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Vermögen der Superreichen: "Das verhöhnt die Chancengleichheit"
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45 Deutsche besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. DIW-Forscher Stefan Bach erklärt, warum seine Berechnungen trotzdem nicht zu Neiddebatten taugen - und wie er umverteilen würde.

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bigroyaleddi 26.01.2018, 11:42
1. Also, alles klar

Es hängt - wenn ich den Artikel richtig verstanden habe - auch und das in sehr wichtigem Umfang an unserem Steuersystem. Den unteren Bevölkerungsgruppen hat man in der Vergangenheit immer mehr aufgehalst, die oberen wurden entlastet. In den letzten Jahrzehnten. Noch Fragen?

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mps58 26.01.2018, 11:44
2. Endlich

Endlich sagt mal einer dass es jenseits von 60,000 € Jahresgehalt, oder auch jenseits von 160,000 € die wirklichen Reichen gibt, die von einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes wie ihn sich die verschiedenen Linken in diesem Lande vorstellen, überhaupt nicht betroffen wären, da sie genügend Möglichkeiten der Steuervermeidung haben, die der gutverdienende Angestellte eben nicht hat. Die permanente Erhöhung der Steuersätze für Angestellte ist jedenfalls der falsche Weg, und führt langfristig zum Verschwinden der Wählerbasis für genau die Parteien, die sich zwar Gerechtigkeit auf die Fahnen schreiben, aber dafür lieber die Mittelschicht ausbeuten.

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zynik 26.01.2018, 11:45
3. Neid-Debatte?

"45 Deutsche besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. "
Wie man da noch den Begriff "Neid-Debatte" in den Mund nehmen und dabei ernst bleiben kann, ist mir rästelhaft.
Der Begriff dient doch nur noch dazu, die Kritiker des Status Quo mundtot zu machen und die eigene Gier zu legitimieren.

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horstenporst 26.01.2018, 11:47
4.

"Vermögen verhilft zu Unabhängigkeit, Macht - und Einfluss." Und genau hier liegt der Hund begraben. Diesen Einfluss sieht man zum Beispiel sehr gut beim Thema Erbschaftsteuer. https://www.youtube.com/watch?v=iWX9EwRD9Rw

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botellus_maximus 26.01.2018, 11:50
5. Einkommen aus Arbeit und Superreiche

Bei der von Hr. Bach erwähnten Debatte um den Spitzensteuersatz geht es um Einkommen aus Arbeit. Keiner der zuvor erwähnten Superreichen hat sein Vermögen durch Einkommen aus einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis vermehrt. Will Hr. Bach ernsthaft behaupten, dass sich die Schere der Vermögen zwischen den 45 reichsten Deutschen und dem Rest der Bevölkerung verringert, wenn man Einkommen aus Arbeit ab 60 TEUR im Jahr höher besteuert?

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Mondu 26.01.2018, 11:50
6. Linke

Nur die Linke will Steuererhebungen wie es im Artikel steht. Alle anderen Parteien wollen nur unterhalb der Reichen (< ca. 100.000 per anno) von oben nach unten verteilen.

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ImZweifel 26.01.2018, 11:53
7. Der Vergleich mit anderen macht nur unzufrieden

Viel wichtiger ist es, ob es einem selbst gut geht. Und da kann die Mehrheit der Deutschen nicht klagen.
Und denjenigen mit prekären Arbeitsverhältnissen ist nicht geholfen, wenn man den Reichen etwas weg nimmt. Sie brauchen, um zufrieden zu sein, einen Arbeitsplatz der ihre Familie ernährt und ein Schulsystem, dass ihren Kindern die gleichen Aufstiegschancen bietet. Das wird aber nicht durch Umverteilung sondern nur durch Änderung von Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik erreicht. Um das zu finanzieren, dürfen dann die Superreichen gerne etwas mehr zur Kasse gebeten werden.

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seven21 26.01.2018, 11:53
8. Oberschicht

Letztendlich wird immer nur an der Steuerbelastung der Mittelschicht herumgedoktert. Wenn dann der Spitzensteuersatz erhöht wird trifft das vielleicht die, die ab 100.000 brutto aufwärts verdienen, die wirklich Reichen werden dies aber nicht mit einem müden Euro bemerken, da sie dank toller Steuersparmodelle nichtmal in die Nähe des Spitzensteuersatzes kommen. Ich bin selbständig und konnte mir schon von einem Unternehmensberater anhören, dass er mir erst richtig "helfen" kann, wenn ich über 250.000 im Jahr verdienen würde. Dann könnte man den Durchschnittssteuersatz auf unter 30% drücken. Wie immer, wer genügend Kapital hat, der zahlt auch nichts in den Topf. Verstehe bis heute nicht warum Einkünfte aus Kapitalanlagen soviel günstiger wegkommen. Die Drohung der Firmen und Reichen, dann Deutschland zu verlassen, würde sofort ins Leere laufen, wenn man es wie in den USA machen würde. Mit amerikanischem Pass zahlst du immer Steuer in den USA und wenn es nur die Differenz aus dem Steueraufkommen zwischen Land in dem man wohnt und den USA ist. Und gibts du deinen Pass ab, dann gibts eine Exitsteuer.

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held_der_arbeit! 26.01.2018, 11:54
9. Guter Beitrag

Ich freue mich aber schon auf die Stockholm-Syndrom Kommentatoren, die trotzdem die aktuellen Verhältnisse verteidigen von denen Sie niemals profitieren werden. Schuld sind in ihren Augen nämlich in Wahrheit nicht die Profiteure des globalen Kapitalismus, sondern die, denen es noch schlechter geht als einem selbst :P

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