Forum: Wirtschaft
Verteilungsdebatte: SPD will Sozialstaatsreform mit höheren Steuern für Reiche finanz
DPA

Die SPD spricht von einem "neuen Sozialstaat". Vorhaben wie Bürgergeld und Grundrente würden einiges kosten. Dafür wollen die Sozialdemokraten das Vermögen von Reichen besteuern.

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krautrockfreak 11.02.2019, 15:01
260. Liebe SPD, wenn Ihr mal wirklich was Vernünftiges machen wollt, dann

schafft endlich den Soli ab, denn der hat keine Berechtigung mehr! Wir brauchen endlich eine Steuererleichterung für die Mittelschicht und das wäre genau das richtige Zeichen. Und dann eine Erbschaftssteuer auf große Vermögen und andere Ideen (z. B. mal endlich eine Kerosinsteuer, die hätte gleich mehrere positive Aspekte, eine Transaktionssteuer für Aktiendeals und stopft die Steuerschlupflöcher für Firmen!). Das allein würde reichen und es wäre genug Geld da für eure Wohltaten, die Ihr plant...

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manque_pierda 11.02.2019, 15:01
261. Reich?!

Spitzensteuersatz für Reiche anheben, schön und gut. Der aktuelle Spitzensteuersatz von 42% greift aktuell bei knapp 56.000€ Jahresgehalt. Das macht je nach Beitragssatz KV 2.750 € netto. Sind das die Reichen, die mehr leisten müssen? Das sind Lehrer, Angestellte und qualifizierte Facharbeiter mit viel Berufserfahrung zum Beispiel.

Wenn dann schwadroniert wurde, dass der Spitzensteuersatz unter Helmut Kohl bei 56 % gelegen hätte, vergleicht dennoch Äpfel mit Birnen, denn damals wurde dieser bei 100.000 DM fällig. Wollen die Sozen ernsthaft behaupten, dass die Kaufkraft von 100.000 DM Mitte-Ende der 80er heute 56.000 € entspricht? Von den gestiegenen Sozialbgaben, Solidaritätszuschlag und Pflegeversicherung noch ganz abgesehen. Hier wird eiskalt sich wieder bei Leuten bedient, die mehrheitlich unter den Beitragsbemessungsgrenzen verdienen und dazu die Stützen der Gesellschaft sind. Billigster Linkspopulismus wird hier betrieben, denn es wird suggeriert, dass man den Porsche fahrenden Börsenmakler oder CEO abziehen will. Dabei werden wieder einmal nur diejenigen abgeschöpft, die etwas überdurchschnittlich verdienen, aber viel zu wenig haben, um sich mit steueroptimierendn Abschreibungsmodellen arm rechnen zu können.

Tja, letzte Woche hat man über Gerhard Schröder hergezogen, der wusste jedoch, dass man Wahlen in der Mitte verlässt. Die SPD feiert deren Verlassen. Glückwunsch, 10 % wir kommen!!!!

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phantasierender... 11.02.2019, 15:05
262. Ich hab mal Grad auf einem Bierdeckel was zusammengeschrieben:

Einkommensteuer:
0% - 19t? / 3% -29t? / 10% - 39t ? / 20% - 80t ? / 30% - 120t ? / 40% - 150t? / 45% - 250t ? / 49% - 500t ?

Steuer auf leistungsloses Einkommen:
(Pacht,Miete,Zins,Dividenden,Aktiengew.)
40%

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peter.stein 11.02.2019, 15:07
263.

Zitat von mtt
Alle die gegen die Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent sind, möchte ich gerne fragen, sind sie denn du Kohls Zeiten mit über 50 Prozent Spitzensteuersatz verhungert?
Manche haben einen höheren Anspruch an sich selbst, als nur nicht zu verhungern. Aber es geht auch weniger um die Höhe des Satzes, als vielmehr, ab wann dieser greift. Weil Sie selbst Kohl ansprechen: 1989 lag das Einkommen, bei dem Spitzensteuersatz (56%) griff bei ca. 66.000 Euro (umgerechnet). Und damals hatten 66.000 Euro noch eine wesentliche höhere Kaufkraft als heute, d.h. inflationsbereinigt ist der Betrag nochmal deutlich höher. Aktuell liegt der Wert bei ca. 55.000 Euro. D.H. all die Facharbeiter, die früher mal SPD gewählt haben, fallen jetzt hier voll rein. Sei nur mal am Rande erwähnt, falls sich jemand bei der SPD mal gefragt haben sollte, warum genau diese Leute die SPD nicht mehr wählen...

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Ossibär 11.02.2019, 15:07
264.

Erst besteuern, dann enteignen und zum Schluss vom Flaschenpfand? Gerecht geht anders. Einer für alle,alle für einen! In die Rente einzahlen oder den Soli weg und die Mwst. um 1% rauf.

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Olli Ökonom 11.02.2019, 15:07
265.

