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Vermeiden von Altersarmut: Wo es bei der Rente hakt
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Wie sieht die Zukunft der Rente in Deutschland aus? Fans der staatlichen Vorsorge konkurrieren mit Verteidigern des privaten Ansparens. Drei Empfehlungen für diejenigen, die unabhängig handeln wollen.

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three-horses 11.05.2019, 13:35
20. Beiträge dem Staat Zugriff entziehen.

Zitat von so-long
von Beitragszahlung zu Rentenbezug würde das letzte Vertrauen in die -von der Idee sehr guten staatlichen RV- demolieren. "Arbeite irgendwas, verkonsumiere das Geld und rufe dann nach dem Staat". Dass diese Bevölkerungsgruppe zeitlebens wenig in die Steuerkasse und Krankenversicherung einzahlt, aber 100% von deren Leistungen profitieren, wird völlig unter den Teppich gekehrt.
Das ist richtig...nur es gibt einmal Berufe die schlecht bezahlt sind.
Und wichtig sind diese auch. Hier werde eine Grundrente anhand der
Lebenshaltungskosten die Lösung. Als Grundlage die 40/45 Jahre je nach Beruf. Je nach Lage der Dinge sollen alle, die über die Grundrente hinaus einzahlen, auch belohnt werden...das Geld könnte man als "Klima" Infrastruktur anlegen. Davon werde dann die nächste Generation profitieren und das Geld an die "Investoren" zurück zahlen. Das verhindert dann was gerade vor sich geht...die Plünderung in großen Still.

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zila 11.05.2019, 13:35
21.

Zitat von zudummzumzum
Sämtliche Rentenmodelle tragen in sich den Grund-Konstruktionsfehler, dass sie sich über einen Zeitraum von 80 Jahren als Stein der Weisen darstellen. Dabei ist das Quatsch! Wir erleben heute die Verwerfungen, weil die Politik zum ersten Mal tatsächlich die Versprechen auch einlösen muss, die sie vor Jahrzehnten gegeben hat. In der Vergangenheit war das nie erforderlich, weil es harte Systembrüche gab, die daran Schuld waren, dass alles anders gekommen ist als angekündigt ... Dabei ist die Wahrheit eine ganz andere: Niemand weiß, wie die Welt in 30 Jahren funktionieren wird und niemand ist in der Lage, das tatsächlich zu steuern. Jeder, der in diesem Umfeld eine Rente garantiert, lügt garantiert. Wir werden also lernen müssen, selbst unsere Altersversorgung auf mehrere Füße stellen zu müssen. Ich bin höchst misstrauisch gegenüber denen, die sich anmaßen, für mich Verantwortung tragen zu zu können - egal ob Versicherungsfuzzi oder Politgeier. Im Zweifelsfall sind die über alle Berge, wenn ihre Versprechen nicht aufgehen. Und das ist nicht als Vorwurf gemeint!!! Ehrliche Politik würde aufhören, die Bürger derart zu bevormunden, sondern mehr Wert auf hochwertige Beratung und Schulung legen. Als erster müsste dabei die Betriebsrente über die Klippe springen: wie blöde ist das denn, seine Rente auf den eigenen Arbeitsplatz zu bauen: Wenn der wegrationalisiert wird und die Firma in Schieflage gerät, wackelt auch die Rente?! Also Kapitaldeckung überall, außer beim eigenen Arbeitgeber! Wie blöde agiert eigentlich eine Gesellschaft, in der sich die Leute für eine Bohrmaschine 4 Testberichte durchlesen und 2 Wochen Preise vergleichen, aber gleichzeitig glaubt, dass es ausreicht, wenn der Staat darüber wacht, wie man monatlich 500 € für die Rente anlegt? "Halte Du sie dumm, ich halte sie arm"
Wir sind vor Jahren nach Kanada ausgewandert, u.a.wegen des mangelhaften deutschen Rentensystems. Mittlerweile abbezahltes Haus, das sich im Wert mehr als verdoppelt hat und welches ich innerhalb von Tagen verkaufen kann und dann irgendwo günstiger hinziehen könnte. Oder eine Annuity kaufen, oder notfalls eine Inverse Mortgage/Heloc. Anspruch auf eine kanadische Grundrente und die hiesige staatliche Erwerbsrente, die gerade ausgebaut wird. Zwei Firmenrenten (gestaffelt). Obendrauf vom Arbeitgeber geförderte Altersvorsorge (Aktienfonds, Bonds oder Staatsanleihen, kann jederzeit umschichten und kann mit richtigem Timing also sogar kräftige Gewinne einsacken, selbst wenn's am Aktienmarkt crashed). Dazu steuerfreie Privatversorge (Aktien und Festgeld), derzeit etwa 2x 50,000€ in unserm Haushalt, jedes Jahr kommen 8000€ Freibetrag dazu. Nur so zum Vergleich...
Dazu deutsche Rentenansprüche und eine kleine Kapitallebensversicherung.
Das sind etwa 3 Säulen in Deutschland und 7 Säulen in Nordamerika. Ich bin heilfroh, auch wenn es kompliziert ist, dass meine Altersvorsorge auf so vielen Füssen steht.

