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Verteilungsdebatte: SPD will Sozialstaatsreform mit höheren Steuern für Reiche finanz
DPA

Die SPD spricht von einem "neuen Sozialstaat". Vorhaben wie Bürgergeld und Grundrente würden einiges kosten. Dafür wollen die Sozialdemokraten das Vermögen von Reichen besteuern.

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elke-34 11.02.2019, 13:08
110. JA die SPD

Unglaublich was die sich wieder so einfallen lassen.
Haben Jahre dazu begetragen, das H4 das ist was es nun ist und sagen sich nun, nachdem sie merken das sie keiner mehr wählen wird, den Salto.
Und wieder sollen die, die schon am meisten für die Allgemeinheit machen, dafür noch bestraft werden, dass die die keine Lust haben zu Arbeiten, mit der faulen Haut im Bett bleiben können.
Mit ist bewußt, dass jetzt viele wieder schreien, ich weiss auch das es tatsächlich Personen gibt die aus welchen Gründen auch immer, tatsächlich hilfebedürftig sind, aber die Mehrheit sieht es doch bei dem Anreiz gar nicht ein, das Bett oder das Sofa zu verlassen.
Ich weiss wovon ich rede, bin beruflich oft in solchen Wohnungen und muss regelmäßig feststellen, dass deren Fernseher meinen um min. das doppelte der Bildschirmdiagonalen schlägt.

So wird das nix SPD. Das ist unglaubwürdig und alter Wein in scheinbar neuen Schläuchen.
Nicht mit mir.

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trude2004 11.02.2019, 13:09
111.

Jammert nicht rum, es wählen ja genug die SPD.

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acitapple 11.02.2019, 13:09
112.

Zitat von tiefenrausch1968
Jetzt, wo ihr das Wasser bis zum Hals steht, oder besser bis zur Nase, werden Vorschläge gemacht, die die SPD schon in vergangenen Bundestagswahlen bei einer erzielbaren Rot/Rot/Grün-Mehrheit hätte umsetzen können und müssen. Zudem hat der Staat in den vergangenen Jahren Rekord-Steuereinnahmen eingefahren. Die Arbeitnehmer hatten davon überhaupt nichts. Gar nichts! Jetzt die Super-Idee, die Steuern für "Reiche" zu erhöhen? Und "Reich" fängt bei der SPD eben bei 70.000. Wie wäre es mal mit Steuer-Einsparungen? Aber dazu müsste man sich ja mal an die eigene Verschwendernase fassen und den EU-Popanz, die Migrationspolitik, die Subventionen etc.pp. mal unter die Lupe nehmen. Da lieber neue Steuern. Ohne mich. Ein ehemaliger Wähler.
Ich weiß nicht wo "reich" bei der SPD anfängt, jedoch fordern die Grünen bereits Höchstsätze für Einkommen von 60TEUR pa. Mit anderen Worten, wer so viel verdient, zahl ebenso viele Steuern wie jemand mit 50 Mio Einkommen pro Jahr - prozentual natürlich. Ganz ehrlich, warum noch arbeiten gehen ? Ohne Arbeit zahlt einem der Staat dann die Wohnung, dank städtischer Wohnpolitik dann vergünstigt im angesehen Stadtviertel. Darüber hinaus erhält man X weitere Vergünstigungen und wird noch nicht mal genötigt vielleicht doch mal arbeiten zu gehen. Na vielen Dank. Von der Partei der Arbeiter zur Partei der Arbeitslosen. Und von Geld einsparen verstehen die Sozis ja schon gar nichts. Immer nur raus, mit vollen Händen. Wenn dann die Rechnung kommt, zahlt jemand anders.

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mythoughts 11.02.2019, 13:09
113. Endlich!

Dass ich das noch erleben darf: Die gute alte SPD erwägt, eine Vermögenssteuer einzuführen! In einer Zeit, in der die Vermögen deutlich schneller wachsen als die Arbeitseinkünfte, ist die Besteuerung dieser Vermögen wirklich überfällig, egal wie schwierig das in der Umsetzung sein mag.

