Forum: Wirtschaft
Ver.di-Erhebung: Krankenhäusern fehlen 80.000 Pflegekräfte
DPA

Keine Pausen, Überstunden, spontane Einsätze: Alltag für viele Krankenpfleger. Laut einer Ver.di-Erhebung müssten Krankenhäuser das Personal um mindestens 22 Prozent aufstocken, um den Mangel abzustellen.

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karl-felix 20.06.2018, 11:54
70. 1)

Zitat von christian-h
1) Auch das ist schlicht falsch. Schauen Sie sich die gut ausgebildeten deutschen Ärzte an welche im Ausland arbeiten und fragen Sie sich, warum diese dort arbeiten. Das Gleiche finden Sie für den Landarzt. Es will keiner aufs Land weil man dort zu wenig verdienen kann. 2) Und warum verlassen uns Ihrer Meinung nach 500.000 - 1mio Menschen im Jahr?
1) www.kma-online.de/aktuelles/panorama/detail/2030-fehlen-im-gesundheitswesen-ueber-400000-fachkraefte-a-25264

2) Die Gründe sind vielfältig . Die Masse sind Rückkehrer in die Heimat. In 2015 verliessen uns über 500.000 Menschen ausländischer Herkunft. 2 meiner Söhne- pars pro toto -verliessen Deutschland als Arbeitsemigranten , der eine nach China, der andere in die USA. Ich hoffe, dass die sich dort nicht integrieren sondern in einigen Jahren nach Deutschland zurückkehren .

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die-metapha 20.06.2018, 12:50
71.

Zitat von karl-felix
Das ist Ihre frei Erfindung .
So so
Sie schreiben einige Beiträge zuvor
Zitat von karl-felix
Ergo: Nur mit Geld ist das Problem nicht zu lösen n. Wir benötigen Menschen , Roboter, Geld, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Sozialprestige um nur einige Punkte zu nennen .
Gleichzeitig reden Sie davon, Menschen aus Drittländer für diese Arbeit einsetzen zu wollen.
Sie wollen dabei nicht wahrhaben, dass auch diese einen Qualifikation in gleichen Umfang und gleichen Zeitraum erfahren müssen - abgesehen davon erst noch die Sprache erlernen müssen und am Ende doch genauso hier existieren müssen. Meinen Sie tatsächlich, diese Menschen werden aus purer “Dankbarkeit“ solche Bedingungen akzeptieren?
Sie sind ja nach allen Seiten völlig empathielos! Sie können doch nicht nur „Köpfe“ zählen.

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Duggi 20.06.2018, 14:46
72.

Wenn aus dem Erfolg und der Meschlichkeit in der Pflege ein Profit zu ziehen wäre, gäbe es keinen Mangel an Geld und damit Fachkräften für diese Branche. Da aber der Erfolg der Pflege und die Menschlichkeit keinen wirtschaftlichen Erfolg bringen, sieht ein kapitalistisches System in der Pflege nur eine Vergütung von definierten Verrichtungsleistungen pro Zeiteinheit. :-(

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christian-h 20.06.2018, 16:36
73. Angabe

Zitat von karl-felix
1) www.kma-online.de/aktuelles/panorama/detail/2030-fehlen-im-gesundheitswesen-ueber-400000-fachkraefte-a-25264 2) Die Gründe sind vielfältig . Die Masse sind Rückkehrer in die Heimat. In 2015 verliessen uns über 500.000 Menschen ausländischer Herkunft. 2 meiner Söhne- pars pro toto -verliessen Deutschland als Arbeitsemigranten , der eine nach China, der andere in die USA. Ich hoffe, dass die sich dort nicht integrieren sondern in einigen Jahren nach Deutschland zurückkehren .
1) Sie sollten den Beitrag lesen, darin kann ich Ihre Begründung mit der geringen Fertilität der deutschen Frauen nicht finden.
Im Gegensatz dazu werden als Gründe die Rahmenbedingungen, Arbeitsbedingungen, Vereinbarung Familie und Beruf angeführt.

