Forum: Wirtschaft
Verschrottung der "Rainbow Warrior II": Wo die Umweltliebe von Greenpeace endet
AFP

Greenpeace hat zugelassen, dass das frühere Kampagnenschiff "Rainbow Warrior II" in Bangladesch abgewrackt wird. Jetzt bestreitet die Organisation, überhaupt gegen umweltfeindliche Verschrottung zu kämpfen.

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markus_wienken 12.03.2019, 13:02
40.

Zitat von felisconcolor
einer gewissen Größe und Selbstwichtigkeit der Organisation ist es egal ob es Verfehlungen Einzelner waren oder ob in der Chefetage gepennt wurde. Da heisst es nur Arschbacken zusammen kneifen und den Mangel umgehend abstellen. (Gilt auch für andere Großkonzerne)
Und ganz wichtig:
Mit dem Fehler offen und offensiv umgehen.
Wir alle sind Menschen und machen Fehler und die meisten Menschen werden diese auch verstehen und verzeihen. Es gibt aber nichts schlimmeres als zu versuchen den Fehler zu vertuschen, zu relativieren oder kleinzureden.
Dadurch verliert man Vertrauen, welches beinahe unmöglich ist wieder zurück zu gewinnen.

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h.kuebler 12.03.2019, 13:04
41. Schön, Sie kennenzulernen

Zitat von markus_wienken
Ich bin weder Sünder (Atheist) noch heuchel ich gerne herum, bitte schließen Sie nicht unzulässig von sich auf Andere.
Super, wenigstens einen gibt es. Wenn ich so rumschaue, ich finde auch mit der Lupe keinen, der kein Umweltsünder ist, der rundum auf Auto, Flieger, Busse und sonstige Stinker verzichtet, der nie was im Internet bestellt, immer nur Öko und Bio kauft, der alles recycelt und sich natürlich nie Sinnloses zulegt. Meiner Beobachtung zufolge reden wir alle viel und tun wenig. Na gut, ausser Ihnen. Wir andern kaufen uns dann gern mal moralisch/mental frei durch eine Mitgliedschaft bei Greenpeace oder so.

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Cannonier 12.03.2019, 13:05
42. Wir sind alle Verschmutzer und Heuchler...

....die einen mehr, die anderen weniger.

Modernes Leben in westlichen, entwickelten Industriestaaten mit deren Produktpalette, Infrastruktur, Vernetzung, Energiegewinnung- und Verteilung....quasi mit der gesamten dinglichen Welt ist NICHT nachhaltig.
Jeder sollte mal innehalten und sich zuhause umsehen: woher kommt das alles? aus welchen Materialien wurde es wo von wem unter welchen Bedigungen gefertigt?
Man fährt mit dem Fahrrad ins Büro? Fein....jedoch ist auch das Fahrrad nicht aus Bambus und Hanf.

Wir müssen also schlussfolgern dass wir bewusst und unbewusst, direkt und indirekt den Planeten zerstören, durch unsere blosse Existenz.

Und ich bleibe dabei: der Fischer auf Samoa der täglich mit seinem EInbaum rausrudert und eine Fischmahlzeit für die fünfköpfige Familie fängt schädigt den Planeten NULL, während selbst die grünste Grünfamilie in Deutschland mit vier grünen Kindern tausendmal mehr Schaden anrichtet. Egal wieviel Jutesäcke man zum Einkaufen nutzt oder ob man auf Strohhalme verzichtet.

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sir.viver 12.03.2019, 13:09
43. Jaja

WWF, Oxfam, Greenpeace, alle verlieren ihre Unschuld. Nur gut, dass jetzt eine neue Ikone von schwedischen Medienschaffenden mit weltweiter Unterstützung aufgebaut wird...
Die „Garbo“ des Klimawandels sozusagen!

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markus_wienken 12.03.2019, 13:10
44.

Zitat von mostly_harmless
Den Rat kann ich nur an Sie zurückgeben. zit.: schreibt Greenpeace-Sprecher Mike Townsley, aber darauf bestanden, "dass während der Demontage auf der Werft keine Verunreinigung der Gezeitenzone stattfindet". "Demnach seien alle gefährlichen Stoffe entfernt und gemäß den "von der Regierung von Bangladesch genehmigten Richtlinien" eingelagert worden. Unfälle oder andere Vorfälle seien nicht vorgekommen. Mit Greenpeace hätten die Werftbesitzer nicht sprechen wollen." Oder anders gesagt: Es handelt sich ganz schlicht um eine Skandalisierung eines Vorgangs, bei dem nicht mal bekannt ist, ob irgend etwas geschehen ist, dass man Greenpeace negativ anrechnen kann. Lächerlich. Einfach nur lächerlich das Ganze.
Ach immer diese Relativierungen. Die Arbeitsbedingungen in dieser "Einrichtung" waren bereits Thema nicht nur bei SPON und mit den von der Regierung von Bangladesch genehmigten Richtlinien kann man sich alles schönreden.
Aber wie auch immer, wenn alles seine Ordnung hat kann sich Greenpeace doch einfach hinstellen und sagen:
Es ist alles in Ordnung so wie es gelaufen ist, es gab und gibt beim Abwracken des Schiffes keinerlei Problem.

