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Verfassungsgericht: Welche Grundsteuer Sie sich wünschen sollten
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Das Verfassungsgericht hat die Grundsteuer gekippt, nun wird über die künftige Höhe gefeilscht. Was auf Mieter und Hausbesitzer zukommen könnte - und was gut für sie wäre.

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fraenki999 14.04.2018, 14:47
10. Enteignen

Warum bitte nochmal darf Grund- umd Boden in Privatbesitz sein? Erschließt sich mir einfach nicht, außer es wäre von Vorteil, das sich über den Besitz von Grund- und Boden ein Vorteil für die Allgemeinheit feststellen ließe.
Eben, es gibt keinen, im Gegenteil. Also sollten wir wirklich mal über Enteignung nachdenken. Angefangen bei Flächen, die Unternehmen gehören. Diese können dann vom Staat zurückpachten. Die Grundsteuer wäre obsolet. Die Gebäude gehören nach wie vor den Unternehmen. Bei Privatbesitz ebenfalls. Der Eigentümer kann auch die Gebäude an seine Nachkommen vererben. Aber der Staat hätte immer die Kontrolle und bauen würde für viel mehr Leute in Frage kommen, da die Anschaffung wegfällt.

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ash26e 14.04.2018, 14:57
11. Keine

.........oder etwas wie die Tax d'habitation in Frankreich. Die liegt ausschließlich in Händen der Gemeinde.

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hans-rai 14.04.2018, 15:04
12. Komplette Staatskonrolle...

Zitat von fraenki999
Warum bitte nochmal darf Grund- umd Boden in Privatbesitz sein? Erschließt sich mir einfach nicht, außer es wäre von Vorteil, das sich über den Besitz von Grund- und Boden ein Vorteil für die Allgemeinheit feststellen ließe. Eben, es gibt keinen, im Gegenteil. Also sollten wir wirklich mal über Enteignung nachdenken. Angefangen bei Flächen, die Unternehmen gehören. Diese können dann vom Staat zurückpachten. Die Grundsteuer wäre obsolet. Die Gebäude gehören nach wie vor den Unternehmen. Bei Privatbesitz ebenfalls. Der Eigentümer kann auch die Gebäude an seine Nachkommen vererben. Aber der Staat hätte immer die Kontrolle und bauen würde für viel mehr Leute in Frage kommen, da die Anschaffung wegfällt.
..das können Sie nicht ernsthaft meinen. Ich bin für weniger Staat, der ohnehin schon viel zu viel kontrolliert und sich in unser Leben einmischt.

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undog 14.04.2018, 15:05
13. Ihr Modell exisiert in China

Zitat von fraenki999
Warum bitte nochmal darf Grund- umd Boden in Privatbesitz sein? Erschließt sich mir einfach nicht, außer es wäre von Vorteil, das sich über den Besitz von Grund- und Boden ein Vorteil für die Allgemeinheit feststellen ließe. Eben, es gibt keinen, im Gegenteil. Also sollten wir wirklich mal über Enteignung nachdenken. Angefangen bei Flächen, die Unternehmen gehören. Diese können dann vom Staat zurückpachten. Die Grundsteuer wäre obsolet. Die Gebäude gehören nach wie vor den Unternehmen. Bei Privatbesitz ebenfalls. Der Eigentümer kann auch die Gebäude an seine Nachkommen vererben. Aber der Staat hätte immer die Kontrolle und bauen würde für viel mehr Leute in Frage kommen, da die Anschaffung wegfällt.
und wäre eine gute Lösung für Ostdeutschland bei der Wiedervereinigung gewesen. Neben den von Ihnen gemannten Vorteilen, entfallen insbesondere für Neubauten weniger Kosten, weil die Grundstückskosten antfallen. Ich plädiere für Ihr Modell unter der wesentlichen Bedingung:
Zurückzahlung des Grundstückwertes und der Erwerbskosten an den Eigentümer durch den Staat.

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interessierter Laie 14.04.2018, 15:17
14. @mei42

die Grundsteuer hat eine völlig andere Begründung. Es ist eine Gemeindesteuer, die der Gemeinde Einnahmen verschafft, um das zu bezahlen, was eben so anfällt, wenn da Häuser stehen und Leute wohnen. Deswegen halte ich auch die Besteuerung von reinen Grundstücken auch für fragwürdig. Dennoch: Den Wert einer Immobilie kann man noch einiger Maßen vernünftig abschätzen. Eine allgemeine Vermögensteuer hingegen wurde auf alles erhoben. Sprich: Jeder Haushalt müsste jährlich eine Inventur machen, alles bewerten und darauf Steuern zahlen. Wenn sie irgendwas weglassen, wird eben umgeschichtet und es ist obendrein ungerecht. Und irgendein anderer müsste den Wertansatz prüfen. Können Sie sich in etwa vorstellen, was das für ein bürokratischer Aufwand wäre? Und das für eine Steuer, die 1995 ein Aufkommen von 9 Mrd DM. erzielte. Zwischen 20 und 40 Prozent des Aufkommens sind übrigens damals schon an Kosten entstanden. Und verfassungswidrig war sie, weil sie eben nicht alle Vermögenswerte gleich gestellt hat.

