Forum: Wirtschaft
Verliert die Rente ihre Legitimität?

Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?

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rene261 24.11.2009, 19:19
150. ganz einfach

Niedrige Löhne= Niedrige Renten!! Ab 9,99 Euro brutto beginnt Dumpinglohn. Leider akzeptieren die meisten Arbeiter für ihre gute Leistung einen Dumpinglohn zu erhalten. Diese Mentalität sollte sich ändern. Die Politiker werden von selber nichts tun, die haben ja ausgesorgt!

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zynik 24.11.2009, 19:21
151.

Zitat von Hardliner 1
Ein Blick auf die Haushalte von Bund, Ländern und Gemeinden reicht, um zu erkennen, dass der Bereich Jugend/Soziales mit Abstand der größte Ausgabeposten ist. Dagegen nimmt sich der Verteidigungshaushalt geradezu mickerig aus. In den 60er- und 70er Jahren war das noch umgekehrt.
Und was soll mir das jetzt zum Thema Umverteilung von oben nach unten sagen?

Die Vermögensverhältnisse sehen da etwas anders aus:

"Die Reichen in Deutschland werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Einer aktuellen Studie zufolge vereinigt das reichste Prozent der Bevölkerung inzwischen 23 Prozent des gesamten Vermögens auf sich, pro Person sind das 817.181 Euro. Die ärmeren 70 Prozent besitzen hingegen zusammen nur 9 Prozent des gesamten Vermögens."

Keine des Kommunismus verdächtige Quelle: http://www.manager-magazin.de/koepfe...602693,00.html

Und ich soll jetzt hier über die Ausgaben für Soziales im Haushalt von Mecklenburg-Vorpommern diskutieren, oder was?

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Sandra Ka 24.11.2009, 19:26
152. Von der Hand der Jungen in den Mund der Alten

Ist denn unser Rentensystem wirklich so schwer zu verstehen?

Die Jungen arbeiten und finanzieren aus ihrem Lohn die Renten der Alten. Und wenn die Jungen selber alt sind, werden sie von den dann Jungen ernährt.

Nur ist es leider so, daß in Deutschland 200 junge Männlein und Weiblein nur noch 140 Kinder und 98 Enkel bekommen.

Diese 98 müssen dann aber später ihre 100 Großeltern und 100 kinderlose Alte versorgen.

Das Problem besteht übrigens bei der berühmten kapitalgedeckten Rente genauso. Dann müssen 98 Enkel die Zinsen, die Mieten und die Dividenden für 200 Alte erwirtschaften.

Die einzige Lösung ist, mehr Kinder zu kriegen. Z.B. könnte man den Eltern für jedes Kind jeden Monat 2000 Euro Darlehen auszahlen (das nicht mehr zurückgezahlt werden muss, wenn das Kind Abitur macht oder eine Lehre abschliesst).

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joe sixpack 24.11.2009, 19:27
153. "kapitalgedeckten" Rentenversicherungen googlen

Zitat von ergoprox
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Wieso SPON schon wieder einen neuen Renten-Thread aufmacht, erschliesst sich mir nicht. Außerdem sollte SPON doch mal die Rentenerwartung einer sog. Kapitaldeckung nach 26 Jahren thematisieren - aber nur ohne eingerechnete Staatseingriffe. Ganz einfach gehts, wenn die SPON-Redakteure mal nach den "kapitalgedeckten" Rentenversicherungen und deren tatsächlicher Rendite im gelobten pseudoliberalen Land (USA) googlen.
Wenn Sie schon googlen, dann bitte auch den Begriff "Social Security".
Dann hat sich Ihr Beitrag allerdings eruebrigt.

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Gman 24.11.2009, 19:29
154. Richtig

Zitat von keats
Wozu das alles? Um den Sozialstaat (Links und Kommunistisch) und damit die "Unfreiheit" abzuschaffen, in der irren Vorstellung, das der Kapitalismus, also der Markt letztlich alles regelt, (ja, nur eben wie). In dieser "schönen neuen Welt" braucht man so gut wie keine zur Faulheit verführenden Sozialsysteme mehr, jeder ist frei und kann dann alles erreichen was er will, er muss sich nicht mehr "teuer" Zwangsversichern lassen, sondern kann selber und völlig frei entscheiden, braucht er eine Versicherung und wenn, wie sollte die aussehen. Ein "System der Freiheit" und nicht der staatlichen Bevormundung, in dem jeder der will und sich anstrengt alles erreichen kann.
Wir erleben in der tiefsten Sinn- und Wirtschaftskrise des Kapitalismus die gewollte Zerstörung der letzten solidiarischen Strukturen, um die uns die Welt einst beneidet hat.
Ein Individuum kann nicht allein Lebensrisiken wie Krankheit oder das Alter versichern. Das ist ein Grundirrtum vieler sog. "Liberaler".
Bimarck würde die alle übers Knie legen...

