Forum: Wirtschaft
Versicherungen: Warum Sie auf eine Unfallpolice verzichten können
imago/Frank Sorge

Fast 26 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Unfallversicherung. Die wenigsten aber wissen: Die Police greift nur in seltenen Fällen. Was sind die Alternativen?

Seite 1 von 7
Sibylle1969 16.09.2017, 17:24
1.

Ich hab eine Unfallversicherung, die mit 65 Euro pro Jahr nicht allzu teuer ist. Vor einiger Zeit habe ich mal im Rahmen eines Softwareprojekts bei einer großen deutschen Versicherung mit der Schadensabwicklung bei der Unfallversicherung zu tun gehabt. Ich war ziemlich überrascht, dass man selbst bei bleibenden Schäden oft nur ein paar hundert oder tausend Euro bekommt. Da stellt dann ein Gutachter die Schwere des Schadens fest, was dann einer Einstufung zB "ein Fünftel Arm" resultiert, dh man bekommt dann 20% der für "Arm " festgelegten Versicherungsleistung. Und das sind dann meist nur ein paar hundert oder maximal ein paar tausend Euro. Das ließ mich dann am Sinn meiner Unfallversicherung zweifeln. Die hat zwar 250.000 Euro Versicherungssumme, aber das ist dann ja eh nur hypothetisch. Eine BU-Versicherung habe ich nicht, denn die war mir schon immer viel zu teuer.

Beitrag melden
Paul-Merlin 16.09.2017, 17:42
2. Der Beitrag ist Werbung für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Grundlegender Vorteil einer Unfallversicherung ist der sehr niedrige Beitrag. Im Todesfall sind die Hinterbliebenen froh über jede Entlastung und für den Invaliditätsfall gilt das ebenso. Wer das sehr viel weitergehende Risiko einer Berufsufähigkeit absichern will muss sehr viel höhere Beiträge aufbringen. Leider gilt hier, dass die Versicherungen sich die höheren Risiken bei körperlich anstrengenden Arbeiten teuer vergüten lassen. Risikoarme Bürojobs sind preisgünstiger, aber hier stellt sich dann schon die Frage, ob sich der Versicherungsabschluss lohnt. Erfreulicherweise schaffen es die meisten MItbürger ohne Inanspruchnahme einer Berufsunfallversicherung in den Ruhestand und würden dann ganz umsonst erhebliche Summen an die BU-Versicherung abdrücken.

Beitrag melden
ausderfinanzbranche 16.09.2017, 18:06
3. Wenn ich so etwas wieder lesen muss!

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Artikel! Da spricht der Fachmann der tagtäglich draußen beim Kunden ist. Das ich nicht lache. Mag schon sein das ein Gesellschaft an einer Unfallversicherung Geld verdient! Tut Sie das nicht auch bei einer Rechtschutz und der BU? Und für Kinder nicht zwingend notwendig? Sie haben ja den Schuss nicht gehört, erzählen Sie das mal den Eltern denen Kind einen Schweren Unfall hatte und dauerhaft geschädigt ist und dies nicht auf dem Weg in den Kindergarten/Schule! Gleiches gilt für die Gesetzliche Unfallversicherung für Arbeitnehmer. Welche Chance / Zunkunft hat das Kind noch? Wer zahlt Finanziell? Auch wenn die Eltern mal nicht mehr da sind? Und was ist mit einer Unfallversicherung bei Selbständigen? Wer kann sich mit einer hohen Berufsgruppe im Bereich der BU den die richtige Absicherung leisten? Die wenigsten. Theorie Theorie Theorie!

Beitrag melden
ich-geb-auf 16.09.2017, 18:07
4. Kann ich bestätigen - Versicherung zahlte nicht..

Hatte eine Unfallversicherung mit Krankenhaustagegeld, pro Tag KH wurden mir da 100€ zugesichert.