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henry.miller 14.04.2018, 15:20
15.

Dieser ganze Hype um dieses Thema.

Natürlich wird niemand weniger Steuern zahlen, sondern mehr, für das Extra Geld fühlt man sich und andere dann wenigstens gerecht besteuert

Zum Schmunzeln

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vitalik 14.04.2018, 15:24
16.

Zitat von fraenki999
Warum bitte nochmal darf Grund- umd Boden in Privatbesitz sein? Erschließt sich mir einfach nicht, außer es wäre von Vorteil, das sich über den Besitz von Grund- und Boden ein Vorteil für die Allgemeinheit feststellen ließe. Eben, es gibt keinen, im Gegenteil. Also sollten wir wirklich mal über Enteignung nachdenken. Angefangen bei Flächen, die Unternehmen gehören. Diese können dann vom Staat zurückpachten. Die Grundsteuer wäre obsolet. Die Gebäude gehören nach wie vor den Unternehmen. Bei Privatbesitz ebenfalls. Der Eigentümer kann auch die Gebäude an seine Nachkommen vererben. Aber der Staat hätte immer die Kontrolle und bauen würde für viel mehr Leute in Frage kommen, da die Anschaffung wegfällt.
Wie entscheidet dann der Staat, wer ein bestimmtes Grundstück bekommt? Aktuell wird dies über den Preis und die Entscheidung des Besitzers geregelt. Derjenige, der den höchsten Betrag bietet, erhält das Grundstück. Das Prinzip wäre mit einer Pacht nicht umsetzbar, außer die Parteien überbietet sich bei der Pachthöhe.

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vitalik 14.04.2018, 15:28
17.

Zitat von undog
und wäre eine gute Lösung für Ostdeutschland bei der Wiedervereinigung gewesen. Neben den von Ihnen gemannten Vorteilen, entfallen insbesondere für Neubauten weniger Kosten, weil die Grundstückskosten antfallen. Ich plädiere für Ihr Modell unter der wesentlichen Bedingung: Zurückzahlung des Grundstückwertes und der Erwerbskosten an den Eigentümer durch den Staat.
Nein, diese Lösung wäre auch bei der Wiedervereinigung nicht möglich, da in der DDR bereits eine Enteignung stattfand. Diese Enteignung wurde durch den Anschluss an die BRD zum Teil rückgängig gemacht, sodass die Menschen das Recht am ehemaligen Grund und Boden wiedererlangt haben.
Es wäre ein Skandal, wenn das Unrechtregime der DDR Recht behalten würde und die BRD dieses Unrecht ebenfalls beibehalten hätte.

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iffelsine 14.04.2018, 15:33
18. Na Herr Tennhagen, etwas zu kurz gedacht...

Ohne Grundstück kein Mietshaus ! Und die Pflege dieses Grundstücks ist in den Betriebskosten enthalten, also auch die neue Grundsteuer - wenn sie denn da so kommt. Die privaten Vermieter (rd. 20% der Wohnungen in Berlin) verkaufen dann erst recht an Eigennutzer, die die Mieter dann rausschmeissen können. Jeder, der keine Wohnung findet und gut verdient, kann sich eine vermietete Wohnung kaufen und dann Eigenbedarf anmelden. DAS ist Gentrifizierung - überall Eigentümer, die selbst in den ehemaligen Mietwohnungen leben, weil es für private Vermieter höchst unattraktiv wird, zu vermieten. Und die Kaufpreiserlöse treiben mir ein Lächeln ins Gesicht.

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spmc-12355639674612 14.04.2018, 15:37
19. Ich bin für die Berechnung nach Bodenrichtwert

Die Bodenrichtwerte liegen für die gesamte Republik vor und spiegeln die Lage wider. Beispiel Berlin: Die Bodenrichtwerte findet man unter http://fbinter.stadt-berlin.de/boris/, sogar für die vergangenen Jahre. Man kann also nachschauen, wie schnell sie gestiegen sind. Besonders krasses Beispiel: Kreuzberg. Dort sind sie in den letzten 10 Jahren teilweise fast auf das 10-Fache gestiegen! Das entspricht ungefähr der Entwicklung der dortigen Immobilienpreise. Merkwürdigerweise sind die Bodenrichtwerte von München nur gegen Zahlung einer deftigen Gebühr zu haben. Hier muss unbedingt mehr Transparenz geschaffen werden!

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