Forum: Wirtschaft
Vergleich: Mindestlöhne in der EU steigen kräftig
DPA

Die Mindestlöhne sind in 22 EU-Ländern zuletzt deutlich gestiegen. In Deutschland ist die gesetzliche Gehaltsuntergrenze niedriger als in vielen anderen westeuropäischen Staaten - auch die Erhöhung war unterdurchschnittlich.

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Crom 28.02.2017, 11:22
60.

Zitat von hman2
Im Gegenteil. Der Reallohn, also der Lohn verglichen mit dem Preisindex, ist in Deutschland so niedrig wie fast nirgendwo. Oder wollen Sie uns erzählen, die Lebenshaltungskosten wären bei unseren Nachbarn höher als bei uns?
Besonders Lebensmittel sind im Ausland deutlich teurer, auch die Mieten sind höher.

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nixkapital 28.02.2017, 11:22
61. ...

Zitat von schummelreiter
Leider wird dem Leser die Info vorenthalten, dass der Mindestlohn in Relation zum Durchschnittslohn in kaum einem Land so hoch ist wie in Deutschland. *seufz
Was mich auf die Idee bringt, dass die Durchschnittslöhne also auch zu niedrig sind.

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assassin 28.02.2017, 11:24
62. Unterschiedliche Lebenshaltungskosten werden im Original-Artikel berücksichtigt!

Hier geht's zum Original-Artikel der Böckler-Stiftung: http://media.boeckler.de/Sites/A/Online-Archiv/20697

Dort kann man in Abb. 2 sehen, dass unter Berücksichtigung unterschiedlich hoher Lebenshaltungskosten Deutschland den dritthöchsten Mindestlohn in der EU hinter Luxemburg und Frankreich hat. Außerhalb Europas liegt er nur noch in Australien höher. Das wäre dann aber wohl nicht mehr so eine "aufreizende" Nachricht... Die Grenze zwischen "richtigen" und "fake" news ist halt meistens nicht so klar und hängt stark von der Interpretation des jeweiligen Betrachters ab.

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unbekanntgeblieben 28.02.2017, 11:25
63. Nur

müsste gerade in Deutschland der effektive Lohn massiv steigen, weil sonst die anderen Wirtschaften im Binnenraum leer gesaugt werden ...

Darüber hinaus, mit effektiven Lohn meinen ich Netto, da bei uns auch die Abgabenlast für die Mehrheit meines Wissens auch am höchsten ist ...

Was die Wirtschaft durch diesen Betrug einfährt, wird sowieso auf wenige verteilt und an bspw. Griechenland als Kredit ohne Rückzahlung zurückgegeben.

Sind unsere Politiker wirklich so dämlich oder machen die das mit voller Absicht?

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GSYBE 28.02.2017, 11:25
64. ja, echt jetzt!

Zitat von FrankH
"Das macht in Polen keiner mit." Echt jetzt? Das höre ich komischerweise genau andersherum. "In der deutschen Schlachtwirtschaft wird WEIT unter Mindestlohn bezahlt!" - und wie genau soll das gehen, dass deutsche Angestellte WEIT unter Mindestlohn bezahlt werden? Wenn es also nicht nur dummes Geschwätz ist, bin ich mal auf die Belege gespannt!
In der Anlage Ihre Belege:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-07/arbeitszeit-ueberstunden-arbeitnehmer-institut-fuer-arbeitsmarkt-berufsforschung

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/arbeitsbedingungen-deutsche-machen-immer-mehr-unbezahlte-ueberstunden/13866796.html

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/menschen-wirtschaft/unbezahlte-ueberstunden-2015-auf-fast-eine-millarde-geschaetzt-14336658.html

http://www.focus.de/finanzen/karriere/die-wahrheit-ueber-unsere-arbeitszeiten-von-wegen-40-stunden-woche-jeder-dritte-deutsche-arbeitet-zu-viel_id_5276125.html

Quer durch alle politische Richtungen, Sie können also nicht mit dem Finger auf bestimmte Medien zeigen.

Frage: ist nun Ihr Beitrag dummes Geschwätz?

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erzengel1987 28.02.2017, 11:25
65. wie wäre es

mit einem europäischen Mindestlohn von 10 euro

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kado18 28.02.2017, 11:26
66. Deshalb klappt es ja nicht

Zitat von INGXXL
in Polen und Tschechien, die liegen mit 2,65 und 2,44 deutlich niedriger. Damit im Vergleich ist der Deutsche Mindestlohn hoch. Deutschland grenzt eben nicht nur an die Westeuropäischen Staat sondern auch an Osteuropäische.
in einer "Gemeinschaft" mit einer Währung.
GR erhöhte z.B. im Schnitt die Löhne auf ca. 14 Euro/h, erhöhte die Renten weit über dem , was man sich dem BIP leisten konnte und hat so die Wettbewerbsfähigkeit für immer (sehr, sehr lange) verloren mit dem Euro.

Mal abwarten bis der Letzte begreift, völlig unterschiedliche Stücklohnkosten sind unvereinbar mit einer Währung.
EU /Eurofans merkt es Euch, der Länderfinanzausgleich klappt mit Murren und Knurren gerade noch in D, nie in der ganzen EU.
Die geldgierigen Kapitalisten sind keineswegs solidarisch, sie sind die ganz grossen EU/Euro-Gewinner, die anderen das Gegenteil.

Mit den Lohnerhöhungen steigen meistens auch die Preise, Steuern..., was bleibt dann für die unteren Einkommen unter dem Strich ?

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nixkapital 28.02.2017, 11:28
67. Na ja...

Zitat von magic88wand
Wenn man seinen Lebensunterhalt von Mindestlohn nicht bestreiten könnte, würde niemand den Job machen. Denn wer stirbt, kann nicht arbeiten.
Die Ansicht ist falsch. Die meisten "überleben" nur, weil sie entweder aufstocken oder noch eine 2. oder 3. Job haben. Das ist das "Jobwunder".

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christian-h 28.02.2017, 11:32
68. Angabe

Zitat von FrankH
Gibts da irgendeinen Beleg für Ihre Behauptungen?
Gibt es, aus dem Jahr 2016:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2016-07/arbeitszeit-ueberstunden-arbeitnehmer-institut-fuer-arbeitsmarkt-berufsforschung

Mehr Stress, mehr Arbeitsverdichtung: In Deutschland werden immer mehr Überstunden geleistet. Mehr als die Hälfte der 1,8 Milliarden Stunden Mehrarbeit sind unbezahlt.

Laut einer Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verzichtet jeder dritte Arbeitnehmer in der Bundesrepublik auf Urlaubstage und geht stattdessen arbeiten. Demnach lassen Befragte ihren Urlaub besonders oft verfallen, wenn sie Sorge um den Verlust ihres Jobs haben.

Ergo rechnet man die unbezahlten Überstunden zum Stundenlohn hinzu, dann ist dieser am sinken.
Handelt es sich dabei noch um den Mindestlohn, dann wird dieser durch diese Maßnahmen unterschritten.

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scotty_mueller 28.02.2017, 11:33
69.

Zitat von Crom
Wenn man sich den Mindestlohn im Vergleich zum Durchschnittslohn ansieht, dann nivelliert sich das. Da ist er nur noch in Frankreich hoch (mit den entsprechenden Konsequenzen).
Wenn Sie damit folgern, dass der Durchschnittslohn viel zu niedrig ist, gebe ich Ihnen Recht.

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