Forum: Wirtschaft
Verhandlungen mit Hedgefonds gescheitert: Argentinien ist pleite
AFP

Am Ende half nichts mehr: Die Verhandlungen zwischen Argentinien und seinen Gläubigern sind gescheitert - die Regierung in Buenos Aires ist pleite. Für die Menschen im Land hat der Staatsbankrott dramatische Folgen.

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markus_wienken 31.07.2014, 09:32
180. .

Zitat von mundusvultdecipi
..lesen Sie sich mal lieber die Vita von Paul Singer durch: ..noch Fragen?
Ja
Inwieweit berechtigt die Vita von Paul Singer, Argentinien seine Schulden nicht zurückzahlen zu müssen?

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jancker 31.07.2014, 09:32
181. Rating

Zitat von sysop
Am Ende half nichts mehr: Die Verhandlungen zwischen Argentinien und seinen Gläubigern sind gescheitert - die Regierung in Buenos Aires ist pleite. Für die Menschen im Land hat der Staatsbankrott dramatische Folgen.
Jemand der seine Kredite nicht zurückzahlt, bekommt halt leider auch keine neuen mehr. Da braucht es auch kein Rating von einer Rating-Agentur mehr.

Wenn einer trotzdem dem Land helfen will, kann er ja gerne argentinische Staatsanleihen kaufen...

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dealticket 31.07.2014, 09:33
182. Staatsschulden sind Ehrenschulden

Die Mär, dass Staatsschulden eigentlich keine richtigen Schulden sind, geht um.
Der unterwürfige Gläubiger soll bitte dankbar und froh sein, wenn der allwissende und unfehlbare Staat dem Gläubiger sein geliehenes Geld zurückgibt. Zumal es eine Ehre ist, wenn es noch Zinsen gibt.
Sofern der Staat schlecht mit dem geliehenen Geld wirtschaftet, ist es selbstverständlich die Schuld des Gläubigen, und er soll uneigennützig auf eine ungerechtfertigte Rückzahlung verzichten.
Ist der Gläubiger nun jemand der mehr Geld hat als ich, ist er verpflichtet dies zu verschenken, inkl. MWST, KST und Soli.

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Meconopsis 31.07.2014, 09:34
183. Der Anfang vom Ende

Zitat von finnegan
Wer Schulden macht, muss sie auch bedienen, das gilt für den kleinen Häuslebauer genau so wie für Staaten. Und..., die wahren Geier sind die korrupten argentinischen Politiker. Aber Schuld haben natürlich immer nur die anderen.
Billigste, populistische Argumente - ich kann sie nicht mehr hören. Man kann Staaten sowieso nicht mit Privatpersonen vergleichen, das ist ein Riesendenkfehler. Und: ein Profit von 1680 Prozent für die Bank/den Fonds, so etwas gibt es nirgends, schon gar nicht beim normalen Häuslebauer. Bestimmte Praktiken gehören einfach verboten.

Es ist wichtig, dass wieder einmal ein Land ausschert und nicht mehr mitspielt in diesem zerstörerischen globalen Casino.

Was treibt Herrn Singer eigentlich an ? Sollte er hier im Auftrag höchster Kreise Argentinien vorführen und für alle anderen betroffenen Länder ein Exempel stationieren ?

Der Dollar und die Finanzgeier in den USA halten die Welt immer noch im Klammergriff. Und sie haben höllische Angst, dass ihnen das irgendwann entgleitet. Vielleicht ist die Argentinienpleite und die Gründung der neuen Entwicklungsbank der BRICS-Staaten der Anfang vom Ende dieses Monopols.

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GrinderFX 31.07.2014, 09:35
184.

