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Ver.di-Erhebung: Krankenhäusern fehlen 80.000 Pflegekräfte
DPA

Keine Pausen, Überstunden, spontane Einsätze: Alltag für viele Krankenpfleger. Laut einer Ver.di-Erhebung müssten Krankenhäuser das Personal um mindestens 22 Prozent aufstocken, um den Mangel abzustellen.

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karl-felix 19.06.2018, 17:37
60. Das

Zitat von so-long
dass nicht jeder auf die Schnelle ausländische ‚Arbeitskräfte‘ nach D holen darf. Warum keine (deutsche) Pflegekraft einstellen? Die Antwort liegt auf der Hand.
ist richtig. Es gibt keine Pflegekräfte auf dem Arbeitsmarkt. 140.000 fehlen bereits heute, Fachkräfte sprechen von absehbar 400.000 fehlenden Fachkräften .
Es geht also wie bereits seit Jahrzehnten nur mit ausländischen Arbeitskräften . Alles andere ist Augenwischerei.
Das ist halt eines der Probleme einer extrem reichen , vergreisenden Gesellschaft .
Die deutsche Frau ist im Schnitt 46 Jahre alt, die Fertilitätsrate nicht ausreichend zum Erhalt, die Generation der Frauen die bisher gepflegtr hat stirbt aus/wird selber pflegebedürftig . Wir Eingeborenen können unsere Alten nicht selber versorgen .
Pars pro toto : Das Kind einer Ein-Kind-Familie hat im Extremfall 4 Grosseltern und 2 Elternteile zu pflegen .
Schattenseite der Langlebigkeit und des Geburtenrückganges.
Das Geldvermögen nimmt zu, das soziale Vermögen dagegen ab .
Kein Mensch dieser Erde kann alleine 6 Erwachsene pflegen .
Müsste jedem einleuchten , dass dieses Problem mittelfristig auf alle europäischen Industrienationen zukommt..

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die-metapha 19.06.2018, 17:54
61.

Zitat von karl-felix
1) Sie irren . Momentan fehlen ca. 140.000 Pflegekräfte, Fachleute rechnen mit absehbar 400.000 fehlenden Pflegekräften . 2) Meine Rede Ohne die ausländischen Fachkräfte wäre unser Gesundheitssystem bereit vor Jahrzehnten zusammengebrochen . Ein Problem einer extrem reichen , vergreisenden Gesellschaft.
Weshalb irre ich wenn ich behaupte, wir wären im Grunde genügend Menschen in dieser Gesellschaft um diesen Bedarf an qualifizierten Pflegekräften zu decken?
Wir wären genügend ! - alleine der Anreiz und die schlechte Bezahlung hindern viele daran, diesen Beruf zu ergreifen.
Sie sollten meinen Beitrag nochmals aufmerksam durchlesen. Der überwiedgende Teil von ausländischen Fachkräften - ich spreche hier von angeworbenen Spaniern und danach Italiener für die Intensivstationen in unserem Landkreis in den vergangenen 5 Jahren - sind nach weniger als einem Jahr wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt.
Nicht einmal 5% dieser Fachkräfte sind in dem System verblieben.
Seit etlichen Jahren wird dieses Problem vernachlässigt - auch wenn nun 140 000 Stellen genehmigt werden sollten, wie wollen Sie diese denn besetzen? Ich hatte Ihnen ja vorgerechnet, wieviel Zeit für die Ausbildung einer solchen Fachkraft nötig ist. Frühestensin -3- Jahren für den normalen Pflegebereich und in -6- Jahren im spezialisierten Bereich wie Intensiv und Anästhesie werden wir diese haben.
Und Sie wollen hier erzählen, man könne diese Stellen mal eben mit ausländischem Pflegepersonal auffüllen.
Welche Qualifikationen bringen diese dann mit?

