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Vergleichende Studie: US-Amerikaner arbeiten mehr als Europäer
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Mehr Wochenstunden, weniger Urlaub, späterer Ruhestand: US-Amerikaner arbeiten laut einer Studie deutlich länger als ihre EU-Kollegen. Aber auch die Unterschiede zwischen den EU-Staaten sind deutlich.

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mostly_harmless 19.10.2016, 09:58
100.

Zitat von vaclav.havel
Deshalb hat die USA auch das weltweit größte Handelsbilanzdefizit? Statistiken muss man korrekt auch lesen können. ;-)
Was hat die Handelbilanz mit der Produktivität zu tun? Genau. Gar nichts.
Vom Thema zu dem man sich äussert, sollte man zumindest Basiskenntnisse besitzen.
;-)

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gustavsche 19.10.2016, 10:00
101.

Zitat von 0815jrb
Alleine dieser Satz "wie hoch der Anteil an Teilzeitjobs in den Ländern war, geht aus der Studie nicht hervor." macht die komplette Studie hinfällig. Ausserdem sind viele Amerikaner gezwungen länger als 65 zu arbeiten, weil es eben nur private Renten gibt und bei Niedrieglohn-Jobs kann sich niemend eine Rentenversicherung leisten. Ausserdem gibt es faktisch keine Sozialleistungen (nur wenn vom Arbeitgeber freiwillig gezahlt) im Krankheitsfall. Hier werden Birnen mit Äpfeln verglichen.
1. Die Amerikaner geben sich nicht der Illusion hin, dass am Lebensabend ein Freibier gibt. Die Rente gibt es nunmal nicht geschenkt, sondern muss erwirtschaftet werden.

2. Nichtsdestoweniger gibt es auch in den USA Sozialleistungen und eine Altersrente: https://de.wikipedia.org/wiki/Social_Security

3. Das amerikanische System ist in jedem Fall das bessere: Anstatt alles bürokratisch über einen Kamm zu scheren, hat man mehr Freiheit. Das mag für Sie neu sein, aber man kann ja auch mal aus eigener Initiative eine Altersvorsorge aufbauen. Dazu braucht man doch den Staat nicht. Voraussetzung dafür ist, dass man nicht seinn komplettes Nettogehalt verballert, sondern spart und investiert. Ich habe seit 2009 ein Aktiendepot von ca. 170000 € zusammengespart. Die Dividenden sind schon was feines.

4. Was schlimm daran sein soll, mit 65+ noch zu arbeiten, erklären Sie mir bitte. Viele jammern und tun so, als müssten ins Bergwerk.

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ghdh 19.10.2016, 10:01
102. Geringere Lebenserwartung

Die Lebenserwartung der Amerikaner ist auch deutlich geringer als die Lebenserwartung der Deutschen.

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mostly_harmless 19.10.2016, 10:01
103.

Zitat von rieberger
Ich kenne nur Halbtagskräfte, die annähernd an die 20,2 rankommen. Jeder andere 40 Stunden plus! Ich fühle mich veräppelt.
Von Minijobs, 400€-Jobs etc. pp. haben sie noch nie gehört, nehme ich an?

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menefregista 19.10.2016, 10:03
104. Fraktion Give me - Studie

Hier ist von "Büro-Arbeitszeiten " die Rede, keine Branche, keine Qualifikation, kein US-Staat benannt. So eine Studie ist für die Katz, weil nicht repräsentativ. Ich war 2 mal meine Freunde in Boston besuchen ( beide augewanderte Ärzte aus Rumänien, 54 und 49 J-. alt, er Internist und Gefäßchirurg, sie Internistin und Gastroenteorologin ) und kann NICHTS von dem was sie hier oben beschreiben, bestätigen. Die Arbeitszeiten in einer Städtischen Klinik sind mit 40 Wochenstunden streng geregelt, Überstunden werden bezahlt, das Jahres-Einkommen liegt bei dem 2 +1/2 -fachen von dem, was sie vorher 6 Jahre lang in Italien bei 250 Std./ Monat verdient hatten. Daran nähert sich NUR ein Chefarzt in DE. Im Durchschnitt verdient ein Arzt ( ohne Fachbezeichnung ) in den USA ca. 146 Tsd USD pro Jahr, davon kann der "durchschnittliche Arbeitnehmer " von dem Sie hier schreiben, als allerwelts-ARZT in Deutschland in Krankenhäusern nur träumen. Von den restlichen EU-Staaten, wie Spanien oder Griechenland nicht zu reden. Da können Sie auch 60 Stunden pro Woche arbeiten und kommen nicht auf die Höhe des Einkommens einer Krankenschwester in den USA, geschweige denn als OP-Assistentin mit 40 Tsd. Usd / Jahr. Und wer hier noch schreibt, dass die Bürger kaum die Krankenversicherung bezahlen können, ist schlicht "von gestern ". Wers nicht glaubt bitte : http://www.payscale.com/research/US/People_with_Jobs_as_Physicians_/_Doctors/Salary

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joomee 19.10.2016, 10:03
105. Typisch...

