Forum: Wirtschaft
Vergleich: Mindestlöhne in der EU steigen kräftig
DPA

Die Mindestlöhne sind in 22 EU-Ländern zuletzt deutlich gestiegen. In Deutschland ist die gesetzliche Gehaltsuntergrenze niedriger als in vielen anderen westeuropäischen Staaten - auch die Erhöhung war unterdurchschnittlich.

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theanalyzer 28.02.2017, 17:04
230.

Zitat von spaceagency
Der Medianlohn in Deutschland ist tragisch tief. Das heisst 41 mio Deutsche verdienen 1300 Euro oder wesentlich weniger pro Monat.
Bei der Betrachtung sind Kleinkinder und Greise ebenso wie Arbeitslose und Arbeitsscheue enthalten. Das sagt nix aus.

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karin_mainz 28.02.2017, 17:06
231.

Zitat von Magentasalex
Fantastisch schön, wie man immer den einen gegen den anderen ausspielen kann, gell?
Es geht nicht darum den einen gegen den anderen auszuspielen sondern aufzuzeigen, das es entgegen dem Vorposter, es auch heute möglich ist mit einem Gehalt eine Familie zu ernähren und ein Haus zu bauen und dass es auch in den 80ern nicht jedem vergönnt war und es auch damals keine Selbstverständlichkeit war mit einem Gehalt ein Haus zu bauen.

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pom_muc 28.02.2017, 17:11
232.

Zitat von Crom
Es geht nicht um Staatsschulden, der Staat ist gar nicht involviert. Sie schreiben ja selbst Geschäftsbanken (die nehmen die Kredite auf) und nationale Notenbanken. Wo ist da bitte der Staat? Gehören Ihre privaten Schulden etwa auch zu den Staatsschulden?
"Griechenland ist pleite und bekommt von den einheimischen Banken trotzdem weiter Geld. Überall in der Euro-Zone ist die Finanzbranche als Käufer von Staatsanleihen unverzichtbar - ..."

Vielleicht fangen Sie mal mit ein paar alten SPON-Artikel an und arbeiten sich durch den verlinkten Target2-Wikipedia-Eintrag.

Club Med-Geschäftsbanken kaufen Staatsanleihen aus Club Med-Staaten solange mittels Target2-Krediten einfach öffentliches Geld aus D abgezogen werden kann.

Ich verstehe ehrlich nicht was es da nicht zu verstehen gibt.

Kein Target2-Kredit mehr und der gesamte Club Med müsste zweistellige Zinsen auf neue Kredite zahlen. Staaten wie Griechenland würden vermutlich nicht mal mehr irgendwelche Kreditgeber finden und gleich den Staatsbankrott anmelden.

Der Target2-Tropf und die monatlichen EZB-QE-Milliarden sind doch der einzige Grund warum GR noch nicht aus der Euro-Zone ausgetreten ist.

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neo91 28.02.2017, 17:12
233. Problem Teilzeit

Zitat von mettwurstlolli
Ja, wenn man es denn bei einem 8h-Tag belässt, mag das sein, aber wenn ich arm bin und wenig kann, würde ich mir ja wenigstens die klasssischen Achtdreiviertel Stunden zutrauen. Mit durchschnittlich 21 Tagen im Monat ist man da bei 1.600 Euro brutto. Auch nicht zum reich werden, richtig, aber sieht schon besser aus. Familie heißt, zwei arbeiten - Wenn beide nur den Mindestlohn kriegen (müsste langsam ein Massenphänomen sein) haben wir dann also 3.200 Euro brutto im Monat. Finde ich jetzt nicht so gruselig, dass das unhaltbare Zustände wären. Wir reden hier ja nicht über den "empfohlenen Richtlohn" sondern über den MINDEST-Lohn, also quasi den Nullpunkt des Arbeitsmarktes. Klingt für mich nicht besorgniserregend.
Leider kann man sich nicht immer aussuchen wie viel man denn arbeiten will. Viele kriegen nur Teilzeitstellen oder befristete Verträge usw. Das ist aber ein anderes Thema.

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karin_mainz 28.02.2017, 17:12
234.

Zitat von jollen
Das Bauen war günstiger....
War es das wirklich? Ich weiß es nicht.

Was ich aber weiß ist, dass als meine Eltern gebaut haben die ganze Familie (also meine Oma & opa) und auch die Nachbarn mit angepackt haben.
Ohne diese massive Eigenleistung wäre es meinen Eltern und deren Nachbarn kaum möglich gewesen mit nur einem Gehalt ihre Häuser zu bauen.
Ich habe die Tagebücher meines Vaters gelesen, die Mühen und auf was alles verzichtet worden ist nur um sich diesen Traum zu erfüllen waren enorm.

Mit diesem Einsatz wäre es auch heute vielen Familien möglich ein Haus zu bauen.
Insofern habe ich Zweifel, dass es früher einfacher war, Häuser zu bauen, was der eine oder andere Forist hier mal so eben postuliert.