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epsilon 11.05.2019, 13:36
22. RV ihren Namen nicht wert.

Die RentenVERSICHERUNG ist doch ihren Namen nicht wert!
Ich als End-20er, der den Höchstsatz einzahlt, habe NULL Vertrauen in dieses System und die Politiker die es verantworten. Rette sich wer kann!

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schnittkerandre 11.05.2019, 13:37
23. Betrug an die Einzahler

Was nützt es, wenn ich viele Beiträge einzahhle und die fällige Rente dann noch mal versteuert wird?
Habe die Tage meinen Bescheid bekommen. Sieht unterm Strich nicht soo schlecht aus, was ich in einigen Jahren bekommen würde. Wenn man allerdings darauf noch mal Steuern entrichten muss, wird einem Angst und Bange.
Daher:
Steuer auf die bereits versteuerte Rente abschaffen!
ALLE zahlen ein!

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rico76 11.05.2019, 13:37
24. Im Westen nichts Neues

1. Die Beitragsbemessungsgrenzen gehören abgeschafft
2. Die Versicherungspflichtgrenze gehört abgeschafft. Ein Meister nach Metalltarif bezahlt fällt z.B. schon aus der GKV. Wie kann das sein!?
3. Auf sämtliche positive Einkommen sind Sozialabgaben fällig, egal, ob angestellt oder gewerblich tätig, auch für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. So wird z.B. Scheinselbständigkeit eingedämmt.
4. Personengruppen, wie z.B. Gesellschaftergeschäftsführer, die bisher befreit sind, gehören in die Versicherungspflicht
5. Beamtenpensionen basieren auf einem anderen System der Ansparung, die Sozialversicherungskomponente fehlt im Bruttolohn und ist für die Dienstherrn profitabler als Angestellte. Außerdem haben Beamte keinerlei Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge, keine Vorzugsaktien etc.. Unterm Strich also nur eine gefühlte Ungerechtigkeit und Beamtenbashing - die von Tenhagen noch befeuert wird.
6. Riesterrente ist der größte Unfug und Betrug am Sparer, hohe Kosten nachwievor; und ca. 1/4 bis 1/3 des Vermögens sieht man nie wieder, da es in einer Lebensversicherung versickert für Ansprüche über dem 85. Lj. hinaus - ehrlich, wer erlebt das real gesehen (abseits der Statistik). Riestern lohnt sich nur als Alleinstehender, niedriges Einkommen, mind. 2 Kinder = hohe Förderquote, da nur Mindestbeitrag zu zahlen ist.
7. Es bleibt langfristig nur der Markt. Dividendenstarke, schwankungsarme ETFs neben Small-Cap-ETFs mit relativ hoher Volatilität - und das als Sparplan gleich aufgeteilt. Dividenden sorgen für regelmäßige Ausschüttungen, die Small Caps für hohe Renditechancen durch Kursentwicklung. Natürlich langfristig gesehen über mind. 15-20 Jahre.
8. Zinsen werden nie mehr steigen, zumindest nicht mehr auf das Niveau vor 2008. Dafür sind sowohl öffentliche als auch private Haushalte zu überschuldet. Länder wie z.B. Italien oder Portugal, aber auch Spanien hätten das gleiche Problem wie Griechenland. Immobilienfinanzierungen würden zu Hunderttausenden platzen. Wer auf Zinsen baut, kann sein Geld auch gleich spenden oder für schöne Reisen ausgeben, da hat man wenigstens was davon.
9. Die Anschaffung von Wohneigentum ist in Deutschland als Altersvorsorge ungeeignet, bis auf wenige Ballungsräume - schon aus Gründen der Demografie und des Wiederverkaufs, abgesehen von den Folgekosten für die Werterhaltung (was immer absichtlich unterschlagen wird). Exorbitante Baukosten durch sinnlose Energievorschriften machen bauen nahezu unmöglich für junge, normalverdienende Familien. Bestandsimmobililen haben oft zu hohe Anschaffungskosten im Verhältnis zu den notwendigen Renovierungskosten, die Nebenkosten sind zu hoch. Alleine die GrESt von 6,5% und Makler von 7,14% machen die Anschaffung unattraktiv. Der Staat kann echte Förderung schaffen, indem die GrESt einen Freibetrag bekommt, z.B. 250.000 Euro und für Makler das Bestellerprinzip gilt, indem die Verkäufer den Makler bezahlen müssen. Dann würden die Preise auch nicht so explodieren. Zudem sollte es für Makler IHK-Prüfungen geben, dass nicht jeder Hanswurst, der nix gelernt hat, mit einer Gewerbeanmeldung für 30 Euro tausende Euro für nahezu Null Kenntnis und Leistung einstreicht.

