Forum: Wirtschaft
Verliert die Rente ihre Legitimität?

Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?

Seite 21 von 231
keinguternamemehrfrei 24.11.2009, 21:24
200. Nö,

Zitat von derweise
War nach Nobbi Blüm denn etwas anderes zu erwarten?
wirklich nicht.

Beitrag melden
Der_Franke 24.11.2009, 21:25
201.

Zitat von gue5003
Damit hätte man nebenbei auch das ganze kapitalistische System vor dem Untergang gerettet. Vielleicht wollen das die Kapitalisten gar nicht !
Der Kapitalismus wird nicht untergehen. Es wird höchstens die RESET-Taste gedrückt. Oder glauben Sie an künftige Kombinate oder VEBs?

Beitrag melden
keinguternamemehrfrei 24.11.2009, 21:28
202. Nu mal langsam,

Zitat von christian27818
Hat hier die FDP wieder in die SPON -Redaktion einen Verfechter des Neoliberalismus eingeschleust? HAAALLOOOO, SPOOOON, aufwachen!!! Schaut euch mal um, was in USA in Bezug auf der kapitalgedeckten Altersvorsorge passiert. Überlegt euch mal, was wäre, wenn nach der Hyperinflation 1923, nach 1945 und nach Fall der Mauer gewesen wäre, wenn besagte Rentenansprüche kapitalgedeckt gewesen wären. Nicht immer das UFO-Institut und Sprachrohre der Finanzwirtschaft zitieren, sondern selbst mal das Hirn einschalten und schreiben. Gut, ersteres geht ja meistens nicht, denn die meisten Schreiberlinge von unserer gleichgeschalteten Journaille sind Studienabbrecher, die den kleinen zivilrechtlichen Schein nicht geschafft haben.
seit wann ist das US-Rentensystem kapitalgedeckt? Das ist genauso beitragsgedeckt wie das deutsche. Der "social security fund", in den dort die Beiträge gehen, heisst nur so. Aber es ist kein Investmentfonds.

Beitrag melden
ergoprox 24.11.2009, 21:29
203.

Zitat von Der_Franke
Es muß zwar alles zum aktuellen Zeitpunkt erwirtschaftet werden, um es im Kreislauf zu halten, aber ob das Inder oder Deutsche erwirtschaften ist im Kapitalverfahren unerheblich.

Das ist keineswegs unerheblich, da der Kapitalexport nicht nur die Leistungsfähigkeit der eigenen Wirtschaft schwächt, sondern die Ansprüche durch das exportierte Kapital auch ganz erheblich höheren Risiken ausgesetzt sind. Nicht umsonst sind die Auslandsanlagen der großen deutschen (privaten) Rentenversicherer verschwindend gering (1-2% der Gesamtsumme). Offenbar (und zu Recht, wie man ja in den letzten 15 Monaten sieht) ist selbst diesen Finanzaasgeiern das Risiko zu hoch...das meisste Altersvorsorgegeld steckt in deutschen Staatsschulden,w arum wohl?

Beitrag melden
ostap 24.11.2009, 21:30
204. Phantomdiskussion

Zitat von zynik
Und was soll mir das jetzt zum Thema Umverteilung von oben nach unten sagen? Die Vermögensverhältnisse sehen da etwas anders aus: "Die Reichen in Deutschland werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Einer aktuellen Studie zufolge vereinigt das reichste Prozent der Bevölkerung inzwischen 23 Prozent des gesamten Vermögens auf sich, pro Person sind das 817.181 Euro. Die ärmeren 70 Prozent besitzen hingegen zusammen nur 9 Prozent des gesamten Vermögens." Keine des Kommunismus verdächtige Quelle:
Das ist wohl der Schlüssel zum Problems. Die ganze Phantomdiskussion des "Finanzwissenschaftlers" Raffelhüschen und seiner Auftraggeber von der Versicherungswirtschaft, fleißig assistiert von der Partei der Besserverdienenden, soll lediglich den Kern des Problems verschleiern und Jung gegen Alt, Arbeiter/Angestellte gegen Beamte, Otto Normalbürger gegen Aussiedler usw. aufbringen, damit sie sich nicht mit dem wahren Problem beschäftigen. Die Renten sind doch nur der quantitative Ausdruck für den Anteil am gesellschaftlichen Gesamtprodukt, dass der älteren Generation zur Verfügung gestellt wird. Dabei ist es unerheblich, ob auf einen Arbeitenden ein oder zwei oder noch mehr Rentner kommen. Entscheidend ist allein die Produktivität. Am Beispiel der Landwirtschaft ist das leicht nachzuvollziehen. Noch vor etwa 200 Jahren waren in den entwickelnden europäischen Ländern fast 80% der Bevölkerung mit der Erzeugung der nötigen landwirtschaftlichen Produkte für das Überleben des Volkes nötig. Heute werden in den entwickelten Industrieländern dafür noch rund 1% der Bevölkerung gebraucht, die darüber hinaus noch einen erheblichen Exportüberschuß produzieren. Die Industrie geht den gleichen Weg wie die Landwirtschaft. Daher auch der beständige Jobabbau, der nur in Krisenzeiten wie jetzt besonders auffällig ist, aber auch sonst ständig voranschreitet. In den USA werden heute noch 8% der Bevölkerung für die Produktion aller Industriegüter benötigt. Auch der Deinstleistungssektor geht diesen Weg der ständigen und dramatischen Produktivitätssteigerung. Es werden also mit einem ständig kleiner werdenden Anteil der Bevölkerung alle von der Gesellschaft benötigten Güter und Dienstleistungen produziert. Da könnten nicht nur alle heutigen und künftigen Rentner ausreichend mit diesen Wohltaten versorgt werden, sondern auch die heute unter oder an der Armutsgrenze dahinvegitierenden Kinder inclusive deren Bildung. Warum das nicht funktioniert? Weil stimmt, was der Forist Zynik zitiert hat. Es handelt sich also um ein fundamentales Verteilungsproblem.

