Forum: Wirtschaft
Vermögen in Deutschland: 45 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Bevölkerung
imago/ blickwinkel

Das Vermögen in Deutschland ist sehr ungleich verteilt, das sagen offizielle Statistiken. Nun hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung diese Statistiken ergänzt: Demnach ist die Ungleichheit weit extremer.

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Andraax 23.01.2018, 12:19
280.

Zitat von oidahund
Sparen und arbeiten ist heute auch noch ein Schlüssel zu relativen Reichtum.
Tja, und ich habe einfach nur Glück gehabt, klüger als der Durchschnitt zu sein. Ich gehöre auch zu den genannten 10%, muss aber weder besonders hart arbeiten, noch sparen, weil einen hoch-dotierten Job habe, den nicht jeder machen kann.
Finden Sie doch sicher gerecht, oder?
Ich sollte mich einfach nur in meinem Leben gemütlich machen, anstatt die Welt verbessern zu versuchen.

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dlmaj 23.01.2018, 12:22
281. Genau!

Zitat von chronoc
Welchen Sozialismus meinen Sie denn? Auf diesem Planeten gab es bisher zu keiner Zeit einen wirklichen Sozialismus. Es handelte und handelt sich stets um autoritäre Regime, ...
Sozialismus funktioniert immer nur mit Gewalt, den "wirklichen" Sozialismus, was immer das auch sein soll, kann es gar nicht geben und existiert nur in den Köpfen irgendwelcher Träumer.

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charlybird 23.01.2018, 12:23
282. Es gibt hier tatsächlich noch,

und das ist ein erstaunlicherweise nicht unbeträchtlicher Teil, die überehrlichen Kommentatoren, die doch wirklich glauben, dass diese Supervermögen durch harte Arbeit errungen wurden.
Nun, da fragen Sie am besten mal Frau Klatten oder Herrn Otto oder noch so ein paar Berufsnachkommen, ob sich das denn tatsächlich so verhalten hat, was ich mir sehr schwer vorstellen kann.
Das Problem in D liegt hier eindeutig und unzweifelhaft bei der Politik, vornehmlich der CDU und FDP, die es beizeiten und über Jahrzehnte versäumt haben einen adäquaten Verteilungsschlüssel über Lohn und Steuern zu organisieren, damit, selbstverständlich ohne dass die vermögenden Herrschaften an den Bettelstab kommen, nicht wieder feudalähnliche Verhältnisse entstehen. Das ist wunderbarst versäumt worden.
Die Zahlen sind erschrecken und die Ungleichheit wird sich fortsetzen, weil, wie der Artikel bereits erklärt, die Damen und Herren Reich und Co. über die politischen Gremien und selbst den Kanzler die ''Geschicke'' diese Landes bestimmen.
Schützenhilfe liefern hier die Unternehmerverbände und die ihnen anhängenden Wirtschaftsforschungsinstitute, die immer warnend die Finger heben, wenn seitens der Politik das Wort Steuer in den Mund genommen wird.
Danach wird regelmäßig eine Horrorszenario für die Arbeitswelt aufgebrochen, dass sich selbst SPD PolitikerInnen kurzer Denkart beeindruckt fühlen und die benötigten Gelder für den Staatshaushalt lieber gleich allen aufdrückt. Mehrwert – und die Abgeltungssteuer des Finanzgenies Steinbrink waren da so die letzten kleinen Kniffe, die keinen Reichen getroffen haben, dafür aber jede/n kleinen RentnerIn.
Das schöne ist aber, wir sind vor dem Gesetz alle gleich.

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uglyripper 23.01.2018, 12:25
283.

Zitat von Pixopax
Ich hätte noch Möglichkeit 5: Mutig sein, Firma gründen, 16 Stunden am Tag arbeiten, Höhen und Tiefen wegstecken, viel Steuern zahlen, trotzdem glücklich sein.
Haben sie ja nicht gemacht (eigene Aussage), sondern ihre Eltern.
Und wenn dies nun jeder so machen würde, wie sie vorschlagen, was meinen sie, wer würde da eigentlich in den ganzen frisch gegründeten Unternehmen arbeiten? In diesem, ihrem Szenario, hätten wir Millionen Ich-AGs, nichts weiter.

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YoRequerrosATorres 23.01.2018, 12:25
284. kein Problem

Zitat von Milli_Teskilati
Letzteres ausgelöst durch Flüchlingsdruck auf dem Wohnungsmarkt ermöglicht es den Reichen in nie gekannter Geschwindigkeit noch reicher zu werden. Billige Kredite für den massenhaften Zukauf von Immobilien oder rasant steigenden Aktien.....
Gibt wahnsinnig viele bezahlbare Wohnungen, die oft sogar frei sind. Da wohnen auch keine ungeliebten Reichen in der Nähe. Undweit ist es auch nicht: Ostdeutsche Plattenbauten gibt es auch in Teilen strukturschwacher Regionen des Ruhrgebiets (oder anderswo im Land).
Da gibt es so herrlich viel lokale Gleichheit. Kann man auch hinziehen.
Als Arbeitsloser muß man ja auch nicht in der teuren Frankfurter oder Düsseldorfer Innenstadt wohnen, finde ich.

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forky 23.01.2018, 12:34
285. Geldsystem

Unser Geldsystem hat mehrere systemische Mängel. So wird bei der Geldschöpfung leider nur der nominelle Betrag erzeugt, aber nicht Zins und Zinseszins. Diese würden in der Folge in der Geldmenge fehlen und irgendwann würden sich alle die Schädel einschlagen, um die Lücke schließen zu können. Also hat man irgendwann denen, die sehr viel haben, die Möglichkeit gegeben, mit der Hinterlegung von Geld, noch mehr Geld zu schaffen. Und so hebeln sie fleißig und vergrößern die Ungleichheit.