2) Ihre Begründung fehlt, warum uns 500.000 - 1mio Menschen verlassen. Bei einem Großteil wird es wohl am Verdienst und den Arbeitsbedingungen liegen.

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Drun4s 21.06.2018, 07:10
74. Demografische entwicklung.

Was ist denn eigentlich wenn die geburtenstarken Jahrgänge “zu Ende” gepflegt wurden und eben gestorben sind? Unendlich kann die Lebenserwartung nicht steigen genauso wenig wie der Geburtenrückgang unendlich sinken kann.
Sicher wird es dann einen massiven Mehrbedarf geben über gewisse Zeit, aber danach sollte sich das doch nivellieren, oder sehe ich das falsch?

- Altenpfleger, männlich, 26, “biodeutsch”. Ja, es gibt noch ein paar junge Menschen die sich das antun ;)

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karl-felix 21.06.2018, 16:40
75. Vielen

Zitat von die-metapha
1)So so Sie schreiben einige Beiträge zuvor Gleichzeitig reden Sie davon, Menschen aus Drittländer für diese Arbeit einsetzen zu wollen. 2)Sie wollen dabei nicht wahrhaben, dass auch diese einen Qualifikation in gleichen Umfang und gleichen Zeitraum erfahren müssen - 3)Sie sind ja nach allen Seiten völlig empathielos! Sie können doch nicht nur „Köpfe“ zählen.
1)Dank für die Bestätigung, dass Ihre Behauptungen frei erfunden sind.

Bereits 2014 waren neben Zehntausenden von Ärzten ca. 600.000
Erwerbstätige mit Migrationshintergrund im deutschen Gesundheitswesen tätig . Zusätzliche 400.000 Menschen sind weder auf dem engen deutschen noch auf dem europäischen Arbeitsmarkt zu gewinnen .

Deutlich realistischer als Sie Pflegedirektor Pröbstle von den Uni Kliniken Bonn:
"Wir tun alles, was wir können ,wir haben mehr Ausbildungsplätze geschaffen , aber das reicht nicht aus. Man habe in den vergangenen Jahren qualifizierte Kräfte aus Italien und Griechenland gewonnen , aber jetzt gebe es in den EU-Ländern kaum noch Fachleute die nach Deutschland kommen wollten . Deshalb habe die Uni-Klinik Kontakte nach Serbien , Bosnien und die Philippinen geknüpft um dort gut qualifiziertes Personal anzuwerben "

Ingo Morell von der GFO :
" Wir bekommen unsere Stellen nur sehr schwer besetzt aufgrund des Fachkräftemangels "

Es geht schlicht nicht ohne ausländische Fachkräfte, schon seit Jahrzehnten nicht. Nicht zuletzt eine Frage des demographischen Wandels. Egal ob Sie nun Vogel,Strauß spielen und den Kopf in den Sand stecken oder sehenden Auges die Realität verweigern : Wir müssen aggressiv um ausländische Fachkräfte werben und vor allen Dingen die Menschen bestens ausbilden , die aus welchen Gründen auch immer zu uns kamen/kommen und ihren und unseren Wohlstand mehren wollen .
Das löst zwar unsere Pflegeprobleme nicht, mildert sie aber ab . .

2) Frei erfunden . Ich zitiere mich ungerne : " bestens ausbilden " in meinem allerersten Beitrag. Das ist die Grundvoraussetzung .

3) Frei erfunden . Ich verweise allerdings auf die Bevölkerungsuhr. Heute sterben wieder ca. 25% mehr Deutsche als geboren werden .
Gleichzeitig vergreisen wir, leben immer länger und unser Arbeitsmarkt ist leer gefegt .

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karl-felix 21.06.2018, 16:55
76. Das

Zitat von Drun4s
Was ist denn eigentlich wenn die geburtenstarken Jahrgänge “zu Ende” gepflegt wurden und eben gestorben sind? Unendlich kann die Lebenserwartung nicht steigen genauso wenig wie der Geburtenrückgang unendlich sinken kann. Sicher wird es dann einen massiven Mehrbedarf geben über gewisse Zeit, aber danach sollte sich das doch nivellieren, oder sehe ich das falsch? - Altenpfleger, männlich, 26, “biodeutsch”. Ja, es gibt noch ein paar junge Menschen die sich das antun ;)
wissen wir nicht.
Was wir aber wissen ist, dass wir bereits heute ca. 150.000 Pflegekräfte zu wenig haben und die Zahl der zu Pflegenden in den nächsten Jahrzehnten rasant steigt .

