Forum: Wirtschaft
Verliert die Rente ihre Legitimität?

Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?

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_rudolf_ 24.11.2009, 18:43
140.

manchmal versteh ich nicht, warum es nicht durchsetzbar ist, dass alle ! in soziale systeme einzahlen, besonders beamte , politiker etc. von mir aus mit nem niedrigeren satz aber immerhin....

wo doch immer von sozialer gerechtigkeit etc gefaselt wird

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admiral222 24.11.2009, 18:52
141.

Zitat von Hardliner 1
Den Beamten müssen rigorose Abstriche bei den Pensionen verordnet werden. Das Altersruhegeld für die Staatsdiener ist viel zu hoch und nicht mehr zu verantworten.
Wenn die Beamten selbst von ihren Taten betroffen wären, würde sich schnell etwas ändern.
Ist aber in diesem Staat sinnlos, da er nichts mehr mit Demokratie und Gerechtigkeit zu tun hat.
Was soll ein Rentner gegen den Betrug machen, er ist für diese Gesellschaft nutzlos und lästig geworden.
Nur aufgepasst, wenn sie nicht gerade zu den Beamtenschmarotzern gehören, trifft es sie als Rentner auch.

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Bettelmönch 24.11.2009, 18:54
142.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
Klar, das wird auch ein Thema der jetzt jungen Generation. Wie gestalten wir, und ob, ein Rentensystem?
Das Westdeutsche Adenauer-Rentenmodell hat sich überlebt wie die rheinische Bonner BRD vor 20 Jahren und muss mittelfristig umgeformt oder neugebaut werden. Jede Generation hat ihre Aufgaben.

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gutmensch666 24.11.2009, 18:55
143. Verarmung

Zitat von Hardliner 1
Ein Blick auf die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden reicht, um zu erkennen, dass der Bereich Jugend/Soziales mit Abstand der größte Ausgabeposten ist. Dagegen nimmt sich der Verteidigungshaushalt geradezu mickerig aus. In den 60er- und 70er Jahren war das noch umgekehrt.

Und jetzt fragen Sie sich doch einfach mal, warum es immer mehr Leute gibt, die nicht mehr für ihren Lebensunterhalt sorgen können, selbst wenn sie Vollzeit arbeiten und deren Geld folglich in der Rentenkasse fehlt.

Alles Arbeitsfaule Arbeiter? Erbschuld? Genetische Disposition?

Der Neofeudalismus, der sich als "demokratischer" Neoliberalismus tarnt, ist nichts anderes als eine leicht umstrukturierte neue Spielart des Faschismus.

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Bettelmönch 24.11.2009, 18:58
144. Mein Konto

Zitat von _rudolf_
manchmal versteh ich nicht, warum es nicht durchsetzbar ist, dass alle ! in soziale systeme einzahlen, besonders beamte , politiker etc. von mir aus mit nem niedrigeren satz aber immerhin.... wo doch immer von sozialer gerechtigkeit etc gefaselt wird
Weil es die Beamten und Politiker sind, die alle Dinge "durchsetzen", weil sie an entsprechender Stelle sitzen.
Sehr schön zu sehen als bei Frank Plasbergs hartaberfair zum Thema privat/gesetzlich versichert die Runde gefragt wurde: vier von fünf Gästen waren privatversichert.
Und wie viele Rentenkasseneinzahler sitzen im Bundestag, wenn dort überwiegend Lehrer und Juristen Abgeordnete sind?
Haben Privilegierte ein Interesse, ihre Privilegien auch nur zu diskutieren?
Da ist den meisten das Hemd näher als die Hose.

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markolito1 24.11.2009, 18:59
145. oh man

Zitat von ABN
Und wenn der Poebel 30 Jahre lang lieber sein ganzes Geld in Auto, Fernseher und Urlaub auf Malle steckt, ist das nicht mein Problem, sorry.
Sie schauen wohl zu viel TV, die Realität sieht ganz anders aus. Und Hartz4 ist nicht gleich Hartz4. Es gibt mittlerweile eine Menge Leute die in staatlich subventionierten Jobs arbeiten, und trotzdem ihr Gehalt aufgestockt bekommen. Diesen Leuten sind Worte wie Urlaub,Auto,.... völlig fremd. Willkommen im 21 Jahrhundert.

