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Verbraucherschutz: Justizminister will Inkasso-Abzocke beenden
DPA

Mehr als 70 Euro für ein Mahnschreiben - Inkassounternehmen schlagen oft überzogene Kosten auf die Rechnungssumme auf. Ein Gesetz soll Verbraucher künftig schützen.

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sholsth 26.05.2019, 17:54
20. Völlig absurd, dass Inkassounternehmen nach RVG abrechnen dürfen.

Da wurde sehr schönes Lobbying gemacht von der Inkassoindustrie, so dass jedes automatisiertes Schreiben so abgerechnet werden kann, wie ein individiuell erstelltes Anwaltsschreiben. Völlig absurd! 10% wäre davon angemessen.

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rosinenzuechterin 26.05.2019, 18:01
21. Übernahme von Inkasso- und Abmahnkosten in AGB ausschließen

Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch! Wer der Meinung ist, uns Inkassounternehmen oder Abmahnvereine auf den Hals zu hetzen, soll für deren Leistungen gefälligst selbst bezahlen. Wir bezahlen nur, was wir selbst beauftragt haben. Darauf weisen wir in unseren AGB ausdrücklich hin, die Bestandteil jedes Angebots und jeder Auftragsbestätigung sind. Das hat uns bisher die Vertreter dieser Branche erfolgreich vom Hals gehalten.

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WOLF in USA 26.05.2019, 18:16
22. Endlich ...

Der Saubande der Abmahner das Handwerk legen, allerdings erst nachdem man ihnen vorher das Bett gemacht hat mit denen dieses Pack Hunderte von Millionen ergaunert hat.

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drnobody 26.05.2019, 18:17
23. Das ist der richtige Weg

Aber die DUH gehört in die Szene!

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da1984 26.05.2019, 18:18
24. Übertrieben hohe Stundung Zinsen und Mahngebuehr

Haben von der Inkassobüro der Familien Kasse ohne Antwort auf Widerspruch hohe Stundungszinsen und Mahngebuehr in Rechnung gestellt bekommen. Am Telefon ist die Sachbearbeiterin nicht zu sprechen. Auf Schreibensinhalt gehen die nicht ein. Drohung nach mehr Stragebuehren am Telefon. Man fühlt sich wie im Mafiasystem. Abgesehen von den vielen Fehlern auf deren Schreiben.

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ash26e 26.05.2019, 18:25
25. Lt Einstein ist doch Zeit relativ

Für mich ist der Wandel aber zu spät.

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Astorek86 26.05.2019, 18:26
26.

Zitat von Idinger
Muss ja ein wahnsinnig kompliziertes Gesetzesvorhaben sein, das die GROKO nunmehr ankündigt.
Tatsächlich ist vorallem die Praxis, dem Abgemahnten bereits die allererste Abmahnung in Rechnung zu stellen, ein "Deutsches" Problem. In anderen Ländern existiert diese Praxis (meines Wissens) nicht.

Und ja, dass der Gesetzgeber erst jetzt handelt, obwohl das Problem seit Jahrzehnten (und das ist keine Übertreibung) besteht, ist eine Farce und - man möge mir den unflätigen Begriff verzeihen - eine Verarsche. Wie lange ist schon bekannt, dass sich manche Anwälte auf derlei "Abmahnwellen" spezialisiert haben? Anwälte, die angeblich im Auftrag eines Urheberrechts-Inhabers schreiben und ohne Klärung, ob die Mahnung überhaupt gerechtfertigt sei, schreiben massenhaft Klienten an. Wenn nur einer oder zwei von den zu Unrecht Abgemahnten bezahlt, hat sich das für den zuständigen Rechtsanwalt schon gelohnt...

Erinnert sich noch wer an Günter Freiherr von Gravenreuth? Dieser Kerl war eine Personifizierung des erwähnten Abmahn-Problems und bereits bei seiner Festnahme hätten Gesetzesänderungen in die Wege eingeleitet werden müssen, die dieser hochgradig zum Missbrauch einladenden Abmahn-Praxis für alle Nachahmer (wie diverse Inkassofirmen) einen Riegel vorschiebt...

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upalatus 26.05.2019, 18:31
27.

Inkassobüros kommen normalerweise erst ins Spiel, wenn für den Gläubiger kein Geld (mehr) kommt. Dann deswegen, weil viele Gläubiger sich nicht mit dem langen Antragsprocedere von Mahnbescheid bis Überweisungsbeschluss herumschlagen wollen/können. Alles nicht notwendig, würden sehr viele Zahlungsversäumenden nicht dermaßen leichtfertig und gedankenlos bis kriminell Verpflichtungen eingehen. Deren Verhalten kann man daher eher als Abzocke (von Gläubigern) einschätzen, besonders wenn stur null reagiert wird und unkommunikativ/KopfinSand eine kostenpflichtige Ablaufkette abläuft.

Ein Gläubiger ohne Inkassoinstrument würde dem Schuldner mindestens ebensoviel an Auslagen und Aufwand mit in Rechnung stellen.

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whitewisent 26.05.2019, 18:40
28.

Kann es sein, daß hier mal wieder mehrere Probleme durcheinandergeworfen werden? Erstmal geht es hier darum, daß Person A bei Person B Schulden entstehen ließ. Es wird auch nach der Reform dabei bleiben, daß B die Schulden, die Zinsen dafür, und die entsprechenden Kosten von A zur Durchsetzung der Schulden bezahlen muss. Inkasso ist da nur die außergerichtliche Alternative. Wer die ablehnt, muss sich bewußt sein, daß der Staat dann auch seine Justiz dafür ertüchtigen muss, wesentlich schneller als Heute die Ansprüche von Gläubigern durchzusetzen. Und das nicht durch Gerichtsvollzieher, welche nur an Gebühren von Gläubigern für überflüssige "Offenbarungseide" (ja, heißt irgendwie heute anders) beim Gläubiger holen. Inkasso hat wenigstens beim Verursacher angesetzt.

Wer sich hier über 70,- Euro erregt, und die RVG ablehnt, was soll die Alternative sein? Bei einer Autoreperatur werden Kosten je Stunde zwischen 45 und 170 Euro für angemessen gehalten, je nachdem wo und wer repariert. "Sittenwidrig" wäre da nur, wenn es nicht nachvollziehbar ist. Wenn Inkasso durch einen Anwalt betreut wird, warum soll der Kosten wie bei einer Sekretärin für sich akzeptieren, wenn er arbeitet?

Verbraucherschutz = Schuldnerschutz, kann in einer Wirtschaft nicht funktionieren. Denn es ist ungerecht, wenn jemand, der 1000 Euro Unterhalt schuldet, anders behandelt wird, als jemand der 1000 Euro Miete schuldet, oder sich für 1000 Euro einen Großbildfernseher kaufte.

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tommybonn2000 26.05.2019, 18:50
29. super,

Mal wieder ein guter plan der entweder nie kommt, zerredet oder falsch oder nur halbherzig umgesetzt wird. Und letztlich 'ne Nullnummer bleibt. Siehe energiearmut, grundrente, hartz4-reform, Kinderarmut, mietpreisbremse, etc. In Deutschland gibt es keinen kampf gegen armut, sondern ein kampf gegen Arme.

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