Zitat von enfield
die 1680 Prozent "Zinsen" (ich weiss, dass es nicht wirklich Zinsen sind aber man mag vertsehen, worums mir geht) finden alle, die "Zurück"zahlen, "weil's-sich-so-gehört-dass-man-seine-Schulden- zurückzahlt" skandieren, völlig ok und sittenkonform? Na, dann will ich aber auch nix hören über irgendwelche "vermeindlichen" Kredithaie (also die die den Menschen, die sonst keine Kredite (mehr) bekommen in höchster Not helfen) - solange jemand bei denen Geld "aus freien Stücken" leiht, ist das ja dann auch alles komplett in Ordnung - die waren wenigstens so nett und haben in höchster Not für Liquidität gesorgt - wahre heilige- oder? Ich find' das alles überhaupt nicht ok....aber was soll's....
Wie brutal sie gar nichts verstanden haben.
Es sind KEINE ZINSEN. Jemand hat Argentinien Geld geliehen. Hat wenig Chancen gesehen es jemals zurück zu bekommen. Hat diesen "Schuldschein" für einen Bruchteil der Summe an jemand anderen weiterverkauft, der nun die volle Summe einklagt. Wenn er die volle Summe erhält, hat er 1680 Prozenz Rendite gemacht aber keine 1680 Zinsen bekommen. Es geht nur um die Summe die Argentinien wirklich schuldet. Verbreiten sie also keine falschen Tatsachen.

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moev 31.07.2014, 09:35
185.

Zitat von rpgle
Kennen Sie ein Häuslebauer, der 1680% Zinsen bezahlt? Ich nicht.
Macht auch Argentinien nicht. Argentinien bezahlt Zinsen auf das Geld das es bekommen hat. Für wie viel der erste Gläubiger die Forderung inzwischen weiterverkauft hat ist für Argentinien belanglos.

Die Differenz zahlt der erste Gläubiger dem zweiten, Argentinien nur wa ursprünglich vereinbar war

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markus_wienken 31.07.2014, 09:36
186. .

Zitat von llych2001
...Schmerzhaft ist es nur für Millionen von Argentinier, die Singer auf dem Gewissen hat...
Ich würde es anders ausdrücken:

Schmerzhaft ist es nur für Millionen von Argentinier, die es seit Jahrzehnten !!! nicht schaffen ihr eigenes Land in den Griff zu bekommen.

Anstatt Herrn SInger die schuld in die Schuhe zu schieben solten sie sich mal lieber an die eigene Nase packen und ihren Laden (Land) auf Vordermann bringen.

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deichgraffe 31.07.2014, 09:36
187. Unverantwortlich

Das Verhalten beider Seiten ist unverantwortlich. Zum einen das der Argentinischen Seite, seine Probleme mittles einer wackeligen Steuerpolitik anzugehen, zum anderen das risikofreudige Verhalten des Herrn Singer. Er wusste genau, dass es so kommen konnte. Für ihn ist es kein Risiko mit solch einer Rendite. Es scheint ihm um seine persönliche Freude an der Macht zu gehen. Mit solchen Emotionen Weltpolitik zu betreiben ist wahrlich pervers.

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Kleingärtnerverein 31.07.2014, 09:38
188. Und irgendwo..

auf einer Wolke sitzt ein Herr Marx und ein Herr Engel rum und sagen sich "Haben wir doch gleich gesagt!"

So sehr der Kommunismus ein absoluten Irrweg darstellt, es gebührt Beiden die Ehre, schon vor 150 Jahren vorausgesagt zu haben was die Akkumulation von Kapital irgendwann mal anrichten wird.

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Schreiber5.1 31.07.2014, 09:39
189. Es wird nicht bei Argentinien bleiben!

Dass diese Geldhaisysteme alle Staaten in die Pleite treiben können, ist allein schon daran ablesbar, dass

a) die 700 reichsten Familien z.B. im Geschäftsjahr 2004/2005 quasi leistungslos einen Zinszuwachs von 56% bekamen, sprich: einen Zuwachs (nicht die eigentlichen Zinsen) von 1400 Milliarden Dollar auf 2200 Milliarden Dollar, also mehr als so mancher Staatshaushalt mittlerer Staaten ausmacht. Und - dass sich diese Verhältnisse seit der Zeit gravierend geändert haben hat sich nicht gezeigt. Die Verluste wurden in der Finanzkrise schließlich sozialisiert (der Allgemeinheit aufgelastet), während die Gewinne privatisiert wurden!

b) sich die weltweit 85 reichsten Personen leistungslos genauso viel Besitz aneignen konnten, wie die gesamte untere Hälfte der Weltbevölkerung = ca. 3,6 Milliarden Menschen zusammen haben!

Diese ungleichen Verhältnisse sorgen dafür, dass über kurz oder lang alle kleinen bis mittleren Staaten mit der Folge eines Soges für weitere Staaten zusammenbrechen werden!

Das System der Geldhaie eben!

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