Ach und übrigens besonders das private Rentensystem lebt vom Staat. Ohne die Rettungsfonds für Banken, Versicherungen, etc.... wäre das ganze ersparte wech....... Aber ein Glück kann man ja dann nach dem Staat schreien, der wirds dann mit Milliarden wieder richten.

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olymp666 24.11.2009, 19:04
146. Hallo....

Zitat von franziskus
...Ich liebe die Freiheit, meine Meinung zu äußern, mein Leben selbst zu gestalten.
Hahahaha....selten so einen Unsinn gelesen.
Ich glaube, Sie sind ganz schön angep...
Sie haben wohl den Vorbereitungsdienst nicht überstanden, wie ?
Beamte sind "unfrei" ? Sie dürfen Ihre Meinung nicht äussern ?
Beamte können ihr Leben nicht selbst gestalten ?
Sorry...aber Sie haben überhaupt keine Ahnung.

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Gast100100 24.11.2009, 19:08
147.

Zitat von _rudolf_
manchmal versteh ich nicht, warum es nicht durchsetzbar ist, dass alle ! in soziale systeme einzahlen, besonders beamte , politiker etc. von mir aus mit nem niedrigeren satz aber immerhin.... wo doch immer von sozialer gerechtigkeit etc gefaselt wird
Das ändert nichts am Schneeballsystem. Mehr Einzahler = mehr Empfänger.

Fakt ist, dass durch die längere Lebenserwartung die Rentenzeit steigt. Entweder man kürzt nun bei den Einzahlern durch niedrigere "Rendite", längere Arbeitszeit, oder man kürzt bei den Empfängern.

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keats 24.11.2009, 19:14
148.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?

Das ganze System verliert seine Menschlichkeit,
ja der Mensch verliert seine Menschenrechte und vorne weg seine Würde, dabei gilt doch die Würde des Menschen als unantastbar !?
Ist das Streben nach Glück es wert, dabei seine Würde zu verlieren?
Was sollte das für ein angebliches "Glück" sein bei dem man seine Würde verliert? )


Der Grundstein für unsere Sozialen Errungenschaften, um die uns die Welt einst beneidete, wurde im 19. Jahrhundert von Bismarck in einem autoritären nicht demokratischen System gelegt.
Nun haben wir in Deutschland angeblich das freiheitlichste und demokratischste System was es je auf dt. Boden gab, so heißt es und nun seit über 20 Jahren werden die sozialen Errungenschaften langsam aber kontinuierlich zerstört, ausgehöhlt und abgebaut und ich behaupte das diese Sozialversicherungen mutwillig zerstört werden.
Warum, um endlich der Privatwirtschaft den Zugriff auf diesen riesigen kontinuierlichen Kapitalstrom zu ermöglichen um sich an ihm zu bereichern.
Jeden Monat werden der großen Mehrheit der Arbeitnehmer (u. Teilen der Arbeitgeber) zwangsweise große Kapitalmengen abgezogen, natürlich weckt das Begehrlichkeiten.

Ja was hat, bzw. wer hat was von von guten und intakten Sozialversicherungen, doch nur die Versicherten und die merken es kaum.
Bei privatwirtschaftlichen Versicherungen ist das ganz anders, da gibt es Dividende, Prämien, Aktienkurse, Zuwendungen und noch vieles vieles mehr !
Ist doch logisch das die Lobbyarbeit der Versicherungen bei den Politikern auf offenen Ohren, Konten und Aktenkoffer trifft, ist doch das Bestechen von "Politikern" bzw. MdB, so gut wie straffrei !
Also diskreditiert man die sozialen Versicherungen, entzieht ihnen die Mittel und macht sie in den Augen der Versicherten immer lächerlicher und unbeliebter z.B. mit völlig wiedersinnigen Bestimmungen wie Zuzahlungen usw.


