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Vertrauensfrage: Amazon will von Paket-Kunden Zugang zur Wohnung
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Wie weit gehen Kunden, um Paketzustellungen zu erleichtern? Ein Angebot von Amazon wird es zeigen.

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Peter Meyer01 26.10.2017, 10:29
60. Kann man ja machen

mein kleiner Einfall dazu: Wer einen Windfang/kleinen Flur in der Art hat und sich Sorgen macht, kann das intelligente Schloss ja an der ersten Eingangstür einbringen. Die "echte Eingangstür" dahinter bleibt weiter normal wie eine Haustür verschlossen. Dann könnten einem maximal das Paar Hausschuhe und der kleine Teppich aus dem Windfang geklaut werden.

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velofisch 26.10.2017, 10:31
61. Smart nicht gleich intelligent

In den USA heißt alles “smart”, was irgendwie über IT gesteuert werden kann. Die Übersetzung mit “intelligent” ist da nicht passend. Das gilt für smart lock, smart meter, smart contract, smart home etc.

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marianne.weber 26.10.2017, 10:32
62.

Das ist dieser Fortschritt von dem alle immer sprechen.... interessant, wie inzwischen sogar die Digital Natives Angst vor dem Fortschritt bekommen. Ich finde die Vorstellung von selbstfahrenden Autos und "intelligenten" Schlössern zu meiner Wohnung auch gruselig. Aber irgendwann fanden die Leute auch Flugzeuge und Facebook mal gruselig. Nutzen tun es die meisten heute trotzdem. Ich könnte mir durchaus vorstellen dass solche oder ähnliche Lösungen sich früher oder später durchsetzen.

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Bibs1980 26.10.2017, 10:34
63. Unvorstellbar

Man stelle sich vor, plötzlich steht der Paketbote in dem Moment in der Wohnung, wenn die Liebste nackt aus der Dusche kommt, weil sie Urlaub hat, man selber aber nicht. Das will man ganz bestimmt.
Genauso unrealistisch ist aus Sicht von Amazon und Paketdiensten, wie sie sicherstellen wollen, dass der unbewachte Zugang zur Wohnung nicht dazu genutzt wird, dem Fahrer die Zerstörung von Inventar unterzujubeln.
Schnapsidee!

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hup 26.10.2017, 10:39
64. Optimale Scoutingmöglichkeit für Einbrecher

Da die Paketbringer nun Zugang zum Haus erhalten ist es der optimale Weg für Einbruchscouting für die organisierte Kriminalität. Entweder wird ein Mittelsmann im Paketdienst eingeschleust, der ganz legal und clean Pakete austrägt, und nie was mit den Einbrüchen selbst zu tun hat, oder man schmiert oder bedroht Paketboten, die nicht in eigenen Diensten stehen. Die Scouts fallen höchstens dadurch auf, dass sie öfter als Kollegen mal den Zustellbezirk wechseln wollen. Selbst wenn in einem Zustellbezirk die Einbruchsrate zunimmt, kann man bei der hohen Zahl schnell wechselnder Zusteller nicht nachweisen wer es nun war.
Da die Zusteller schlecht bezahlt werden sind sie ohne Frage eher für einen solchen Zuverdienst anfällig - wer soll ihnen nachweisen, dass sie ab und an in ihrer Freizeit konspirativ Tipps an Kriminelle weitergeben, das lässt sich einfach durch Weitergabeketten verschleiern.
Dass sich die Zugangssysteme dazu vermutlich hacken lassen, alle Geheimdienste nun ebenfalls bequemsten Zugang zum Haus haben, usw., davon muss man gar nicht erst anfangen - abgesehen von der Frage wie die Hausrat- oder Diebstahlversicherung das sieht, dass man fremden Zugang zum Haus gewährt, was ziemlich sicher zumindest als Fahrlässigkeit gewertet wird und meist zur Zahlungsverweigerung bei Diebstahl führen wird. Ah ja, Versicherungsbetrug wird so zum Sekundärsport ("vermutlich war es der Zusteller, Einbruchsspuren gibt es nicht").
Die Idee wechselnde Fremde während der eigenen Abwesenheit mit einem eigenen Zugangsystem (Aufgabe der Kontrolle über die Hausschließung) Zugang zum Haus / zur Wohnung zu geben, nur um etwas Bequemlichkeit zu gewinnen, bzw. den Zustellern ihre Arbeit abzunehmen ist schlicht irre. Das senkt nicht nur die Sicherheit des Kunden, der das annimmt, sondern im Prinzip die aller Bewohner in einem Mehrfamilienhaus oder der Nachbarn eines EFHs, weil sie indirekt ebenfalls als Scouting-Ziel entdeckt werden - wo in einer Wohnung was zu holen ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das auch bei den Nachbarn der Fall ist - und wenn man schon mal da ist und über längere Zeit scouten kann, dann schaut man doch auch wie die Nachbarn so kommen und gehen...