Eine Steuer auf das gesamte Vermögen würde auch die aktuelle Ungerechtigkeit beseitigen, dass wir zurzeit ganz überwiegend die kleinen Vermögen über die Grundsteuer belasten. Für Omas Häuschen und Grundstück ist eine Abgabe fällig, aber nicht für große Geld- oder Beteiligungsvermögen. Liebe SPD: Da müsst ihr ran! Her mit einer Steuer für große Vermögen!

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Proletheus 11.02.2019, 13:11
114. Reiche?

Der Spitzensteuersatz fängt bei 55k jährlich an. Ein Gehalt über dem Durschnitt ja, aber "spitze"? Wo wird wohl die Vermögensteuer anfangen? Bei 50k Vermögen? Oder 100k? Na dann viel Spaß beim Ansammeln des Eigenkapitals für ein Reihenhäuschen. Ich bin ja grundsätzlich schon der Meinung, dass Systeme, die einer Konzentration von Vermögen auf wenige entgegenwirken, sinnvoll sind. Aber die Vorschläge der SPD führen (mal wieder!) nur dazu, dass der Anteil derer, die sich nennenswertes Vermögen aufbauen kann, weiter sinkt und die Schere noch weiter auseinandergeht. Ich weiß, dass ist unsozialdemokratisch, aber wer wirklich möchte, dass sich das Vermögen in Deutschland gleicher verteilt als heute, sollte darüber nachdenken, den besserverdienenden Arbeitnehmern zwischen 40k und 100k p.a. deutlich mehr übrig zu lassen.

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noway2go 11.02.2019, 13:12
115. Verhältnismäßigkeiten

Zitat von Freidenker10
Kann ich schon verstehen dass SIe sich nicht reich fühlen, aber Sie sollten auch verstehen dass Ihr Einkommen im Vergleich recht hoch ist. Schätze mal so 70% dürften deutlich weniger verdienen als Sie, ich auch. Keiner will schmälern dass Sie auch was dafür getan haben und tun, aber starke Schultern müssen eben auch mehr stemmen als schwache, so leid es mir für Sie auch tut. Ich persönlich denke aber das Einkommen ab 150.000 Euro/Jahr eher dafür geeignet sind den Spitzensteuersatz zu erhöhen, da sollten dann trotzdem noch 2 warme Mahlzeiten drin sein. Auch das Erbschaftsrecht und die Kapitalertagssteuer sollten angepasst werden, denn der extreme Reichtum muss sich einfach auch am Gemeinwohl beteiligen, denn nur Arbeit zu besteuern reicht nicht! PS. Mit der Drohung zur Not auch im Ausland sein Glück zu suchen ( nur dann nicht nach Skandinavien, da kommen Sie vom Regen in die Traufe ) gehören Sie schon zu den Reichen, die drohen auch ständig damit...;-)
In München ist das leider als mittleres Einkommen anzusehen, wird DIE Mieten dort zahlen will, muß überdurchschnittlich verdienen. Ist fies, unschön und gemein, aber leider Marktrealität. Und die -reichen- Unternehmer oder Erben von Unternehmern müssen sich und ihr Unternehmen hoch verschulden und damit unrentabel machen, um noch höhere Erbschaftssteuer zu zahlen. Damit wird gerade auf den so wichtigen deutsche Mittelstand noch mehr eingeprügelt. Als wenn die oftmals völlig unsinnigen Bürokratiemonster aus Brüssel nicht schon reichen würden. Außerdem - kann mir mal jemand erklären, warum nicht in den veralteten und ineffizienten Amtsstuben RICHTIG durchgelüftet wird, bevor wieder nur Steuern erhöht werden? Da liegt DAS Sparpotential. Über 7000 Beamte verwalten die Beschaffung für ca. 200.000 Soldaten - mal ehrlich, das ist doch peinlich, oder?

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im_ernst_56 11.02.2019, 13:12
116.

