Forum: Wirtschaft
Verliert die Rente ihre Legitimität?

Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?

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grauer kater 24.11.2009, 12:58
1.

Da gibt es nur eine Schlussfolgerung, um aus dem Dilemma zu kommen: Bundestags- oder Europaparlamentsabgeordneter werden! Dann ist die Rente schon nach 8 Jahren zumindest für ein Grundauskommen ausreichend sicher! Dazu diverse Lobby-Bezüge und man kommt über die Runden!

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Volker Gretz 24.11.2009, 13:06
2.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
Was soll "Legitimität" in diesem Zusammenhang bedeuten?

Richtig: Die Finanzwirtschaft ließ immer wieder neue Gesetze erlassen, um die gesetzliche Rente zu kürzen.

Dennoch ist sie weiterhin legitim.

Sollten Sie sich auf die "Höhe" der gesetzlichen Rente beziehen, so wäre es ja wirklich schlimm, wenn die Finanzwirtschft die ganzen "Experten", Ex-Staatsekretäre und Ex-Minister auf Frühstücksdirektorenposten durchschleifen müsste, wenn sie nicht die gesetzliche Rente ruiniert hätten.


Womit hätte man denn die gestzliche Rente sonst zerstören sollen, und die Milliarden in die gewinnoptimierten "privaten Angebote" umleiten, wenn nicht unter Einsatz von viel Geld?

Vile ist natürlich relativ. Der Einsatz von ein paar Milliönchen bringt hier Milliarden - ohgne das ein Versicherungsvertreter oder Bankverkäufer sich bewegen muss.

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Stefanie Bach 24.11.2009, 13:07
3.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung sind die Grundpfeiler unseres Sozialstaates. Es muss öffentliche Aufgabe sein und bleiben, diese Systeme auszubauen und zu stabilisieren.

Die jetzige Koalition - dem Riester-Unsinn folgend - geht den falschen Weg, wenn mehr und mehr nach Kapitaldeckung gerufen wird, was volkswirtschaftlich unsinnig ist.

Da hat der manchmal belächelte, letztlich aber eher erfolgreiche Norbert Blüm völlig recht:
Koalitionsvertrag - Fehlstart schwarz-gelber Geisterfahrer

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Meerkönig 24.11.2009, 13:07
4.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
Wer soll dieses Thema verstehen? Es musste zu allen Zeiten mindestens 35 bis 45 Jahre eingezahlt werden und zwar ununterbrochen Monat für Monat, um eine volle Rente zu erhalten. Die, die nur 35 Jahre einzahlen konnten, waren meist Akademiker oder Halbakademiker verdienten dafür immer Bemessungsgrenze und so kommen alle Beitragszahler zu einer auskömmlichen Rente. Wer nur 26 Jahre eingezahlt hat, hat aus Sicht des Rentensystems keine Existenzberechtigung. Das muss den Leuten ganz klar gesagt werden. Vieleicht denkt der eine oder andere dann nach, bevor er mehr "Netto vom Brutto" wählt. Beispiele: Der Akademiker erhält 1908,- Euro Bruttorente und der Handwerker mit 45 Beitragsjahre erhält 1473,- Euro Bruttorente. Der 26 Jahre eingezahlt hat erhält 850.- Euro. Der der nichts eingezahlt hat erhält auch nichts. (Alle Werte alte Bundesländer)

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Volker Gretz 24.11.2009, 13:16
5.

Zitat von Stefanie Bach
Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung sind die Grundpfeiler unseres Sozialstaates. Es muss öffentliche Aufgabe sein und bleiben, diese Systeme auszubauen und zu stabilisieren. Die jetzige Koalition - dem Riester-Unsinn folgend - geht den falschen Weg, wenn mehr und mehr nach Kapitaldeckung gerufen wird, was volkswirtschaftlich unsinnig ist.
Ja aber betriebswirtschatflich "gewinnmaximierend".
Wir haben ja gerade gelernt,, das "kapitalgedeckt" genau so vile wert ist, wie der Staat noch kreditwürdig ist. Die Staatsschulden von heute sind die Gewinne der Finanzwirtschaft von gestern.

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ergoprox 24.11.2009, 14:11
6.

Zitat von Volker Gretz
Die Staatsschulden von heute sind die Gewinne der Finanzwirtschaft von gestern.
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen.

Wieso SPON schon wieder einen neuen Renten-Thread aufmacht, erschliesst sich mir nicht. Außerdem sollte SPON doch mal die Rentenerwartung einer sog. Kapitaldeckung nach 26 Jahren thematisieren - aber nur ohne eingerechnete Staatseingriffe. Ganz einfach gehts, wenn die SPON-Redakteure mal nach den "kapitalgedeckten" Rentenversicherungen und deren tatsächlicher Rendite im gelobten pseudoliberalen Land (USA) googlen.

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anin 24.11.2009, 14:37
7.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
Die Rendite ist doch gut - (Man muss nur lange genug leben)!

Viele können es nicht "verknusen", dass man auch ohne Einzahlungen auf das gleiche Rentenniveau kommt. Deshalb mein Vorschlag: Renten bis zu einer Höhe des Hartz-IV-Niveaus werden aus Steuermitteln bezahlt. Die beitagsfinanzierte Rente kommt "oben drauf".

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grauer kater 24.11.2009, 14:38
8.

Zitat von Meerkönig
Der der nichts eingezahlt hat erhält auch nichts. (Alle Werte alte Bundesländer)

Der nichts eingezahlt hat und Beamter war, bekommt je nach Rang eine ordentliche Pension! Wer in einem Parlament ausreichend lange seinen Sitz gewärmt hat, m.W. ca. 8 Jahre +++ bekommt schon in der niedrigsten Charge mehr als Ihr Wissenschaftler und Handwerksmeister zusammen!

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classico 24.11.2009, 15:16
9.

Zitat von Meerkönig
Wer soll dieses Thema verstehen? Es musste zu allen Zeiten mindestens 35 bis 45 Jahre eingezahlt werden und zwar ununterbrochen Monat für Monat, um eine volle Rente zu erhalten. Die, die nur 35 Jahre einzahlen konnten, waren meist Akademiker oder Halbakademiker verdienten .....
Was wollen sie eigentlich damit sagen?

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