Forum: Wirtschaft
Vergleichende Studie: US-Amerikaner arbeiten mehr als Europäer
Getty Images

Mehr Wochenstunden, weniger Urlaub, späterer Ruhestand: US-Amerikaner arbeiten laut einer Studie deutlich länger als ihre EU-Kollegen. Aber auch die Unterschiede zwischen den EU-Staaten sind deutlich.

Seite 7 von 21
Darwins Affe 19.10.2016, 09:08
60. Statistik Arbeitsproduktivität

Zitat von vaclav.havel
Die Niederlande und Deutschland gehören zu den effektivsten Ländern, was die Optimierung der Arbeitszeiten betrifft. Wenn in NL oder DE ein Arbeitsplatz 25 Stunden Arbeit pro Woche hergibt, dann wird auch nur für 25 Wochenstunden .....
Die Arbeitsproduktivität beträgt insgesamt pro Beschäftigter 141 in den USA, 106 in Deutschland/ pro Arbeitsstunde 67,44 in den USA, 62,27 in Deutschland (Zahlen kaufkraftbereinigt von 2014). Quelle EU-Kommission: http://wko.at/statistik/eu/europa-arbeitsproduktivitaet.pdf

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spr. 19.10.2016, 09:09
61. Fazit: Macht sie arm, dann arbeiten Sie mehr!

Man hätte auch gleich schreiben können, dass der EU wärmstens empfohlen wird, US-amerikanische Verhältnisse einzuführen: nahezu keinen Sozialstaat, schlechte Renten, dafür aber jede Menge sehr schlecht bezahlter Jobs. Dann bleibt den Leuten gar nichts anderes übrig, als zu arbeiten, bis sie tot vom (Büro-)Stuhl fallen. Das wäre dann gut für die Wirtschaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ironpolem 19.10.2016, 09:09
62.

Ich lese gerade ein sehr interesssans Buch. Es handelt von der Ungleichheit, von der Schere zwichen Arm und Reich. Es stammt von einem amerikanichen Unidozenten und ht viele Studien zur Grundlage. Beispiel: Vor 30 Jahren bekam das obere 1 Prozent der Bevölkerung 12 % des Volkseinkommens. 2010/11 waren es bereits 25 Prozent. Es gibt viele Vergleiche - auch zwischen Amerika und Europa. ..
Amerika ist uns immer einen Schritt voraus - könnte man meinen. Dabei ist es nur so, daß wir alles nachmachen, was Amerika uns vormacht. Ert als amerikanische Konzernmanager anfingen, ihre Gehälter und Boni hochzuschrauben, folgten die Europäer. Est als Amerikas Eliten die neolberalen Theorien Friedmanns nutzen, um ihre Vermögen zu erhöhen (auf Kosten der Allgemeinheit) fingen die Europäer damit an. Erst als amerikanische Banken "innovative Wertpapiere" kreierten, kafuten die Europäer den Schrott. In Amerika gab es einen Spitzensteuersatz für höchste Einkommen von bis zu 80 Prozent. Erst als Reagen disen auf 30 Prozent senkte, fingen unsere Politker an, dies nachzumachen.
Jetzt haben viele Amerikaner 2 oder 3 Jobs, um die Umverteilungsorgien irgendwie auszugleichen und nicht in die Armut abzurutschen. Viele Amerianer haben keine Krankenverscherung. Der arme Ameriakner stirbt 5 Jahe vor dem Reichen. Auch das gibt es bereits in Deutschalnd. Seit der Agenda 2010 haben die Arbeitgeber die Macht, die Löhne auf Existenzminimum zu drücken.
Und nun bekommen wir Amerika als Vorbild hier angeboten, um die Arbeitsmoral zu stärken? Für wie dumm haltet ihr mich und die Anderen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
QuixX 19.10.2016, 09:12
63. Stichwort: gleiche Produktivität

Zitat von wastl300
Darum kann ich der Studie nicht realistischen abgewinnen. Ich unterstelle mal, dass sie herangezogen werden soll, um unsere Arbeitszeiten wieder zu erhöhen (mit gleicher Produktivität natürlich).
Wenn ich doppelt so lange da bin mache ich die selbe Menge an Arbeit.

