Forum: Wirtschaft
Verkehrswende: Grüne wollen jedes Elektroauto mit 6000 Euro fördern
Getty Images/ EyeEm

Elektroautos, Radwege und eine zentrale App für Busse, Bahnen, Car2Gos und Citybikes: Falls die Grünen an die Macht kommen, wollen sie nach SPIEGEL-Informationen sieben Milliarden Euro in die Verkehrswende stecken.

Seite 44 von 44
Bernd.Brincken 29.08.2017, 01:21
430. Tatsachen

Zitat von tatsache2011
Sobald die Batterien mit 70% Restkapazität aus E-Autos als stationäre Batterien an der PV-Anlage hängen, kann man auch nachts das E-Auto laden. Alle anderen müssen teuer mit Benzin oder Diesel fahren, soweit sie noch in Städten fahren dürfen.
Wenn Li-Akkus die 80%-Marke gerissen haben, ist der Kapazitäts-Einbruch sehr viel steiler als am Anfang der Lebensdauer. Das erklärt u.a. Tesla auf Anfragen nach der Lebensdauer seiner Akkus.

Die Zyklenzahlen werden von den Herstellern auch von PV-Speicherakkus aktuell viel höher angegeben - z.B. mit 7000 - als auf dem Prüfstand erreichbar.
Die Hersteller kalkulieren da offenbar ähnlich wie Flixbus, Uber, Tesla et al - irgendwie uber-betriebswirtschaftlich :)

Beitrag melden
Bernd.Brincken 29.08.2017, 01:34
431. Strommix

Zitat von tatsache2011
Der Strommix ändert sich, weiter und immer weiter. "Die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen lag im ersten Halbjahr 2017 etwa zehn Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden circa 107 Milliarden Kilowattstunden produziert." http://www.umweltbundesamt.de/themen/gruene-stromerzeugung-erstes-halbjahr-2017-endet
Supi. Jetzt muss man den neuen Strom ja nur solange festhalten, bis die Verbraucher nachkommen.

Interessant wäre ein Zahl, wieviel Fossil-Energie anteilig durch EE weniger verbraucht wurde; nur diese Zahl wäre aussagekräftig für die CO2-Bilanz. Aber vom Umweltbundesamt sind solche Weisheiten nicht zu erwarten, und auch die in dem o.g. Dokument genannten Subunternehmer-Institute sind politisch gleichgeschaltet.
Für eine neutrale Sicht wird da niemand belohnt.

Beitrag melden
tatsache2011 29.08.2017, 08:21
432. Einstimmung der Mitarbeiter auf E-Autos

Zitat von Flari
Sie begreifen es einfach nicht. Das deutsche Verteilernetz für Haushalte ist je nach Gebiet auf einen MAXIMALEN GLEICHZEITIGEN Verbrauch pro Haushalt zwischen 1 und 2 kW ausgelegt! 1 kW in Gebieten ohne el. Warmwasserbereitung, 2 kW mit el. WW. Das französische Netz ist bedeutend leistungsfähiger, muss aber auch die häufige elektrische Beheizung aufgrund günstiger Strompreise berücksichtigen. .... Sie haben einfach null Ahnung.
Sie meinen, in Deutschland gibt es keine Durchlauferhitzer und keine Nachtspeicherheizungen, weil das Netz zu schwach ist (?).

Wenn die E-Autos nicht geladen werden können, wären die deutschen Autobauer auf dem falschen Weg.
BMW meint, dass
" ... man sich mitten in einem „elektrischen Angriff“ befinde,
der *sehr ernst* genommen werden müsse.
Ziel der Motivationsveranstaltung:
Die BMW-Mitarbeiter sollen begreifen,
dass der Markt sich in einer Weise verändert,
wie es so noch vor wenigen Jahren nicht zu erwarten war."
http://t3n.de/news/motivation-bmw-mitarbeiter-musk-819523/

Beitrag melden
Klimagas 29.08.2017, 08:36
433. Blauäugig, uninformiert

Zitat von tempus fugit
EE-Strom wird weitflächig, differenziert und auf den unteren Spannungsebenen erzeugt - offensichtlich mit dem Nebeneffekt, dass die DE-Stgromvesorgung noch nie so stabil und sicher war.
oder bewusst irreführend?

