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Vertiefung für Megafrachter: Gutachten warnt vor schweren ökologischen Schäden für di
DPA

Eine holländische Studie könnte die Elbvertiefung stoppen: Nach SPIEGEL-Informationen warnt das Gutachten davor, den Fluss auszubaggern - andernfalls könne das Ökosystem in der Elbmündung "umkippen". Derzeit ist die Fahrrinnenanpassung auf Betreiben der Umweltschützer unterbrochen.

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hhismanic 21.04.2013, 14:05
20. Gaga

Zitat von sysop
Eine holländische Studie könnte die Elbvertiefung stoppen…
Warum wohl ausgerechnet eine holländische Studie Bedenken auslöst? Dass Rotterdam in Holland liegt, kann natürlich nur Zufall sein.

"Damit könnten sich die letzten Hoffnungen zerschlagen, den Umweltverbänden gegen weitere Schutzmaßnahmen für die Elbe eine Zustimmung zur Vertiefung abzutrotzen."

Seit wann sind eigentlich wirtschaftliche Großprojekte von der Zustimmung unserer Umweltverbände abhängig?

Das ist gaga.

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chb_74 21.04.2013, 14:07
21. Jade-Weser-Port

Warum wird eigentlich immer das Schreckgespenst "Rotterdam" rausgeholt? Mit dem Jade-Weser-Port steht ein kaum genutzter Tiefwasserhafen zur Verfügung, der für diese Pötte genutzt werden kann. Ja, es fehlt noch Infrastruktur im ostfriesischen Hinterland, aber die Gleiswege und Straßen lassen sich (aus-)bauen, wenn man denn will. Bei der Elbe muss man auch bauen, und ich sehe hier wieder so ein ideologisch überfrachtetes Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Projekt wie S21, BER & Co. Was machen die ganzen Schlauschwätzer eigentlich, wenn am Ende die Elbe wirklich "umkippt"? Übernimmt dann jemand die (finanzielle) Verantwortung für die Folgen?

Wachstum kann Grenzen haben, und ich denke, dass wir für den de-facto-Binnenlandhafen Hamburg jetzt allmählich die Grenze erreicht haben.

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einzel haft 21.04.2013, 14:12
22. Jade-Weser-Port?

Der Jade-Weser-Port wäre doch die Alternative, Hamburg einfach zumachen, dann machen wir was mit Medien oder so.

Wäre schön wenn mal D2100 politisch diskutiert würde?

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jejo 21.04.2013, 14:12
23. Kleinteilig

Der Vorteil des Hamburger Hafens war die Lage, die im Mittelalter und in der frühen Neuzeit den Umschlag von Hochseeschiffen auf Flussschiffe und den Landverkehr ermöglichte. Mit dem Wachstum der Schiffsgrößen ist dieser Vorteil nicht mehr vorhanden. Es ist absurd, ihn durch eine weitere Vertiefung der Elbe erhalten zu wollen statt dass man die Hochseeschiffe in Tiefwasserhäfen an der Küste abfertigt statt 150 km im Binnenland. Einen solchen Tiefwasserhafen gibt es in Deutschland. Das einzige Problem ist die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Hamburg und der damit verbundene Egoismus.

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lukas555 21.04.2013, 14:39
24. Schon wieder diese Öko-Müslipapas

Die Elbe wurde seit 1818 schon acht Vertiefungen unterzogen, von anfänglich 4 Meter auf heute 14,9 Meter. Und bei keiner dieser Elbvertiefungen ist das Ökosystem jemals zerstört worden. Außerdem wird bei Flussvertiefungen allgemein nur die Fahrrinne ausgebaggert, der Uferbereich bleibt unberührt. Und nur weil für ein Paar Wochen der Schlamm ein Wenig aufgewirbelt wird muss man keine Panik machen, er legt sich ja schließlich wieder. Die Niederländer wollen doch nur die Elbvertiefung verhindern, dass Handelsschiffe künftig in Rotterdam anlegen. Lasst euch doch von so etwas nicht täuschen. Der Schaden an Umwelt und Straßen würde aufgrund des wachsenden Schwerlastverkehrs nur steigen. Ohne eine weitere Elbvertiefung ist der Hamburger Hafen auf Dauer nicht Überlebensfähig und es werden hunderttausende Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen.

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hkubin 21.04.2013, 14:40
25.

"Eine im Auftrag des niederländischen Umweltministeriums erstellte Studie..." so eine durchsichtige Angelegenheit. Und wo sind unsere Umweltschützer wenn die Fledermaus- und Greifvögelschredderanlagen (Windräder) installiert werden? Ob das Ökosystem 12 oder 15 m unter der Wasseroberfläche mehr oder weniger funktioniert ist letztlich völlig egal.

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Svante07 21.04.2013, 14:50
26. Alles gut organisiert

Das Ausbaggern der Elbe ist eine sehr vernünftige Sache, denn es sichert Wachstum und Arbeitsplätze.
Daher hat man jetzt in Wilhelmshaven den großen und einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands in die Nordsee gesetzt. Der wird aber kaum von Schiffen angefahren. Dafür wird aber die Weser bis Bremerhaven vertieft, denn auch die setzen auf Wachstum.

