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Ver.di-Erhebung: Krankenhäusern fehlen 80.000 Pflegekräfte
DPA

Keine Pausen, Überstunden, spontane Einsätze: Alltag für viele Krankenpfleger. Laut einer Ver.di-Erhebung müssten Krankenhäuser das Personal um mindestens 22 Prozent aufstocken, um den Mangel abzustellen.

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lueneburger 18.06.2018, 16:11
10. Dramatische Schicksale

Meine fast 80 jährige Mutter ist letztes Jahr im Herbst wegen einer Blasen-OP im Krankenhaus gewesen. Durch das Liegen und die Narkose hatte sie Verstopfungen und wurde trotz über 7 Tagen keinen Stuhlgang, was kein Pfleger gemerkt oder geprüft hat. Als sie sich deswegen gemeldet hat, bekam sie ein Abführmittel, welches aber nicht gewirkt hat. Am Tag darauf wurde sie entlassen und zwei Tage später wieder als Notfall eingeliefert, weil ihr der Darm wegen der Verstopfung gerissen war. Die Ärzte haben um ihr Leben gekämpft und jetzt hat sie einen künstlichen Darmausgang. Hätte man im krank mal nach dem Stuhlgang gefragt und nicht nur am Computer 'dokumentiert' dann ginge es ihr heute besser.
Nicht selten waren Bilder von geplatzten Urin Beuteln, die erst geleert und gereinigt wurden, wenn Besucher sich beschwert haben. Das ist für mich kein Gesundheitswesen mehr, sondern Körperverletzung durch den Versuch mit kranken Menschen Geld zu verdienen.
Ich hoffe das sich dringend etwas ändert

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spiejo 18.06.2018, 16:13
11. Wo ist das Problem?

Unsere große Schäuble-Schwarze-Null ist doch stolz auf das Kaputtsparen!

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hans.gans3000 18.06.2018, 16:13
12. Demografisches Problem

Wie bei der Rente! Je mehr Junge arbeitende Leute einzahlen desto mehr Geld ist für die Alten da. Alte Leute sind statistisch gesehen häufiger und länger krank. Wenn es mehr Alte als Junge gibt haben wir sowas wie jetzt.

Reformen sind hier zwingend notwendig, aber es sind alle im politischen tiefschlaf oder die Probleme sind unpopulär bzw. unangenehm. Damit man wiedergewählt wird, wird ausgesessen bis es knallt!!!

Mögliche Lösungen:
- Jeder für sich selbst zuständig in der Vorsorge, Staat hilft nur in Härtefällen.
- Kopulieren was das Zeug hält!

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dedroog 18.06.2018, 16:14
13. warum sollten sie es tun?

Viele Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind in privater Hand oder gar Aktiengesellschaften...da ist Personal der natürliche Feind und Gewinnvernichter....
..Also sollte der Gesetzgeber handeln -aber da wird mit blinden Augen das Mantra der Privatisierung gebetet...."....der Markt wird es regeln..."

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kub.os 18.06.2018, 16:16
14. Über 3 Milliarden €/p.a...

...würde uns die Beseitigung des Pflegeproblems kosten. Kann man ja mal in % des Beitragssatzes ausrechnen. Müsste bei einer KV-Beitragserhöhung um die 0,8% liegen. Das sind die Fakten. Jetzt brauchen nur noch die Politiker entscheiden, ob sie das wollen oder eben nicht.

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kayakclc 18.06.2018, 16:18
15. Verteilungsproblem

Wir sind in der EU bei den Spitzerreiter im Geldausgeben im Gesundheitssystem: wir wenden 11% des BIP auf, für jeden Bürger, d.h 3900€/Jahr Kosten. Andere Industriestaaten liegen ähnlich. Nur Großbrittanien mit einem rein staatlichen ateuerfinanzieren System hat geringer Aufwendungen: 9.9 BIP. Das Problem in Deutschland: das Gesundheitssystem hat keine Anreize, sinnlose Behandlungen gar nicht anzubieten. Da machen alle mit: Patienten, die abstruse Vorstellung haben, und Ambulanzen mit Husten und Schnittwunden verstopfen, Krankenhäuser, die zweifelhafte Operationen und Untersuchungen durchführen, weil die Geld bringen und die Pharmaindustrie, die Blockbuster Medikamente verkaufen wollen. Es wäre mehr Geld im System, wenn wir als Gesellschaft uns mehr auf das Wesentliche beschränken. Es macht kein Sinn, so tragisch dass für den Einzelfall sein mag, eine experimentelle Krebstherapie für 100-200.000€ zu wollen, nur um 2-3Monate länger zu leben. Manche Beschwerden sind auch altersbedingt, und wir Menschen müssen lernen, damit zu leben. Wenn wir alle das Gesundheitssystem weniger schröpfen, ist auch mehr Geld für wirklich Bedürftige da, denen man helfen kann. Das ist aber heute vielen Zeitgenossen nicht vermittelbar. Jeder denkt erst einmal an sich selbst. Daher sollte man endlich eine 10% Selbstbeteiligung einführen mit einer Kostenobergrenze, damit Leute endlich begreifen, was sie für Kosten verursachen. Befreundete Ärzte sind über die heutigen Patienten zum Teil so frustriert, dass sie sich ein englisches staatliches System wünschen: feste Arbeitszeiten, festen Gehalt und das Recht, Patient endlich nach Hause schicken zu dürfen, die abstruße Ansprüche haben, und dem System nur viel Geld kosten, ohne Nutzen für sie selbst und der Gesellschaft, weil sie beratungsresistent sind. Und das Personal: je teuere die Löhne, desto mehr weichen Krankenhäuser aus und stellen weniger Leute an. Sonst explodieren die Kosten. Vielleicht muss man Leuten klar machen, wenn sie viel Service wollen, müssen sie auch viel Zahlen.

