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Vermögensverteilung in Deutschland: "Viele Erben fühlen sich schuldig"
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Sie erben Geld, Schmuck, Immobilien - glücklich sind sie nicht. Die Autorin Julia Friedrichs hat sich mit Menschen befasst, die durch Nachlässe wohlhabend geworden sind. Und viel zu grübeln haben.

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conny1969 15.03.2015, 00:20
210. Kampagne

Das Thema kommt alle paar Wochen auf den Tisch. Da soll zur Vorbereitung eines neuen Gesetzes Stimmung gemacht werden. Die Politik bekommt ja nicht allzuviel hin, aber wie man den Leuten das Geld aus den Taschen zieht haben die alle drauf. Bei Steuern und Abgaben sind wir ganz oben. Mal abgesehen von den Konzernen, die müssen ja anscheinend keine oder nur minimale Steuern zahlen.
Die bekommen ja von dem ein oder anderen unserer Nachbarn staatliche Garantien für niedrige Steuern. Mal ein paar Milliarden durch Luxemburg geschleust, Steuerlast teilweise 1%. So eine Besteurung hätte ich auch gern.

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chrima 15.03.2015, 00:23
211.

Zitat von Crom
... und wer hat jetzt den Mehrwert geschaffen? Der Bäcker oder der, der das Brot kauft? Der echte Name, ist allerdings Umsatzsteuer und auch hier wieder bezieht es sich auf dem Umsatz des Bäckers.
Isses wirklich so schwer?

Der Bäcker hat einen Teil des Mehrwerts geschaffen. Er zahlt exakt für seinen Teil des vom Produkt geschaffenen Mehrwerts an das Finanzamt und lässt sich vom Kunden die gesamte im Produkt Brötchen enthaltene Mehrwertsteuer zur Weitergabe an das Fianzamt erstatten.
Denn den zu versteuernden Teil des Mehrwerts den z.B. der Müller am Gesamtprodukt Brötchen erwirtschaftet hat, den holt der Bäcker sich vom Finanzamt wieder indem er sich die Mehrwertsteuer auf das Mehl vom Finanzamt erstatten läßt. Der Müller wiederum holt sich den Anteil des das Korn liefernden Bauerns vom Finanzamt wieder usw. usf.

Die vom Bäcker zu zahlende Umsatzsteuer hat im Übrigen nur bedingt mit dem Umsatz des Bäckers zu tun.
Kauft der Bäcker sich einen Hochleistungsofen, so wird er im Anschaffungsjahr wahrscheinlich sogar Umsatz-/Mehrwertsteuer erstattet bekommen, obwohl sein Produktion sowie sein Umsatz aufgrund des produktiveren Ofens im Anschaffungsjahr nicht unbeträchtlich gestiegen ist.
Denn die in der Anschaffung des Ofens enthaltene Mehrwertsteuer (19% vom Bruttopreis) bekommt er spätestens mit der Umsatzsteuererklärung des Anschaffungsjahres erstattet. Ob er im gleichen Jahr soviele Brötchen (die nur mit 7% Mehrwertsteuer belegt sind) verkaufen kann, dass er soviel oder mehr Umsatzsteuer leisten muss wie er für die Anschaffung des Ofens zu zahlen hatte, dass ist durchaus fraglich.

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markh 15.03.2015, 00:33
212. Bin ich der Einzigste, der

gegen Vermögensunverteilung ist ?

Nachteile:

1) Immer mehr Menschen arbeiten in Unternehmen, zu denen sie definitiv nicht passen

2) Deutsche Unternehmen verlieren Vormachtstellung

3) Energiewende: Umverteilung von Vermögen = Umverteilung von Altlasten

4) Viele wären zufrieden mit Unabhängigkeit/Gbr ... es lohnt sich nur nicht aufgrund der Vormachtstellung großer Retailer


5) Immer mehr wertvolle Bausubstna verfällt und wird ersetzt duch Konsumbauten auf der grünen Wiese

d.h. endlich Bürgergeld: Grundbuch ... das würde auch den Verlagen nutzen

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johnnybongounddie5goblins 15.03.2015, 00:40
213. Grauenhaft

Absolut grauenhaft, wie die Mehrheit denkt, "man" habe ein natürliches Anrecht auf das Vermögen anderer. Und dass es "ungerecht" ist, wenn der eine viel, der andere nichts hat.
Interessanterweise gilt das nur, wenn es um stehlbares Gut wie Geld geht. Wenn es um Gesundheit, Intelligenz oder Schönheit geht, dann ist Ungleichheit plötzlich natürlich.
Diebstahl von Geld anderer Familien gilt plötzlich als Ausdruck von Gerechtigkeit.

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Yves Martin 15.03.2015, 00:55
214.

