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Verteilungskampf zwischen Alt und Jung: Forscher warnen vor wachsender Wählermacht de
dpa

Die schwarz-rote Rentenreform könnte erst der Anfang sein, denn die Wählermacht der Älteren wird bis 2030 massiv steigen. Das Berlin Institut warnt: Wer jetzt jung ist, dem droht später Armut.

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JohannWolfgangVonGoethe 26.05.2014, 13:12
1. Forscher

"Das Berlin Institut warnt: Wer jetzt jung ist, dem droht später Armut.". Ja ne, das hätt ich jetzt nicht gedacht.

Jedem, der noch jung ist (also unter 35) kann ich nur raten auszuwandern. In ein Land mit geringerer Steuerlast - wo man noch die Chance hat für das Alter selber vorzusorgen.

Hier in Deutschland werden die Alten uns Jungen keine Chance mehr lassen.

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FrankDr 26.05.2014, 13:14
2.

Zitat von sysop
Die schwarz-rote Rentenreform könnte erst der Anfang sein, denn die Wählermacht der Älteren wird bis 2030 massiv steigen. Das Berlin Institut warnt: Wer jetzt jung ist, dem droht später Armut.
Früher mehr als 4 Arbeitnehmer zur Versorgung 1 Rentners.
Heute auf dem Weg von 2 zu 1 Arbeitnehmer pro 1 Rentner.
Der Generationenvertrag ist - ohne Änderungen/enormeKürzungen/FörderungvonKindern nicht zu retten.
Die demografische Entwicklung lässt sich nicht leugnen, auch wenn das aktuelle Rentner (die ohne jeden Zweifel damals hart arbeiteten) nicht einsehen. Es geht schlichtweg nicht - und das v.a., da man ja jetzt noch früher in Rente gehen möchte, gleichzeitig die Lebenserwartung steigt und jeder Idiot erstmal 3 Jahre Abi macht (in Hamburg 48%) und noch später in Berufe einsteigt und somit einzahlt.

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seiplanlos 26.05.2014, 13:17
3. na dann...

Mit offiziellen Renteneintritt darf dann ab sofort nicht mehr gewählt werden. Lobby arbeit: Gerne; Junge leute darauf hinweisen, das sie auch für ihr eigenes Wohl im Alter abstimmen: Gerne; Selber Wählen: NEIN

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systembolaget 26.05.2014, 13:18
4. Rentner wählen Geld und Ruhe

Zitat von sysop
Klingholz verweist auf eine ältere Studie des Ifo-Instituts: Die Münchner Forscher hatten ausgerechnet, dass im Jahr 2023, also dann, wenn der stärkste Jahrgang der Babyboomer ein Alter von 60 Jahren erreicht, der Wählereinfluss der Älteren so groß werde, dass sich in einem demokratischen System keine strategische Mehrheit für eine Rentenreform zur Entlastung der Jungen mehr finden lasse. Das gilt laut Klingholz jedoch nur, wenn alle Wähler nach rein egoistischen Motiven handeln. Es bleibe zu hoffen, dass dem nicht so sein werde.
So wird es nicht kommen, leider. Schon jetzt richtet sich die Politik nach denen, die in Ruhe ihren bescheidenen Wohlstand genießen wollen, und sich nicht um die Zukunftsfähigkeit des Landes scheren. Die Generation, die noch ohne Zeitarbeit und dauernde Ortswechsel in Ruhe ihre berufliche Existenz nebst Familie aufbauen konnte, hat schon längst das Gespür dafür verloren, mit welchen Gegebenheiten die heute unter 35jährigen konfrontiert sind. Nicht zuletzt deshalb haben CDU und SPD die unfaire Mütterrente und Frühverrentung eingeführt - 130 Milliarden Euro, die die jüngeren Generationen bis in alle Ewigkeit erarbeiten dürfen - mit befristeten Stellen bei geringerem Gehalt.

