Forum: Wirtschaft
Verkaufszahlen rückgängig: Wohnungsmarkt in deutschen Großstädten leergefegt
DPA

Das knappe Angebot und steigende Immobilienpreise führen dazu, dass in den deutschen Metropolen weniger Wohnungen verkauft werden. Viele Käufer weichen auf kleinere Nachbarstädte aus.

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Rhinkiekerrees@gmail.com 18.09.2018, 11:21
40. Vermietung

Ich selber hatte ein älteres Haus an eine junge Familie vermietet mit Garten und Garage für unter 500 Euro. Nie wieder werde ich vermieten. Wie benehmen sich mittlerweile Mieter! Mit dieser Miete und nach Abzug der Steuern und einigen Reparaturen bleibt nicht viel für Investitionen übrig. Gott sei Dank verkauft

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navysailor 18.09.2018, 11:23
41. @Fricklerzzz

Und wohin sollen die gebaut werden. Stirbt in HH Bramfeld jemand und hatte eine Einfamilienhaus auf einem Grundstück, dann explodiert am Tag drauf der Briefkasten. Grundstücke sind Goldstaub. Einfamilienhäuser werden abgerissen und 4-6 Parteienhäuser entstehen quasi sofort. Aber es braucht Platz dafür.

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MatthiasPetersbach 18.09.2018, 11:24
42.

nun ja, die Stadt. Ist sicher etwas anderes als das Land im Hunsrück oder in der Eifel oder irgendwo hinter den sieben Hügeln.

Aber es gibt auch Regionen -und zwar ganz viele - in denen es auf dem Land alles gibt - und besser. Arbeit, Kultur, Versorgung, Lebensraum. Und wenn nicht alle in die Stadt wollten, gäbe es das alles auf dem Land NOCH mehr.

Ich verstehe das nicht, warum alle in die Stadt wollen. Höchstens daß man sich da über die schlechte Luft aufregen kann.... :)

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ditor 18.09.2018, 11:24
43. Einfach Neubaugebiete

Zitat von jetbundle
Das Problem ist, dass einfach nicht genug Neubaugebiete ausgewiesen werden. Aber statt schlichtweg der Grundrechenarten und das Konzept von Angebot und Nachfrage zu begreifen schimpfen die Einen auf die bösen Investoren und die Anderen auf die bösen Flüchtlinge.
Weil das einfach nicht einfach ist Neubaugebiete auszuweisen. Ungenutzte Brachflächen stehen eben nicht reichlich zur Verfügung, im Gegenteil, für viele Grundstücke gibt es mehrere sich ausschließende Nutzungswünsche. Und natürlich ist es berechtigt auch Investitions- und Flüchtlingspolitik in dem Zusammenhang zu kritisieren, eben weil dort Grundrechenarten außen vor gelassen werden.

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YoRequerrosATorres 18.09.2018, 11:31
44. Umland....

Zitat von Orya
Ich schaue derzeit selbst nach einer Wohnung im Kölner Umkreis. Gestern habe ich mir die Preise für eine Wohnung an einer lauten stark befahrenen Straße im Süden von Köln geholt: über 5.500€ pro Quadratmeter. Will sich ein Normalbürger was Eigenes kaufen, dann darf er entweder in's Niemandsland ziehen, oder sich ein modriges Loch kaufen, dessen Renovierung im Grunde einem kompletten Neuaufbau gleichkommt. Wie soll man als Durchschnittsmensch da einen anderen Eindruck bekommen, als dass jene, die die Macht hätten etwas zu ändern, sich nicht drum scheren, weil sie das Problem nicht betrifft?
Kuckstu Bergheim, Bonn, Dormagen....

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redwed11 18.09.2018, 11:31
45.

Zitat von YoRequerrosATorres
Habe in Aachen eine Wohnung für eine Studenten WG in 2012 gekauft. Kosten je m² ca 1400. Ca 120 Euro je m² investiert (Gesamtkosten inkl. Makler und Steuer also 1650€) und kann im selben Haus jetzt eine schlechtere Bude für 3000€ kaufen. Leider ist die aber schon reserviert. In MG (wahrlich keine Immobilienparadies) sind die Preise von unter 1200 € vor 3 Jahren schon in Richtung 2000€ unterwegs. Hier macht die Stadt seit Jahren so einiges zur Verbesserung des Renommees, und das merkt man ganz gewaltig. Andererseits gibt es in Ddf gar nix auf dem Markt, was für Aufwertung geeignet ist und Studentenbuden (extrem lukrativ im Rest der Republik) sind schlicht nicht rentabel.
Mit Aufwertung meinen Sie doch, dass die gekauften Wohnungen mit extremen Preisen "modernisiert" werden sollen. Da die Mieter diese Preise nicht zahlen können werden diese dann rausgeworfen. Diesem raus sanieren sollte der Gesetzgeber einen Riegel vorschieben. da der Sanierungsaufwand in einigen Jahren dann von den Mietern bezahlt wurde ist es am Ende ein äußerst lukratives Geschäft für abzockende Vermieter. Das für diese Raffkes keine Häuser mehr zur Verfügung stehen, kann man nur als großes Glück für Mieter ansehen.