Zitat von fatherted98
....und wo beginnt bei der SPD reich?....bei 2500 Euro brutto nehme ich an.
Es gibt Berechnungen darüber, dass eine derartige Steuererhöhung nur dann etwas bringt, wenn man bei einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro beginnt. Wenn man nur auf das Vermögen der Superreichen (Vermögen von mehr als 5-10 Mio Euro) eine Vermögenssteuer von 100% erheben würde (was einer Enteignung entspricht), dann würde das nicht ausreichen, um auch nur ein Bruchteil der Kosten über einen Zeitraum von länger als drei Jahren gegenzufinanzieren (abgesehen davon, dass eine völlige Enteignung natürlich unzulässig ist).

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ludwig49 11.02.2019, 13:12
117. Es könnte sein...

...dass die SPD den Ausstieg aus der GroKo provoziert und mit Forderungen aller Art beim Wähler punkten will. Es könnte aber auch sein, dass die Genossen lediglich in Panik sind und sich der vergraulten Wählerschaft mit Hilfe von Märchen wieder andienen wollen. Ausgegoren sind die Vorhaben der SPD jedenfalls nicht, einen Flickenteppich soll halt ein paar Flecken mehr bekommen.

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Freidenker10 11.02.2019, 13:12
118.

Zitat von elcaron
"Reich" und vom Spitzensteuersatz betroffen ist eigentlich jeder Studierte (auf gesuchten Fächern), selbst im öffentlichen Dienst mit TvöD 13. Das ist die Mittelschicht, die den Großteil ihres Einkommens für ein 140m^2 Häuschen auf 400m^2 Grundstück im Neubaugebiet ausgibt.
Willkommen im Klub! Welche Regierung würde denn auf die Steuerungerechtig verzichten würde es doch Steuermindereinnahmen bedeuten? Mit hohem Steueraufkommen lässt es sich halt deutlich angenehmer regieren als mit geringen! Diätenerhöhungen und Parteienfinanzierung sind dann auch locker drin, was will der Politiker mehr?! Hier liegt dann auch der Verrat der SPD, denn der Facharbeiter beim Daimler ist mittlerweile der Spitzenverdiener und wählt auch keine SPD mehr. Mitarbeiter der Dienstleistungsbranchen machen doch bestimmt bald an die 50% aus und die verdienen sogar noch deutlich weniger und wenn Ihnen das Wasser bis zum Hals steht, sind die anderen längst abgesoffen! Um eine Umverteilung kommt unsere Gesellschaft nicht mehr rum, aber ob dann der Facharbeiter mit seinen 5000 Brutto schon zu den Reichen zählen muss darf schon bezweifelt werden!

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archi47 11.02.2019, 13:15
119. Verteilungsgerechtigkeit schaffen

geht eben nur durch Steuern.
Der Markt ist dafür blind. Er ist auch blind für Umwelt- und Sozialkosten, die erst mit ihren Grenzkosten, also dann wenn der Schaden preisrelevant wird, preiswirksam werden.

Dafür leisten wir uns einen Staat, denn der Staat, das sind wir.
Dafür leisten wir uns Parteien, denn das GG sieht diese als unsere Vertreter vor.
Dafür leisten wir uns Wahlen, denn dadurch können wir Politik beauftragen unsere Interessen umzusetzen.

Es scheint fast so, als ob die SPD wieder auf den "Pfad der Tugend", nämlich ihren Wählern und damit der Mehrheit von 90% der Bevölkerung zu dienen, zurückkehrt. Es wäre also schön, wenn der Hund wieder mit dem Schwanz wedeln könnte und nicht der Schwanz mit dem Hund wedelt, wie die jahrzehntelang war.

Es muß nur so sein, dass nicht denen was wegesteuert wird, die zu wenig haben, sondern denen, die zuviel haben und deren Kaptital nicht marktwirksam eingesetzt werden kann.

Man wird abwarten müssen, was davon übrig bleibt und auch, was bei Medien und dem Wähler ankommt, denn der Einfluß der oberen 5% auf die Beharrungskräfte und auch Parteien durch Spenden ist immens.

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