Vermögene Firmen haben sogar die Möglichkeit, sich mittels dieser Geldschöpfungsgeschäfte Aufträge zu kaufen. Das geht so: Ich hinterlege zehn Mio, erhalte einen Auftrag in gleicher Höhe, liefere anschließend und werde gemäss Auftragswert bezahlt, kriege meine 10 Mio zurück und in den meisten Fällen sogar noch mal 10 Mio on top. So werden aus 10 Mio in einem Jahr 30 Mio. Völlig legal.

Und die Politik guckt zu. Holt sich der Staat das Monopol der Geldschöpfung zurück, brauchen wir keine Steuern zu zahlen, haben ein Bürgereinkommen und eine Bürgerversicherung. Ohne Nachteil der Bevölkerung.
Aber die Politiker tun nichts. Das heutige System der Gelschöpfung findet ohne parlamentarische Legitimation statt, keiner tut was und die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher.
Und ich bin mal gespannt, ob dieser Text so durchgeht...

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cwoller 23.01.2018, 12:41
286.

Zitat von achilles65
Bin auch nicht reich, mich stört es aber nicht wenn es jemand ist. Wenn der reiche Arm wäre, dann ist der arme noch lange nicht weniger arm. Also was soll die lästige Neiddebatte.
Doch, genau das wäre mit hoher Wahrscheinkeit der Fall, außer man tauscht lediglich die Personen aus, ändert aber nichts an dem Gefälle selbst.

Absurd, wie viele das hier verteidigen, während gleichzeitig jede noch so winzige Ausgabe im Bereich Soziales der Weltuntergang ist.
Nettowachstum des Elitenvermögens pro Jahr: ~ 200 Milliarden Euro.
Netto. Oben drauf. Blanker Zugewinn. Das ist mehr als die ärmere Hälfte insgesamt überhaupt besitzt.

Aber klar, der Asylant ist das Problem...

Oder der Mann (was nebenbei interessant ist, weil der third wave Feminismus spontan entstand, als der new deal in den USA zu zerbrechen begann und die Kritik am Kapitalismus groß wurde - und dann war plötzlich nicht mehr der Kapitalismus Schuld, sondern Männer, wie praktisch...).
usw.

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till_wollheim 23.01.2018, 12:45
287. Diesen 45 Reichen verdanken aber 80% der Deustchen ihr Lohn und Brot!

Solche Statistiken sind das Papier nicht wert auf dem sie verbreitet werden! Wenn Herr Quandt BMW "besitzt" - was jur. eh Quatsch ist, denn er besitzt es gar nicht, er eignet es - so bedeutet das nichts anderes, daß er als Profiteur der Dividende sehr gut leben kann. Aber von BMW hat er nichts. Denn besitzen tun des die Besetzer - also die Arbeiter! Und die profitieren davon ganz super und indirekt nochmal 10 x so viele. Und so ist das quer Beet mit allen Kapitaleignern. Zusätzlich tragen sie das totale Verlustrisiko - das ihnen keine von Neid zerfurchte Gewerkschaftervisage abnimmt! Und auch kein konfiskatorischer Finanzminister!

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cwoller 23.01.2018, 12:46
288.

Zitat von rm9
Derartige Artikel suggerieren immer wieder die Vorstellung, dass es da eine Elite gibt, die ihren eigenen privaten Geldspeicher besitzt. Das Geld dieser "Superreichen" ist nicht auf deren Bankkonte, sondern gebunden als gigantische Menge an Kapital im .....
Nein, es geht kein Stück um Geldspeicher. Hätten diese Leute nur Geld rumliegen, wäre das kein Problem, weil Geld an sich absolute wertlos ist. Das würde einfach zu Hyperinflation führen, man gibt sich eine neue Währung, Problem gelöst.

Die nicht-Geld-Vermögen sind wesentlich schlimmer. Einfach mal darüber Nachdenken, warum das Hauptziel der abartigen Korruption in unserem Land die Privatisierung ist...

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areyoushure? 23.01.2018, 12:46
289. Der Artikel hat schon seine Schwächen

wie auch die Reaktionen im Forum. Zum einen ist das immobile Vermögen in den europäischen Ländern sehr ungleich verteilt, Deutschland hat die niedrigste Eigentumsquote aller Länder in Westeuropa, was auch an der Zerstörung durch WW II liegt.
Zum anderen ist die Berechnungsgrundlage der einzelnen "Vermögensgruppen" daher kaum korrekt zu vergleichen.
Reflexhaft nach einer Erhöhung der Steuer zu rufen ist natürlich einfach, jedoch nur in Grenzen zielführend. Von vielen "Reichen" ist das Vermögen immobil und angelegt, daher kaum so zu versteuern wie Geldvermögen. Wenn der Bund das so wollte, müssten diese Personen und Gesellschaften ihre Anlagen auflösen und verkaufen, damit sie davon Steuern zaheln, sicher nciht der gewünschte Effekt.
Wenn dann die Linke nach einer Steuererhöhung der Reichen ruft, meint sie leider nicht die richtig Vermögenden, sondern diejenigen, welche steuerlich gut zu erfassen sind - die Mittelschicht! Von daher wäre es mal ein Anfang, wenn in D alle Betriebe einfach eine pauschale Steuer auf den Umsatz leisten müssten, sagen wir 10% und dafür im Gegenzug komplett alle Steuervergünstigen und Abschreibungsmöglichkeiten abgeschafft würden. Wupps hätten wir mehr Geld im System. Will aber wohl keiner.......

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