Forum: Wirtschaft
Vergeltungszölle: EU riskiert Konfrontation mit Trump
AFP

Die EU setzt im Handelsstreit mit den USA auf Vergeltungszölle und nimmt eine Eskalation mit Donald Trump in Kauf: Man stehe derzeit nicht für Verhandlungen zur Verfügung, heißt es in Brüssel.

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redwed11 01.06.2018, 19:22
10.

Zitat von spassfactor
Das ganze Gezeter in Europa geht doch am Problem vorbei. Die USA sind in einer deutlich stärkeren Position in dieser Auseinandersetzung. China hat schon angekündigt einzulenken und Europa hat doch gar keine andere Wahl als zu verhandeln auch "mit der Pistole an der Brust". Europa ist doch nicht einmal in der Lage die notwendigen Verteidigungsausgaben allein zu stemmen. Da warten die USA nun einfach ab bis der Druck auf Europa so gross wird, dass auch die Zeter und Mordio schreienden Politiker und Verbandsfürsten realisieren, dass derjenige die Musik bestimmt, der sie auch bezahlt. Dies ist ein Machtspiel, dass Europa derzeit nicht gewinnen kann.
Die Verbindung von Verteidigungsausgaben mit den Erpressungen seitens der USA herzustellen ist doch absoluter Unsinn. Was haben die Militärausgaben mit der Einfuhr von Strafzöllen zu tun. Eine Variante würde Ihre Meinung von einem Zusammenhang begründen. Das wäre, wenn Trump mit Hilfe des US Militärs seine Erpressungen gegenüber Europa mit militärischen Mitteln durchsetzen würde. Aber für so verrückt halte ich nicht einmal Trump. Aber, man kann bei diesem geistigen Tiefflieger nie wissen. Irrationalität ist schließlich Trumps Markenzeichen.

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Atheist_Crusader 01.06.2018, 19:26
11.

Fordert Tump heraus... gibt es denn eine Alternative die alles nicht noch schlimmer macht? Denn wenn wir uns jetzt nicht wehren, dann kommt bald die nächste, noch überzogenere Forderung. Wer sich einer Erpressung beugt, rettet vielleicht die Geiseln, legt aber den Grundstein für die nächsten hundert Kidnappings.

Mit vernunftbegabten Menschen kann man jederzeit verhandeln - aber nicht mit solchen für die das gesamte Konzept der Realität rein optional ist.

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Mondlady 01.06.2018, 19:27
12. Zwei Möglichkeiten:

Entweder die Beteiligung am G7-Gipfel absagen - was m.E. die schlechtere Lösung wäre! Die bessere Antwort auf Trump wäre, teilzunehmen, aber ihn ins Leere laufen zu lassen; also konsequent symbolisch "in die Ecke stellen" und seine One-Man-Show damit lächerlich machen! Wenn man Contenance bewahrt, macht es dieser Mann so leicht, ihn zu entlarven! Leider wird das nicht passieren, da mit Sicherheit einige Ländervertreter ausscheren, allen voran "unser aller Merkel"!

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rudig 01.06.2018, 19:30
13. naja,

Zitat von jakker
Ich frage mich sowieso, weshalb manche Leser Panik schieben. Der amerikanische Markt ist nur aufgebläht von Finanzfirmen, Dienstleistern und dem Militär. Außerdem ist er mit 300M Einwohnern knapp mehr als die Hälfte des europäischen Marktes (500Mio!). Die Infrastruktur ist schlecht, die Bildung ist miserabel, das Gesundheitswesen existiert nur für Menschen mit Geld. Und am meisten trifft den Schwachsinn, den der Potus veranstalltet, die USA selbst. Also weiter machen, nicht einschüchtern lassen und endlich die Dienstleistungen und Lieferung hier ordentlich besteuern!!
die USA hat mit 3,8 % Arbeitslosigkeit beinahe Vollbeschäftigung,
die EU hat mehr als doppelt soviel Arbeitslose.
Woher kommen neue wirtschaftliche Innovationen, neue Ideen,
woher kommen Firmen wie Apple, Google, Tesla, ganz sicher nicht
aus Europa!

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Ralf1234 01.06.2018, 19:34
14.

