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Versicherungen: Warum Sie auf eine Unfallpolice verzichten können
imago/Frank Sorge

Fast 26 Millionen Menschen in Deutschland haben eine Unfallversicherung. Die wenigsten aber wissen: Die Police greift nur in seltenen Fällen. Was sind die Alternativen?

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steffen.ganzmann 17.09.2017, 00:25
30. Soso, das meinen Sie also!

Zitat von swenschuhmacher
[....] aber zur Berufsunfähigkeit führende Krankheiten scheinen mir doch eher bei Älteren vorzukommen. Ausnahmen sind chronische Krankheiten, die sich aber oft schon ankündigen [...]
Im holden Alter von 48 Jahren bekam ich urplötzlich einen septischen Schock mit Multiorganversagen und konsekutiver Niereninsuffizienz!

Den konnte ich zwar überleben, wie Sie sehen, aber seitdem bin ich seit bald nein Jahren berufsunfähig erkrankt. Nichts mit einer angekündigter, chronischer Erkrankung, um 05:00 ging es mir noch puterwohl, schon um 05:30 lag ich sterbend in der Notaufnahme ...

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SvenausRbeiHH 17.09.2017, 01:03
31.

Ich denke der Autor hätte noch darauf hinweisen sollen, dass sehr viele eine quasi Unfallversicherung haben(wenn auch eine noch "schwächere")in Form der Leistungen die aus der Mitgliedschaft von vielen DGB Gewerkschaften, z.b. Verdi, resultiert.

Evtl. erklären sich so auch ein Stückweit die absoluten Zahlen der Versicherungsnehmer?

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gammoncrack 17.09.2017, 01:50
32. Genau so ist es.

Zitat von je_pense
Der Autor lässt wieder einmal gekonnt einiges aus. Klar gibt es die gesetzliche Unfallversicherung und diese kommt für die Kosten von arbeits- und Wegeunfällen auf. Aber eben nur bei der Arbeit (ohne Pausen) und dem direkten Arbeitsweg. Einmal kurz zum Bäcker und schon zählt niemand irgendwas. Und eine dauerhafte Leistung erhält man auch nur ab 20% bleibenden Schäden. Die private Unfallversicherung zahlt grundsätzlich immer sobald ein bleibender Schaden durch einen Unfall vorliegt. Auch gibt es hier eine Kapitalzahlung um zum Beispiel notwendige Umbauten, die über den Zuschuss der GKV hinausgeht, durchführen zu können. Meine private Unfallversicherung hat übrigens anstandslos gezahlt. Und ja, die Höhe der Leistung hängt von der Versicherungssumme ab. Wer da spart bekommt auch weniger....
Man braucht sich nur einmal ein aktuelles Urteil zu den (NIcht)leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung ansehen:

http://www.versicherungsjournal.de/versicherungen-und-finanzen/kleiner-hunger-mit-grossen-folgen-129966.php

Ein anderes Urteil lautete, dass jemand, der auf dem Weg nach Hause in einen Unfall verwickelt ist und zum Unfallgegner zurück geht (dabei überfahren und tödlich verletzt wurde), ebenfalls nicht versichert ist, weil es sich hierbei nicht mehr um den direkten Weg nach Hause handelt.

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speedg 17.09.2017, 03:30
33. Das muss man erstmal wirken lassen!

Zitat: "Die Unfallversicherung war Teil des Raubzugs im Osten. Des Raubzugs der Versicherungsvertriebe nach der Wiedervereinigung 1990 bei einer Bevölkerung, die diese Art von Verkaufsgesprächen nicht gewohnt war. Und die noch weniger Ahnung von den Provisionsmodellen hatte, mit denen die Vertriebsvorstände vieler Versicherer ihre Mannschaften an den Start schickten." Zitat Ende.
Ein Autor der sich als Fachmann gebiert und mit solchem billigen Populismus misstrauen und Ängste schürt und als Opfer die Ostdeutschen wählt, disqualifiziert sich als vermeintlicher Fachmann vollends. Ein lustiges Zahlen Potpourri gemixt mit ein paar Halbwahrheiten und fertig ist ... Finanztip. Der Hammer ist aber das die Menschen im Osten als Lemminge dargestellt werden. "Eine Bevölkerung die solche Verkaufsgespräche nicht gewohnt war". Geht´s noch? Hier wird zur Beweisführung das es ein "Raubzug der Versicherer" gewesen sein "muss", die Mündigkeit eines ganzen Landes in frage gestellt. Also die Unfallversicherung hat laut diesem Artikel dem Ostdeutschen Bürger nach der Wiedervereinigung vorgegaukelt das Sie zahlen würde. Jetzt fehlt nur noch das böse Wort "Provision" und schon bewegen uns hier aber dramatisch nahe an der Grenze zu einer Verschwörungstheorie, Herr Tenhagen.

