Forum: Wirtschaft
Verliert die Rente ihre Legitimität?

Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?

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gue5003 24.11.2009, 22:12
220. Rente und Sozialsysteme

Zitat von syramon
Mit ner Neuauflage von Marx wirds net besser. Doch, leider irren sie hier,sie vergessen das sich zu den Gesamtschulden von ca.....
Wenn Neoliberal und Kapitalistisch nicht mehr weiterführt,
dann gehört das abgeschafft, nicht die Sozialsysteme, die Menschen gehören weg, die Kapitalisten gehören dann weg.

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syramon 24.11.2009, 22:14
221.

Zitat von gue5003
Der neoliberale Ansatz hat genau die Zustände hervorgebracht, die Sie an die Wand malen ! Ein Weiter So führt garantiert in die finale Krise, aber die ist ja gewollt.
Aber nein,der sozialistiche Ansatz führt zu solchen
Verwerfungen. Wohin der führt hat man an der
niedergegangenen DDR gesehen.

Der unfinanzierbare-, mit immer neuen Wahlgeschenken
gespickte Sozialstaat, kann so nicht mehr weitergeführt werden
und ist international auch nicht mehr konkurrenzfähig;da
hängen einfach zu viele am "Tropf" mittlerweile.

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Silverhair 24.11.2009, 22:27
222.

Zitat von syramon
Falsch! Investionen macht man dort wo das "Umfeld" stimmt, verkaufen kann man dann sein Produkt überall.
Falsch - sorry.
Sie können nur dort verkaufen wo die Käufer das nötige Geld dafür haben.
Prinziell haben sie für jedes Produkt die Basispreise der Rohstoffe, die können sie nicht unterbieten da die Resourceninhaber eine Monopolstellung haben.
Jeglicher weitere Verkaufspreis richtet sich nach der Kaufkraft die sie "überall erwarten können". So liegt die Kaufkraft in Indien für ein Auto so ca. bei 1800 Euro - einen Mercedes werden sie dort wohl kaum verkaufen.

Sie können natürlich billig bauen, aber wenn sie den "Lohn" senken geraten sie in eine Falle. Wer 1 Mrd. Investiert braucht eine Kaufkraft von 1 Mrd. - und die Muss über Löhne und Einkommen an die Käufer gegeben werden.

Für "Gewinne" in diesem Kreislauf bleibt nur ein winziger Spielraum - maximal in Höhe des Produktionswachstums, also etwa 3% - und nicht 6 8 10 oder 25 %. Wer mehr "Geld" aus dem Kreislauf herauszieht beschädigt den Kreislauf er leert den Topf aus dem er sich speisen soll.

Und wer glaubt, das könne man über Export und China-Schwellenländer doch hinbasteln - der sollte mal einen Blick hierhin werfen!
http://www.ftd.de/politik/konjunktur.../50041445.html

Chinas "Wohlstand" und Wachstum beruht auch nur auf faulen Krediten - sprich diese blase dürfen wir zu den anderen Illusionen noch hinzuzählen.

Gewinne machen, das geht ein wenig. Man kann es etwas ausweiten indem man die Zukunft beleiht, oder in dem man andere um den "Lohn der Arbeit" letztlich bringt.
Aber - selbst die Betrüger laufen in die Falle das ihr See den sie kontinuierlich leeren immer leerer wird, immer weniger Menschen ihre Produkte kaufen können weil sie das geld nicht haben, und sie immer weniger möglichkeiten ihre Investitionen haben.

Die Menschen waren sehr erfolgreich - das was für 200 Jahre oder mehr hätte reichen können haben wir in 40 Jahren aus der Erde rausgeprest. Nun wird man sich überlegen müssen was man ändert - eine zweite Welt zur Ausbeutung habt die Menschheit nicht.

Wie heißt es in den Richtigen Casinos? Rien Ne Vas Plus - nichts geht mehr .. jetzt läuft die Kugel und bei wem sie liegen bleibt ist der Gewinner, ALLE anderen werden verlieren, und es kann nur EINEN geben der dort gewinnt - das Geld oder die Menschen!

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Margrit2 24.11.2009, 22:40
223.