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Nonvaio01 18.06.2018, 16:29
16. wenn das meiste

Geld in der verwaltung landet und nicht bei den Arbeitern reicht das Geld eben nicht.

Das problem ist das berufe die nur zur vermehrung des geldes beitragen wichtiger sind als berufe zum nutzen der Menschen.

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blabla55 18.06.2018, 16:30
17.

Die wahren Probleme wie fehlende Pflegekräfte,marode Schulen,Altersarmut ,Mindestlohn,Mieten die sich kaum einer leisten kann, kaputte Infrastrukturen, ich könnte diese Liste endlos fortführen dieseThemen bewegen kaum einen Bürger ausser bei Thema Asyl .Da freut sich der Politiker und der Stammtisch.

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heinrich.busch 18.06.2018, 16:39
18. Wie kommt das?

Aus meiner Sicht hat Politik, wie nahezu immer die Menschen belogen und betrogen. Erst wurden kleine Krankenhäuser auf dem flachen Land zu gemacht, dann sind die Patienten ins nächste KH gefahren und schwups hatte man Geld gespart, denn mehr Personal gab es nicht. Dann hat man wissentlich alles so gelassen und darauf gewartet wieviel zusätzliche Versorgung durch die Alterspyramide die dummen Schwestern und Ärzte noch tolerieren.
Politik ist immer zu langsam, meist verlogen und sorgt grundsätzlich zuerst für sich selbst. So wie jetzt wieder bei einer (Un)heimlichen Finanzspritze für die verarmten Parteien, d.h. CDU und SPD und Grüne in der ersten Reihe.

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Guerilla_77 18.06.2018, 16:40
19. ...

Zitat von Spiegelleserin57
Nichts tut sich. Hier könnte sich Herr Spahn Lorbeeren verdienen und seine Qualifikationen beweisen anstatt bei Frau Merkel zu intervenieren. Da sieht man keine Qualität! Die Angaben von Verdi sind richtig! Ich kenne diese miesen Arbeitsbedingungen nur zu gut. Der Staat hat sich aus der Verantwortung gestohlen und weite Teile des Gesundheitswesens privatisiert. Das sind nun die Folgen. In der U-Bahn lernte ich einen ausländischen Mann kennen, über 70 der als Pflegekraft mit einem Stundenlohn von 10,23€ eingearbeitet wird. Sind dies die Leute die Herr Spahn am Krankenbett sehen will?
Das sind die Leute die Merkel aus genau DEM Grund reingelassen hat und warum sie sich aktuell so ziert.

Frau Merkel ist mMn fremdbestimmt und zwar zu 100% von der Wirtschaftslobby - die ihr eingeflüstert hat wie toll doch eine menge Neubürger wären um die Löhne unten und die Mieten ob zu halten... und das denke ich als Linker.
Also mitnichten als Ausländerfeind, die können auch nichts dafür, das ganze halte ich aber für eine riesen abgekasperte Nummer.
Weil was bedeutete "demogratischer Wandel" im Kern?
Fehlende Arbeitskräfte(= höherer Lohn) und leer stehende Wohnungen(die man nicht einfach nach China verfrachten kann...).

Der großteil der "Neubürger" ist auch in irgendwelchen Pflege(Krankenhaus, Altenheime etc.) Berufen gelandet, die KEIN Deutscher - insbesondere wegen den Arbeitsbedingungen weniger wegen dem Lohn - machen will.

Das üble daran ist, und das kann ich ihnen als AN aus einem Uniklinkum(mit Gewinn...) verraten, das es sich dabei nichtmals um pure Not handelt sondern darum die Gewinne und bei entsprechenden "Vereinen" (niederländische und deutsche Aktiengesellschaften...) darum die Dividenden zu sichern.

Ein "großes" Problem das die Krankenhäuser/Kliniken haben ist das sie d9ie "Patientennahen" bereiche per Gesetz nicht auslagern dürfen(sprich Zeitarbeit respektive Werksverträge), ihre 10Euro-irgendwas dürften E1, also die niedrigste Gruppe überhaupt sein(es geht glaube ich bis E13).
Die einzigen Vorteile die gegenüber Zeit/Leih(respektive Werksvertraglern) haben ist das sie 95% Weihnachtsgeld bekommen und ihre Mehrarbeit(da wird aber auch sehr viel schabernak getrieben zwischen Mehrarbeit und Überstunden, das UKM HAT Überstunden aktiv in der Verwaltung umgeschreiben, also Urkundenfälschung vorgenommen...) abummeln bzw. Überstunden mit mehr Geld vergütet bekommen.
Im heutigen Schröder-Deutschland sind das schon gute arbeitsplätze.....

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