Die EU wird den Handekskrieg verlieren. Die EU ist ein unausgegorenes Konstrukt in welchem in vielen wichtigen Fragen Einstimmigkeit herrschen muss um einen Beschluss zu fassen. Da jedes Land seine eigenen Probleme mit sich rumschleppt ist dies nahezu unmöglich. Dann gibt es noch eine gemeinsame Währung die permanent im Krisenmodus ist und den ganzen Laden droht auseinanderzusprengen. GB tritt aus, mit Russland liegt man über Clinch ebenso mit Erdogan, den Chinesen kann man sowieso nicht trauen. Nebenbei verursacht nahezu jede Wahl Panikattacken bei unseren Entscheidungsträgern. Also ich würde alles auf Trump setzen.

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darthmax 01.06.2018, 19:35
15. Konfontation

Wozu..um30 Jahre alte Abkommen der Zeit anzugleichen, ist diese Konfrntation nicht notwendig. hat man immer noch nicht verstanden, dass ein weiter so irgendwann alt wird ? Peinlich, das die EU aufgrund Iherer Zusammemsetzung zu keiner Verhandlung fähig ist. Man war zu blöd Trump zu unterschätzen, der macht seine Versprechen wahr und wie es aussieht mit Erfolg.Kleiner Tipp, mal die Zölle neu verhandeln, warum auf Autos nicht Null %

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vliege 01.06.2018, 19:35
16. Purer Aktionismus

Die lächerlichen "Nischengüter" Jeans, Whiskey und Harley Davidson sollen wohl Tatkraft seitens der EU vorspielen. Da fallen mir auf Anhieb 10 andere Güter oder Waren ein die den USA auf gleicher Höhe wehtun. Ein Handelskrieg ist btw schon lange im Gange, Trump hat lediglich mit offenen Karten gespielt. Die EU und insbesondere Deutschland hat sich über Jahre hinweg in diese Lage gebracht. Export hui, Binnenwirtschaft pfui war die Devise.

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benedetto089 01.06.2018, 19:37
17.

Die Zölle der EU Schaden im Umkehrschluss aber auch der EU Binnenwirtschaft. Sie gehen entweder zulasten der Händler oder der Verbraucher. Das mag vielleicht bei Harley Davidson Motorrädern oder amerikanischem Whiskey nicht so stark ins Gewicht fallen, wenn sich die Spirale weiterdreht könnte es aber schlimme Folgen haben. Jetzt rächt es sich, dass damals völlig verblendet so stark gegen TTIP sturmgelaufen wurde, obwohl sich inhaltlich fast kaum jemand wirklich damit auseinandergesetzt hat.

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guidomuc 01.06.2018, 19:38
18. Jeans? Whisky?

Wie wärs mit Sachen, die richtig weh tun: Boeing kauft allein in Deutschland für 800 Mio. Dollar jährlich Teile zu. Deutschland könnte auf die Idee kommen, diese als Risiko für die Sicherheit einzustufen, dann kriegt Boeing seine gesamte Flotte nicht mehr in die Luft. Von Maintenance ganz zu schweigen. Airbus hingegen käme leichter ohne Ami-Teile aus. Gleiches gilt übrigens für amerikanische Autos: ohne deutschen Maschinenbau bauen die Amis gar nix, schon gar keinen Tesla.

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print1939 01.06.2018, 19:42
19. Vergeltungszölle, warum eigentlich?

Verstehe die ganze Aufregung nicht. Die Kommentatoren tun so, als ob der gesamte Export nach Amerika zusammenbricht. Dabei wurde mit Zöllen immer schon Politik gemacht.

WIRTSCHAFTLICH betrachtet ist ein Strafzoll oder ein Vergeltungszoll auch nur ein Importzoll. Den Zoll zahlen ausschließlich die Bürger, denn der Zoll verteuert die Waren und Dienstleistungen erst im Importland. Die US-Firmen werden weiterhin in der EU einkaufen, weil sie a) eventuell die entsprechenden Produkte benötigen und b) die Mehrkosten auf die Verbraucher abwälzen werden.

Zölle – die ja nicht den EU-Exporteuren aufgezwungen werden können, sondern nur den US-Importeuren – verlieren jedoch mit der Zeit an Wirksamkeit. Die EU wird sich umgehend neue Märkte suchen. Das schadet zwar vorübergehend den Bilanzen der Unternehmen in der EU, hat aber den positiven Effekt, dass die Abhängigkeit von den USA zurückgeht. Aus Sicht der deutschen Bürger hat dieser Umstand so lange keine praktischen Folgen, wie am Arbeitsmarkt Arbeitskräftemangel herrscht. Im Gegenteil: der Exportüberschuss Deutschlands wird verringert, ohne dass Frau Merkel sich bewegen muss. Vergeltungzölle sind da nur Schaumschlägerei

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