Zitat von gue5003
WAS hat "die Jugend" eigentlich gelernt - WAS lässt sie sich alles noch gefallen - den langen Absturz ins Bodenlose ?
das frage ich mich schon lange.
Wenn ich mir diese derzeitigen Studentenproteste so ansehe, sind das allenfalls Proteschen.
Eine angepaßte Generation, die mit 14 schond ie $-Zeichen im Augen hatten und nur Spaß wollten.
Weder politish interessiert noch sonst was.
Die werden sich jetzt schön belabern lassen und an den Unis geht alles weiter. Deren Proteste heute sind gleich Null

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Margrit2 24.11.2009, 22:45
224.

Zitat von herberger
Schon wieder so ein Artikel über die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Was soll eine Aussage, dass man nach 26 Jahren versicherungspflicht nur eine Rente in Hartz IV Höhe bekommt? Lohnt es sich nicht, 26 Jahre zu arbeiten?

Wenn meine Frau und ich demnächst nach über 45 Beitragsjahren in Rente gehen, werden wir von unseren Einzahlungen profitieren. Denn nur der , der etwas eingezahlt hat, bekommt auch etwas raus. Das nenne ich Gerechtigkeit!

Aber jetzt kommen wieder die Frustrierten und Zukurzgekommenen, die zwar nicht unsere Leistung erbracht haben, aber mindestens soviel wie wir haben wollen. Weil das Leben ist ja so ungerecht



was hat das denn mit Frustrierten zu tun?
Wenn Siei also demnächst in Rente gehen werden Sie wohl auch zu denen gehören, die dann ständig sagen "ach, ich hab meine Rente durch, mich interessiert das nicht mehr"

Ich liebe diese Menschen die mir solche Antworten geben, die nicht sehen wollen, wo es hindriftet in diesem Land.

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Silverhair 24.11.2009, 22:46
225.

Zitat von syramon
Völlig falscher Ansatz.Führt zu noch weniger Investoren, zu mehr Ab - und Auswanderung,höherer Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung.DDR 2.0 will keiner.
Ähm, Investitionen führen zu was bitte?

Also Opel will ja bleiben .. und investieren - so 3 Mrd.
Worin?
10.000 Arbeitsplätze sollen wegrationaliert werden.
Weniger Autos sollen produziert werden.

Mhh, um die Jahrhundertwende 19xx galt durchaus .. mehr Produkte = Mehr Hände nötig ..also bringen Investitionen mehr Arbeitsplätze.

Heute gilt ..
Mehr Investitionen = mehr Maschinen = weniger Hände trotz gleich oder geringerer Produktion.

Was passiert eigentlich wenn die Unternehmen und Banken dann mal 10 Mrd. investieren - dann fallen keine 10.000 Arbeitsplätze weg, dann fallen 30.000 weg, und das sind dann alle ..

Was nützen also Investionen noch - den Arbeitnehmern bringt es nichts, dem Einkommen auch nicht - und der Staat wird seine Steuern von Göttern und Geistern bekommen - die banken zahlen nichts, die Unternehmen zahlen nicht - Ende!

Jeden Tag werden weltweit 100.000 Arbeitsplätze weg-Investiert - der Sinn von Investitionen ist die Geldpump-Maschine zu erhalten .. aber keinesfalls mehr Arbeitsplätze oder Staaten.


Worauf wetten die Investoren den? Auf die Staaten?
Investoren wetten auf Pleite der Industriestaaten

Ach ja - die sind ja für die Arbeitsplätze soooo dringend notwendig! ..

He, Auswandern, In der Blockhütte leben - DDR war gegen diesen Unsinn ein superduper Staat.
Oder Merkel und Ackermann mal die "Kante" zeigen - woran sie auch immer befestigt ist!

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oldswissbanker 24.11.2009, 22:47
226.