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ssc58 26.10.2017, 10:49
65. mehr und einheitliche Packstationen

Warum einigen sich alle Lieferdienste nicht auf einheitliche Packstationen? Diese dann flächendeckender ausbauen, so dass die fußläufig zu erreichen sind. Und jeder kann sein Paket abholen, wann er möchte bzw. Zeit hat. Da die Zusteller mit einem solchen System weniger Arbeit haben, sollte dafür dann aber auch das Porto gesenkt werden. Ich lasse seit Jahren Pakete, die über DHL laufen, nur noch in Packstationen liefern und würde begrüßen, wenn das auch mit Paketen von Hermes, UPS und Co gehen würde.

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d´point 26.10.2017, 10:53
66. # Einbruchdiebstahl

In allen gängigen Hausratversicherungen heißt eine der versicherten Gefahren „Einbruchdiebstahl“. Die Frage, wie das die Hausratversicherung sieht, erübrigt sich damit.

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pom_muc 26.10.2017, 10:53
67.

Zitat von marthaimschnee
beiseite, dann bleibt trotzdem noch, daß dies eine Segmentlösung ist. Ich brauch aber eine Universallösung, die für jeden Zusteller tauglich ist. Nie war ein Postfach, in dem einfach alle an mich geschickten Sendungen bis zur Abholung aufbewahrt werden, nützlicher als heute. Und nie waren wir - Markt sei dank - weiter davon entfernt!
Es war für Hausverwaltungen in den Städten kein Problem Mülltonnen und abschließbare Fahrradboxen im Hinterhof aufzustellen. Vermutlich gibt es auch genug Kellerräume den man besser nutzen könnte.

Es sollte dementsprechend leicht sein einen Platz für Pakete zu finden für den Zusteller und Hausbewohner Einmal-Zugangscodes (für den Zeitraum in dem ein Paket in der Box liegt) bekommen.

Ein dediziertes videoüberwachtes Keller- oder Tiefgaragenabteil wäre allemal billiger als in einem Mehrfamilienhaus alle Schlösser auszutauschen und Videoüberwachung zu installieren. Von der Haftung für den Missbrauch in den Wohnungen ganz zu schweigen.

Aber vermutlich geht es Amazon eher darum für Alexa auch den Zugang auf Videokameras in den Wohnungen zu erhalten die dann gelegentlich "aus Versehen" etwas mehr aufzeichnen.
Das wird man dem Kunden als ein mehr an Sicherheit verkaufen können. Dem (!) Zukunftsmarkt in der alternden westlichen Welt.
Von der akustischen und visuellen Sicherheitsüberwachung ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zur Gesundheitsüberwachung. Dem zweiten Zukunftsmarkt.

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Klangstof 26.10.2017, 10:55
68. Die entsprechende Zielgruppe...

...wirds freuen. Die "Tech Nick" Nerds, die "Will haben" Zielgruppe, die Lifestylehipster usw....Wahrscheinlich sind genau diejenigen ganz scharf auf diesen Service, die im Netz auch mit "12345" Passwörtern unterwegs sind. Ich kann mit diesem Zeugs nichts anfangen. Privatsphäre steht ganz oben!

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_default 26.10.2017, 10:57
69. Danke DHL für die Packstation!

Etwas besseres gibt es meiner Meinung nach nicht. Wer sich etwas bestellt, kann es sich auch bequem irgendwo abholen. Wer dafür noch zu faul ist, sollte es besser sein lassen.

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