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markus_wienken 12.03.2019, 13:14
45.

Zitat von h.kuebler
Super, wenigstens einen gibt es. Wenn ich so rumschaue, ich finde auch mit der Lupe keinen, der kein Umweltsünder ist, der rundum auf Auto, Flieger, Busse und sonstige Stinker verzichtet, der nie was im Internet bestellt, immer nur Öko und Bio kauft, der alles recycelt und sich natürlich nie Sinnloses zulegt. Meiner Beobachtung zufolge reden wir alle viel und tun wenig. Na gut, ausser Ihnen. Wir andern kaufen uns dann gern mal moralisch/mental frei durch eine Mitgliedschaft bei Greenpeace oder so.
Sünde ist ein religiöser Begriff und trifft als Atheist der ich bin nicht zu. Ansonsten ja:
Ich fliege und nutze Plastiktüten bestelle im Internet und bin beileibe kein Öko, im gelben Sack werfe ich rein was nur reingeht (wird eh fast alles verbrannt) und dergleichen vieles mehr.
Allerdings stehe ich dazu und heuchel nicht rum.

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3daniel 12.03.2019, 13:25
46. Dokumentarfilm

Es gibt einen Dokumentarfilm, der unter Anderem auch das Abwracken auf diese Art zeigt. Der Film heißt bezeichnenderweise Working Man’s death und sollte im den Schulen gezeigt werden. Ich habe ihn mehrmals mit Freunden und Familie gesehen, danach ist es erst mal ruhig im Raum.

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advocatus diaboĺi 12.03.2019, 13:26
47. Es ist gut, dass es noch so viele Idealisten hier im Forum gibt

die stramm hinter den großen Umwelt- und Tierschutzorganisationen stehen, und natürlich muss sich auch Greepeace finanzieren und das verläuft nach folgendem Muster: jeder lokale Greenpeace Organisation in einem Land stellt sogenannte Fundraiser ein. Die identifizieren u.A. solche Unternehmen, die in umweltsensiblen Bereichen tätig sind und bitten diese um eine "bescheidene Spende", also Funds....die meisten zahlen und werden in ruhe gelassen....hat man von Organisationen abgeschaut, die ihre Wurzeln in Sizilien haben.....vielleicht auch nach Al Gore googeln, dem ersten Klimamilliardär in grüner Energie, in seinen besten Zeiten verkaufte er bei Konferenzen persönliche Handshakes für 1.000 USD, sein einfaches Anwesen verbrauchte jeden Monat für 50.000 USD Strom oder nach dem Gründer von Greepeace, Patric Moore und seine Aussagen über diese Organisation.....Mundus vult decipi, sagen die Lateiner: die Welt will betrogen sein...

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h.gramann 12.03.2019, 13:30
48. Deutsche Landesbanken sind doch viel schlimmer!

Ja ein Fehler und es hätte definitiv besser gemacht werden können. Aber jemand mal über die grenzüberschreitende Sonderabfallverbringung (Basel Convention) nachgedacht? Die trifft auf alle Schiffe zu, Rongdhonu war Bangkadesisches Eigentum.
Was passiert aber mit den hunderten Deutschen KG-Schiffen, im Übermaß von NorsLB, HSH, Commerzbank etc. finanziert? Wenn insolvent werden diese zum Toppreis genau dorthin verkauft, wo die Rongdhonu nun endete. Die Entscheider? Deutsche Banken und Insolvenzverwalter (meist Juristen)! Das geht immer noch so und da man sich mit den Schiffskrediten verzockt hat, werden Landes(!)banken nun an Investoren aus US verhökert, die "bad loans" zu Lasten der Steuerzahler vom Bundesland übernommen. Leute, macht die Augen auf und pickt keinen verunglückten Einzelfall, sondern die großen Profiteure vor unserer Haustür raus.

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Hamberliner 12.03.2019, 13:31
49. Re: Verschrottung

Zitat von darthmax
es gibt nun zwei Möglichkeiten 1) wegwerfen, dh.h im Meer versenken ... 2) Abwracken d.h. die Materialien wieder neuer Verwendung zuführen.
Nein, das ist nicht alles. Eine dritte Möglichkeit war lange Zeit an der Südspitze der saharauisch-mauretanischen Halbinsel üblich, bei Cap Blanc AKA Ras Nuadhibou. Da gab es einen inoffiziellen Schiffsfriedhof. Einfach auf den Sand setzen und fertig. Im Satellitenmodus von Google Maps waren früher Wracks zu sehen, heute nicht mehr, aber die Fotos dazu zeigen noch Wracks. AFAIK gab es mal ein EU-finanziertes Projekt, um diese Schadstoffe zu beseitigen. So bringt man Geschäftstüchtigkeit und Umweltschutz unter einen Hut, man lässt einfach die Dummen dafür aufkommen.

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