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karl-felix 19.06.2018, 18:20
62. Nun

Zitat von die-metapha
1)Weshalb irre ich wenn ich behaupte, wir wären im Grunde genügend Menschen in dieser Gesellschaft um diesen Bedarf an qualifizierten Pflegekräften zu decken? 2) Der überwiedgende Teil von ausländischen Fachkräften - ich spreche hier von angeworbenen Spaniern und danach Italiener für die Intensivstationen in unserem Landkreis in den vergangenen 5 Jahren - sind nach weniger als einem Jahr wieder in ihre Heimatländer zurückgekehrt. -3) auch wenn nun 140 000 Stellen genehmigt werden sollten, wie wollen Sie diese denn besetzen? 4)Und Sie wollen hier erzählen, man könne diese Stellen mal eben mit ausländischem Pflegepersonal auffüllen. Welche Qualifikationen bringen diese dann mit?
1)Weil niemend alleine seine beiden Eltern und die 4 Grosseltern pflegen kann. Fachleute sprechen von bis zu 400.000 fehlenden Pflegekräften . Die gibt es in Deutschland nicht. Eine direkte Folge des Geburtenrückganges.

2) Die Frage ist warum ? . Sie werden selber sehr schnell darauf kommen , dass mittelfristig auf diese Nationen das gleiche Problem zukommt. Dioe müssen ihre eigenen Alten pflegen . Auch bei denen reicht die Fertilitätsrate nicht während die Lebenserwartung und damit die potentielle Pflegezeit zunimmt. Es geht nur über Arbeitskräfte aus Drittländern . So gesehen war 2015 für uns ein Glücksfall.

3) Meine Rede. Das geht nicht über den deutschen Arbeitsmarkt. Schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

4) Man muss. Es geht nicht nur mit Robotern und deutsche Pflegekrafte sind nicht vorhanden/unqualifiziert . Ansonsten verelenden wir und es ist niemand mehr da, der Sie im Alter füttert und Ihnen den Hintern abwischt. Meine Ärztin bringt die gleiche Qualifikaton mit wie jeder eingeborene Facharzt auch : 4 Jahre Grundschule, 9 Jahre Gymnasium , ca. 10 Semester Studium , praktisches Jahr, Promotion , Facharztausbildung . Medizin ist international.
Weiß aber jeder.

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die-metapha 19.06.2018, 18:50
63.

Zitat von karl-felix
Meine Ärztin bringt die gleiche Qualifikaton mit wie jeder eingeborene Facharzt auch : 4 Jahre Grundschule, 9 Jahre Gymnasium , ca. 10 Semester Studium , praktisches Jahr, Promotion , Facharztausbildung . Medizin ist international. Weiß aber jeder.
Ich denke mal, über „Medizin“ müssen Sie mir nichts erzählen wollen. Ihre Fachärztin musste den hiesigen Fachkundenachweis erbringen oder hat ihn hier abgelegt.
In meinem direkten Umfeld nehmen wir die zum Teil eklatanten Unterschiede und Mängel deutlich wahr - gleiches gilt im Bereich der Akutpflege und Altenpflege. Da ist gar nichts international, sondern unterliegt sehr großen Unterschieden - was nicht heißen soll, dass damit alle automatisch schlechter sein müssen.
Der Mangel an Pflegekräften hat erst mal gar nichts mit dem Geburtenrückgang zu tun, sondern mit den schlechten Arbeitsbedingungen und der niedrigen Bezahlung einer höchst anspruchsvollen Ausbildung und Arbeit. Dazu kommt eine hohe Fluktuation von bereits ausgebildetem Personal ins benachbarte Ausland aus den o.g. Punkten. Viele kehren nach der Gründung einer Familie ebenfalls nur noch in Teilzeit oder gar nicht mehr zurück.
Auch wenn Sie die zu uns kommenden Immigranten dort einbinden wollen, werden diese die gleichen Qualifikationen erbringen müssen und den gleichen zeitlichen Aufwand dafür betreiben müssen.
Und diese werden danach auch nicht als Sklaven arbeiten wollen.
Sie müssen also am bestehenden System etwas ändern und nicht billige Biomasse hinzuführen wollen, um etwas grundsätzlich ändern zu können.

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melnibone 19.06.2018, 19:32
64. Nichts Neues ...