Energiewende setzt Stromnetz massiv unter Druck – immer mehr teure Eingriffe
... Um Schwankungen im Netz auszugleichen, mussten Netzmanager im vergangenen Jahr fast täglich in den Netzfluss eingreifen, heißt es im aktuellen Monitoringbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt, der der dpa vorliegt. Häufig wurden auch Kraftwerke für Erneuerbare Energien – meist Windkraftanlagen – gegen Kostenerstattung gedrosselt oder ganz in den Wind gedreht.
... Die Kosten für die Netz- und Systemsicherheit stiegen laut Bericht 2015 auf 1,13 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 436 Millionen Euro. Zahlen müssen das die Verbraucher über den Strompreis. "Die Netzbetreiber müssen immer öfter eingreifen. Damit steigen sowohl die Kosten zur Systemstabilisierung als auch die operativen Risiken für einen sicheren Netzbetrieb", sagt der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann auf dpa-Anfrage.


Energiewende:
Teure Noteingriffe ins Stromnetz nehmen zu
... Solange Leitungen fehlen, um Windstrom von Norden nach Süden zu bringen, müssen vor allem im Herbst und Winter immer wieder Windparks gegen Kostenerstattung abgeschaltet und konventionelle Reservekraftwerke im Süden Deutschlands oder in Österreich hochgefahren werden.


Nein, die großen Wind- und Solarparks speisen nicht auf der untersten Spannungsebene ins Netz ein und je mehr PV-Anlagen auf die Dächer kommen umso dringender wird es, den erzeugten Strom auch auf höhere Ebenen zu transformieren.

Mit diesem "Die Stromversorgung war noch nie so sicher und das wegen EE" - Gerede leisten die uninformierten EE-Enthusiasten der Diskussion einen Bärendienst, da jeder, der sich informiert, weiss, dass das Gegenteil der Fall ist und die Widerstände gegen den Netzausbau, die diesen bisher be- und verhindern, das Projekt "Energiewende" massiv behindern.

Beitrag melden
Zuversicht7 29.08.2017, 08:55
434. Netzausbau

Zitat von Klimagas
oder bewusst irreführend? ... Mit diesem "Die Stromversorgung war noch nie so sicher und das wegen EE" - Gerede leisten die uninformierten EE-Enthusiasten der Diskussion einen Bärendienst, da jeder, der sich informiert, weiss, dass das Gegenteil der Fall ist und die Widerstände gegen den Netzausbau, die diesen bisher be- und verhindern, das Projekt "Energiewende" massiv behindern.
Intensiver Netzausbau reduziert Netzeingriffe von Mitnetz Strom
Die Investitionen der Mitnetz Strom in den Ausbau ihrer Netze zeigen erste Wirkungen. So konnten die Eingriffe in das Stromnetz im Jahr 2016 deutlich auf 224 reduziert werden. Im Jahr 2015 musste das Unternehmen noch 534 mal die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien drosseln.



Aus.
https://www.ew-magazin.de/netzausbau-netzeingriffe-mitnetz-strom/

Beitrag melden
tatsache2011 29.08.2017, 09:21
435. Akkus aus E-Auto als stationäre Batterien

Zitat von Bernd.Brincken
Wenn Li-Akkus die 80%-Marke gerissen haben, ist der Kapazitäts-Einbruch sehr viel steiler als am Anfang der Lebensdauer. Das erklärt u.a. Tesla auf Anfragen nach der Lebensdauer seiner Akkus. Die Zyklenzahlen werden von den Herstellern auch von PV-Speicherakkus aktuell viel höher angegeben - z.B. mit 7000 - als auf dem Prüfstand erreichbar. Die Hersteller kalkulieren da offenbar ähnlich wie Flixbus, Uber, Tesla et al - irgendwie uber-betriebswirtschaftlich :)
Sie meinen, Daimler erzählt Märchen (?).

"Lithium-Ionen-Akkus sind zäh.
... mindestens zehn Jahre lang im Fahrzeug ihre volle Leistung.
Dabei verringert sich die Kapazität der Akkus im Durchschnitt auf rund 80 Prozent, sodass sie ausgetauscht werden.
Doch angesichts der vorhandenen Leistungswerte stehen die Energiespeicher vor einer zweiten Karriere, ...
Statt in Automobilen Energie für den Antrieb bereitzustellen, werden diese Akkus in einem stationären Speicher arbeiten"

https://www.daimler.com/innovation/next/akkumotive-macht-lithium-ionen-akkus-zu-stationaeren-energiespeichern.html

Beitrag melden
tempus fugit 29.08.2017, 09:25
436. Ja furchtbar schlimm....