Gleichzeitig sinkt aber die Zahl der ausbildungsfähigen deutschen Arbeitskräfte. Bei gleichbleibender Geburtenrate sterben die eingeborenen Deutschen ohne Zuwanderung schlichtweg aus.
Aber auch die letzte Million Deutscher möchte im Alter von irgendjemand gepflegt werden , oder ?
Es ist also naiv , anzunehmen dieses Problem liesse sich nur mit Geld lösen . Was sich mit Geld machen lässt ist, die Probleme der jetzt Pflegenden zu erleichtern . Sowohl hinsichtlich des Einkommens als auch der Arbeitsverhältnisse.
Da treffen sich allerdings der Stamm Nimm und der Stamm Gib .
Spätestens bei den Beitragserhöhungen halten sich dann viele bei der Diskussion vornehm zurück
Ingo Morell, , Sprecher der Franziskanerinnen dazu :
Ich finde es gut, wenn die Pflegekräfte für mehr Personal demonstrieren . Letztlich können wir nur soviele Stellen schaffen, wie über die Fallpauschalen der Krankenkassen refinanziert werden können. Spätestens, wenn es um eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge gehe, stockt die Debatte."

Ähnliches gilt für die Pflegeversicherung analog .

Wie die Situation in 40 Jahren aussieht , kann Ihnen niemand sagen .
Ein falscher Knopfdruck von Trump könnte unser Problem lösen .
Müssig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen . Kein Mensch konnte
1914 beim Ausbruch des ersten Weltkrieges ahnen , dass 40 Jahre später fast 60 Millionen Menschen ( das entspricht der kompletten Einwohnerzahl des deutschen Reiches ) Kriegstote sein würden .
Wir sollten uns also möglichst auf das hier und das absehbare Jetzt beschränken und das tun , was auf uns zu kommt und was wichtig und nützlich ist. Und auf uns zu kommt ein Pflegenotstand, der nicht mit Geld alleine abzuwenden ist..

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Drun4s 21.06.2018, 18:08
77.

Zitat von karl-felix
wissen wir nicht. Was wir aber wissen ist, dass wir bereits heute ca. 150.000 Pflegekräfte zu wenig haben und die Zahl der zu Pflegenden in den nächsten Jahrzehnten rasant steigt . Gleichzeitig sinkt aber die Zahl der ausbildungsfähigen deutschen Arbeitskräfte. Bei gleichbleibender Geburtenrate sterben die eingeborenen Deutschen ohne Zuwanderung schlichtweg aus. Aber auch die letzte Million Deutscher möchte im Alter von irgendjemand gepflegt werden , oder ? Es ist also naiv , anzunehmen dieses Problem liesse sich nur mit Geld lösen . Was sich mit Geld machen lässt ist, die Probleme der jetzt Pflegenden zu erleichtern . Sowohl hinsichtlich des Einkommens als auch der Arbeitsverhältnisse. Da treffen sich allerdings der Stamm Nimm und der Stamm Gib . Spätestens bei den Beitragserhöhungen halten sich dann viele bei der Diskussion vornehm zurück Ingo Morell, , Sprecher der Franziskanerinnen dazu : Ich finde es gut, wenn die Pflegekräfte für mehr Personal demonstrieren . Letztlich können wir nur soviele Stellen schaffen, wie über die Fallpauschalen der Krankenkassen refinanziert werden können. Spätestens, wenn es um eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge gehe, stockt die Debatte." Ähnliches gilt für die Pflegeversicherung analog . Wie die Situation in 40 Jahren aussieht , kann Ihnen niemand sagen . Ein falscher Knopfdruck von Trump könnte unser Problem lösen . Müssig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen . Kein Mensch konnte 1914 beim Ausbruch des ersten Weltkrieges ahnen , dass 40 Jahre später fast 60 Millionen Menschen ( das entspricht der kompletten Einwohnerzahl des deutschen Reiches ) Kriegstote sein würden . Wir sollten uns also möglichst auf das hier und das absehbare Jetzt beschränken und das tun , was auf uns zu kommt und was wichtig und nützlich ist. Und auf uns zu kommt ein Pflegenotstand, der nicht mit Geld alleine abzuwenden ist..
Sie wollen mir also sagen, selbst diese 1 Mio Menschen wird kein einziges Blag haben?