Gruß

Gman

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ABN 24.11.2009, 19:37
155.

Zitat von markolito1
Ach und übrigens besonders das private Rentensystem lebt vom Staat. Ohne die Rettungsfonds für Banken, Versicherungen, etc.... wäre das ganze ersparte wech....... Aber ein Glück kann man ja dann nach dem Staat schreien, der wirds dann mit Milliarden wieder richten.
Es muss ja nicht unbedingt das private Rentensystem sein. Ein abgezahltes Haus, ein paar Aktien, Anleihen und Ersparnisse sind fuer viele Absicherung genug.

Und ja, die Banken und Versicherungen hingen oder haengen am Tropf des Staates. Haetten wir aber mehr Eigenverantwortung auf ALLEN Ebenen, haette es das so etwas gar nicht erst gegeben. Dass die HRE "gerettet" wurde, war ein Riesenskandal, genauso die HSH und die ganzen anderen Landesbanken.

Aber sollen wir deshalb unsere Altersversorgung in die Hand von Politikern legen, die schon die Landesbanken und die Staatsfinanzen ruiniert haben?

Ich bin immer wieder vom ueberragenden Vertrauen der Deutschen in den Staat erstaunt, v.a. wenn man sich ansieht, was fuer Leute dort die Zuegel in der Hand halten.

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gue5003 24.11.2009, 19:43
156. wer arbeitet für wen

Zitat von Sandra Ka
Die Jungen arbeiten und finanzieren aus ihrem Lohn die Renten der Alten. Und wenn die Jungen selber alt sind, werden sie von den dann Jungen ernährt. Nur ist es leider so, daß in Deutschland 200 junge Männlein und Weiblein nur noch 140 Kinder und 98 Enkel bekommen. Diese 98 müssen dann aber später ihre 100 Großeltern und 100 kinderlose Alte versorgen. Das Problem besteht übrigens bei der berühmten kapitalgedeckten Rente genauso. Dann müssen 98 Enkel die Zinsen, die Mieten und die Dividenden für 200 Alte erwirtschaften. Die einzige Lösung ist, mehr Kinder zu kriegen. Z.B. könnte man den Eltern für jedes Kind jeden Monat 2000 Euro Darlehen auszahlen (das nicht mehr zurückgezahlt werden muss, wenn das Kind Abitur macht oder eine Lehre abschliesst).
Die vielen Kinder und Arbeiter / Angestellten arbeiten aber mehrheitlich für das nur 1 % Vermögende und Reiche.
Da bleibt nicht mehr viel übrig, wenn man so weiter macht wie bisher.
Aber jeder meint, er käme auch mal in die Zone der oberen paar %. Weiter so !

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herberger 24.11.2009, 19:44
157. ABM für die Frustrierten

Schon wieder so ein Artikel über die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Was soll eine Aussage, dass man nach 26 Jahren versicherungspflicht nur eine Rente in Hartz IV Höhe bekommt? Lohnt es sich nicht, 26 Jahre zu arbeiten?

Wenn meine Frau und ich demnächst nach über 45 Beitragsjahren in Rente gehen, werden wir von unseren Einzahlungen profitieren. Denn nur der , der etwas eingezahlt hat, bekommt auch etwas raus. Das nenne ich Gerechtigkeit!

Aber jetzt kommen wieder die Frustrierten und Zukurzgekommenen, die zwar nicht unsere Leistung erbracht haben, aber mindestens soviel wie wir haben wollen. Weil das Leben ist ja so ungerecht .......

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Gman 24.11.2009, 19:46
158. Right

Zitat von joe sixpack
Wenn Sie schon googlen, dann bitte auch den Begriff "Social Security". Dann hat sich Ihr Beitrag allerdings eruebrigt.
Hallo joe sixpack,

de.wikipedia.org/wiki/Social_Security

Ansonsten sieht das System der privaten Pensionsfonds wirklich nicht toll aus:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...654487,00.html

hw71.wordpress.com/.../usa-pensionsfonds-calpers-tief-in-der-krise/

Genau wie unsere Sozialversicherung, kann auch das private
(kapitalgedeckte) Vorsorgesystem nicht die Demographie oder die Konjuntur austricksen.
Im Gegeteil: Die Jagd nach Rendite führt auch hier zu Risiken, welche dann später die Anleger ausbaden dürfen.

Gruß

Gman

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syilmaz 24.11.2009, 19:48
159. privat vorsorgen

In ihrem Bericht fordern Sie die private Vorsorge. Wo soll jemand, der 1500,00 Euro im Monat verdient, noch das nötige Kleingeld dafür hernehmen?

1500
-600,00 Miete
-500,00 Essen
-200,00 Energiekosten
-60,00 Versicherung
usw.usw.usw

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