Das Ausbaggern und Freihalten der Fahrrinnen erfolgt Tag für Tag und Jahr für Jahr. Das kostet Millionen aber dafür sichert es Arbeitsplätze und gewährleistet Wachstum.

Gelernt hat man das von der Meyer-Werft in Papenburg. Das ist eine Werft, die weit weg ist von der Nordsee. Hier werden im Binnenland Ozeanriesen, sogenannte Dreamliner (auch Spaßdampfer genannt) gebaut. Die Teile hierfür kommen aus Rostock, also von der Ostsee. Die wiederum bauen direkt am Meer in ihren großen Werften kleine Transportschiffe für die Flüsse. So werden auch hier Arbeitsplätze gesichert und das nicht nur in den Werften, sondern auch für die Transportunternehmen.

Damit nun die Großen Pötte, die in Papenburg zusammengebaut werden auch zur Nordsee gelangen können, hat man für viele hundert Millionen Euro ein Ems-Stauwerk gebaut. Damit wird zwar nicht verhindert, dass man ständig den Schlamm aus dem Fluss saugen muss (der hat durch das Stauwerk eher zugenommen), aber ohne dieses Stauen kriegte man gar nicht die Schiffe zum Meer. Es ist also sehr gut, dass es an der Ems ein Stauwerk gibt. Das ist zwar richtig teuer (auch in der Wartung), dafür sichert es im Binnenland Arbeitsplätze.

Somit kann eigentlich niemand meckern, denn allen geht es gut, sogar den Planungsbüros, denn auch die werden gebraucht.

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mooringman 21.04.2013, 14:50
27. Rotterdam

liegt in Holland,daher halte ich diese Studie für politisch motiviert.Es gibt für die neuen Comntainerschiffe nur 2 Häfen in Europa,die sie anlaufen können: Rotterdam und Wilhelmshaven.Wegen unserem Tiefwasserhafen Wilhelmshaven halte ich sowohl eine Elb- als auch Weserveriefung für unnötig und für rausgeschmissene Steuergelder.In Wilhelmshaven ist noch viel Platz,Maersk ist am Containerterminal beteiligt und wird mit den jetzt in Bau befindlichen neuen Schiffen dort auch anlegen.

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Wellness 21.04.2013, 15:00
28. Wachstum auf Teufel komm raus

Wann begreift die Wirtschaft endlich das man Arbeitsplätze auf Dauer nicht gegen den Umweltschutz ausspielen kann.
Was sind 150.000 Arbeitsplätze gegen Ressourcenverschwendung und Verdoppelung der Güter auf dem Seeweg mit den entsprechenden Nachteilen der Umwelt.Wir haben es im Bergbau seit Jahren gesehen und unrentable Jobs ohne Ende subventioniert.Jetzt lohnt sich schon bald der Transport aus Australien nicht mehr.Das beste Beispiel: Papenburger Werft wir subventioniert damit sie die Ems zur Ökologischen Todeszone verbauen.Für mich geht das zu weit.Alles kann und darf nicht der Wirtschaft geopfert werden.Oder man schaue sich das Rhein Main gebiet an mit den "Katastrophalen Lärmverhältnissen" an.Was sind das für Arbeitsplätze am Flughafen in dem man jeden Anwohner im Anfluggebiet bis zum lebensende aus Steuergelder therapiert?Für mich ist eine Frage viel Entscheidener: Wann kommen alle Faktoren wie die Zerstörung des Lebnsraumes in die Bilanz?Dann würde sich heraustellen wieviel uns der Job wirklich Wert ist!Oder ob die Nachhaltigen Folgen die Zerstörung der Umwelt höher ausfallen und die Jobs nicht tragbar sind.

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Mel.M 21.04.2013, 15:06
29. Irrsinn

Zitat von sysop
Eine holländische Studie könnte die Elbvertiefung stoppen: Nach SPIEGEL-Informationen warnt das Gutachten davor, den Fluss auszubaggern - andernfalls könne das Ökosystem in der Elbmündung "umkippen". Derzeit ist die Fahrrinnenanpassung auf Betreiben der Umweltschützer unterbrochen.
Die Elbvertiefung zeigt den Irrsinn des deutschen Föderalismus. Für viel Geld soll der Hamburger Hafen als Tiefwasserhafen ausgebaut werden und für viel Geld wird der Jade-Weser-Port ausgebaut - damit beide sich Konkurrenz machen. Und gleichzeitig fehlt das Geld für die Repartur der Schleusen am Nord-Ost-See-Kanal, ohne den der Hamburger Hafen auch nicht wirtschaftlich arbeiten kann.

Und für alle, die hier eine niederländische Verschwörung sehen. Es gibt genug Studien aus Deutschland, die zu den gleichen Schlüssen kommen. Eine entscheidende Studie sieht durch die Elbvertiefung ein hohes Risiko der Verschiebung der Salz-Süßwasser-Grenze, was den Tod des größten zusammenhängenden Obstanbaugebietes Deutschlands im Alten Land bedeuten würde. Aber diese Arbeitsplätze sind nichts Wert und so lange der deutsche Förderalismus den Irrsinn zum System macht, kann man eben nur über den Naturschutz den Schwachsinn stoppen.

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