Die Ursache für die geringe Geburtenrate, (die seit 1994 langsam wieder steigt) ist doch, dass es ein hohes Risiko ist Kinder zu kriegen.
Agenda 2010, Niedriglohnsektor, Exportorientierung. Eine vernünftige Familienplanung ist doch gar nicht möglich. Das Armutsrisiko ist dann extrem hoch.
Und wie gesagt, die Lebenserwartung kann nicht unendlich steigen.

Ja dann machen wir es jetzt, würde auch meine Situation verbessern.
- Verbot von Rendite auf Kosten der PV.
- alle Menschen zahlen in die Sozialversicherungssysteme ein, nicht nur die abhängig Beschäftigten, Rente kann man auslassen, 1 Milliardär muss nicht unbedingt Rentenbeiträge zahlen.
Beamte, Ärzte, Anwälte, Politiker finanzieren unser System nicht mit, nur die abhängig Beschäftigten.

Zusätzlich sollte massiv investiert werden in Prävention und Rehabilitation, nach skandinavischem Vorbild, damit nicht so viele Menschen in die Pflegebedürftigkeit abdriften.

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die-metapha 21.06.2018, 18:56
78.

Zitat von karl-felix
1)Dank für die Bestätigung, dass Ihre Behauptungen frei erfunden sind.
Sie sollten mal überlegen, ob es nicht auf Sie selbst zurückfällt wenn Sie andere hier beleidigen.
Um mal etwas Sachlichkeit in diese Diskussion zu bringen - ich bin aus dem Metier. Ich kenne aus eigener Erfahrung beide Seiten. Von daher Masse ich mir auch ein etwas objektiveres Urteil an.
Passend zu diesem Themenkomplex können Sie diesen Artikel lesen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/bericht-aus-dem-klinikalltag-was-fuer-eine-aerztin-bin-ich-bloss-geworden-a-1213586.html
Sie wollen also Fachpersonal aus anderen Ländern gewinnen. Das geschieht bereits seit rund 10 Jahren und hat nachweislich zu keinem erkennbaren Resultat geführt. Die Zahlen hatte ich Ihnen bereits geliefert. Nur 5 % verbleiben Länder als 1 Jahr in unserem System.
Aus Drittländern rekrutieren zu wollen geht nur, wenn diese Personen über die nötige Qualifikation verfügen, die Sprache in ausreichendem umfang beherrschen oder bereit sind, diese zu erlangen.
Was wollen Sie mit Zuwanderern aus den Kriegsregionen machen, welche weder die spräche nicht beherrschen, einem gänzlich anderen Kulturkreis entspringen und kein Interesse an solch einer Arbeit haben. Wollen Sie diese zwangsverpflichten?
Wenn Sie andere Beiträge zum Thema Kriegsflüchtlinge und den Umgang unserer Gesellschaft mit diesen angeht dann könnten Sie vermutlich erkennen, dass ich diesen Menschen offen gegenübertrete und es als unsere gesellschaftliche Aufgabe empfinde, diesen Menschen Sicherheit und Hoffnung zu geben.
Aber das was Sie hier fantasieren geht einfach zu weit weil es weder die Realität im gesungheitssystem wiederspiegelt noch die Ansprüche dieser Flüchtlinge auf die Sie eher immer wieder als Quell der Hoffnung verweisen.
Ich hatte übrigens nie behauptet, dass mehr Geld alleine das Problem löst!
Es geht primär um die Arbeitsbedingungen - und diese hängen unmittelbar mit der Stellenbewerbung zusammen.

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