Nach zwei bis drei Stunden täglich will mein Gehirn einfach nicht mehr. Kein Unterschied, wenn ich nach drei Stunden jeden Tag gegangen wäre.
Niemand sägt an meinem Stuhl, weil die wenigen Stunden eben reichen um meine Leistung zu bringen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
obreot 19.10.2016, 09:15
64. Arbeitszeit unwichtig!

Entscheidend ist die Produktivität. Wenn die Europäer in weniger Zeit mehr Produzieren ist doch alles Okay.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
max-mustermann 19.10.2016, 09:16
65. Jeder wie er mag.

"US-Amerikaner arbeiten mehr als Europäer" und haben zudem noch eine miesere bzw. gar keine Krankenversicherung sowie eine niedrigere Lebenserwartung.

Da aber jeder der daran etwas ändern will direkt als Kommunist beschimpft wird ist hier auch auf absehbare Zeit keine Änderung zu erwarten. Soll halt jeder nach seiner Fasson glücklich werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegkom 19.10.2016, 09:16
66. Weiß man schon seit 30 Jahren

Klingt so wie Arbeitsbeschaffung für Forscher, natürlich aus Steurmitteln. Das alles weiß man schon seit 30 Jahren. Müsste eigentlich Spiegel-Redakteruen aufgefallen sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fragen&Neugier 19.10.2016, 09:18
67.

Zitat von juergenhesse
Als ehemaliger Deutscher der, jetzt pensioniert, seit 1969 in Kanada lebt, möchte ich doch meinen Senf dazugeben. 1) Die Arbeitsmoral in N.A. ist anders, hire and fire. 2) Brutal Turbokapitalismus. 3) Keine soziale Sicherheit ! Bertolt Brecht: Nur wer ......
Danke, ihr Beitrag ist erhellender als der Artikel.
Eine Ergänzung nur:
Auch in Dänemark gilt hire und fire, nur gibt es da eben einen Sozialstaat, so dass sich das hire und fire nicht negativ auswirkt, sondern den Arbeitsmarkt flexibel hält. Keine Heere von "Arbeitsplatzbesitzern", die über Jahre trotz innerer Kündigung bleiben und bleiben müssen, weil sie sonst nicht wieder in den Arbeitsmarkt kommen, keine Leiharbeiter oder nur wenige, Abschreckung von EU-Zuwanderern und damit weniger Konkurrenz für die Einheimischen. Permanente Anspassung von Weiterbildung an den Arbeitsmarkt.
Man muss immer das Gesamtbild betrachten - so kann hire und fire bei guter Einbettung in den Sozialstaat sich auch positiv auswirken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
carranza 19.10.2016, 09:18
68. Aus der Vergangenheit lernen

Würden wir in Europa ähnlich lange arbeiten, wie die US-Amerikaner, dann hätten wir hier ganz gewiss noch mehr Arbeitslose als bereits jetzt schon.
Während der Wirtschaftskrise in den '30ern schaffte man in den USA den Samstag als regulären Arbeitstag ab, um die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, was sich im weiteren Verlauf als sehr wirksam erwies. Nicht nur die Arbeitslosikeit sank, sondern auch die durchschnitliche Kaufkraft stieg, was sich insbesondere auch positiv auf den wirtschaflichen Aufschwung im ganzen Land auswirkte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
discprojekt 19.10.2016, 09:19
69. Also,

was die Regierung über fleißige Medien mitteilen will, ist ja, wenn ihr euren Lebensstandard nicht allzu schnell verlieren wollt, arbeitet länger oder verzichtet wenigstens auf einen Teil der Rente.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 21