Forum: Wirtschaft
Verkauf von Bewerberdaten: Datenhändler sollen Jobbörse der Arbeitsagentur missbrauch
Felix Kästle / DPA

Tausende Menschen hoffen, über die Jobbörse der Arbeitsagentur eine bezahlte Tätigkeit zu finden. Doch Bewerberdaten sollen weiterverkauft worden sein, berichtet der "SWR".

Seite 1 von 2
xcountzero 02.05.2019, 22:46
1. Unglaublich

"Uns lagen bisher hierzu keine Erkenntnisse vor". Na klar. Aber jeder Erwerbslose wird täglich mit dem Argument erpresst, angeblich faul zu sein, weil es so viele Stellenangebote gibt. Verlogenes System.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haegario 02.05.2019, 23:22
2. Dsgvo

Wäre interessant wie hier die Aufsichtsbehörden für Datenschutz und Datensicherheit reagieren?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herrschläfer 02.05.2019, 23:24
3. Hallo!?

Wenn das Handeln strafbar ist, gehört alles daran gesetzt die Betrüger zu bestrafen. Alle anderen warmen Aufforderungen sind kalter Kaffee und können sich die Verantwortlichen in die Haare schmieren. Machen ein riesen Konstrukt von Datenschutzgesetz und dann sowas.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ambulans 02.05.2019, 23:53
4. nicht

nur, dass diese arbeits-"agentur" sich zu fast 90% einfach nur selbst verwaltet, gelder für andere zwecke als die arbeitsverwaltung und unterstützung bei der jobsuche verwendet - nein, jetzt werden auch noch komplette datensätze von arbeitswilligen - vorsätzlich und hinter deren rücken - meistbietend vertickt: so einen sauhaufen muss man sofort auflösen, alles beteiligten rausschmeißen und die ganze angelegenheit wieder so betreiben, wie es schon einmal war. nannte sich arbeitsamt, war einwandfrei staatlich organisiert - und funktionierte ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
clkr 03.05.2019, 00:15
5. Tja, und wenn man bedenkt, daß die Vollzugssubjekte des SGB II

auch noch durch EGV gezungen sind, ihr sog. "Profil" einzustellen...

Die Arbeitsagentur-Verantwortlichen sollten persönlich haftbar gemacht werden. Quasi eine Sanktion kassieren für ihre grobe Verletzung ihrer Sorgfaltspflichten. Wer nicht in der Lage ist, enorme Datenabsaugung durch frisch gegründete Hinterhoffirmen zu erkennen und zu unterbinden, dem gehört nach Anhörung eine Soldsperre für 3 Monate verpaßt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fireb 03.05.2019, 00:40
6.

industrie 4.0 - ihre Daten liegen schon beim Unternehmen noch ehe sie dsvon Wissen. Spart doch Zeit und Geld, man muss seine Datensatznummer nennen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haichen 03.05.2019, 08:41
7. Ähm..

Man kann ja ein Stellenangebot suchen wie und wo man will, Zeitung, Jobbörse etc ... Aber ich schaue doch erstmal auf die Webseite des Unternehmens bevor ich eine Bewerbung abschicke.
Oder wie funktioniert das?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
christian-h 03.05.2019, 08:52
8. Angabe

Zitat von
Eine Sprecherin der Bundesagentur konnte nicht bestätigen, dass die Plattform von Datenhändlern missbraucht wurde. "Uns lagen bisher hierzu keine Erkenntnisse vor", sagte sie.
Klar, das Thema ist ja auch erst neu, oder doch nicht?

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/datenmissbrauch-bundesagentur-verteidigt-ihre-jobboerse-a-660697.html

Aus dem Jahr 2009:

Vermeintliche "Arbeitgeber" hatten zum Schein Stellenangebote in die Jobbörse eingestellt, um an die persönlichen Daten von Bewerbern zu gelangen. Daraufhin hatte die Grünen-Bundestagsfraktion gefordert, die Datenbank im Internet sofort stillzulegen. Auch aus der Linken-Fraktion kam heftige Kritik, dass Arbeitsuchende "zum Freiwild von skrupellosen Unternehmen und Datenkriminellen werden".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
clkr 04.05.2019, 00:12
9. @haichen, #7. Erst lesen, dann denken, dann verstehen, dann posten.

Offensichtlich sind Sie nie durch die Mühle der "Agentur" geschleust worden. Wer sich dort meldet, hat seine Qualifikationen auf einem mehrseitigen Fragebogen gerne sehr detailliert elektronisch zu hinterlegen und ihm wird seeehr nahegelegt ("wegen besserer Vermittlung, sanktionsbewehrter Mitwirkungspflicht, blabla"), dieses Fabrikat anonym "freischalten" zu lassen. Danach kann die "Lug & Trug GmbH" sich neue Profile anschauen und die Agentur auffordern, die Anfrage an den "Kunden" (lach) weiterzuleiten. Der schickt der Lug und Trug GmbH, nachdem er deren Webauftritt mit dem üblichen nichtssagenden Geblubber, worin mindestens je einmal das Wort "führend", "Weltmarkt", "work-life-Balance", "close-to-market" "progressive solutions" aufploppt, eingehend studiert (und sich gesagt hat, eine wie die andere dieser hunderttausend Zappelbuden) hat , seinen CV. Voilà. Und der BA meldet er gehorsam, daß er sich beworben habe (weil sonst: Begründung, warum, weshalb wieso nicht und Sanktionsinaussichtstellung).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2