Zitat von klausone
Bei der beständigen Umverteilung von Arm nach Reich ist das Erben fast einer der gewichtigsten Faktoren. Zudem ist es auch noch besonders Ungerecht weil mit dem Erben keine eigene Leistung verbunden ist.
Vorsicht: Der Vorwurf des "leistungslosen Einkommens" trifft haargenau vor allem auf den Bezug von Hartz4 und anderer Sozialleistungen zu: Man muss nicht mehr dafür tun als einen Antrag zu stellen.

Und nachdem die ganzen Segnungen unseres Sozialstaates von Menschen erwirtschaftet und bezahlt werden, die etwas leisten und deshalb etwas haben, stimmt auch die Behauptung der "Umverteilung von arm zu reich" nicht: Das Gegenteil ist der Fall.

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Tahlos 15.03.2015, 01:02
215. Das Erben

"sich schuldig fühlen", halte ich aber für eine unglaubwürdige Behauptung. Einige würden sicherlich lieber die Beerbten wieder zurückhaben wollen, aber sonst sind da sicherlich wenig Schuldgefühle. Warum auch? Lustiger Artikel - auf eine versponnene Art. Sollen jetzt die Leser Erben bedauern oder was? Das einige es einfach nicht verdient haben ist einfach eine andere Geschichte.

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pfzt 15.03.2015, 01:51
216.

Zitat von flopi3
In der Regel hat Vermögen etwas mit Leistung zu tun.
Falsch. Das ist eher im seltensten Fall so, die meisten haben entweder selber bereits geerbt und dann darauf aufgebaut oder sie haben andere ausgebeutet und sich den Reichtum quasi "ergaunert".

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tkirchner 15.03.2015, 02:00
217. USA und Großbritannien

Wer glaubt, die Leute in den USA oder Großbritannien hätten eine andere Einstellung zum Erben, der hat vom Thema keinen blassen Schimmer.
Und wer erbt denn schon Geld? Das sind doch nur die kleinen Erbschaften. Das kann man doch nicht auf ernsthafte Vermögen extrapolieren, die zu 99% aus Unternehmen mit einem rein rechnerischen Wert bestehen, der morgen schon bei Null liegen kann (auch als "unternehmerisches Risiko" bekannt.

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zila 15.03.2015, 02:11
218. Falsch

Zitat von flopi3
Die permanente Forderung nach Umverteilung geht mir mittlerweile mächtig gegen den Strich. In der Regel hat Vermögen etwas mit Leistung zu tun. Und wer mehr leistet, hat entsprechend mehr.
Ja, Leistung eines anderen, etwa der Eltern oder Grosseltern, selten irgendeine besondere Leistung des Erben, oft sogar das Gegenteil.
Die Erbschaftssteuer ist ein Witz, gesamtgesellschaftlich. Ich bin nicht dafuer, einen Mittelstaendler im Generationsbetrieb zu enteignen, aber wenn ein beamteter Lehrer auf einmal 5 Mietshaeuser von einer Tante in einem anderen Bundesland erbt seh ich keinen Grund, nicht einen kleinen Teil des Vermoegens als Steuer der Gesellschaft zugute zu fuehren. Wenn man sich so toll versteht kann man auch vorher via Schenkung Vermoegen transferieren und die Steuerlast mindern.

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bradon 15.03.2015, 05:31
219. Geld Geld Geld

Ihr diskutiert hier über etwas das vom Menschen geschaffen wurde. Nämlich Neid und Geld. Wie wäre es wenn wir beides abschaffen würden? Dann wären viele Probleme gelöst! z.b.: Endlich Arzneimittel für alle, mehr Freizeit für die Familie, für jeden ein Dach über dem Kopf, kein über mäßiger Bevölkerungswachstum in Afrika mehr und auch kein Hunger leiden, mehr E-Autos , keine Diskussionen über unnötige Baustellen in der Republik, keine Arbeitslosen, keine Diskussionen über TTIP , keine Beleidigungen aus Griechenland. In dieser Ohne Geld Geselschaft muss nur jeder und damit meine ich jeder!! sich klar machen, das er was für die Gesellschaft tun muss. Und das wäre arbeiten gehen (4-6h sind hier für jeden realisierbar). So nach dem Motto Einer für Alle und Alle für Einen. So lassen sich viele derzeitige Probleme lösen wie ...... die Öko - Stromspeicher - Problematik . Die Firmen dürfen halt einfach Nachts nicht mehr Produzieren. Und da ja die Produktion nicht mehr vom "Geld machen" abhängt können mehrere eben noch Arbeitslose einem Beruf nachgehen. Ich weis das mein Post sehr weit ab vom eigentlichen Thema ist.
Das größte Raubtier das sich der Mensch geschaffen hat ist nun mal Geld und damit einhergehend der Neid .

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