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temp1 11.05.2019, 13:38
25. unverständlich

Der folgende Satz aus dem Artikel hört sich so an, dass die Gewerkschaften für das Äquivalenzprinzip der gesetzlichen Rente sind, weil der Staat diese in Kriesenzeiten kürzen kann. Das scheint mir aber unlogisch zu sein ".... die gesetzliche Rente. Wer dort viel einzahlt und alt genug wird, bekommt viel heraus, wer wenig einzahlen kann, bekommt wenig. Äquivalenzprinzip heißt das im Fachjargon. Da sind sogar die Gewerkschaften dafür, denn eine staatliche Rente könnte in Krisenzeiten viel leichter gekürzt werden (so wie in Griechenland in der Eurokrise die Rente halbiert wurde)....".......................
Was wollte Spiegel hiermit sagen?

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eckawol 11.05.2019, 13:39
26. Zum Thema gehört auch,

dass die Empfänger von Staatsrente (RVBund) und betrieblicher Altersversorgung 2 x Krankenversicherungsbeiträge zahlen müssen , bei der betrieblichen Altersversorgung sogar den vollen Satz ohne Arbeitgeberbeitragt, ohne im Krankheitsfall verbesserte Krankenkassenleistungen zu erhalten; ungerecht. Die doppelte Belastung des Rentners mit Krankenkassenbeiträgen entzieht diesem grundlos Liquidität zur anderweitigen Verwendung.

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derBob 11.05.2019, 13:41
27. Falsche Realität

Zitat von HARK
Wir sparen uns in Deutschland seit Jahren zu Tode, während Unternehmensgewinne kräftig wachsen. Es gibt dann halt irgendwann eine sehr wütende Rentner-Generation. Pegida kommt doch nicht von nirgendwo. Altersarmut ist ein politisches Problem, das politisch gelöst werden muss, und nicht durch die albernen Tipps des Herrn Tenhagen...
Sie leben in einer naiven Realität.
Pegida sind ausländerfeindliche Egoisten, die Angst haben, jemand bekäme mehr, als ihm "zusteht".
Sie meine ernsthaft, diese Hutbürger würden etwas an ärmere Rentner abgeben?
Sie glauben wirklich, die AfD, die ungefragt in jeden Geldtopf langt und sich dann mit Lügen herauswindet, wird den Rentnern helfen?
Ich hoffe nur, Sie verweigern aus ähnlich obskuren Gründen an Wahlen teilzunehmen.

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s.pam 11.05.2019, 13:43
28.

Interessante Idee-hat nur ein paar Haken:
1. wenn das provisionsfrei laufen soll, welche Bank/Versicherung soll denn dann (kostenfrei) die Verwaltung der Geldanlage übernehmen? Oder wollen die Verbaucherzentralen das selber machen?
Apropos Verbraucherzentrale-die in Bremen ist insolvent, da sie die vertraglich vereinbarten Betriebsrenten nicht mehr zahlen kann. Und der Verein kommt jetzt mit Ideen zur Rente?
Wer macht denn eine -verifizierte- Fachberatung, individuell und passend zur finanziellen Situation des Angestellten? Die Verbraucherzentralen?
Leute, wacht auf! Ja, Versicherungen leben davon, dass sie gute Produkte vertreiben-die Berater verdienen daran, haben also Interesse, dass die Kunden gute Produkte haben und sie weiter empfehlen.
Und wenn so jemand Mist baut, dann hat er/sie ein echtes Problem-bis hin zum Berufsverbot.
Bei meinem Elektriker kaufe ich dich auch kein E-Auto, sondern beim Fachmann.
Vielleicht ist dass das größte Problem unserer Zeit, alle glauben, sie wüssten es besser anstatt mit jemandem zu sprechen, der das beruflich macht...

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Daxobert 11.05.2019, 13:47
29. SPD betrügt und enteignet

Ich habe über 30 Jahre lang meinen Anteil in eine Betriebsrente gezahlt und muss nun feststellen, dass ich für den Auszahlungsbetrag doppelte Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge zahlen muss. Davon war bei Vertragsschluss keine Rede. Erst 2004 hat die SPD diese "Reform" nahezu unbemerkt eingeführt. Erst heute, wenn ihre Veträge ausgezahlt werden, merken viele Betroffene, wie sehr sie von der SPD betrogen und enteignet worden sind. Die heutige Debatte um Enteignungen ist deshalb total lächerlich. Wenn es um die Enteignung des kleinen Mannes ging, hatte die SPD noch nie ein Problem damit!

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