Beitrag melden
syramon 24.11.2009, 21:32
205.

Zitat von ergoprox
Ach was. Schauen Sie sich die Investitionsquoten der letzten Jahre an. Die Unternehmenssteuerreformen und Casino-Spielchen haben zu keinerlei Steigerung geführt, sondern lediglich zu einer Umleitung in vermeintlich rentierlichere Kapitalmärkte, die nachweislich geplatzt sind. Dieser Investitionsanreizquatsch ist nach der Rentenlüge die nächste Volksverarsche! Investitionen werden getätigt, wenn NACHFRAGE besteht, nicht wenn man den Nachfragern immer mehr vorenthält!
Falsch! Investionen macht man dort wo das "Umfeld" stimmt,
verkaufen kann man dann sein Produkt überall.

Beitrag melden
Noodles 24.11.2009, 21:35
206. Sie können offensichtlich nicht anders

die Gier nach kurzfristigen Gewinn, frisst das Hirn, das die langfristigen Folgen dieser Gier überdenken könnte.
Von Marx stammt die Erkenntniss daß die Bourgeosie auch noch den Strick verscherbeln wird, andem man Sie aufknüpft.

Wo sollen sie denn Rendite bringend angelegt werden die vielen Milliarden, die die spätere Rente finanzieren soll.
Wer soll die Rendite erarbeiten, wenn die Arbeit durch Automaten, Maschinen, Roboter, Computer usw.
überflüssig wird. Nicht die Rente ist in der Krise, sondern das kapitalistische Schneeballsystem daß auf die Ausplünderung der Arbeitskraft beruht, ist das Plünderungsobjekt abhanden gekommen.

Schäuble von dem ich eigentlich keine hohe Meinung habe, hat völlig Recht die sogenannte Finanzkrise, die nichts anderes als eine fundamentale vermutlich sogar finale Krise des Geldes ist, wird einen Epochenwandel herbei führen, der den Mauerfall noch in den Schatten stellen wird.





Zitat von gue5003
Damit hätte man nebenbei auch das ganze kapitalistische System vor dem Untergang gerettet. Vielleicht wollen das die Kapitalisten gar nicht !

Beitrag melden
Noodles 24.11.2009, 21:35
207. Sie können offensichtlich nicht anders

die Gier nach kurzfristigen Gewinn, frisst das Hirn, das die langfristigen Folgen dieser Gier überdenken könnte.
Von Marx stammt die Erkenntniss daß die Bourgeosie auch noch den Strick verscherbeln wird, andem man Sie aufknüpft.

Wo sollen sie denn Rendite bringend angelegt werden die vielen Milliarden, die die spätere Rente finanzieren soll.
Wer soll die Rendite erarbeiten, wenn die Arbeit durch Automaten, Maschinen, Roboter, Computer usw.
überflüssig wird. Nicht die Rente ist in der Krise, sondern das kapitalistische Schneeballsystem daß auf die Ausplünderung der Arbeitskraft beruht, ist das Plünderungsobjekt abhanden gekommen.

Schäuble von dem ich eigentlich keine hohe Meinung habe, hat völlig Recht die sogenannte Finanzkrise, die nichts anderes als eine fundamentale vermutlich sogar finale Krise des Geldes ist, wird einen Epochenwandel herbei führen, der den Mauerfall noch in den Schatten stellen wird.





Zitat von gue5003
Damit hätte man nebenbei auch das ganze kapitalistische System vor dem Untergang gerettet. Vielleicht wollen das die Kapitalisten gar nicht !

Beitrag melden
Noodles 24.11.2009, 21:35
208. Sie können offensichtlich nicht anders

die Gier nach kurzfristigen Gewinn, frisst das Hirn, das die langfristigen Folgen dieser Gier überdenken könnte.
Von Marx stammt die Erkenntniss daß die Bourgeosie auch noch den Strick verscherbeln wird, andem man Sie aufknüpft.

Wo sollen sie denn Rendite bringend angelegt werden die vielen Milliarden, die die spätere Rente finanzieren soll.
Wer soll die Rendite erarbeiten, wenn die Arbeit durch Automaten, Maschinen, Roboter, Computer usw.
überflüssig wird. Nicht die Rente ist in der Krise, sondern das kapitalistische Schneeballsystem daß auf die Ausplünderung der Arbeitskraft beruht, ist das Plünderungsobjekt abhanden gekommen.

Schäuble von dem ich eigentlich keine hohe Meinung habe, hat völlig Recht die sogenannte Finanzkrise, die nichts anderes als eine fundamentale vermutlich sogar finale Krise des Geldes ist, wird einen Epochenwandel herbei führen, der den Mauerfall noch in den Schatten stellen wird.





Zitat von gue5003
Damit hätte man nebenbei auch das ganze kapitalistische System vor dem Untergang gerettet. Vielleicht wollen das die Kapitalisten gar nicht !

Beitrag melden
ergoprox 24.11.2009, 21:35
209.

Zitat von ostap
Es handelt sich also um ein fundamentales Verteilungsproblem.
Genau. Der Kuchen ist groß genug, ein paar schneiden sich bloss immer größere Stücke ab und lassen dem dummen Volk dann von vermeintlichen (bezahlten) Experten erzählen, dass der Kuchen immer kleiner geworden wäre....

Beitrag melden
Seite 21 von 231
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!