Wieso sollte eine auf Profitmaximierung ausgelegte gierige kapitalistische Versicherung meine Interessen besser verwalten und managen als es eine staatlich organisiert und kontrollierte, dem Gemeinnutz verpflichtete überparteiliche Behörde tun kann, vorausgesetzt natürlich das weder Parteien, Politiker oder einflussreiche Privatpersonen dort "Zugriffsrechte" oder andere Manipulationsmöglichkeiten erhalten.
"Gut" das es den sogenannten Geburtenrückgang gibt, der muss nun für alles herhalten, bzw. erklärt den leichtgläubigen und allen bis zur Dummheit staatstreuen und gläubigen Bürgern, warum sie kein Geld bekommen.


Wozu das alles?
Um den Sozialstaat (Links und Kommunistisch) und damit die "Unfreiheit" abzuschaffen, in der irren Vorstellung, das der Kapitalismus, also der Markt letztlich alles regelt, (ja, nur eben wie).
In dieser "schönen neuen Welt" braucht man so gut wie keine zur Faulheit verführenden Sozialsysteme mehr, jeder ist frei und kann dann alles erreichen was er will, er muss sich nicht mehr "teuer" Zwangsversichern lassen, sondern kann selber und völlig frei entscheiden, braucht er eine Versicherung und wenn, wie sollte die aussehen.
Ein "System der Freiheit" und nicht der staatlichen Bevormundung, in dem jeder der will und sich anstrengt alles erreichen kann.

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Silverhair 24.11.2009, 19:18
149.

Der Artikel ist Blendwerk, genauso wie die sonstigen Rentenberechnungen. Es wird gerechnet als würde in 26-43 Jahren das Lohn und Einkommens, aber auch das Kostenniveau so bleiben wie heute.
In Fakt haben wir aber eine Konsum-Inflation, und eine gewaltige Geldinflation. Es muss keineswegs Ackermann Niveau haben, aber 5 % Geldinflation heißen das 3,5% Anlage immer hinter den Kosten zurückbleiben wird.

Zwischen 1950 - 1970 etwa hatten wir 3% Wachstum im Mittel, was konkret heißt das alle 23 Jahre sich alle Kosten verdoppelt haben. Wenn das , was ja Banken und Politik immer wollen, nämlich Wachstum von 5-6,7 %wirklich eintreten würde, dann hieße das passend 14,12,10 Jahre eine Verdopplung aller Preise.
2700 Euro hätten dann einen "Konsumwert" nur von 1350 Euro zu heutigen Preisen - das ist schlichtweg weniger als ein Hungereinkommen.

Fakt in diesem System ist, je mehr Wachstum, desto weniger Chancen hat man über solche Zeiträume finanziell überhaupt noch mitzukommen.

Irgendwo war ein Uraltsystem wie die Versorgung von Eltern durch Kinder effektiver und wer nicht glaubt einen superduper Job ergattern zu können, und das über 40 Jahre was sowiso beim Arbeitsplatzabbau kaum realistisch ist sollte frühzeitig Auswandern - es ist nicht mehr die frage einer Legalität dieses Systems, sondern schlichtweg der Sinnlosigkeit solcher Berechnungen bei Einkommen die ja gewollter Weise gegen Null Sinken sollen, einer Kontinuierlichen Reduzierung des Arbeitsplatzangebotes weil ja die Investoren unbedingt "Gewinne in 10-15% Rendite haben wollen.

Man sollte ja eben auch nicht vergessen - die Arbeitnehmer der nächsten Jahre werden nicht einen - sondern zwei Rentner, und zwei Beamte finanzieren müssen - das ist schon mehr als eine kleinfamilie kosten würde!
Wie sich dieses System dazu noch einen Schuldenabbau von fast 2 Bio.Euro leisten will, wird ebensowenig berechnet, aber sicherlich in den Steuern bemerkbar machen.

In den letzten Jahren sind jährlich 170.000 Leute aus D. ausgewandert - ich denke die wissen warum!

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