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squashplayer 18.09.2018, 11:34
46. In Hamburg katastrophal

Hier in Hamburg bauen meine Kollegen ihr Haus ausschließlich außerhalb in Pinneberg, Elmshorn oder Norderstedt. Selbst für Gutverdiener in Hamburg nicht mehr finanzierbar.

Zur Miete: eine 2 Zi Wohnung in einem halbwegs guten Stadtteil kostet warm 800 bis 1000 Euro! Wer jetzt z.B. Speditionskaufmann ist und arbeitslos wird, der wird seine Miete nicht mehr zahlen können weil er dann nur noch 200 Euro zum Leben hat. Ich finde es wirklich asozial, dass die Politik solche Preisanstiege zulässt. Der kleine Mann muss es ausbaden.

Mieten von ca. 1/3 des Netto finde ich noch ok da müssen wir wieder hinkommen.

Ich denke von der Politik ist das alles so gewollt um Menschen unter Druck zu setzen.

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prophet46 18.09.2018, 11:34
47. Bitte differenzierter

Die Analyse kann nicht generalisiert werden. Nicht dort wo das meiste organisierte Geschrei der Mieter bzw. Mieterverbände herrscht wie in Berlin, ist die Situation am schlimmsten. Dort wurde bis zu Wende Wohnungen hoch subventioniert nun will man, dass der Staat bzw. die Immobilienwirtschaft das beibehält.
Wie sagte der IHK-Chef von Berlin neulich in einem Interview: "Klar, steigen die Mieten stärker als die Einkommen, aber die Mehrheit aller Haushalte zahle noch nicht ein Drittel ihres Einkommens für die Miete, und die Lage sei im Vergleich zu anderen deutschen Städten nicht schlimm. Außerdem „kommen die meisten Vermieter, die ihre Immobilie vor 20 Jahren gekauft haben, gerade so über die Runden.“ (soviel zum Profit der "Miethaie") (Quelle Tagesspiegel)

Die Wohnungsdurchschnittspreise für eine 60 qm Wohnung z.B. betrug in Berlin 2017 3176 €/qm (2011: 1403 €) , in München dagegen 7.223 € (2011: 3706 €).

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kayakclc 18.09.2018, 11:35
48. Dynamik komplexer Systeme

Wenn viele Akteure im Spiel sind, Politik, Käufer, Verkäufer, Notenbank, und Kundenbanke, sowie die allgemeine Wirtschaftlage entsteht eine komplexe Dynamik, in der einzelne (z.B die Politik) oft völlig überfordert ist, die Folgen ihres Handelns abzuschätzen. Das ist besonders dann der Fall, wenn die persönliche Ideologie nicht mit den Fakten, also der beobachteten Dynamik zusammenhängt.
Im Wohnungsmarkt ist die heutige Situation aber einfach zu verstehen. Dort ist die Quelle der Inflation, die die EZB mit ihrer 0% Zinspolitik für viele Leute erzeugt. Das private Vorsorge durch Sparen für das Alter völlig ausgehebelt wurde, und die Deutschen viel Angst vor Aktien besitzen, wenden sich Leute zu Kredit-finanzierten Haus und Eigentumswohnungskauf zu. Da tritt jetzt ein Sättigung ein, weil nicht mehr gebaut wird. Die EURO Rettungsinflation wird nach 6-7 Jahren verzögerung endlich die Realwirtschaft erreichen, weil eben auch die Mieten in deren Folge massiv hochgeht. Die Inflation, die immer vorhergesagt wurden, und die das Statistische Bundesamt wegen falscher Kriterien nicht sehen kann, ist da und wird viel Kaufkraft durch erhöhte Wohnkosten von Lohn wegfressen. Der Politik ist das egal, solange die Steuern sprudeln.

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marcnu, 18.09.2018, 11:35
49. Warum siedeln sich Untzernehmen immer in den Innenstädten an?

Das ist doch die zentrale Frage. Warum wollen sie immer Höchstmieten für ihre Büros bezahlen und abgehetzte Mitarbeiter beschäftigen? Einige Firmen haben es allerdings schon erkannt und weichen auf den ländlichen Bereich aus, wo sie sehr gut zu erreichen und die Büromiten günstiger sind.

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