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Versandhändler: Otto sichert sich Neckermann-Namensrechte
REUTERS

Der Versandhändler Otto hat die Namensrechte von Neckermann erworben. Das Unternehmen bekommt zudem Zugriff auf die Kundendaten des insolventen Konkurrenten. Das Kartellamt muss den Kauf noch absegnen.

SpeedyGTD 22.11.2012, 15:22
1.

Zitat von
Auf das boomende Internetgeschäft hatte der Konzern aber zu spät gesetzt.
neckermann hat bereits ab 1995 einen onlineshop angeboten, zu einer zeit als amazon.com gerade im aufbau war und google noch nicht existierte, denen vorzuwerfen sie hätten das Internetgeschäft verschlafen ist, mit verlaub, blödsinn.

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HansGusto 22.11.2012, 15:50
2. @SpeedGTD

Trotzdem sind Sie wegen des Internetgeschäfts untergegangen. Neckermann hat nämlich versucht den Onlinehandel in Deutschland mit seinen ganzen Datenschutzregeln zu betrieben und hatte deshalb einen großen Nachteil gegenüber z.B. Otto die es im Ausland angesiedelt haben und fröhlich Nutzerdaten horten. So habe ich es zumindest von ehemaligen Mitarbeitern erfahren.

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SpeedyGTD 22.11.2012, 16:11
3.

ich glaube weniger, dass das Onlinegeschäft sie kaputt gemacht hat, ich denke eher das da die amerikanische "Heuschrecke" alias Sun Capital einfach zu viel kaputt gemacht hat. Es gibt andere große Onlineshops in Deutschland die erfolgreich sind und sich trotzdem an die, zum Teil wirklich übertriebenen, Datenschutzrichtlinien aus Deutschland halten.

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estridsen 22.11.2012, 16:12
4. optional

Zum Internet gehört weit mehr, als nur eine Website und einen Shop zu haben. Und das war auch 1995 schon so.
Und den Trend haben alle großen Katalogversender verpasst. Onlinehandel hat einfach andere Prozesse. Man kann eben nicht ein oder zweimal im Jahr einkaufen und dann abverkaufen. Man muss die Kunden online ispirieren und aktiv halten.
Dafür muss man prozessual aufgestellt sein. Und den Schritt sich darauf zu fokussieren, den nicht gewagt, solange es noch lief. Teilweise sicherlich der Geschichte und den bestehenden Kunden geschuldet.

@hansgusto: 100%ig liegt es nicht daran, dass Neckermann als einziger nach deutschem DatenschutzRecht arbeitet, denn das ist Unsinn.

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HansGusto 22.11.2012, 16:40
5.

Ich sag ja nicht, dass es der einzige Grund war, allerdings waren die Werbekosten um einen Kunden zu einer Onlinebestellung zu bewegen viel höher als bei der Konkurrenz. Das liegt zum Teil daran, dass man keine Daten hatte, um zu errechnen was der Kunde möchte. Otto weiß was man z.B. auf Amazon angeschaut hat, Neckermann nicht.
Wenn die Internetseite oder die Bestellabwicklung dann zu schlecht war, bringt aber auch die beste Werbung nichts.

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estridsen 22.11.2012, 16:53
6.

Zitat von HansGusto
Das liegt zum Teil daran, dass man keine Daten hatte, um zu errechnen was der Kunde möchte. Otto weiß was man z.B. auf Amazon angeschaut hat, Neckermann nicht.
Otto weiss sicherlich nicht, was ich auf Amazon gekauft habe. Wenn jemand das weiss, dann Google.
Aber wie soll Otto an diese Daten kommen? Das müsstest du mir mal erklären.
Um personalisiert auf den Kunden zuzugehen mangelt es sicherlich weder Otto noch Neckermann an Daten, denn die sind bei beiden vorhanden. Trotzdem boten beide keinerlei Personalisierung.
Und alles was derzeit im Retargeting-Bereich läuft, das liegt sowieso bei Dienstleistern.

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nicolo1782 22.11.2012, 17:17
7. Offensichtlich

hat Otto die Kundendaten bereits und nutzt sie ! Ich war heute erstmals auf der Internetseite von Otto und mir wurden Artikel angeboten, die ich mir vor einiger Zeit bei Neckermann angeschaut hatte ! Dies kann nur bedeuten, dass Otto das/die Cookies von der Neckermannseite ausgelesen hat. Der Kunde wird dazu natürlich nicht befragt.

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