Forum: Wirtschaft
Verstopfte Städte, verpasste Lieferungen: Deutschlands Ärger mit dem Paket-Boom
DPA

Drei Milliarden Pakete verschicken die Deutschen pro Jahr - Tendenz stark steigend. Die negativen Folgen des Trends: blockierte Straßen, verpasste Lieferungen, frustrierte Kunden. Gibt es Abhilfe?

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korega 09.12.2017, 12:16
170. Lieferwagen Maut

ein kleines Mautgerät was Gebühren für Innenstadtfahrten berechnet und automatisch Strafen für illegales Halten in Zufahrten und auf Fahrbahnen verhängt.

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Wiedereinaussteiger 09.12.2017, 12:16
171. Bei Amazon ...

... versuche ich jegliche Käufe zu vermeiden. Logistik generell ist schon eine üble Branche. Mit schlecht bezahlten Mitarbeitern, und den Machern = Profiteuren obenauf, die anonym sind und für ihren Mist, den sie veranstalten, nicht haftbar sein wollen und auch oft nicht zu packen sind.

Ich habe persönliche Bekanntschaft mit hohen Herren bei DHL - ausgemachte Arxxxxöcher, Oberschlauberger. Top darin, Erträge zu privatisieren, aber die Kosten möglichst der Allgemeinheit aufs Auge zu drücken. Die moderne Pest in Wirtschaft und Politik: Ethos und Moral sind hinderlich. Schlau musst du sein, rücksichtslos, und andere Menschen übel behandeln. Ellenbogen-Mentalität. Dich nicht erwischen lassen, und wenn, dann den Wiedeking, den Winterkorn oder den Zumwinkel machen: mit 20 Millionen verduften, ins Schloss überm Gardasee. Diese Vorstände sind heute fast alle so: Menschen sind ihnen egal und Kanonenfutter. Die sollen als Mitarbeiter Kostenstellen mit Ohren sein, möglichst billig. Als Konsumenten sollen sie teuer einkaufen. Als Mieter sollen sie hohe Mieten zahlen. Und da Millionäre und Miliardäre es meiden, Steuern zu zahlen, muss auch dafür noch der arbeitende Bürger ran.

Jeff Bezos von Amazon ist neulich als reichster Mann der Erde, mit über 100 Milliarden USD, aufgefallen. Man wisse: kein einziges großes Vermögen ist ohne Kriminalität entstanden. Hier in Deutschland arbeitet die Kleinteile-Logistik genau mit täglich millionenfachem Gesetzesbruch: all die zehntausende weißen und gelben Transporter, die nahezu immer in zweiter Reihe parken, werden geduldet. Wenn das mal hart sanktioniert würde, wäre recht schnell Ende mit diesem überaus ärgerlichen Verhalten.

Dann müssten vernünftigere Konzepte her, wie das Anliefern von Paketen an örtlich nahe Paketshops und Discounterläden mit eigener Paketelagerung. Die Oma mit ihrem schweren Sack Katzenstreu müsste dann ca. die einzige sein, die einen persönlichen Trageservice bis hinauf in den fünften Stock bekommt - und bezahlt. (Es ist ja niemand gezwungen, Katzen im alten hohen Mietshaus zu halten. Mit einem Hund müsste sie auch gesundheitsfördernd Treppen steigen.)

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tkedm 09.12.2017, 12:18
172.

Zitat von krypton8310
Das Problem mit den mehrfachen Zustellversuchen ließe sich durch Zustellung am Abend deutlich vermindern. In vielen Haushalten ist es schlicht sinnlos tagsüber jemanden erreichen zu wollen, weil das 'Die Hausfrau bleibt zu Hause'-Modell schlicht ein Auslaufmodell ist. Deshalb nutze ich seit 10 Jahren sehr gerne die Packstation. Das beharren auf unsinnige, altmodische Öffnungszeiten verstärkt auch in anderen Bereichen den Druck Filialen zu schließen. Z.B. im Handel und bei den Banken. Ich bin froh, wenn der Tag erreicht ist, an dem auch meine Lebensmittel geliefert werden oder ich sie zumindest in einem drive-through abholen kann (oder mein autonomes Auto schicken kann). Und das auch um 1 Uhr nachts, wenn mir danach ist.
Ich bin auch seit 10 Jahren Packstation-Kunde. Grundsätzlich eine super Idee - wenn nur die Menschen mal zeitnah ihre Pakete abholen würden. Und der Platz für Packstationen ist ja auch begrenzt. In vielen Fällen wird's nämlich richtig übel, da man das Paket wegen Überfüllung in der nächsten Filiale abholen muss. Und wie das Filialnetz mittlerweile aussieht, wissen wir ja.

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markus_wienken 09.12.2017, 12:21
173.

Zitat von bauklotzstauner
Sie wissen, daß viele Paketunternehmen regional so kleinteilig organisiert sind, daß solche Bemühungen ins Leere laufen würden? Von Scheinselbständigen, die auf eigene Rechnung liefern und sogar noch das Zustellauto selbst finanzieren müssen (werden von unseren "Jobcentern zu solchen Jobs gezwungen), mal ganz zu schweigen....
Nein, dass die Paketunternehmen regional so kleinteilig organisiert sind wusste ich nicht.
Aber auch hier sollte es möglich sein etwas zu verändern, wären sich die Arbeitnehmer einig.
Und nein, niemand wird von einem Jobcenter in die Scheinselbstständigkeit gezwungen, das ist eine Lüge.

