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Vermögensranking: Die Quandts sind erstmals die reichsten Deutschen
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Wechsel an der Spitze im Reichstenranking: Die BMW-Eignerfamilie Quandt hat das größte Vermögen in Deutschland - und löst damit die Aldi-Clans an Top-Position der manager-magazin-Rangliste ab.

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marcaurel1957 07.10.2014, 12:49
80.

Zitat von redwed11
Diese Geld wäre zum Wöhle der Allgemeinheit besser verwendet. Zumal damit das Vermögen immer weiter wächst. Wo soll da die Grenze sein. Wenn in diesem Land, wie in vielen Drittwelt-Ländern das Land nur einer Handvoll Familien gehört und die Masse in Armut dahin vegetiert. Solch ein Land ist nicht erstrebenswert.
Grundsätzlich "vegetiert" in Deutschland die Masse sicher nicht in Armut, sondern jammert eher in Wohlstand.

Natürlich haben wir keine Gleichverteilung der Vermögen, dies ist aber außer im "real existierenden Sozialismus" nirgend gelungen und auch da waren manche in Wandlitz dann doch gleicher.

Überlegen Sie bitte die Konsequenzen, wenn der Staat jedes Jahr 5% der Vermögen abgreifen würde....entweder würde der Staat in absehbarer Zeit Alleinbesitzer der Wirtschaft oder er müßte, um die von Ihnen gewünschten "Verwendung zum Wohle der Allgemeinheit" zu realisieren, diese Vemögen wieder verkaufen. Sicher überwiegend an ausändische Investoren....

Glauben Sie, daß wäre in Sinne von BMW, seinen Mitarbeitern oder des Staats?

Das Steuerrecht muss Vermögen in Ruhe lassen und kann gern bei der Einkommenentstehung und bei Einkommensverwendung zuschlagen.

Davon haben wir alle am meisten!

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marcaurel1957 07.10.2014, 12:52
81.

Zitat von European
denn Deutsche sind nur dann steuerpflichtig wenn sie ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Ein Anruf von Frau Klatten an die Rechtsabteilung und der Wohnsitz ist eine Woche später auf den Seychellen oder einem anderen Land das keine Steuern auf Einkommen die im Ausland verdient werden erhebt. Wo ich die großen Fefizite sehe ist bei Firmen wie Apple die uns jedes Jahr um Millarden bescheixxen, hier ist die Politik gefordert.
Ich denke auch, daß die Quandts seriöse Steuerzahler sind, dennoch wäre es nicht so einfach, deutsche Steuerzahlungen zu vermeiden.

Erstens gäbe es eine Wegzugsbesteuerung und zweitens kann ein Einkommen das in Deutschland erzielt wird jederzeit auch dann hier versteuert werden, wenn Sie keinen Wohnsitz hier haben. Es reicht ein "Anknüpfungspunkt"....( § 49 EStG)

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prophet46 07.10.2014, 12:54
82. Sockentheorie

Zitat von diorder
Um den Kapitalismus zu retten, schlägt Piketty vor, Milliardenvermögen mit 10% zu besteuern. Langfristig auch ein Gewinn für die Bezieher leistungslosen Vermögens; denn wer von dem Quandtclan z.B.selbst kann soviel konsumieren, dass die von ihren Mitarbeitenden erwirtschafteten Produkte auch profitabel abgesetzt werden ?
Wer ist Piketty? Eine linke Socke, Berater der französischen Sozialisten. Wo die mit ihrer 75 % Einkommenssteuer hingekommen sind, sieht man am Verlauf der französischen Wirtschaft.

Eine Vermögenssteuer würde nur zu einer weiteren Aufblähung des Staates führen. Es käme zu noch mehr "Latzhosenträger" mit Pensionsberechtigung, die das Geld anderer Leute verteilen wollen, aber sich zunächst erst mal selbst daraus bedienen.

Nein, nein, lasst es den Quandts das Vermögen. Die können auch nur ein Schnitzel essen.

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fischblase 07.10.2014, 12:58
83.