Zitat von Bernd.Brincken
Wenn Li-Akkus die 80%-Marke gerissen haben, ist der Kapazitäts-Einbruch sehr viel steiler als am Anfang der Lebensdauer. Das erklärt u.a. Tesla auf Anfragen nach der Lebensdauer seiner Akkus. Die Zyklenzahlen werden von den Herstellern auch von PV-Speicherakkus aktuell viel höher angegeben - z.B. mit 7000 - als auf dem Prüfstand erreichbar. Die Hersteller kalkulieren da offenbar ähnlich wie Flixbus, Uber, Tesla et al - irgendwie uber-betriebswirtschaftlich :)
...wo hängt denn heute 1 (einer) dieser < als 80%
Tesla-Akkus?

Lass das doch mal auf uns zukommen - und wie PV und EE-Technik alle Erwartungen übertrifft, lesen Sied dann halt im Parallelthread...

Beitrag melden
cave68 29.08.2017, 09:36
437.

Zitat von Attila2009
Wer glauben Sie , bezahlt das ? Der Staat , die Grünen ? oder zahlt das der Stromkunde , also jeder. Egal ob mit E-Auto oder nicht, egal ob Rentner, Arbeitsloser, Geringverdiener... jeder bekommt dann eine höhere Stromrechnung - wegen Aufbau der Infrastruktur.Die Vermieter werden das auf die Mieten umlegen wenn sie die Hausinstallation modernisieren.Zahlt der Mieter... Genau nicht anders wie jetzt schon. Das Geld versickert schon - in die Kassen der Unternehmen die daran verdienen. Aber vielleicht fällt zur Belohnung eine Spende an die Grünen ab....
machen sie sich die Sache nicht zu einfach?Natürlich verdienen Unternehmen etwas...wäre ja auch schlimm wenn es nicht so wäre.
Aber dafür müssen sie such eine Gegenleistung erbringen,die Arbeit erfordert und somit Arbeitsplätze schafft.
Desweiteren kann ein Unternehmen bzw. ein Unternehmer nicht einfach die Mehreinnahmen in die eigenen Kasse stecken sondern muss investieren.
Wenn man dann die Stromkabel unter die Erde legt dann sind umso mehr Firmen beteiligt und überwiegend kleinere Firmen.
Es wird doch immer bemängelt dass Deutschland mehr in die Infrastruktur investieren muss...genau aus dem Grund....so verläuft jeder Wirtschaftskreislauf.

Vielleicht hätten sie besser mal erklärt wo unser Geld hinfliesst dass wir für Öl und Erdgas ausgeben....das machen sich wirklich einige Oligarchen und Scheichs so richtig die Säcke voll....

Beitrag melden
misterknowitall2 29.08.2017, 10:23
438. @klimagas #440

na und? das zeigt nur das die Netzbetreiber noch viel Arbeit vor sich haben um das Netz den Bedingungen anzupassen. oder was wollen sie uns sagen? Energiewende doof? dafür braucht es nicht soviel Text.

Beitrag melden
Klimagas 29.08.2017, 12:15
439. Nein ich will sagen,

Zitat von misterknowitall2
na und? das zeigt nur das die Netzbetreiber noch viel Arbeit vor sich haben um das Netz den Bedingungen anzupassen. oder was wollen sie uns sagen? Energiewende doof? dafür braucht es nicht soviel Text.
die Situation ist doof, weil allenthalben Bürgerinitiativen und Privatpersonen den Ausbau der Netze be- und verhindern. Das stand aber so auch in meinem Beitrag. Dass die Stromversorgung bisher zwar sicher ist, aber nur wegen erheblicher und teurer Netzeingriffe und dass die Gefahr des Blackout keineswegs durch EE verhindert, sondern begünstigt wird.
Das kann man durchaus aus seriösen Quellen in Erfahrung bringen, man muss nur wollen.

Beitrag melden
Seite 44 von 44
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!