Als ich wegen eines Bauchnabelbruchs (passiert beim Sport also Unfall) operiert werden musste und 7 Tage im Krankenhaus war, wurden mir die 700€ verweigert, da im Kleingedruckten "Bauchnabelbrüche und Leistenbrüche ausgeschlossen sind, ausser sie werden durch 3. verursacht"

Toll dachte ich und hab die Versicherung gleich gekündigt.

Beitrag melden
swarf 16.09.2017, 18:11
5. In Teilen sogar korrekt,

was mich bei Herrn Tenhagen doch wundert.

Die bessere Absicherung ist die BU (Berufsunfähigkeitsversicherung). Es rechnet aber kaum ein Mensch damit, dass es tatsächlich ihn trifft und nicht immer nur die anderen.

Wenn man dann doch ins Grübeln kommt, hat das meist einen Grund: dann rechnet man mit gesundheitlichen Problemen. Und dann ist es zu spät. Ein brennendes Haus ist halt nicht mehr zu versichern. Man also schon in jungen Jahren den Schutz abschließen. Da halten sich aber viele für unsterblich.

Hat man Vorerkrankungen, geht es gar nicht oder es wird teuer; ist man älter, wird es teuer. Viele sind nicht bereit, den Preis für eine BU zu zahlen. Eine Unfallversicherung ist günster, bei geringerem Schutz.

Es stimmt nicht, dass die gesetzliche Unfallversicherung zählt. Es ist hart, die Kriterien dafür zu erfüllen. Auch die Leistungen für Rente sind nicht ausreichend. Es gibt kaum Geld für Umbauten oder behindertengerechtes Auto.

BU ist besser, eine Unfallversicherung nicht überflüssig.

Beitrag melden
joergsaenger 16.09.2017, 18:20
6. Unfallversicherung hat sich bereits gelohnt

Meine Unfallversicherung hat nach einem Beinbruch für eine im Alltag nicht spürbare leichte Einschränkung der Rotationsbeweglichkeit des Hüftgelenks anstandslos gut 20.000 Euro gezahlt. Nicht schlecht, finde ich, diese Versicherung hat sich bereits gelohnt.

Beitrag melden
heinrich.busch 16.09.2017, 18:23
7. Jetzt haben Sie aber etwas gesagt

Herr Tenhagen! 2 Dinge zuerst: Ein Versicherungsunternehmen bietet in aller Regel eine Police an von dessen Ereignideintritt sie mathematisch- statistisch abgesichert sie überzeugt ist, dass dieses Ereignis nicht Eintritt und der Versicherungsnehmer, mathematisch-sratustisch nicht abgesichert, vom Ereigniseintritt überzeugt ist. Daraus folgt, beim Blick z.B. auf die DAX Zahlen von Allianz, Münchiner Rueck etc., die Versicherungstypen haben Recht. Die Zuwächse sind toll und ergo wird wenig ausgezahlt. Genau deshalb habe ich seit 40 Jahren nur Pflichtversicherungen und somit 10 Tausende von Euros gespart.

Beitrag melden
Roccapina 16.09.2017, 18:36
8. Meine Versicherung zahlte problemlos...

...12000? (plus weiterer Lesitungen wie z.B. Krankenhaustagegeld) nach einem bei einem Skiunfall erlittenen Kreuzbandriss. Und ich sitze nicht im Rollstuhl sondern könnte nach 3 Jahren z.B. wieder Halbmarathon laufen. Da haben sich die rd. 190? Beitrag für mich persönlich "rentiert".

Beitrag melden
utib 16.09.2017, 18:37
9. Na, da hab ich aber Glück!

Meine UV zahlt nämlich bei jedem Unfall, sobald ich ins Krankenhaus komme, Krankenhaustagegeld und anschließend Rehatagesgeld, auch wenn ich keinen bleibenden Schaden zu erwarten habe. Ist der Schaden bleibend, dann gibt es später Schadenersatz nach Gliedertaxe, die Prüfung ist aber heftig.

Beitrag melden
Seite 1 von 7
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!