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Vermögensverteilung: Wenn FDP-Wähler zu Sozialisten werden
Bloomberg via Getty Images

Wie gerecht sind die Vermögen in Deutschland verteilt? Viel ungerechter als die meisten Menschen glauben. Laut einer Umfrage wünschen sich Anhänger aller Parteien mehr Gleichheit - sogar FDP-Wähler.

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hegoat 31.07.2017, 12:00
1.

Die Deutschen brauchen sich nicht beschweren. Jeder kann im September sein Kreuzchen so setzen, dass die Ungleichheit bekämpft wird. Macht aber kaum einer. Selbst Schuld.

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allessuper 05.08.2017, 09:50
2. Na klar, seit Dr. Gysi dem Mittelstand erklärt hat

wer die Zeche zahlt, da unsere Regierung nur den Konzernen und Multinationalen in die Hände spielt, während die Mitte der Gesellschaft blecht, könnte es sein, dass selbst eine FDP endlich kapiert, was gespielt wird. Wäre ja Zeit. Man weiß, die sind da nicht wirklich erleuchtet, aber gut Ding will Weile usw.

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mikn1000 05.08.2017, 09:55
3. Natürlich kann man seine 2 Kreuzchen bei der Wahl anders setzen

jedoch wählt man leider immer Politiker (die dann Fraktionspolitik machen) oder Parteipolitiker über Listenplätze. Somit auch deren gesamtes Wahlprogramm. Dieses transformiert sich über den Koalitionsvertrag anschließend in eine vollkommen neue Fantasiewelt. Vielleicht sollten die Wähler auch die Leitlinien vorgeben (Erststimme) und per Zweitstimme die Politiker wählen, denen man zutraut die Leitlinien auch "handwerklich" zu realisieren.

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yvowald@freenet.de 05.08.2017, 10:02
4. An den Früchten des Erfolgs sollten alle teilhaben

Zitat von hegoat
Die Deutschen brauchen sich nicht beschweren. Jeder kann im September sein Kreuzchen so setzen, dass die Ungleichheit bekämpft wird. Macht aber kaum einer. Selbst Schuld.
Leider gibt es noch immer Wählerinnen und Wähler, die eigentlich uninformiert sind - politisch gesehen.
Diese Klientel wählt überwiegend wie die Generation ihrer Eltern. Deshalb besitzen die Unionsparteien in Deutschland nach wie vor eine strukturelle Mehrheit.
Natürlich weiß jede/r erwachsene Deutsche, daß es - nicht nur hierzulande - absolut ungerecht zugeht.
Da zahlen diejenigen, die aus ihrem Vermögen (Aktien und sonstige Wertpapiere) leben, eine Einkommenssteuer von nur 25 Prozent.
Da dürfen sich Multi-Millionärinnen und -Millionäre künstlich arm rechnen und dadurch ihre eigentliche Steuerschuld deutlich absenken.
Wer hat denn die Multi-Millionärs-Familien oder gar Milliardärs-Familien so reich gemacht?
Doch nicht die Lotto-Gesellschaften?
Es waren wir, die arbeitende Bevölkerung, die den Besitzenden üppige Gewinne bescherten, während unsere Löhne und Gehälter nur mäßig angestiegen sind - wenn überhaupt.
Das wissen insbesondere auch intelligente FDP-Wählerinnen und FDP-Wähler und möchten an den Früchten des wirtschaftlichen Erfolgs (Sozialprodukt) teilhaben, auf gerechte Weise.
Ob sich allerdings eine FDP-Bundestagsfraktion für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen wird, dürfte zweifelhaft sein.
Bisher durften nur Hotel- und Gastgewerbebetriebe profitieren....

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Schlaukeks 05.08.2017, 10:05
5. Lieber der Ärmste unter Reichen als der Reichste der Armen

Da alles relativ ist stellt sich also die Frage, wozu man einen Zustand vergleicht. Wenn Sie der Ärmste sind aber trotzdem 10 Mio Euro auf dem Konto haben und sich alles dafür kaufen können was Sie wollen und brauchen, dann ist es eben doch besser als der Reichste der Armen zu sein und jeden 2. Tag mit dem Tod zu kämpfen, obwohl die anderen noch ärmer sind und das jeden Tag tun müssen.
Ich glaube der Beitrag zielt indirekt eher darauf ab, ob ein Zustand gefühlt gerecht ist ? ;) Soziale Gerechtigkeit Go Martin Go!

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global.payer 05.08.2017, 10:07
6. wäre ja schön

wenn wenigstens die ergaunerten Vermögen umverteilt werden. Siehe Cum ex Kapitalsteuerbetrug, nur als Beispiel. Aber Schäuble besetzt nicht mal die Planstellen beim Zoll. Die Regierung leistet mit Ihrer Untätigkeit Beihilfe zur Hehlerei.

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zeitgeist☆ 05.08.2017, 10:11
7. leider

ist diese Ungleichheit fest zementiert bzw wird sich unter der unverantwortlichen Politik von Merkel weiter verstärken ... mit hoher sozialer Sprengkraft für die Zukunft

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eugler 05.08.2017, 10:12
8. selbst Schuld?

So ein Unsinn! Es ist völlig egal wer wo sein Kreuz macht. Keine einzige Partei hat ein Konzept zur besseren Verteilung geschweige denn den Willen.
Ich bin lange Zeit FDP-Wähler gewesen, aber die verstehen genauso wenig, dass ich von meinem Geld nichts habe, wenn alle anderen darben und ich mir Sorgen um die Sicherheit meiner Familie machen muss.
Es ist klar, dass man kreuzen kann was man will - durch Fraktionszwang und korrupte Lobbyanbindungen erhält der Wähler mit nicht das was ihm propagiert wurde.
Es tut mir leid das sagen zu müssen: Inzwischen ist Nichtwählen demokratischer als irgend jemanden zu legitimieren, der niemals die Politik vertritt die er nach seinem Gewissen und Wahlversprechen vertreten sollte.
Die Entscheidungsprozesse in diesem Land mögen mehr Glanz versprühen als in Griechenland - sind aber nicht weniger korrupt und undemokratisch.

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Bürger Icks 05.08.2017, 10:16
9. Paradox!

"Laut einer Umfrage wünschen sich Anhänger aller Parteien mehr Gleichheit - sogar FDP-Wähler."

Und warum wählen sie dann ausgerechnet FDP???

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