der chinesischen Staatsverschuldung steil nach oben gehen müssen weil ein neues Armutsproletariat oder ähnliches kann sich Peking nicht mehr erlauben ohne Revolten zu riskieren.

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GoaSkin 07.08.2019, 17:17
37. die USA funktionieren nur solange die Welt Dollars will

Von den Steuergeldern, die die USA in ihrem Land eintreiben, ist der Staat in dieser Form nicht finanzierbar. Dazu ist die Wirtschaftsleistung viel zu schwach und die Möglichkeiten zur Steuervermeidung sind viel zu ausgeprägt. Dass der Staat einen einigermassen soliden Haushalt hat und auch Einiges investieren kann, liegt vor allem daran, dass der Staat es sich in der Vergangenheit immer erlauben konnte, sich sein notwendiges Kleingeld selbst zu drucken, ohne dass es dabei zu einer Inflation kommt. Dies hat aufgrund der Tatsache funktioniert, dass man eine durch die hohe Nachfrage an Dollars bedingte Deflation und eine durchs Geld drucken bedingte Inflation immer zu einem Nullsummenspiel ausgleichen konnte. Doch dieses Spiel droht nicht mehr zu funktionieren.

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Darwins Affe 07.08.2019, 17:18
38.

Zitat von advocatus diaboĺi
und Militärmacht in diesem Jahrhundert aufsteigen. Deutschland und die EU sollten deshalb schnell auf das richtige Pferd setzen und China im Handelskampf mit den USA beistehen und den Markt für chinesische Unternehmen öffnen. Dabei sollte insbesondere Deutschland die chinesische Vorliebe für deutsche Unternehmen nutzen und chinesische Investitionen in diesen Bereich aktiv fördern. Der zweite Schritt könnten dann militärische Vereinbarungen sein, vielleicht ließen sich die Chinesen als neue militärische Schutzmacht gegen Russland und die USA gewinnen. Damit wäre Deutschland und die EU gut für die Zukunft aufgestellt.
1) Die Bewohner in eurer ehemaligen DDR können sicher ein Lied davon singen, wie gut man unter der Schutzmacht eines totalitären menschenverachtenden Systems »aufgestellt war«.
2) Fast könnte man meinen, der Hang vieler Deutscher zum (nicht nur) politischen Extremismus beruhe auf einem genetischen Defekt.
3) Nebenbei: Woher wissen Sie, dass China die grösste Wirtschaftsmacht wird. Hocken Sie mit einer Glaskugel in ihrem Knusperhäuschen? Woher wissen Sie, dass Europa völlig abgeschrieben ist?

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s.l.bln 07.08.2019, 17:23
39. Ähh...

Zitat von 123rumpel123
Wie eine nicht frei konvertierbare Währung "abrutschen" kann, kann wahrscheinlich nur eine China-Kenner oder -Versteher erklären. Tun wir mal so, als ob es ein nicht manipuliertes "Abrutschen" war, dann würde dies zweifelsfreie die Wirksamkeit des amerikanischen Zollsanktionen belegen. Beim "beabsichtigten" Abrutschen kann Peking leider keinen Honig daraus saugen, ausser dass es mal was "gezeigt" hat. Dieses Zeigen hätte allerdings im Wiederholungsfall den Nachteil, dass man, die USA, über den IWF--WTO die Legitimation von Strafmaßnahmen erhalten würde. Würde dann die schon eingetretenen Wirkungen verstärken. Gleichzeitig sollte man nicht ausser Acht lassen, dass die Gesamt-Verschuldung bei 300 % des BIP liegen soll, eine Weichwährung wäre dann ziemlich teuer in der Finanzierung. Sicher ist es für alle Beteiligten ein "dickes Brett", aber China als Sieger auszurufen halte ich zumindest für verfrüht.
...von einer Wirkung der US Zölle würde ich erst dann reden wollen, wenn sie zum Nachgeben der chinesischen Führung führt.
Aktuell sieht es eher nach dem Gegenteil aus und wenn das so bleibt, hätte Trump sich gründlich verzockt. Das wäre dann nämlich der von vielen prognostizierte Ausgang, der nur Verlierer zurück läßt, wie bei Handelskriegen üblich.
Daß man einer Volkswirtschaft mit Strafzöllen schadet, stand von Anfang an außer Frage. Damit hat die USA aber nicht das Geringste gewonnen und die amerikanischen Konsumenten tragen letztlich die künstlich erhöhten Einkaufspreise.

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