Zitat von oidahund
Die Quandts gehören zu den Unternehmerfamilien, die ihr Geld schon vervielfachen hätten könnnen und sich irgendwo in einem Niedersteuerland zur Ruhe setzen können. Es gibt einige Unternehmerfamilien (ich kannnte eine in der Schulzeit) die haben ihr Unternhemen für einen damals irrsinnigen Betrag von etwas über 100 Mio DM verkauft. Der Vater (Unternehmenseigner) hatte das so eingefädelt, dass er in der Schweiz weniger als die Hälfte der Steuern zahlen mußte, wie es in Deutschland der Fall gewesen wäre. Die Familie zog ebenfalls in die Schweiz. Das Unternehmen gibt es nicht mehr, es ging durch die Hände einiger "Kapitalinvestoren" und war dann ausgesaugt und pleite. Die Quandts könnten das ebenso machen und BMW und andere Beteiligungen verkaufen. Niemannd könnte sie daran hindern. Sie tun es aber nicht und investieren ihre Gewinne sogar noch. Alle die hier nach Enteignung schreien vergessen, dass es für eine Familie ein leichtes ist mit ihren Reichtümern ab zu hauen. Ganz nebenbei genügt eben nicht nur ein Gesetz - es muss auch noch verrfassungskonform sein. Da werden die Hürden schon höher.
Also sie können sich auch bei laufendem Betrieb zur Ruhe setzen, allein von den Dividenden können sie sich jeden erdenkbaren ausschweifenden Lebensstil leisten, was soll also der Vergleich mit einem (im Vergleich zu den Quandts) armen Schlucker, der seinen Laden für 100 Mio. verkauft? Da bekommen sie ja mehr Dividende in einem Jahr.
Aber ich bin zumindest gegen Enteignung, auch wenn die Quandts von genau dieser Praxis im dritten Reich profitiert haben. Vielmehr sollte insgesamt verhindert werden, dass Vermögen in solchen Dimensionen über Generationen hinweg weitervererbt und -kumuliert werden kann. Dementsprechend hätte bereits bei Herbert Quandts Tod der deutsche Staat zuschlagen müssen, anstatt dass Johanna, Susanne und Stephan alles erben. Selbst wenn es treuhänderisch an die Beschäftigten von BMW übergeben worden wäre, wäre es mE gerechter gewesen, denn diese haben zu dem Vermögen mehr beigetragen, als irgendwelche Kinder, die das Gen-Lotto gewonnen haben.

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g0r3 07.10.2014, 13:01
84.

Zitat von KlausKram
Klar. Lassen Sie mich raten: Sie wären von einer solchen Vermögenssteuer nicht betroffen, oder? Wir können froh sein, dass überhaupt noch Menschen mit erheblichem Vermögen in Deutschland leben - obwohl wir alle steuerlich alle ausgezogen werden, schreit der Michel nach mehr Steuern und prangert die "bösen" Reichen an. Neid-Gesellschaft, trauriges Bild.
Labern Sie ruhig weiter, denn ihre Ignoranz ändert nichts an der Sachlage.

Die Mediangehälter sinken real seit Jahrzehnten, die private wie die öffentliche Verschuldung steigt. Da aber Geld (so gut wie) niemals vernichtet wird, sondern immer nur den Besitzer wechselt, lohnt es sich, mal nachzuschaun, wo es liegt. Da stellt man fest, dass die Kleinverdiener und der Staat die Umsatzsteigerungen der finanziell völlig aufgeblähten Wirtschaft finanzieren. Niemand mehr hat Geld. Außer die Unternehmen und ihre Aktionäre. Je größer die Unternehmen desto schlimmer ist es. Bewegt man sich in diesen Gefilden, stellt man fest, welche absurden Preise für Dienstleistungen bezahlt werden. Verschwendung und Völlerei sondergleichen. Aber natürlich erst ab einer bestimmten Hierachiestufe. Die effektiv Leistenden haben aber wenig davon.

Zudem ist es ein simpler mathematischer Sachzwang, dass sich Kapital in einem Zinseszins-System dort sammelt, wo es eh schon in hoher Dichte vorhanden ist. Ohne dass der Besitzer einen Finger krümmt. Diese Akkumulierung müsste entweder durch angemessene Gehälter an die Lohnarbeiter oder durch Steuern ausgeglichen, da das Wirtschaftssystem ansonsten kollabiert. Erstes funktioniert ja offensichtlich schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Dann müssten halt Steuern her. Da die aber ebenfalls nicht gewünscht sind, kracht es irgendwann halt. Wie schon so oft in der Geschichte. Denn jemand, der gerade so genug zum Leben verdient, kann nicht auch noch ständig die Zinsen für die wenigen Geldsäcke bezahlen, die einen Kredit zu geben in der Lage sind. Da muss man sich dann aber nicht wundern, wenn die "Leistungsträger" vom Mob aufgeknüpft werden.