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OskarVernon 09.12.2017, 12:28
174.

Zitat von mens
Wenn man bei Nike einen Gutschein, der anscheinend online erworben wurde, nicht in einem Flagship-Store einlösen kann, obwohl man den Schuh schon in den Händen hält (!), weiß man dass das es auf keinen Fall gut für Mensch und Umwelt ist, wenn man Heim fährt und dann zweit Tage später den DHL-Sprinter kommen lässt.
Schuhe und anderes aus zweifelhaften Produktionsverhältnissen am anderen Ende der Welt sind in gar keinem Fall gut für Mensch und Umwelt: Auf das eine Päckchen mehr an Bord des DHL-Sprinters kommt´s dann auch nicht mehr an.
Und hochwertige Ware aus heimischer Produkton gibt es schlicht nicht überall, manchmal überhaupt nur direkt beim Hersteller. Wenn der nicht gerade in unmittelbarer Nachbarschaft sitzt, ist tatsächlich Liefernlassen die umweltfreundlichste Option.

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zensurgegner2017 09.12.2017, 12:34
175.

Zitat von dbrown
wird der Deutsche auch weiterhin wie blö d online bestellen, egal wie voll oder dreckig die Straßen und Innenstädte werden. Man braucht den ganzen Müll ja auch.
Wahrscheilich haben Sie auch gar kein Interesse daran zu überlegen, wieso es "früher" viel weniger Paketzustellungen, dafür viel mehr Einzelpersoneneinkaufsfahrten gegeben hat

Und genau deswegen werden die Gestrigen auch Morgen gegen den Konsum schimpfen, und das Onlinebestellwesen als Quelle des "Voll und dreckigen Innenstädte" beschimpfen

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zensurgegner2017 09.12.2017, 12:36
176.

Zitat von 53er
Na klar, rauf mit den Preisen für den Lieferservice. Die Lieferung muss endlich das kosten, was sie an realen Kosten bei allen verursacht.
was wäre das?
Kommen dann bei Steak auch die realen Kosten auf den keller?
Beim Mais?
Bei der Bioenergie?
Bei der Erdölgewinnung?

Begehen wir dann kollektiv Selbstmord, da unsere Volkswirtschaft dann pleite ist, weil wir WIEDER EINMAL aus Ideologie gedacht haben, gegen die Marktwirtschaft ankommen zu können, nur die pösen blöden andere leider unsere Ideologie nicht teilen?

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frenchie3 09.12.2017, 12:39
177. @35 Die ganz große Wirtschafts- und Sozialkompetenz

Ich verneige mich und erbitte Erleuchtung: was hat es mit Gier zu tun wenn ich einen Artikel bei Amazon erheblich günstiger finde? Sicher, ich habe große Fenster, aber mein Geld werf ich trotzdem nicht durch. Und Schrott? Ist der gleiche Artikel bei Amazon Schrott während er im Einzelhandel erste Sahne ist? Das Amazon das Zeugs durch die Gegend schippert ist natürlich verwerflich. Ich nehme an daß Sie umweltfreundlich in die Geschäfte teleportieren, dort angeliefert wurde die Ware per Flaschenpost. Richtig?

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iffelsine 09.12.2017, 12:41
178. Paketboten gibt es jene und solche !

Wir haben für alle Paketdienste Abstellgenehmigungen, lediglich bei UPS gibt es das nicht, da haben wir halt einen Deal mit dem Zusteller. Bei DHL funktioniert das allerdings nicht immer, es gibt hier Zusteller, die garnicht unsere Strasse anfahren und alles direkt in unserer Post abgeben. Da wir auch keinen Zettel im Briefkasten haben, müssen wir immer auf der Hut sein und online nachschauen, wenn ein Paket nicht zeitnah ankommt. Bei AMAZON haben wir den Ablageort in das Adressfeld eingegeben, denn da scheinen insbesondere die Aushilfen nicht in ihren Handheld zu schauen, wo sie ablegen sollen. Machen möchte ich einen Zustelljob nicht - da ist man nur ein Verlierer bei den Kunden...

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Telon 09.12.2017, 12:42
179. Falsche Rückschlüsse

Würden ich - und alle anderen - für all das, was ich online bestelle in die Stadt fahren, dann wäre der Verkehrsinfarkt schon da. Die paar Zusteller sind ärgerlich, aber zwischen den auf dem Gehweg parkenden Handwerkern, den Taxen in zweiter Reihe und den Baustellen fällt das nicht weiter auf.
Ich wohn auf dem Land und da ist die Situation deutlich entspannten - die Zustelle dürfen die Pakete ablegen (Garage, Gartenhaus, Geräteschuppen). Kein Thema, klappt seit Jahren problemlos.
Die Shops sind auch keine Alternative - haben miest zu, wenn ich Zeit für das Paket hätte. Die Tankstellen sind da eher was; aber vom Platzbedarf auch überhaupt nicht darauf eingerichtet ...

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