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eunegin 17.09.2017, 06:36
34. Induktionslogik wäre erfrischend erhellend

Immer wieder erheiternd, welch Studienobjekte die Kommentatoren abgeben. Da wird --immer-- munter und unreflektiert vom individuellen Fall auf den Grundsatz geschlossen. Selbst der Inhalt des Artikels wird dabei in weiten Teilen ausgeblendet, um den selbst gebastelten Grundsatz gültig erscheinen zu lassen. Solange so gedacht wird, ist das Einkommen vieler Berufszweige gesichert - u.a. das der Versicherungsvertreter. Misslich, dass man selbst an Universitäten so wenig Wert auf diesen Aspekt der Philosophie legt. Nicht, dass die von vielen Kommentatoren gezeigte Denkweise nicht menschlich und normal wäre, man sollte sich des eigenen (möglichen) Trugschlusses nur bewusst sein.

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lafari 17.09.2017, 07:28
35.

Jungs, hört mal zu! Je mehr policen ihr abgeschlossen habt, desto besser. Für die versicherungen. Das einzge was ich habe sind deren aktien. Die kennen nur eine richtung und die ist oben. Keine rocket science oder?

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luutzi 17.09.2017, 07:30
36. Hallo "ausderfinanzbranche"

Wenn ich Ihren Kommentar lese, wird mir klar warum die Versicherungen einen derartig schlechten Ruf haben. Ungebildete Leute sollte man nicht auf die Menschheit loslassen! Doch eine gute Ausbildung kostet die Versicherer viel Geld. Das will man nicht ausgeben und setzt darauf unter hundert Bewerbern wenigstens einen zu finden, der richtig Umsatz macht. Das ist den Versicherungen leider immer noch mehr Wert als gute Beratung. Das Sie vielleicht gut verkaufen können, aber sonst nicht viel drauf haben erschließt sich mir aus folgenden Sätzen: Zitat "Sie haben ja den Schuss nicht gehört, erzählen Sie das mal den Eltern denen Kind einen Schweren Unfall hatte und dauerhaft geschädigt ist und dies nicht auf dem Weg in den Kindergarten/Schule! Gleiches gilt für die Gesetzliche Unfallversicherung für Arbeitnehmer. Welche Chance / Zunkunft hat das Kind noch? Wer zahlt Finanziell?" Zitatende. Allein schon die Aussage "Wer zahlt Finanziell" haut mich glatt um!

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mundusvultdecipi 17.09.2017, 09:06
37. Unsinn..

Zitat von wll
Nicht jedes Malheur, das umgangssprachlich als "Unfall" bezeichnet wird, ist versicherungsrechtlich auch einer. Dort wird ein Unfall, wie im Artikel auch korrekt widergegeben, als "plötzliches, von außen einwirkendes Ereignis" definiert. Wenn Sie beim Ausflug mit dem Rad von einem Auto angefahren werden, wäre das also versicherungsrechtlich ein Unfall. Eine ohne äußere Einwirkung selbst zugezogene Zerrung oder, wie in Ihrem Fall ein Bruch, dagegen eben per definitionem nicht...
..die Ausnahme ist Leistenbruch gewesen.Wenn Sie von der Leiter fallen,sich etwas brechen und eine GdB Einstufung erhalten,zahlt jede Unfallversicherung.

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mundusvultdecipi 17.09.2017, 09:08
38. Die Höhe..

Zitat von Sibylle1969
Ich hab eine Unfallversicherung, die mit 65 Euro pro Jahr nicht allzu teuer ist. Vor einiger Zeit habe ich mal im Rahmen eines Softwareprojekts bei einer großen deutschen Versicherung mit der Schadensabwicklung bei der Unfallversicherung zu tun gehabt. Ich war ziemlich überrascht, dass man selbst bei bleibenden Schäden oft nur ein paar hundert oder tausend Euro bekommt. Da stellt dann ein Gutachter die Schwere des Schadens fest, was dann einer Einstufung zB "ein Fünftel Arm" resultiert, dh man bekommt dann 20% der für "Arm " festgelegten Versicherungsleistung. Und das sind dann meist nur ein paar hundert oder maximal ein paar tausend Euro. Das ließ mich dann am Sinn meiner Unfallversicherung zweifeln. Die hat zwar 250.000 Euro Versicherungssumme, aber das ist dann ja eh nur hypothetisch. Eine BU-Versicherung habe ich nicht, denn die war mir schon immer viel zu teuer.
..der Auszahlung von "ein par hundert EURO"liegt daran,dass Sie eine zu niedrige Versicherungssumme abgeschlossen haben.Kostet natürlich auch einen höheren Beitrag!

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StromkundeHH 17.09.2017, 09:18
39. Einmal reicht

Ein Unfall ist wie der Tod. Am besten gar nicht, im zweiten Fall jedoch nicht zu umgehen.
Dennoch ist es gut, wenn man im Schadensfall versichert ist. Risikoeinschätzung hin oder her.
Beim Tod ist es dem Versicherten eingentlich egal, beim Unfall nicht.

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