Ist immer wieder faszinierend, wie angebliche Leistungsträger ihre Position anscheinend ohne Hausverstand und bei kompletter Abwesenheit von mathematischen Kenntnissen auf Grundstufen-Niveau erreichen.

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Here Fido 07.10.2014, 13:03
85.

Zitat von marcaurel1957
Wie wäre es also, wenn man den primitiven Neid beseite ließe und ganz einfach von den Interessen der Menschen und dieses Landes ausginge?
Die Frage nach Gerechtigkeit wird billigerweise andauernd als Neid diffamiert.

Die Interessen der Menschen sind gewiss nicht, dass es unfassbar Reiche gibt, denen man nicht ans Leder will während prekäre Beschäftigung zunimmt, die unsägliche Aufstockerei nicht abgeschafft und ein Mindestlohn nur mit etlichen Ausnahmen und viel zu niedrig beschlossen wird.

Wie gesagt, nicht Neid sondern Gerechtigkeit.

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ihawk 07.10.2014, 13:08
86. Kapital und Macht

Die Konzentration von Kapital und politischer Macht ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr.
Weitaus gefährlicher sind spekulative Vermögen von Papiertigern wie s.g. IT Konzerne.
Brandgefährlich ist m.E. die Kapitalmacht der internationalen Finanzmafia die Bankster zur Legalisierung ihrer schmutzigen Geschäfte benutzen.
Das politische Marionettentheater in Berlin dient letztendlich nur noch zum Entertainment der Bevölkerung und zum Unterschreiben von Gesetzen die sie von Großkonzernen via Lobbyisten vorgelegt bekommen.
Die öffentliche Meinungsbildung erfolgt durch gleichgeschaltete Medienkonzerne die letztendlich von einer Handvoll Strohmännern des Großkapitals geführt und kontrolliert werden.

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g0r3 07.10.2014, 13:14
87.

Zitat von weißbrot
Davor kommt noch die Gewerbesteuer und die Körperschaftssteuer. Keine Angst, die zahlen auch prozentual mehr als Sie.
Ach, ist das so? Ich dachte, die von ihnen genannten Steuern bezahlt das Unternehmen und nicht der Aktionär.

Oder darf ich als Arbeitnehmer nun auch, die von dem mich beschäftigenden Unternehmen bezahlten Steuern anteilig auf mein Gehalt anrechnen? Nur, damit dieser Vergleich auch annähernd fair wird.

Ansonsten möchte ich anmerken, dass auch Milliardäre mit 3.000 Kalorien täglich locker auskommen. Aber leider ist es so, dass das Recht, eine große abstrakte Zahl auf dem Konto zu pflegen höher gewichtet wird, als das Wohl der Gesellschaft.

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dt83155007 07.10.2014, 13:15
88. man kann immer über Vermögensverteilung streiten,

aber wenigstens sind die deutschen Superreichen nicht solch entsetzliche Jammerlappen wie die amerikanischen, welch letztere es sich ohnehin meist in riesigen Steuerschlupflöchern bequem machen. Auch bei den zaghaftesten Versuchen, daran etwas zu ändern, wird ohrenbetäubendes Weltuntergangsgeheule angestimmt, und leise werden schnell noch ein paar Kongressabgeordnete eingekauft. Mitt Romney verdient rund hundertmal soviel wie ich, zahlt prozentual aber nur ein Drittel dessen, was ich zahle.

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fischblase 07.10.2014, 13:18
89.

Also sie können sich auch bei laufendem Betrieb zur Ruhe setzen, allein von den Dividenden können sie sich jeden erdenkbaren ausschweifenden Lebensstil leisten, was soll also der Vergleich mit einem (im Vergleich zu den Quandts) armen Schlucker, der seinen Laden für 100 Mio. verkauft? Da bekommen sie ja mehr Dividende in einem Jahr.
Aber ich bin zumindest gegen Enteignung, auch wenn die Quandts von genau dieser Praxis im dritten Reich profitiert haben. Vielmehr sollte insgesamt verhindert werden, dass Vermögen in solchen Dimensionen über Generationen hinweg weitervererbt und -kumuliert werden kann. Dementsprechend hätte bereits bei Herbert Quandts Tod der deutsche Staat zuschlagen müssen, anstatt dass Johanna, Susanne und Stephan alles erben. Selbst wenn es treuhänderisch an die Beschäftigten von BMW übergeben worden wäre, wäre es mE gerechter gewesen, denn diese haben zu dem Vermögen mehr beigetragen, als irgendwelche Kinder, die das Gen-Lotto gewonnen haben.

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