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Verkauf von Versuchsautos: Verkehrsministerium prüft Bußgeld gegen Volkswagen
DPA

In der Affäre um unzulässig verkaufte Vorserienautos steigt der Druck auf VW: Das Verkehrsministerium prüft nach SPIEGEL-Informationen Strafen wegen diverser Verstöße gegen die Zulassungsbestimmungen.

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dirkcoe 08.12.2018, 11:50
1. Und die Staatsanwaltschaft?

Fahrzeuge illegal in den Verkehr zu bringen die möglicherweise auch noch gefährlich sind bedarf sicher auch noch einer Strafrechtlichen Betrachtung. Besonders vor dem Hintergrund, dass Herr Diess lange informiert war. Für mich das mindestens eine bewußte Gefährdung des Straßenverkehrs und Beihilfe zum Betrug. Sicherlich Beides mehr als als eine Ordnungswidrigkeit.

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chemikant 08.12.2018, 11:50
2. Keine Milde zeigen?

Bei einem lächerlichen Bussgeld von 20 Millionen den harten Hund rauskehren, aber in Dieselgate weiter auf Kuschelkurs vW und Co in den A... kriechen! herr Minister, Rücktritt bitte! Und alle manipulierten Autos bis 6.20 Hardwarenachrüstung! Danach alle nicht nachgerüsteten Fahrzeuge zum Neuwert ohne Nutzungsentschädigung zur verpflichtenden Rücknahme!!!

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gammoncrack 08.12.2018, 11:52
3. Eines fehlt mir inhaltlich bei diesem Artikel.

Warum entsprachen diese Fahrzeuge nicht den damaligen Zulassungsbestimmungen?

Ist es so, dass bei den Tests für die Fertigungsstraßen Fehler bei der Fahrzeugmontage festgestellt wurden und die Fahrzeuge ohne Fehlerbeseitigung in den Verkauf gingen? Das wäre natürlich wirklich ein Stück aus dem Tollhaus.

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stollenreiter 08.12.2018, 12:03
4. VW hat den Schuß noch immer nicht gehört

Meine Firma wird keine VW mehr kaufen, sie sind in der Anschaffung zu teuer, meine letzten sind im Prinzip wertlos geworden über nacht und der Kundenservice hält sich in Grenzen. Für das Geld eines nackten T6 Transporters ohne jegliche Ausstattung bekomme ich anderswo ein Topmodell mit erlaubter Abgasreinigung und deutlich mehr Komfort. Dieser Konzern ist dem Größenwahn verfallen und hat komplett vergessen was Volkswagen vom Wort her und für Deutschland bedeutet. Heinricht Nordhoff dreht sich im Grab rum darüber wie sein Erbe versaut wird.

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joejoejoe 08.12.2018, 12:04
5.

Zitat: "Das Vertrauen in die Führungsetage scheint in Berlin also aufgebraucht zu sein, zumindest was das operative Geschäft angeht.
Und nicht nur das. Jetzt droht auch ein Bußgeld dafür, dass gegen Zulassungsregeln verstoßen worden sein dürfte."

Das Vertrauen hat vielleicht gelitten, aber die Kungelei des Ministeriums mit VW, Daimler und Co. wird unvermindert weitergehen. Die Ministerialen haben doch seit Jahrzehnten nichts anderes gemacht, außer die Autoindustrie in Watte zu packen. Sie können gar nicht anders.
Und ich wette darauf, dass die Bußgelder minimal ausfallen, gerade so hoch, dass niemand dem Ministerium Untätigkeit vorwerfen kann.

Was wären schon 20 Millionen verglichen mit den 25 Milliarden, die VW in den USA zahlen muss, bei sehr viel weniger dort zugelassenen VW´s?

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chronoc 08.12.2018, 12:10
6. Zum Glück sind wir keine Franzosen!

Dort hätte man schon ganz anders reagiert. Aber so bleibt ganz sicher alles wie immer und der Deutsche knirscht nur mit den Zähnen. Hach, wie ist es angenehm, hier zu leben!

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spon_7252101 08.12.2018, 12:14
7. Na ja

Ich wunder mich ja immer über die Käufer die meinen sie brauchen das neueste Modell schon bei Markteinführung obwohl heutzutage jeder weiß, dass zu diesem Zeitpunkt die Fahrzeuge noch kräftig optimiert werden müssen. Der Drang das neueste Modell vor anderen zu bekommen lässt die Käufer dann wahrscheinlich auch über sichtbare Qualitätsmängel hinwegsehen. Nichts desto weniger scheint der Umgang mit Vorserienfahrzeugen ein branchenweites Problem zu sein. Der eine bringt die Fahrzeuge mutmaßlich versehentlich auf den Markt. Der andere verkauft sie an Schrotthändler der die Einzelteile dann im Internet vertickt.

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Klarstellung 08.12.2018, 12:23
8. Mal wieder VW...:)

Nun ist es wieder mal soweit und VW bezieht erneut Prügel, es wäre interessant zu wissen, ob das nicht gängige Praxis bei allen anderen Herstellern auch ist einschließlich Betrug bezüglich verfälschter Abgaswerte?

Ich fahre selber einen neuen Tiguan, echo en Mexico, leider, das Navi ist falsch eingepasst, die Plastikaussparungen sind unprofessionell ausgestanzt und leider, leider sind die Bremsen -trotz mehrfachen Ein und Ausbau und Tausch- unterirdisch und grottenschlecht. Das DSG dagegen schaltet seidenweich, der Fahrkomfort -außer Bremsen- ist top Der Dieselmotor ist mit 240 PS der Knaller, selten ein so schnelles Auto -2 t- mit einem derartig kleinen (2 Liter) Motor bewegt. Wahrscheinlich kommt hinten kein Vanilleduft raus, wahrscheinlich stimmen auch alle Angaben nicht, ist mir aber wurscht, Hauptsache der Wagen fährt und wenn jetzt VW auch noch die Bremsen hin bekommt, na dann bin ich doch sehr glücklich mit dem Konzern mit den beiden Buchstaben. Wir sollten uns einfach weniger aufregen, es mit Fassung tragen und meistens findet sich doch eine Lösung, sei es zum Dieselbetrug und auch im aktuellen Fall, das gar Vorserienfahrzeuge vertickt wurden. Wenn wir VW an die Wand fahren helfen, dann gibt es weltweit 600.000 Arbeitslose, dann bricht an jedem betroffenen Standort, die Gastronomie, der komplette Handel zusammen. Die Kommunen gehen Pleite, es wird nicht mehr in Infrastruktur investiert, es wird der lokale Handwerker leiden, die Häuserpreise purzeln ins bodenlose und der Wutbürger wird monetär enteignet. Daran kann keiner ein Interesse haben, sicherlich gehört ethisch einwandfreies Handeln bei VW zur Pflichtübung und es muss klar Schiff gemacht werden, koste was es wolle.

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pirx64 08.12.2018, 12:43
9.

Bevor wieder die Fanboys jammern von wegen "Arme deutsche Autowirtschaft", "andere machen das auch" und "all die Arbeitslosen": Es gibt kein too big to fail. Es kann ja nicht sein, dass ab einer bestimmten Unternehmensgröße alles geht mit dem Hinweis auf die Arbeitslosen, die dann drohen

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