Zitat von a.knieling
Ein Element des Sozialstaates ist ein faires Steuersystem, mithin Steuergerechtigkeit. Und mit dem Instrument einer Vermögenssteuer lassen sich in der Tat die Mehrkosten für die Erneuerung des Sozialstaates finanzieren. Wer allerdings zwischen Einkommensteuer und Vermögenssteuer nicht unterscheiden kann, sollte sich mit seinen Kommentaren zurückhalten. Gern erinnere ich daran, dass die Linken einen ganz Ähnlichen im Bundestag vorgeschlagen haben. Es war die SPD, die lautstark den Vorschlag als nicht finanzierbar ablehnte. Und die Herrschaften der CDU quatschte irgendwas von Kommunismus. Es war übrigens auch die SPD, die (lt. Handelsblatt vom 05.07.2010) die Einkommensteuer von 53% auf 42% gesenkt hatte und damit den Solidarpakt der Gesellschaft aufkündigte. Und jetzt tönen sie, sie wollten die Vermögenssteuer wegen der Gerechtigkeit zur Finanzierung anheben? Und wie Glaubwürdig ist das Gefasel. Die Genossen à la Müntefering, Schröder und Clement und Gabriel lügen schneller als die Schallgeschwindigkeit. Bei allen was Recht ist: Sozialdemokratische Politik wurde unter Willy Brandt anders geschrieben.
Ich halte die Vermögensteuer für asozial! Solange wir arbeitsfähige Hartzer nicht zur Arbeit zwingen brauchen wir über eine Vermögensteuer nicht reden.
Zweitens ist eine Vermögensteuer schwierig GG-konform zu gestalten und zusätzlich nach Abzug der Kosten effektiv zu gestalten. Wie sollen Vermögenswerte bewertet werden? Wer soll die Bewertung bezahlen?
Wie häfig muss der Bewertung erfolgen?
Alles Fragen, die die linken Neiden und Nassauer, nicht beantworten können und wollen. Hauptsache man belastet die Erfolgreichen und schiebt das Geld in den Allerqwertesten der Faulen und Arbeitsscheuen.

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Karsten Kriwat 11.02.2019, 15:09
266. FDP-Lindner tobt...

Warum sollen Reiche eigentlich nicht höhere Steuern zahlen? Selbst unter CDU-Kohl gab es einen höheren Spitzensteuersatz als heute. Und es ist vor allem nicht einzusehen, warum reiche Millionenerben so vom Fiskus verschont werden. Diese Leute haben selbst nie etwas beruflich dafür geleistet, sondern sind von Beruf Millionen- oder sogar Milliardenerben. Welche Steuern zahlt denn Frau BMW-Klatten? Ist das ganze Steuersystem eigentlich noch gerecht? Und einem Hartz-IV-Empfänger droht bei jedem kleinsten Fehlverhalten sofort eine Sanktion...

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Olli Ökonom 11.02.2019, 15:16
267.

Zitat von Strichnid
Das ist nicht gottgegeben. Geld ist nur etwas wert, solange die Gesellschaften und der Staat ihm einen Wert beimisst. Wenn Steuerhinterzieher ordentlich belangt würden, wenn auch Steuerzahler im Ausland nach deutschem Steuerrecht abkassiert werden, oder aber ihre Staatsbürgerschaft aufgeben müssten, geht das ganz schnell, dass alles finanzierbar ist, ohne irgendeinen Arzt oder Ingenieur anzutasten. Und das völlig legal und praktisch umsetzbar. Die USA machen das übrigens.
Dann würde ich ganz schnell meine abgeben und nach Österreich oder in die Schweiz gehen!!
Aber wie kommen Sie auf das schmale Brett, dass dies reichen könnte.

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parisien 11.02.2019, 15:16
268. Opposition

Zitat von Freidenker10
Die SPD MUSS die GroKo verlassen und auch eine Durststrecke in Kauf nehmen, aber wenn die unsoziale Politik einer Jamaika Regierung mal lange genug andauern wird, wird auch die SPD wieder attraktiv, wenn sie auf ihrem jetzigen Kurs bleibt und nicht ständig wieder umfällt oder auf Posten schielt...!
In der Tat, die Durststrecke (Opposition) ist angesagt.
Mich ärgert, dass Nahles und Co zum einen den Koalitionspartner als Erklärung für früheres Versagen der SPD benannt hat, dann aber bei den Mitgliedern für die GroKo getrommelt hat und jetzt prompt wieder an dieser Konstellation mit ihren Ideen scheitert.
Glaubwürdigkeit geht anders .
Und : Wir brauchen eine starke SPD.

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freigeist1964 11.02.2019, 15:17
269. Das ist genau das was ich befuerchte!

Zitat von fatherted98
....und wo beginnt bei der SPD reich?....bei 2500 Euro brutto nehme ich an.
aber wenn das tasaechlich durchgeht, werde ich mir die letzten Jaher vor der Rente ein gemuetliches Leben auf Kosten der Allgemeinheit machen! Drei jahre Arbeistlosengeld beziehen und dann in Rente! !!

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