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USA: Trumps Steuerreform wird zur Gefahr für Europa
REUTERS

Donald Trumps Steuerreform könnte sein erster Gesetzeserfolg werden. Für den Rest der Welt wäre das keine gute Nachricht.

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tommy1808 22.11.2017, 16:25
1. Ist das nicht ein bisschen kurz gedacht?

Ich sehe darin eher einen Anreiz gar keine Teilfertig-Produkte mehr zu importieren und in den USA zu assemblieren, sondern gleich komplett im Ausland zu fertigen und die Kunden bzw. Generalimporteure bei der Ausländischen Niederlassung zu bestellen.
Für Länder die weitgehend zollfrei in die USA exportieren können heißt das doch eher das sie als Produktionsstandort attraktiver werden.
Verrechnungspreise haben grundsätzlich wie unter fremden Dritten zu sein, der Spielraum ist da nicht so groß, allein weil beide beteiligten Staaten i.d.R. wie die Schießhunde drauf achten das da nicht einfach Fantasie-preise zwecks Gewinnverschiebung verrechnet werden.
Historisch machen US Unternehmen nie was sich der US Gesetzgeber denkt. Beim letzten Tax holiday ist auch kein Geld in die USA zurück geflossen. Und das wäre fast steuerfrei gewesen.

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sikasuu 22.11.2017, 16:27
2. Trumps Steuerreform wird zur Gefahr für Europa?

Unwichtig. America first! & doer auch erst mal die lieben Freunde & Bekannten.... Der Rest in U-SA oder gar in der Welt interessiert nicht.
Internationales Rechr&Verträge, Doppelbesteuerung, Quellensteuer, WTO.... ist doch so was von gestern & allenfalls Fake-News, das es so was geben sollte. DT senkt die Steuer in den U-SA! Die einzige Schlagzeile die wichtig ist & auf 140 Zeichen passt!
Glaubt niemand, Widerspruch! Na, dann müssen wir wohl die US-Kavallerie schicken. Haben wir schon immer so gemacht! Hlift/half zwar nicht&wurde fast immer zum Fiasko, aber das ist nicht wichtig!

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einwerfer 22.11.2017, 16:28
3. Warum gegensteuern ?

Sowohl die geschäftsführende als auch alle realistisch denkbaren anderen Bundesregierungen huldigen doch dem Wettbewerb und den Märkten. Verlorene Unternehmenssteuern kann man sich ja z.B. durch eine höhere Mehrwertsteuer zurückholen.

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charly05061945 22.11.2017, 16:44
4. ????

"Direktimporten aus Hochsteuerländern wie Deutschland und Frankreich bliebe dann meist eine Doppelbesteuerung erspart; für Niedrigsteuerländer wie Irland wäre das hingegen nur ein schwacher Trost. " - und was ist daran falsch?

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pwkl 22.11.2017, 16:52
5. Ironismus zwischen den Zeilen?

Zitat von einwerfer
Sowohl die geschäftsführende als auch alle realistisch denkbaren anderen Bundesregierungen huldigen doch dem Wettbewerb und den Märkten. Verlorene Unternehmenssteuern kann man sich ja z.B. durch eine höhere Mehrwertsteuer zurückholen.
Hab ich doch richtig verstanden, oder? Denn die Mehrwertsteuer zahlt nur der Endverbraucher, der dieser nur wieder entgehen kann, wenn er durch geschickte Gestaltung per Firmenwagen, Immobilie u.v.a. "paradisische" Zustände herbeiführt. Geht halt mal eben nur mit ein bisserl mehr als Grundeinkommen...

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reviloland 22.11.2017, 16:52
6. Legitimes Vorgehen gegen Steuervermeidung?

Sie schreiben "Mit Einführung dieser Excise Tax würde es sich für Unternehmen nicht mehr lohnen, ihre Import-Aufwendungen durch übertriebene Verrechnungspreise künstlich aufzublähen, um auf diese Weise US-Steuern zu vermeiden." Das halte ich für sehr legitim. Vielleicht sollten wir das auch einführen?

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kakadu 22.11.2017, 16:56
7.

Ist doch kein Problem. Wir ziehen in die USA, um dort für die Konzerne zu arbeiten. Ist doch egal, wo die Unternehmen besteuert werden. Ich hoffe, daß ihr alle gut ausgebildet und vorbereitet seid. Denn Onkel Donald nimmt keine ungebildeten Ausländer. Insbesondere die hiesigen Trumpisten und AfDler, die sich das momentane System Deutschland als Handlungsunfähigkeit wünschen, mögen sich warm anziehen. Ach, wie freue ich mich inzwischen auf die Zeit der sozialen Kälte, wo nur noch derjenige etwas bekommt, der auch wirklich was anzubieten hat, aber dafür gibt es dann die Taschen voll, anstatt es in den verfallenden Osten zu stecken oder über Umwege die Brauerei zu subventionieren.

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tonhalle 22.11.2017, 17:02
8. Transferpreise haben immer zwei Betroffene Staaten!

Zitat von tommy1808
Ich sehe darin eher einen Anreiz gar keine Teilfertig-Produkte mehr zu importieren und in den USA zu assemblieren, sondern gleich komplett im Ausland zu fertigen und die Kunden bzw. Generalimporteure bei der Ausländischen Niederlassung zu bestellen. Für Länder die weitgehend zollfrei in die USA exportieren können heißt das doch eher das sie als Produktionsstandort attraktiver werden. Verrechnungspreise haben grundsätzlich wie unter fremden Dritten zu sein, der Spielraum ist da nicht so groß, allein weil beide beteiligten Staaten i.d.R. wie die Schießhunde drauf achten das da nicht einfach Fantasie-preise zwecks Gewinnverschiebung verrechnet werden. Historisch machen US Unternehmen nie was sich der US Gesetzgeber denkt. Beim letzten Tax holiday ist auch kein Geld in die USA zurück geflossen. Und das wäre fast steuerfrei gewesen.
Demzufolge ist hier eine der Kernaufgaben z.B. deutscher Steuerprüfer die Transferpreise nicht zu gering ausfallen zu lassen. Dealing at arms length! Den Rest macht die Antwort der Multis auf die Standortfrage dann. Bitte bei solchen Artikeln nicht die Praxis aus den Augen verlieren, da nicht nur in den USA "große Jungs" spielen. Der Politik sollte man das allerdings schon mal erklären.

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dunnhaupt 22.11.2017, 17:03
9. Unternehmen werden immer an ihre Vorteile denken müssen

Es versteht sich doch von selbst, dass jedes Unternehmen versuchen muss, unter den gegebenen Steuergesetzen die vorteilhafteste Form der Besteuerung zu wählen.

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