Deutschland ist eine Republik von Egoisten "mit kleinem Häuschen" bzw. Schrebergärtnern und Beamten. Oder, wie Kurt Tucholsky es einmal sagte: Der Traum eines Deutschen ist es, hinter dem Schalter zu stehen, nicht davor.

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monolithos 26.05.2014, 13:18
5. Wahlrecht ändern!

In einem anderen Threat hatten wir es doch gerade davon: Wahlrecht ändern! Altersobergrenze für passives Wahlrecht einführen! Nur wer von der Zukunft betroffen ist, sollte auch über sie entscheiden dürfen, Eltern sollten für ihre (noch nicht wahlberechtigten) Kinder in Form zusätzlicher Stimmen mitentscheiden dürfen.

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harwin 26.05.2014, 13:20
6. Umverteilung aber gerecht

Die Rentenverischerung muss so reformiert werden, dass alle davon profitieren.Das Vermögen in Deutschland ist ungleich verteilt. Außerdem zahlen nicht alle in die Rentenkasse ein. Von Maschinen profitieren nur Unternehmen, sie produzieren allerdings häufig immer mehr Arbeitslose, wieso nicht die besteuern. Wege würde es viele geben, aber keine traut sich Geld von Unternehmen oder Reichen zu holen. Sie erpressen oft die Politik mit Aussagen sonst gehen sie ins Ausland oder ähnlichen.

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sophica 26.05.2014, 13:23
7. Künstliche Gegensätze

Die Grenze zwischen arm und reich läuft wohl im wesentlichen nicht zwischen jund und alt. Es gibt eine geringe Zahl Menschen, die hohe Geldvermögen und auch sonstiges Vermögen ihr eigen nennen und die große Masse der Menschen wird wegen Hungerlöhnen in vielen Bereichen mehr und mehr in die Armut gedrückt. Dies ist das Auseinandertriften zwischen arm und reich. Zwischen jung und alt verläuft diese Grenze nicht.

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ironcock_mcsteele 26.05.2014, 13:24
8. Gerontokratie

Wollen wir wirklich darauf hoffen, dass ausgerechnet die selbstsüchtigste Generation Deutschlands nicht nach egoistischen Motiven handelt?

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen: entweder spart man oder man bekommt viele Kinder. Beides bedeutet Verzicht auf Konsum.

Kinder bekommen wir aber nicht genug, also bleibt nur die private Vorsorge. Das heißt, eine Generation wird gleichzeitig für beides aufkommen müssen, für den eigenen Lebensabend und für jetzigen Alten. Je früher mit der Umstellung begonnen wird, auf umso mehr Schultern kann man diese doppelte Last noch verteilen.

Nur: damit hätte man schon vor 30 Jahren anfangen müssen, die Alten von heute haben sich den Konsumverzicht gespart: zu wenig Kinder, zu wenig eigene Vorsorge, aber selbst musste man nur für die dezimierte Nachkriegsgeneration zahlen.

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kraftmeier2000 26.05.2014, 13:25
9. Auch

Zitat von sysop
Die schwarz-rote Rentenreform könnte erst der Anfang sein, denn die Wählermacht der Älteren wird bis 2030 massiv steigen. Das Berlin Institut warnt: Wer jetzt jung ist, dem droht später Armut.
ich werde in gut vier (nach dann 47 Jahren Arbeitsleben) Jahren zu den älteren gehören, und sehe da noch keine Bedrohung was die Altersarmut angeht auf die Jüngeren zukommen, denn die gibt es Heute schon zu hauf, man muß sich nur einmal umschauen.
Sicher mit der gesetzlichen Rente wird es dann für die Heute Jungen Leute nicht mehr reichen, dafür muß mit einer privaten Zusatzrente egal in welcher Form nachgeholfen werden. Und das ist Möglich, auch mit kleinen monatlichen Beiträgen, wenn man denn durchhält.
Was einem bei den vielen Verlockungen (Konsum) nicht gerade leicht fällt. ;)

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