Forum: Wirtschaft
Verliert die Rente ihre Legitimität?

Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?

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Huuhbär 24.11.2009, 15:56
50.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
So sieht es aus, dieses Thema gefällt den privaten Versicherungen gut, aber ohne mich! Seit über 25 Jahren ist versäumt worden eine richtige Reform für alle Bürger und Bürgerinnen in Deutschland in die Wege zu leiten bei der Rente.
Warum müssen denn nicht alle einbezahlen?
Warum gibt es keine Untergrenze bei der Rentenbeziehung als Grundsicherung ca. 1200,00 und eine Obergrenze die bei 2000,00 Euro liegt?

Und ganz ehrlich gesagt mein Rentengeld möchte ich keinem Computerprogramierer anvertrauen und auch keinem Rechner! Langsam outet sich eine ganz gewisse Klientel - die scheinbar wirklich nur noch eine an der Mütze hat und dringenst in eine Psychatrie gehören zur gründlichen Untersuchung.

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Roter Teufel 24.11.2009, 15:57
51.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
Ist ja toll.
Gibt es nach 26 Jahren schon Rente?

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Marvel Master 24.11.2009, 15:57
52. Lösung aller Probleme..

Hallo,

was wohl jeder einsieht ist, dass die Jobsituation nicht mehr wie 1970 oder so ist. Also Vollbeschäftigung. Nur noch weniger können mit einem hohen Bruttogehalt aufwarten und permanent einzahlen. Liegt auch daran, weil die Welt zusammen wächst. Die Gesellschaft möchte ja auch gerne günstig einkaufen und daher werden Produkte aus china oder Indien etc. gekauft. Die Jobs sind dann natürlich dort und nicht hier. Diese Leute in D verdienen also kein Geld. Kohle kann man auch billiger aus Afrika etc. bekommen. Ruhrpott lässt grüßen.
Alles was nicht HIGH-Tech ist, ist also im Ausland billiger zu bekommen. Ist so.

Also hat man statt 8 Mio normale Arbeiter 8 Mio Arbeitslose die Geld kosten.
Dazu kommt, dass in D nur noch 1,5 Kinder oder so geboren werden.
Folglich kann das System von dem Jahre 1900 nicht mehr funktionieren. Damals war einfach eine andere Zeit. In Afrika müsste es noch gehen. 1 Erwachsener, 5 bis 10 Kinder...

Egal.

Lösung wüsste ich jetzt spontan auch keine. Man muss halt versuchen, heute möglichst viel Geld für später zur Seite zu legen, ohne jetzt komplett auf alles zu verzichten. Ab und zu ins Kino gehen sollte schon noch machbar sein, aber den neusten TFT, LCD, Plasma-Fernseher + Neuwagen klappt halt nicht mehr.
Man muss mit bedacht in die Zukunft gehen.

Immer im Hinterkopf haben, dass man von der Rente eh nix mehr kriegt. Ich gehe schon seit Jahren davon aus, dass ich dann eh nur noch so eine Art Grundrente kriege. Wenn überhaupt. Wenn ich mich mit anderen über die Rente unterhalte, lachen immer alle und sagen eh, dass wir nix mehr kriegen.

Folglich kann man nur noch selbst vorsorgen und hoffen, dass das der Staat einem nicht wegnimmt. die Kette ist lang
Lohnsteuer
Erbschaftssteuer
Mwst...
etc.

Von 1000 euro Lohn bleiben nach all den Steuern + Versicherungen am Schluss nur noch 300 Euro übrig. Kommt mir manchmal so vor. Das besteuerte wird halt nochmal 5x besteuert.

Privat jetzt vorsorgen kann aber auch noch jeder. Wenn ich eh nur 500 Euro im Monat verdiene. Wie soll man dann privat vorsorgen.

Langfristig muss man es in D hinkriegen, dass man die Bildung extrem fördert. Dumme Menschen müssen aussterben. Das ist die einzige Zukunft die ich aktuell sehe.

Mfg
Marvel

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theresia 24.11.2009, 15:57
53. Weder mit Schwarz noch mit Gelb

Zitat von Hardliner 1
Den Beamten müssen rigorose Abstriche bei den Pensionen verordnet werden. Das Altersruhegeld für die Staatsdiener ist viel zu hoch und nicht mehr zu verantworten.
wird es jemals dazu kommen,dass Staatsbedienstete,Abgeordnete
in Berlin oder Strasbourg und andere Abgehalferte jemals im gleichen Boot sitzen,wie der gemeine Bürger !Nur,die Roten und Blassroten denken auch nur an ihre eigenen Pfründe.

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Haio Forler 24.11.2009, 15:58
54.

Zitat von ergoprox
Hätten Sie einen Schimmer von der umlagefinanzierten Rente
Ich zitiere doch nur Blüm. Der hat doch Schimmer.

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StefanKomarek 24.11.2009, 15:58
55. Was soll der Staat machen?

Zitat von Stefanie Bach
Rentenversicherung, Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung sind die Grundpfeiler unseres Sozialstaates. Es muss öffentliche Aufgabe sein und bleiben, diese Systeme auszubauen und zu stabilisieren. Die jetzige Koalition - dem Riester-Unsinn folgend - geht den falschen Weg, wenn mehr und mehr nach Kapitaldeckung gerufen wird, was volkswirtschaftlich unsinnig ist.
Da stimme ich Ihnen zu. Im Prinzip. Nur, was soll der Staat machen?