Das ist mal wieder typisch. Anstatt mal ein bisschen anzuerkennen, wie gut es viele von uns hier eigentlich im weltweiten Vergleich haben, wird gleich wieder von unterschiedlicher Produktivität gefaselt.

Leute, freut euch doch wenigstens einmal über etwas. Deutschland gehört nun mal zu den Ländern mit den meisten Urlaubsansprüchen - auch wenn viele immer noch glauben, dass wir uns hier zu Tode arbeiten...

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Krefey 19.10.2016, 10:04
106. Gewerkschaften

Und abschließend noch etwas zu den angeblich schwachen Gewerkschaften.

Die sind nicht schwach, sie arbeiten nur gänzlich anders als unsere Gewerkschaften. Elektriker, Mechaniker, Bauarbeiter, etc. sind in den USA eigentlich eher Tagelöhner. Sie sind nicht fest angestellt bei Firmen sondern werden von ihrer Gewerkschaft auf Projekte geschickt und arbeiten dort ihre Stunden ab und wenn das Projekt fertig ist und man nicht mehr so viele Menschen dort braucht, melden Sie sich bei Ihrer Gewerkschaft wieder arbeitssuchend und bekommen dann auch kein Geld mehr.

Die Gewerkschaft ist im Grunde sowas wie eine Tagelöhnervermittlung / Arbeitsnehmerüberlassungsfirma. Die ursprünglich nicht organisierten Tagelöhner haben sich irgendwann zu Gewerkschaften zusammen geschlossen und damit dann einheitliche PReise geschaffen und eine Methode gefunden, um sicher zu stellen, dass jeder gleichmäßig an Arbeit kommt. Es ist egal, ob der Arbeiter jung oder alt ist, gut oder schlecht, ob man ihn will oder einen anderen; wenn man ein Bauprojekt in den USA durchziehen will und von der Gewerkschaft 10 Mann beantragt, dann bekommt man die 10 Mann, deren Namen auf dem Stapel im Gewerkschaftsbüro zu oberst liegt, die also, die am längsten keinen Job hatten. Wenn die dann den Job abgeschlossen haben und sich bei der Gewerkschaft wieder melden, werden ihre Namen zu unterst wieder in den Stapel eingeführt und erst wenn sie wieder oben ankommen, also alle anderen, schon länger arbeitsuchenden Kollegen wieder vermittelt worden sind, kriegen sie den nächsten Job.

Schwach sind die Gewerkschaften dennoch nicht. Die Leute verdienen - wenn sie arbeiten - ein wahnsinniges Gehalt und haben vergleihsweise gute Benefits, also Krankenversicherung, eine über die Gewerkschaft organisierte Rente, Krankengeld zumindest im Unfallsfall, etc. Und - wie in meinem vorangehenden Beitrag erklärt - die Produktivität ist extrem schlecht, denn hey, man ist in der Gewerkschaft und wenn man den Unproduktiven feuert, dann bekommt man einen anderen Gewerkschafter und der wird ganz genau so langsam arbeiten. Also muss sich in der Gewerkschaft auch niemand überanstrengen.

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patberlin 19.10.2016, 10:05
107. Hm

... deckt sich mit der Meldung gestern in der Welt, dass die Deutschen zu viel verdienen :) Also: Mehr arbeiten für weniger Geld. Wie passt das zu den Meldungen, dass in D Milliarden von Überstunden gemacht werden? Und: Wie passt das zum "linken" Spiegel?

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sandro.herbrand 19.10.2016, 10:08
108. Statistik oder Propaganda?

Die unentgeltlichen Überstunden, hierzulande nicht so selten 60 für 40, gehen aus Steuer und Abgaben Gründen ebenso wenig in die Statistiken ein, wie die sozialen Wirklichkeiten von Obdachlosigkeit, working poor, Schwarzarbeit oder Altersarmut. Ausserdem sind private und staatliche Sozialhilfen sowie Wohnungsmarkt und Arbeitsbedingungen völlig unterschiedlich. Dadurch unterliegt jede Statistik zu diesem Thema einer gewissen Beliebigkeit der Ergebnisse und Interpretationen.
In diesem Falle fühlt man sich genötigt, das offensichtliche Wohlergehen einer schmalen Schicht als allgemeingültig zu betrachten.

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gustavsche 19.10.2016, 10:11
109.

Zitat von merrailno
Steuern mit den gesamten Abgaben auch für die Sozialversicherung. Typisch für neoliberale Denke. Ich will alle Leisungen vom Staat aber nichts dazu beitragen.
Faktisch sind Sozialabgaben Steuern. Was Sie meinen, was "neoliberale Denke" ist, ist völliger Käse.

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