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Verteilung des Wohlstands: Wer profitiert wirklich vom deutschen Dauerboom?
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Die deutsche Wirtschaft wächst und wächst und wächst, seit fast zehn Jahren. Aber bei wem kommt der neue Wohlstand eigentlich an? Ein neuer Verteilungsbericht zeigt es - hier sind die wichtigsten Erkenntnisse.

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tyll.spiegel 28.09.2018, 10:52
10. Unverständlich ...

... finde ich das Folgende, und das schon seit Jahrzehnten: In D mangelt es an Vielem, es fehlen Mittel für Bildung, Soziales, Polizei, Straßenbau usw, usf. Diese Diagnose scheint mir unbestritten. Wie kann es sich ein Staat da erlauben, erhebliche mögliche Einnahmen aus Vermögens-, Erbschafts- und Transaktionssteuer einfach so zu verschenken - und auch noch an die, die es am wenigsten nötig haben?! Und wie kann ein Volk so schafsmäßig duldsam sein und dies über Jahrzehnte mitmachen?!
Einige Parteien (CDU/CSU, FDP, AfD) verfechten eine eine Steuer- und Finanzpolitik für eine kleine (aber sehr reiche) Minderheit, werden aber von einer Mehrheit (s. aktuelle Umfragen) gewählt. D scheint entweder ein psychisches oder ein Bildungsproblem zu haben...

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radius21 28.09.2018, 10:53
11. Eindrücklich

Die DGB Studie zeigt, das eine Sicherung des des Rentenniveau auf 48 oder 50% keine Lösung ist, zumal die zunehmende Besteuerung dabei gar nicht berücksichtigt wird. Die Lösung scheint einfach: Alle, auch die Vermögenden zahlen ein, der Rentenbeitrag wird nach oben hin nicht gedeckelt und die hohen Renten werden auf den doppelten Betrag einer guten untersten Mindestrente gekappt ...fertig!

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pepe83 28.09.2018, 10:54
12. Fazit: Vermögen stärker besteuern

Wenn sogar die Gewerkschaften zugeben, dass der Lohnzuwachs in den letzten Jahren gut war, besteht hier definitiv kein Handlungsbedarf. Aber die geringe Besteuerung von Vermögen ist auffällig. Dieses wird über Generationen in denselben Familien weiter vermehrt. Hierdurch entsteht das Gefühl, dass die Reichen immer reicher werden.

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Choucroute 28.09.2018, 10:56
13. target 2 Salden !!!

Hab mich schon gefragt, wie lange es braucht bis ein Forist mit den Target 2 Salden daher kommt (10 Jahre BIP Wachstum, niedrige Arbeitslosigkeit und EURO da muss was falsch laufen, oder ?). Und schon beim 2. Beitrag ist es soweit ! vielen Dank für den inzwischen Pawlowischen Reflex.

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fredfeuerstein 28.09.2018, 10:56
14. @derleibhaftige

in dem Artikel werden von Steigerrungen bei Reallöhnen gesprochen. Diese sind inflationsbereinigt. Ihr Argument trifft deswegen nicht zu. (Dass es sich bei dem Bericht ausgerechnet um einen Gewerkschaftsbericht handelt, der bescheinigt, dass bei Löhnen alles super ist und nur beim Vermögen Probleme bestehen, kann natürlich nachdenklich stimmen)

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Dark Agenda 28.09.2018, 10:57
15. 1% stopft sich die Taschen voll

Wirtschaft steigt und fällt. Das ist ein Naturgesetz. Je höher sie steigt desto tiefer der Fall später.
Gewinne kommen nur einer kleinen Schicht zu gute insbesondere durch Gewinne aus Kapitalerträgen.
Kapitalerträge dürfte es logisch gar nicht geben denn das ist wie Erzeugung von Geld aus dem Nichts, tatsächlich wird es aber umverteilt.
Verluste in schlechten Zeiten werden auf Unter und Mittelschicht abgewälzt. Hinzu kommt ständiger Inflationsverlust.
Dies nennt sich in der Zeitung "erfolgreiches Regieren" und "Deutschland geht es gut". Weltweit ist die Bevölkerung mit der Leistung der internationalen Finanzdiebe unzufrieden daher kommt es zu "irrationalem Wählerverhalten".
Dabei läuft es doch supi.

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n.wemhoener 28.09.2018, 11:00
16.