Zitat von salbader
Ihrer Leistungslogik zufolge müssten Altersbezüge eigentlich dann enden, wenn die geleistete Einzahlungssumme verbraucht ist, oder nicht? Und warum werden Ihre monatlichen Rentenbezüge eigentlich über den monatlich geleisteten Beiträgen liegen? Ist das nicht geradezu wider das Leistungsprinzip? Und wenn Sie tatsächlich so viel geleistet haben, wie Sie behaupten, dann dürften Sie jetzt am Ende Ihres Erwerbslebens wohl kaum mit leeren Händen dastehen und dergestalt eigentlich gar keine Rente benötigen - oder irre mich? Die Leistungsbilanz Ihrer - mit Verlaub - selbstgerechten Generation, die vielleicht wie keine andere vor ihr auf Kosten der Nachwelt gelebt hat, lässt sich auch ohne allzu großen Mutwillen folgendermaßen darstellen: Exzessive Ressourcenverschwendung infolge eines krassen Materialismus, exorbitante Haushaltsverschuldung infolge eines maßlosen Anspruchsdenkens, Werteverfall infolge eines hedonistisch-libidinösen Egoismus etc. pp. Gerechtigkeit hieße m.E., wenn Sie für das bezahlen müssten, was Sie sich da jahrzehntelang "geleistet" haben! Deswegen bin ich sehr froh, dass es mir persönlich gegenwärtig gelingt, mich (legal arbeitender Weise) diesem System - das Ihr System ist - entziehen zu können, denn es ist insofern illegitim, als meine Generation weniger davon profitieren wird, als sie dafür leisten soll. Oder wollen Sie etwa behaupten, dass Ihre Leistung mehr wert ist als unsere? Einen besinnlichen Lebensabend wünsche ich Ihnen noch - aber nicht auf meine Kosten!
Es gibt doch noch die Gerechtigkeit. Die Generation der heute 70 bis 90 jährigen hat unter dem Krieg und dem Mangel der auf den Krieg folgte gelitten. Dafür haben sie eine Rente erhalten, von der frühere und spätere Generationen nur träumen können. Die heute 40 bis 60 jährigen sind in das Wirtschaftswunder und die Vollbeschäftigung hereingeboren. Es ist nur Gerecht, wenn sie im Alter unten durch müssen. Für die heute 20 bis 30 jährigen wird es allerdings keine wirtschaftlich günstige Periode mehr geben, weder während ihres Arbeitslebens (Globalisierungsdruck) noch danach als Rentner.

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zynik 24.11.2009, 22:55
227.

Zitat von cosifantutte
Allerdings ist es leider oder Gottseidank doch so, dass die Menschen sehr unterschiedlich sind. Selbst wenn man jetzt auf einen Schlag alles "gerecht" verteilen würde, wäre nach wenigen Jahren die gleiche "Ungleichheit" wieder da. Die einen sind halt besser an das Leben angepasst als die anderen (oder wie immer man das bezeichnen will...). cosifantutte.
Soso, die einen sind also besser "an das Leben angepasst", als die anderen. So werden auch die Bänker ihre Boni rechtfertigen. Aber für eine genauere Definition wäre ich dankbar.
Ansonsten ist es das klassisch sozialdarwinistische Argument, alles so weiterlaufen zu lassen wie bisher. Nur netter ausgedrückt.

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Silverhair 24.11.2009, 23:07
228.

Zitat von syramon
... Es ist leicht eine Finanzkrise für politisches Versagen oder einen überbordeten Sozialstaat herhalten zu lassen.
Es ist keine "Krise" es ist das Endstadium einer Ausbeutung pur, wo die Politiker mit den Bankern immer noch am gleichen Tisch sitzen.
Man kann sicherlich lange lügen, von "Wachstum" und "Renditen" und "Investitionen" schwafeln, aber irgendwann holt jedes System die Realität ein.

Die Krise, das sind Schuldenmachen auf Teufel komm raus, das ist nicht reagieren auf einen Steten Arbeitsplatz verlust, das ist die Weigerung die "Gewinne" und "Investoren" an den Kosten der Staaten zu beteiligen und das man Hassardeuren Waffen zur Weltvernichtung in die Hand gibt ohne Bremsen.

Was haben Banker und Bin Laden gemeinsam?
Investoren wetten auf Pleiten der Industriestaaten

Was unterscheidet sie?

Die Banker und Politiker machen das effektiver!

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zynik 24.11.2009, 23:14
229.

Zitat von syramon
Es ist leicht eine Finanzkrise für politisches Versagen oder einen überbordeten Sozialstaat herhalten zu lassen.
Es ist eben nicht leicht, weil die eigentlichen Verursacher der Finanzkrise sich aus der Verantwortung gestohlen haben.
Diese Ideologen machen unbekümmert weiter und wollen den "überbordeten" Sozialstaat endgültig zerstören.

Die Wahrheit an sich kann allerdings manchmal einfach sein.

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