Die Rente ist von Konzept her ein Schneeballsystem: sie funktioniert nur bei stetigem Wachstum: Bevölkerungswachstum und steigenden Lohnsummen. Derzeit erleben wir das Gegenteil. Die Bevölkerung wird weniger, die Löhne und Gehälter sinken. Das Verhältnis von Einzahlern und Empfängern hat sich verschoben und wird sich weiter verschieben. Der Staat hat versucht, das zu korrigieren, Rente mit 67. Jetzt will er wieder davon abrücken. Der Staat hat eine Rentenformel vereinbart, die sagt, dass die Renten steigen, wenn die Löhne steigen und dass die Renten sinken, wenn die Löhne sinken. Jetzt sinken die Löhne und der Staat setzt die Rentenformel außer Kraft.

Die Rentenausgaben übersteigen die Einnahmen. Wer die Ausgaben senken weill, also den Rentern das Geld kürzt, verliert Wahlen. Wer die Einnahmen verbesserb will, also den Arbeitnehmern höhere Rentenbeiträge abverlangt, verliert Wahlen. Alles immer nur auf Pump, geht auch nicht. Was soll der Staat machen? Derzeit delegiert er die Verantwortung für die Rentenvorsorge an die Bevölkerung.

Ich habe keine Lösung, und wohl sonst auch keiner. Statt praktikablen Vorschlägen immer mehr Anschuldigungen: DIE DA sind schuld, DIE DA, denen geht's zu gut, DIE DA, die haben Fehler gemacht. Wenn ich schon nicht bekomme, was mir zusteht, sollen DIE DA auch nichts haben. Letztendlich ist dieser Sozialneid nur Ausdruck einer Hilf- und Perspektivenlosigkeit weiter Teile der Bevölkerung.

Der Vorschlag von Sven Böll ist da genau das Richtige
Zitat von
Das muss nicht gleich einem Konjunkturprogramm für die Versicherungsindustrie gleichkommen. Denn das Geld lässt sich auch ganz trivial zur Seite legen oder in ein Haus oder eine Wohnung investieren …
Da freut sich jeder Geringverdiener. Wenn's schon jetzt zum Leben knapp ist, dann kann man sich ja wenistens fürs Alter ein eigenes Haus bauen.

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Hardliner 1 24.11.2009, 16:00
56.

Zitat von Meerkönig
Ich will sagen, dass sich an dem Rentensystem nichts geändert hat. Auch wer in den 80iger Jahren nach 26 Jahre Beitragszahlung in Rente ging, bekam 42% Rente weniger, als wenn er mit 45 Beitragsjahre in Rente ging. Problem ist ,dass die Arbeitnehmer heute kaum eine Chance .....
Ich zahle Höchstbeiträge, rauche und tanke für Rente und Gesundheit. Was soll ich noch tun? Mit einem Jahr Höchstbeiträge steigert man die Rente um 50 Euro. Würde also jemand 40 Jahre lang Höchstbeiträge zahlen, käme er auf 2000 Euro Rente. Aber wer zahlt schon am Anfang eines Berufslebens Höchstbeiträge? 2000 Euro Pension sind für Beamte aber nichts Außergewöhnliches. Und dies ohne monatliche Höchstbeiträge.

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Baikal 24.11.2009, 16:00
57.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
das Deutsche Institut für Altersvorsorge

ist das Institut des Meinhard Miegel, der sich immer als Sozialwissenschaftler ausgibt und doch nichts ist als ein ganz gewöhnlicher Jurist. Der hat mal ausgerechnet, daß ein im Jahre 2040 noch zu gebärender Mann zum Zeitpunkt seiner Rente im Jahre 2107 nur noch 86 Prozent seiner eingezahlten Beiträge als Rente bekommt, also eine Negativ-Rendite hat. Nun stellen wir uns mal vor, dieser saubere, von Banken und Versicherungen bezahlte Herr hätte 1910 eine auf 67 Jahre angelegte Prognose vorgelegt: dann hätte er nicht nur den 1.,sondern auch den 2. Weltkrieg vorherahnen müssen einschließlich des rasanten Aufstiegs nach 1953, dem Jahr des Korea-Krieges. Dawird schon deutlich, welcher Blödsinn vom DIA verzapft wird und auch, zu wessen Gunsten: Der Versicherungen. Schade , daß es immer noch Journalisten gibt die auf derartigen Schwachsinn reinfallen (oder auch bewußt sschreiben) Wahrscheinlich hat er nur ein B.A.

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NuAber 24.11.2009, 16:00
58. Das Sturmgeschütz auf Anzeigenakquise?

Die im Artikel verwendeten Zahlen stammen vom "Deutschen Institut für Altersvorsorge". Das "GmbH" dahinter wurde kurzerhand mal weggelassen.

Laut Webseite des DIA:

"Gesellschafter des Instituts sind die Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Bauspar AG, DWS Investment GmbH und Deutscher Herold AG, Kooperationspartner ist die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG."

Der im Artikel zitierte Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen ist lt. Wikipedia "...Mitglied im Aufsichtsrat der ERGO Versicherungsgruppe... Des Weiteren ist er als wissenschaftlicher Berater für die Victoria Versicherung AG in Düsseldorf tätig".

Geht es dem "Spiegel" wirtschaftlich so schlecht, dass er versteckte Werbung für kapitalgedeckte Altersvorsorgeprodukte treiben muss, deren (Un)-Sinn spätestens seit der Finanzkrise auch der Letzte begriffen haben sollte?

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ergoprox 24.11.2009, 16:01
59.

Zitat von sysop
Ein Durchschnittsverdiener muss 26 Jahre Beiträge zahlen, um im Alter ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau zu haben. Verliert die Rente ihre Legitimität?
Selten so einen tendenziösen Quatsch gelesen. Kein Wunder, steckt hinter dem "Institut" ja auch die Finanzlobby!

Details hier:
Interessengruppen dramatisieren bewusst die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland - und leiten daraus drastische Maßnahmen ab. Rechnet man nach, schrumpft das Drama gewaltig.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/k...art141,2442491

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