Und ´Uns´ Jens Spahn ist genauso ´Pflegepersonalunorientiert´ unterwegs wie sei Vorgänger Gröhe.
Jetzt gibt es ganz verständiges Personal aus Vietnam oder Albanien oder sonstwo.
Grausig.

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karl-felix 19.06.2018, 21:08
65. Sie

Zitat von die-metapha
1)Der Mangel an Pflegekräften hat erst mal gar nichts mit dem Geburtenrückgang zu tun, sondern mit den schlechten Arbeitsbedingungen und der niedrigen Bezahlung einer höchst anspruchsvollen Ausbildung und Arbeit 2). Dazu kommt eine hohe Fluktuation von bereits ausgebildetem Personal ins benachbarte Ausland aus den o.g. Punkten. Viele kehren nach der Gründung einer Familie ebenfalls nur noch in Teilzeit oder gar nicht mehr zurück. 3)Auch wenn Sie die zu uns kommenden Immigranten dort einbinden wollen, werden diese die gleichen Qualifikationen erbringen müssen und den gleichen zeitlichen Aufwand dafür betreiben müssen. 4)Und diese werden danach auch nicht als Sklaven arbeiten wollen. Sie müssen also am bestehenden System etwas ändern und nicht billige Biomasse hinzuführen wollen, um etwas grundsätzlich ändern zu können.
1)denken zu monokausal und das funktioniert in diesem Bereich nicht. Bis 2030 fehlen über 300.000 Pflegekräfte . Die Gründe sind vielfältig .
Einer dieser Gründe sind t die miserable Arbeitsbedingungen und Einkommen . Aber auch bei den Ärzten zeigt sich die glöeiche Tendenz . Wir haben schlicht nicht genug eingeborene Ärzte obwohl deren Arbeitsbedingungen und Einkommen deutlich besser sind als die der Pfleger. Das hängt u.a. mit der geringen Fertilität der deutschen Frauen zusammen . Es sind schlicht zuwenig Fachkräfte vorhanden um die ausscheidenden Pfleger und Ärzte zu ersetzen .

Ergo: Nur mit Geld ist das Problem nicht zu lösen n. Wir benötigen Menschen , Roboter, Geld, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Sozialprestige um nur einige Punkte zu nennen .

2) Meine Rede. Zwischen 500.000 und 1.000.000 Menschen verlassen uns jährlich und lassen die Alten und Kranken zurück.
Die 140.000 heute fehlenden Pflegekräfte sind n ur die Spitze des Eisbergs.

3) So ist es und die tun das zu Hunderttausenden seit einem halben Jahrhundert . Es geht schlicht nicht anders. Nur mit eingeborenen Kräften können Sie nicht eine einzige Uniklinik in Deutschland offen halten , kein einziges Pflegeheim .
4) Meine Rede.
Weder der Lehrstuhlinhaber noch deren Oberärzte mit ausländischen Wurzeln noch meine Ärztin als Praxisinhaberin oder deren Mitarbeiterinnen fühlen sich als Sklaven .

Ich verstehe Ihr Problem nicht. Die Fajkten zum Pflegenotstand sind doch für jeden einsehbar und kein Geheimwissen .
Googeln Sie eionfach mal : In 2030 fehlen über 300.000 Pflegekräfte.

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die-metapha 19.06.2018, 21:41
66.

