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USA vs. China: Warum Trump richtig liegen könnte
REUTERS

Der US-Präsident liegt mit seinem Handelskrieg komplett falsch. Außer im Fall China. Am Ende könnte er - unbeabsichtigt - genau das Richtige tun.

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Actionscript 24.09.2018, 02:03
120. Nun...

Zitat von Darwins Affe
1) Die armen Amis haben immerhin ein Medianeinkommen von umgerechnet 4.300 Euro. Die EU-Bürger kommen auf 2.600 (D 3.200). 2) Die Arbeitslosenquote liegt in der EU bei 8,2%, bei den angeblich so schlecht wirtschaftenden Amis dagegen bei 3,9 Prozent. 3) Die Amis haben ein Wirtschaftswachstum von ca. 4%, die EU knapp 1,8%. 4) Die USA haben ein riesiges Handelsdefizit, das insbesondere China (unfaire Handelspolitik) und Deutschland (unfaire Währung) verursachen. 5) Hört endlich mit eurer Hybris auf. Ihr seid in Deutschland nicht das Non-Plus-Ultra.
...1. Die Einkommen variieren enorm, wenn sie Kalifornien und Louisiana vergleichen. Ihr Vergleich sagt überhaupt nichts.
2. Unter Obama lag die Arbeitslosenquote schon bei 4,8% und tendierend abwärts gehend. Trump hat vielleicht 0,2% oder so dazu beigetragen auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen aufgrund höherer Umweltbelastung (Kohle zB). Wie ich schon erwähnte, ist ein Teil der Reduzierung der Arbeitslosigkeit auf die Reduzierung der arbeitenden Bevölkerung zurückzuführen nämlich, dass viele Babyboomer schon in Rente gegangen sind bzw in Rente gehen. Dadurch werden viele Jobs unbesetzt.
3. Trump hat Öl ins Feuer gekippt. Das Wachstum wird auch bald so schnell wie es gekommen ist, wieder verschwinden. Vom Aktienmarkt profitiert nur ein kleiner Teil der Amerikaner. Ausserdem haben die Unternehmen von der Produktion in China auch viele Jahre und auch jetzt noch profitiert. Ein Handelskrieg bringt nur Isolierung für denjenigen, der ihn beginnt.
4. Sie scheinen zu vergessen, dass das Handelsdefizit zum Teil durch den Service Sektor, Google, Apple, Facebook, Amazon wieder ausgeglichen wird.
5. Ich lebe in den USA, habe bisher von Trump keinen Vorteil gehabt.

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bmvjr 24.09.2018, 02:27
121. Blindes Huhn

Ob sich Trump's Wirtschaftspolitik gegenueber China "versehentlich" als Segen fuer den Welthandel erweist, ist noch sehr unklar. Klar ist hingegen, dass die Motivation der Herrn Trump fuer seine Strafzoelle anders geartet und an anderen Faktoren orientiert ist, als dem Wohle des Welthandels. Auch mit einer rigiden Einwanderungspolitik laesst sich der Nebeneffekt, dass dadurch auch der ein oder andere kriminelle Einwanderer verhindert wurde als "versehentlicher"Erfolg darstellen. Hinken tut derartige Perspektive allemal.

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wanniii 24.09.2018, 03:35
122.

Zitat von adsoftware
DIe Chinesen haben eigene Regeln, und der Erfolg gibt ihnen recht. Aus ärmlichsten Landstrichen ist eine Weltmacht geworden. Die Chinesen fahren das überlegenere System. ... Trump wird mit seinen Sanktionen und Zöllen nicht das Chinesische System zerstören.
Die Chinesen scheren sich nicht um internationale Patente, um Ideen anderer , haben einen abgeschotteten Markt und zwingen daraus andere, nach ihrer nationalen Pfeife zu tanzen und Sie meinen "der Erfolg gibt ihnen recht?"
Erklären Sie uns einmal das 'überlegenere System'? Das reicht von Beziehungen bis hin zu Korruption und Bestechung, unerlaubte Exportzuschüsse, eigene unglaubliche (!) Wachstumsraten bis zu sinnlosen Ünterstützungen von Riesenbetriebe, um diese am Leben und somit die Arbeiter in Lohn zu halten etc. etc. soll das überlegenere System sein?
Während die neue Seidenstraße und Investitionen in Afrika überwiegend auf Pump basieren, bekommen die chinesischen Hersteller aus den USA und Europa zumindest Geld für ihre Waren.
Die Angst, daß das von Ihnen gelobte System eines Tages nicht mehr funktioniert, daß profitable und unprofitable Märkte einbrechen und damit Massenarbeitslosigkeit zur Implosion der VR China führt, peitscht die chinesische Regierung nach vorn. Wie Sie schon sagen, ist China ein Weltmacht, die Dorfpolitik (ich, ich , ich) betreibt bis das System in sich zusammenbricht! Ich hoffe, daß wir das nicht mehr erleben!

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so-long 24.09.2018, 07:52
123. Geschichte

wiederholt sich. Vor Jahrzehnten gab es das gleiche Spiel zwischen den USA und Japan. Japan drehte nach und nach bei. Immerhin hat Trump den Mut, dies durchzuziehen. Kann von der Brüssel-Truppe leider nicht behauptet werden.

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Di_oH 24.09.2018, 07:53
124. Protektionismus?

