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Verspätete Züge, kaputte Technik, Personalmangel: Was bei der Deutschen Bahn alles sc
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Jahrzehnte des Missmanagements haben die Deutsche Bahn zum Sanierungsfall werden lassen. Die Probleme sind riesig - es dürfte Jahre dauern, sie zu lösen. Für Bahnchef Lutz ist das möglicherweise zu lange.

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b1964 17.01.2019, 08:18
1. Ganz einfach!

Ich weiß, was bei der Bahn schief läuft: Die meisten Züge fahren nicht zu den Fahrplanzeiten los und kommen nicht zu den Fahrplanzeiten an. Wenn man sich das erst mal klar gemacht hat, dann scheint etwas mit den Fahrplänen nicht zu stimmen...
Das war jetzt so trivial, dass es den Bahnstrategen leider nicht eingängig ist. Darum verkünde ich meine Weisheit auch kostenlos und öffentlich, weil sie bei den Bahnstrategen ohnehin niemand interessiert.

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spmc-134734785818633 17.01.2019, 08:22
2. Noch mehr Dorn...

Mehdorn hat alles an die Wand gefahren, was rollen oder fliegen kann. Die Braut DB schön zu schminken für die Börse, führte dazu, daß minderwertiges Material gekauft und installiert wurde, Strecken stillgelegt und erfahrene Mitarbeiter verscheucht wurden. Chapeau - ein Mehdorn im Auge der Politik, vor allem der Verkehrsminister, die sich darum hätten kümmern sollen. ...

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anja-boettcher1 17.01.2019, 08:22
3. Fragmentarisierung

Eine vergleichende Recherche zu anderen Bereichen, die doch auch so segensreich besser durch "Privatisierung" (ergo dadurch, dass der Gesellschaft ihr Eigentum geklaut und privaten Kapitalisten in den Rachen geschmissen wurde) sooo viel besser und effizienter gemacht werden sollte, würde vielleicht zeigen, dass in vielen Feldern, vom Nahverkehr wie vom sozialen Wohnungsbau, die Dinge besser laufen, wenn sie von öffentlichen oder genossenschaftlichen Trägern betrieben wurden.

Aber Vergleich erforderte ja ernsthafte Recherchearbeit. Und schließlich haben sich ja unsere (ehemaligen) "Qualitätsmedien" freiwillig als Kampagnen-Multiplikatoren der "alternativlosen" New Economy und der "marktgerechten Demokratie" hergegeben. Da kann man doch nicht durch ernsthafte Recherche zu dem Ergebnis kommen, dass die vereinigte Front der Meinungs-Ingeneuren hochgradig schief lag?

Es ist nicht allein die Bahn, es sind nicht allein die verrotteten Brücken und die endlose Quälerei von Autofahrern durch falsches Baustellen-Management -- es ist die ganze verkorkste Politik, die vergessen hat, dass Eigentum verpflichtet und öffentliches Eigentum auf gutem Niveau alle reicher macht, die von vorne bis hinten verkorkst war und ist! Wir waren in den 80ern ein gut aufgestelltes Land! Seitdem wurde abgewirtschaftet, während viele kapitalkräftige Spielsüchtige sich prima die Konten füllen konnten!

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kahlmann22 17.01.2019, 08:23
4. Frage

Mal überlegen: wenn mehr Menschen Bahn fahren, werden weniger Autos gekauft. Doch ist die Autoindustrie und nicht etwa die Bahn das Rückgrat Deutschlands, das für Wohlstand sorgt. Warum sollte die Politik nun ein Interesse daran haben, dass mehr Menschen Bahn fahren?

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carryflag 17.01.2019, 08:24
5. Ehemaliger Staatskonzern

Missmanagement auf Ebene des mittleren Managements bzw. Unfähigkeit, Bedenken- und Verantwortungslosigkeit auf Ebene der ausführenden Organe (der "hart" arbeitenden Menschen in diesem Land). Sieht man noch heute auf vielen Ämtern. Dieser Geist wird nur langsam durch Vorruhestand usw. verschwinden (siehe Post, Telekom). "Ist ja nicht mein Geld und außerdem wurde mir das so gesagt - dann mach ich das - und übrigens werde ich gemobbt und bleibe jetzt 6 Monate bezahlt zuhause". Alles genau so erlebt - aber ist sicherlich die absolute Ausnahme (aber das mit den Ingenieuren die sich über schiefe Fliessen beschweren - was eine Frechheit).

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jujo 17.01.2019, 08:25
6. ....

Es dilettieren zuviele "Mehdorns" in der Wirtschaft herum, die den verantwortlichen Politikern ihre scheinbare Kompetenz verkaufen können, weil eben diese keine haben. Mich verblüfft nur das solche Leute öfter zum Zuge kommen. Ein Desaster sollte reichen um weitere zu vermeiden. Siehe Mehdorn bei der Bahn und folgend beim BER.

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auweia 17.01.2019, 08:25
7. Trennung von Infrastruktur und Verkehr!

Es wrid Zeit dass wieder am Netz gebaut wird.* Das soll der Bund übernehmen, die Bahn soll fahren und - wie ihre Konkurrenten - Gleise oder "Slots" mieten. Gleichzeitig muss die Bahn kein internationales Logistik-Imperium sein; das kann verkauft werden. Dafür bekommt sie (in Deutschland) einen gewissen Bestandsschutz - der aber, damit sie nicht wieder zur Beamtenbahn wird, an Performancezielen fixiert ist.
*Notwendige Baumaßnahmen beinhalten getrennte Gleise für Güter und Personen auf den "Rennstrecken", die Güterbahnverbinding über die Alpen (Schweizanschluss) die Y-Güterstrecke von Bremen und Hamburg gen Süde, diverse Ausbaumaßnahmen zwischen nicht ganz so großen Großstädten, Elektrifizierung von verblieben Dieselstrecken und - wo möglich - Reaktivierung von stillgelegten Bahnanbindungen. Das ganzwe flankiert von einer Gesetzgebung die den Güterverkehr auf der Schiene bevorzugt.
Dafür zahle ich gerne Steuern.

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gesell7890 17.01.2019, 08:27
8. Lutz

dürfte nur derjenige sein, dem die jahrelange Mißwirtschaft von Politik und Bahn auf die Füße fällt. Zur Verantwortung ziehen (gern auch finanziell) muß man die Bahnhinrichter ab Mehdorn incl. der zuständigen Wirtschafts- und Verkehrsminister.

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koelnrio 17.01.2019, 08:35
9. Was heißt denn derzeit?

Das geht seit Jahren so!
Und es ist m. E. Ausdruck eines größeren Problems. Deutschland sitzt seit Jahren die marode Infrastruktur aus. Bahn , Straßen, Brücken, öpnv, Bauprojekte falsch geplant, dauern ewig. Gute Nacht Deutschland

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