Zitat von karl-felix
Weder der Lehrstuhlinhaber noch deren Oberärzte mit ausländischen Wurzeln noch meine Ärztin als Praxisinhaberin oder deren Mitarbeiterinnen fühlen sich als Sklaven .
Wir reden hier über den "Pflegenotstand" in einem Gesundheitssystem und Sie kommen hier mit Ihrem Hausarzt, einem Lehrstuhlinhaber und dessen Oberärzte mit ausländischem Hintergrund daher.
Ziel der Krankenhausgesellschaft war es, ein "Überangebot" an Krankenhäusern zu schrumpfen und gleichzeitig eine Arbeitsverdichtung im Pflegebereich herbeizuführen. Das wurde die letzten 20 Jahre knallhart so umgesetzt um Gesamtkosten im System herunterzufahren. Das Gegenteil ist der Fall - große gewinne werden im minimal- und klassisch chirurgischen Interventionsbereich generiert. Ebenso in der bilgebenden Diagnostic - da gehen die meisten "Gewinne" hin.
Der Pflegenotstand ist in erster Linie ein hausgemachtes - politisches - Problem und Sie springen auf den Zug auf, indem Sie billiges und williges Personal in das System einbringen wollen um dadurch die Kosten niedrig zu halten.
Ihnen geht es gar nicht um die adequate Versorgung der Menschen - sie sehen die rein ökonomische Seite.
Sie machen hier eigentlich genau das, was Sie doch selbst andauernd anprangern - sie dekradieren diese Berufsgruppe herunter und sorgen für das fehlende Sozialprestige und die schlechten Arbeitsbedingungen.
Nebenbei erzählen Sie, es gäbe zu wenig Fachpersonal - welches Sie dann durch weniger qualifiziertes Personal ersetzen möchten...
Sie verstehen "mein Problem" nicht - ja, das ist ganz offensichtlich der Fall.

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karl-felix 19.06.2018, 22:54
67. Nein

Zitat von die-metapha
Nebenbei erzählen Sie, es gäbe zu wenig Fachpersonal - welches Sie dann durch weniger qualifiziertes Personal ersetzen möchten... Sie verstehen "mein Problem" nicht - ja, das ist ganz offensichtlich der Fall.
Das ist Ihre frei Erfindung .

Wir reden hier über die Alternativlosigkeit ausländischer Mitarbeiter im ärztlichen wie im nicht ärztlichen Bereich unseres Gesundheitswesens.
Ihre Einlassung, wir könnten ohne Menschen mit Migrationshintergrund unser Gesundheitssystem aufrechterhalten ist schlicht töricht.
Im Jahr 2014 bereits ( Prognos Kurzstudie 10.2.2016 ) waren 593.000 Erwerbstätige mit Migrationshintergrund im nicht ärztlichen Gesundheitswesen tätig , zusätzlich zu zehntausenden Ärzten mit Migrationshintergrund.
( Zur Relation : In der gesamten deutschen Autoindustrie sind gerade einmal gut 800.000 Menschen beschäftigt )
23% dieser Erwerbstätigen arbeiteten 2014 in der Altenpflege, 22% als zahnmedizinische Fachangestellte.

Experten gehen davon aus, dass wir bis zu 404.000 zusätzliche Stellen im Pflegebereich benötigen . Das ist mit eingeborenen Kräften nicht zu bewerkstelligen .

Welches Problem haben Sie ? Gerne immer wieder behilflich .

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christian-h 20.06.2018, 08:54
68. Angabe

Zitat von karl-felix
1) Fachleute sprechen von bis zu 400.000 fehlenden Pflegekräften . Die gibt es in Deutschland nicht. Eine direkte Folge des Geburtenrückganges. 2) Es geht nur über Arbeitskräfte aus Drittländern . So gesehen war 2015 für uns ein Glücksfall.
1) Das ist so falsch. Die Fachkräfte fehlen weil die Arbeit zu schlecht vergütet wird und die Arbeitsbedingen eher schlecht sind.
Das können Sie in vielen Bereichen finden. Dort wo Bezahlung und Arbeitsbedingungen stimmen gibt es keinen Fachkräftemangel.

2) Und in den Drittländern gibt es keine alten Menschen die gepflegt werden müssen?

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christian-h 20.06.2018, 08:58
69. Angabe

Zitat von karl-felix
1) Aber auch bei den Ärzten zeigt sich die glöeiche Tendenz . Wir haben schlicht nicht genug eingeborene Ärzte obwohl deren Arbeitsbedingungen und .....
1) Auch das ist schlicht falsch. Schauen Sie sich die gut ausgebildeten deutschen Ärzte an welche im Ausland arbeiten und fragen Sie sich, warum diese dort arbeiten.
Das Gleiche finden Sie für den Landarzt. Es will keiner aufs Land weil man dort zu wenig verdienen kann.

2) Und warum verlassen uns Ihrer Meinung nach 500.000 - 1mio Menschen im Jahr?

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