Ich verstehe nicht, warum überall von "Protektionismus" geschrieben wird, wenn es um Trumps Zölle geht. Meiner Meinung nach war nie die Rede davon, dass man die inländische Wirtschaft und deren Erzeugnisse schützen möchte. Gerade am Beispiel China zeigt sich das doch am besten: z.B. 08/15-Elektronik lohnt sich nicht in den USA herzustellen und wird dort mit Sicherheit auch nicht hergestellt. Was sollte man also schützen?
Trump hat immer gesagt, es gehe ihm darum, dass die Chinesen geistiges Eigentum stehlen und dass der Markt dort nicht offen ist. So lange das so ist werden die Zölle erhoben. Warum redet man hier von "Glückstreffer" und dass er eigentlich etwas anderes wolle und nur zufällig das richtige tue?
Genauso sieht es mit der EU aus: 2,5% auf Auto-Importe in die USA, 10% auf Auto-Importe in die EU? Ist das fairer offener Handel? Trump hatte ja sogar erwähnt, dass es ihm am liebsten wäre, wenn es gar keine Zölle gäbe (wenn ich es richtig in Erinnerung habe dann aber angeblich wieder revidiert?!).

Tut mir leid, SPIEGEL, ein klares Eigentor! Das Trump-Bashing gegen einen zugegebenermaßen komischen Typen geht mir schon lange auf den Keks. Ok, er ist unberechenbar und macht, was er für richtig hält, ungeachtet jeder politischer Nettiquette. Und genau dafür meine Hochachtung. Man muss nicht immer vor jedem zu Kreuze kriechen und sich alles bieten lassen und am Ende eine Vereinbarung schön reden oder als Erfolg darstellen, die am Ende gar kein Erfolg ist (siehe die EU mit Juncker mit den verhinderten Strafzöllen, wofür im Gegenzug aber nun deutlich mehr Soja aus den USA importiert wird).

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interessierter Laie 24.09.2018, 07:54
125. die Richtung ist nicht falsch...

aber die Methode ist fatal. Erstens hat Trump zeitgleich auch alle anderen vor den Kopf gestoßen. Da ist viel Vertrauen zerstört worden. Und zweitens lässt sich die Rolle Chinas und der anderen Länder nicht auf Wirtschaft reduzieren. Damit werden die USA auch diplomatisch isoliert. Drittens und letztens: Dass die US-Bürger trotz hoher Staatsverschuldung und Außenhandelsdefizite gut geht, hängt auch mit dem Dollar als Weltwährung zusammen. Wenn sich die USA aus dem Freihandel verabschieden und immer mehr internationale Institutionen (Uno, WTO, Weltbank,...) torpedieren, kann sich das ändern. Dann haben sie ein echtes Problem. Sie müssten ihr Währung dann nämlich selbst stabilisieren und sich in Fremdwährung verschulden - wie andere Länder auch.

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heinzgünther 24.09.2018, 08:15
126.

Zitat von HeisseLuft
Bis jetzt hat China seine Märkte nicht geöffnet, sondern stets nur davon geredet.
Das ist einfach falsch und kann nur von jemandem geschrieben sein, der zumindest in den letzten Jahren geschäftlich nichts mit China zu tun hatte!

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heinzgünther 24.09.2018, 08:24
127.

Zitat von HeisseLuft
Soso, die USA sind ein Land, das Menschenrechte so mit Füßen tritt wie China. Sicher doch. Und die eigene Bundesrepublik ist auch nicht besser, was? Gehts noch? Ich glaube nicht, dass dass die USA.....
Ja, die USA haben schon immer Menschenrechte mit Füßen getreten. So wie in China? Bestimmt nicht!
Wollen sie jetzt ein Ranking einführen? Das beschießen von Ersthelfer, ist dann zwar ein Kriegsverbrechen, aber immerhin kein Punktesystem, also irgendwie dann doch in Ordnung. Oder wie?

Folter geht klar, so lange man nur Muslime foltert, aber wehe die eigene Bevölkerung!
Wie viel Menschenrechtsverbrechen ist okay? Helfen sie mir doch beim nachadjustieren. Wie ist da so ihr Maßstab?

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maschseefest 24.09.2018, 09:12
128. Trump liegt auch bei den deutschen Verteidungsausgaben richtig

Wir zahlen seit einer gefühlten Unendlichkeit nicht die von der NATO geforderten 2 Prozent. Unter Schröder hat sich die deutsche Regierung dann sogar zum 2 Prozent Ziel bekannt. Unser Beitrag mit etwas mehr als ein Prozent ist im Vergleich zu den anderen NATO Staaten eine Zumutung. Die bisherigen amerikanischen Präsidenten haben uns das durchgehen lassen. Warum eigentlich?
Gleichzeitig haben wir immer auf die USA geschimpft, die ihren UNO Beitrag nicht rechtzeitig bezahlt haben. Trump handelt einfach. Während sich die EU z.B. von den Konzernen an der Nase herumführen lässt und zulässt, dass große Konzerne praktisch kaum noch Steuern zahlen (Apple, Amazon etc.), setzt Trump Apple so stark unter Druck, dass die oh Wunder, ihre auf Steueroasenkonten geparkten Gelder jetzt in die USA zurückholen und dort investieren. Auf den Tag, an dem die EU das schafft, können wir bis in alle Ewigkeiten warten, solange jemand wie Juncker, der das Steueroasenmodell für sein Land zur Perfektion gebracht hat, quasi als Belohnung zum EU Chef befördert wird.

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Ballaststoff 24.09.2018, 09:59
129. Wieso unbeabsichtigt?

Genau die Sachen die Sie China vorwerfen, wirft auch Trump China vor. Seine Maßnahmen ergreift er genau deswegen. Wenn er also ausnahmsweise was richtiges macht, dann in dem Fall vollkommen beabsichtigt. Aber das passt natürlich nicht in Ihr Schema (in meines ehrlich gesagt auch nicht), dass Herr Trump mal was richtig macht und das auch noch so gewollt hat.

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