Der Papst Franziskus hat sich zu der real existierenden herrschenden neoliberalen Wirtschaftsideologie so geäußert:

"Wir haben neue Götzen geschaffen"
"Es entsteht eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, die einseitig und unerbittlich ihre Gesetzte und ihre Regeln aufzwingt."
"In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache wehrlos gegenüber den Interessen des vergöttlichten Marktes, die zur absoluten Regel werden."
"Diese Wirtschaft tötet."

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kopfball123 28.09.2018, 11:02
17. Es ist doch alles subjektiv

Dem "normalen" Arbeiter geht es heute viel besser als noch vor 20, 30 Jahren. Damals war aber auch jeder damit zufrieden ein Dach über dem Kopf zu haben, jeden Tag genug zu Essen zu haben und einmal im Jahr mit dem 10 Jahre alten VW Passat an die Adria zu fahren.

Heute ist das eben nicht mehr so, die Ansprüche sind gestiegen ohne dass zwangsweise mehr geleistet wird. Dazu kommt dass es allen anderen noch besser geht als einem selbst, so geht es halt den Akademikern derzeit richtig gut, die überall gefragt sind während man sich früher über die "studierten" lustig machen konnten die 13 Jahre zur Schule gehen, 5 Jahre studieren und dann Arbeitslos sind oder normale Jobs annehmen müssen. Der Anteil an Akademikern ist auch gestiegen. Das merkt man dann eben schon wenn man "nur" 2000€ verdient als Fachkraft (9-10 Jahre Schule, 2-3 Jahre Ausbildung) und nebenan ziehen Akademiker ein die einfach mal das doppelte oder dreifache verdienen. Subjektiv fühlt man sich da ärmer als man ist.

Dass die Superreichen so viel Geld haben ist natürlich problematisch, doch im Alltag merkt das doch nicht ernsthaft irgendein normaler Angestellter?

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archi47 28.09.2018, 11:03
18. Das ist richtig beschrieben

Zitat von ctrader62
Ein großer Teil des Aufschwungs basiert auf einem Handelsungleichgewicht innerhalb der EU. Aufgrund der vergleichweise niedrigen Löhne plus der Herstellung guter Produkte und Dienstleistungen wird sehr viel in die anderen EU-Länder auf Kredit verkauft (der Kreditsaldo zu Lasten des Steuerzahlers findet sich in den Target-2-Salden, im Moment in Höhe von fast 1 Billion EUR). Ein weiterer Teil des Aufschwungs kommt durch eine Investitionstätigkeit, die auf einer Vermögenspreisinflation beruht, die durch die Negativ-Zins-Politik begünstigt wird. 10 Jahre Aufschwung und eine Notenbankpolitik, die nur für Katastrophensituationen vorgesehen ist, machen doch schon nachdenklich. Der Vermögenszuwachs beruht auf aktuellen Bewertungen, diese können im Falle von Aktien, Beteiligungen, Staatspapieren und auch teilweise bei Immobilien drastisch zusammenschmelzen. Ja, es gibt eine positive Gesamtsituation, sie beruht aber nur wenig auf eigener Kraft und mehr aus helfenden Faktoren, die wir bald bezahlen müssen.
Die Frage, die offen bleibt, ist, wie sag ichs meinem Kinde, dem deutschen, itallienischen und all den anderen...

Die Deutschen sind stolz auf den Exportweltmeister, auch wenn die arbeitende Masse Binnen wenig davon hat. Manche haben sogar mehrere Arbeitsplätze, aber nicht weil sie den Rachen nicht vollkriegen, sondern weil sie sonst nicht über die Runden kommen. Ein Verteilungs- und ein Versorgungsproblem also allerorten.

Interessant wäre mal Zusammenhänge mit den Target 2 in der EU, den Versorgungsempfängern, den Malochern, den Privatiers und Vermögenden herzustellen, länderweise und regional.
Erst wenn hier Klarheit und Konsens erreicht werden kann, werden sich allgemein akzeptierte Leitplanken entwickeln lassen, innerhalb deren der internationale Kapitalismus zum Wohle aller gedeihen kann.
Ohne "Teilen lernen" bei den Superreichen wird es wohl nicht gehen...

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idee342 28.09.2018, 11:03
19. Vergleiche Reallohnentwicklung und Miete

Die Reallohnsteigerung hält bei den meisten nicht mit den Mietsteigerungen mit. Und damit haben Arbeitnehmer die zur Miete wohnen überwiegend wenig vom Aufschwung. Dann dazu noch immer die Aussage "uns" geht es besser von den Politikern und der Frust ist da....

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