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Crom 28.02.2017, 17:14
235.

Zitat von spaceagency
verdient 16.000 Euro PRO JAHR oder weniger. Der Medianlohn in Deutschland ist tragisch tief. Das heisst 41 mio Deutsche verdienen 1300 Euro oder wesentlich weniger pro Monat.
Das ist schlicht falsch, das Medianeinkommen liegt deutlich höher, ca. 21.000 - 22.000 im Jahr! Netto!

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/einkommensverteilung-unterschicht-oberschicht-testet-hier-wozu-ihr-wirklich-gehoert_H93081233_323959/

"Diese richten sich nach dem Medianeinkommen. Das lag 2015 bei etwa 1.778 Euro netto im Monat, was in etwa einem Jahresbruttoeinkommen von 33.623 Euro entspricht."

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spaceagency 28.02.2017, 17:15
236. theanalyzer - natürlich sagt das etwas aus

denn auch in anderen Ländern sind Greise und Babies enthalten. Aber was sicher etwas aussagt sind 1 Mio Deutsche Gastarbeiter im Ausland. Deutschland hat italienische Löhne bei wesentlich schlechterer Vermögensverteilung. Ich hab nicht schlecht gestaunt als ich die deutsche Experteer Werbung gesehen habe.....Spitzenlöhne ab 60.000 Euro werden dort genannt....hier in der Schweiz beginnt die gleiche Werbung bei 120.000 und 60.000 ist der Durchschnittslohn. So sieht das Gefälle aus. Jetzt nehmen sie noch den Fakt dazu dass Deutsche meist in Miete leben und dann haben sie das Desaster. Steigende Mieten, tiefe Löhne und 50% der Bevölkerung die irgendwie rumdümpeln...

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pom_muc 28.02.2017, 17:23
237.

Zitat von Crom
Arm ist man bei einem Einkommen unter 653 Euro (40% vom Medianeinkommen).
Eine Ergänzung.

"Die EU-Statistiker definieren Personen,[1][2][3] die vom Median des Netto-Äquivalenzeinkommens weniger als

70 Prozent zur Verfügung haben, als armutsgefährdet in sozialen Risikosituationen („prekärer Wohlstand“),
60 Prozent zur Verfügung haben, als armutsgefährdet,
50 Prozent zur Verfügung haben, als relativ einkommensarm,
40 Prozent zur Verfügung haben, als arm."

Das Netto nicht vergessen.

Und weil die Mehrheit der SPON-Leser den Unterschied zwischen Durchschnitts- und Medianeinkommen nicht kennt hier eine zielgruppengerechte Erklärung.

http://durchschnittseinkommen.net

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Jugendlicher 28.02.2017, 17:24
238. Wo waren in dieser Zeit.....

Zitat von mouseware
Ein Blick in die Statistik zeigt, dass sich in den letzten 10 Jahren der Anteil älterer Arbeitslose mit entsprechender Ausbildung erheblich reduziert hat. Gut ausgebildete (und fortgebildete!) Fachkräfte sind deutlich weniger in Gefahr, arbeitslos zu werden. Zeitgleich ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Alter zwischen 50 und 65 deutlich gestiegen. (Siehe Seite 9 https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/201602/analyse/analyse-d-arbeitsmarkt-aeltere/analyse-d-arbeitsmarkt-aeltere-d-0-201602-pdf.pdf) ... Nebenbei noch einmal der Hinweis: In den letzten 20 Jahren war die SPD mit 15 Jahren länger als jede andere Partei in der Bundesregierung.
..... denn CDU/CSU und FDP ? Gab es diese Parteien nicht ? Wer hat den Bundeskanzler/in gestellt ?

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pom_muc 28.02.2017, 17:42
239.

Zitat von interessierter Laie
Selbstverständlich waren die Rahmenbedingungen gut. Der gesamte EU-Raum ist stärker gewachsen als DE. Man nannte uns den kranken Mann Europas. Und was bezeichnen Sie als Innovation? Das ich ohne entsprechende Ausbildung Brötchen selber backe und dabei nichtmal ansatzweise so produktiv bin, wie ein Bäcker? Das ist ein extremer Rückschritt wenn Sie mich fragen. Meine Ururgroßeltern wären auch nicht auf die Idee gekommen, Ihre Wände selbst zu streichen, zu tapezieren oder Fliesen zu legen. Spezialisten schaffen in derselben Zeit den zigfachen Output in besserer Qualität. Ohne Geld zu bemühen senken Sie dadurch den Gesamtwohlstand um über 50 Prozent.
Ihre Urgroßeltern standen auch nicht vor der Situation dass der Handwerker ungefähr 4x so viel für jede Stunde in Rechnung stellt wie sie selbst netto verdienten.

Ein Maurer der heute 15 Euro pro Stunde netto nach Hause bringt kann sich keinen Klempner der 60 Euro/Stunde berechnet leisten.

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