Forum: Wirtschaft
Verunsicherte Investoren: Forscher warnen vor globaler Ölpreiskrise
AP

Der Kollaps des Ölpreises hat die Gesetze des Marktes laut einer Studie auf Dauer verändert. Investoren sind demnach tief verunsichert, die Finanzierung teurer Projekte ist gefährdet. Den Verbrauchern droht mittelfristig eine Kostenexplosion.

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ullr 17.04.2015, 06:42
1. Voraussage

Mal eine Frage, hat einer dieser "Experten" überhaupt schon mal eine Wirtschaftskrise vorhergesehen?
Und das für einen Zeitraum von 15 Jahren? Wer ist den von diesen "Wissenschaftlern" fähig, Wirtschaftsprognosen für ein Jahr exakt zu stellen?
ullr

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gollygee01 17.04.2015, 06:49
2. Blödsinn

der Markt funktioniert, das Gerede von einer mittelfristigen Kosternexplosion ist pure Panikmache der Konzerne. Ob es überhaupt sinnvoll ist die letzten Reserven mit gigantischem Aufwand zu erschliessen, oder ob das Geld besser in Alternativen gesteckt werden sollte, das ist doch die Frage. Geld ist genug da, davon zeugen doch die konstanten zig-Milliarden Gewinne der Ölkonzerne. Die trennen sich nur ungern von Ihrem überkommenem Geschäftsmodell. Sie sollten sich mal angucken was derzeit mit den Stromriesen bei uns passiert, vielleicht wachen sie dann noch rechtzeitig auf

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wexelweler 17.04.2015, 07:02
3. Bitte?

Ist schon pervers, wir sollen heute möglichst viel nicht-erneuerbare Energie zu möglichst hohen Preisen verbrauchen, damit sich die weitere Schändung des Planten für die (meist amerikanischen) Grosskonzerne und die Plage der Menschheit, die Hedgefonds zu Gunsten von ein paar tausend Superreichen lohnt.
Vollkommen bekloppt!

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Donald Knapp 17.04.2015, 07:02
4. einfach die horrenden Steuern auf...

...den Sprit senken und der Geldbeutel der Bürger wird nicht belastet. Die Angst der Politiker ist doch das bei einem hohen Ölpreis das Volk mürrisch wird und der Staat Geld verliert.

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Kimmerier 17.04.2015, 07:04
5. Schizophrenie und fehlende Übersicht

Da ist in einer von den Grümen in Auftrag gegebenen Studie zu lesen, dass der "sehr niedrige Preis ... 'drastische Investitionskürzungen bei langfristig angelegten Ölprojekten' [verursache]", und dass dadurch die "Erschließung" bisher ungenutzter Ölvorkommen aufgeschoben würde. Das ist doch genau das, was die Grünen wollen! Wir sollten uns freuen, dass wir inzwischen Kenntnis von weiteren Ölvorkommen haben, welche wir für spätere Zeiten aufsparen können. Sollte man dann in 10 oder 20 Jahren dieses Öl gar nicht mehr dazu brauchen, um es einfach zu verbrennen - umso besser.
Allerdings - den Grünen in Deutschland fehlt nach wie vor die globale Sicht, auch wenn sie dies permanent behaupten. Deutschland in Geiselhaft zu nehmen und zu immer wieder im Alleingang zu neuen "Öko-Projekten" zu zwingen, ist angesichts der weltweiten Entwicklung eine fatale Einstellung. Anstatt den Schadstoffausstoß der - im internationalen Vergleich recht "sauberen" - Kraftfahrzeuge hier um weitere 5 % zu senken, müßte das Augenmerk auf Indien oder China oder andere aufstebende Industrienationen liegen, welche sowohl von der Anzahl der Fahrzeuge als auch bezüglich des "individuellen" Schadstoffausstoßes uns überholen oder gar schon überholt haben. Das selbe gilt für den industriellen Schadstoffausstoß, und ähnliches gilt für den Betrieb von Atomkraftwerken. Was nutzt's, wenn wir in Deutschland unsere AKW 'runterfahren, aber die Nachbarn neue bauen?

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zapp-zarapp 17.04.2015, 07:07
6. Risiko = Chance

Wenn die Konzerne wirklich an dieses Szenario glauben würden, müssten sie sogar noch mehr in Förderprojekte investieren, als vor dem Preisverfall. Denn je mehr die Chance steigt, dass die Preise durch Verknappung explodieren, desto größer sind die Gewinnchancen derer, die dann liefern können. Saudi Arabien geht ja genau diese Wette ein, wenn es jetzt seine Produktion weiterhin nicht drosselt: Ein Teil der begrenzten Ressourcen wird nun unnötig billig verschleudert, damit der Wert des Rests künftig steigt. Das einzige System, wo unternehmerische Chancen und Risiken entkoppelt wurden, waren die systemrelevanten Banken. Und die Ergebnisse waren weltwirtschaftlich fatal. Also warum die Panik, wenn hier kapitalistische Grundprinzipien greifen? Keinerlei Vertrauen in die unsichtbare Hand des Marktes oder brauchen ehemals boomende Schwellenländer wie Russland eine Art Ölmindestlohn, damit sie auf Kosten anderer Staaten rasant weiterwachsen können? Dieses ölpreisgetriebene Wachstum stand eben bisher auf tönernen Füßen ... so wie das kreditgetriebene Wachstum vieler anderer Staaten noch immer ein Scheinwachstum ist. Je länger dies verdrängt wird, desto größer wird irgendwann der Knall des Anpassungsprozesses.

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msdelphin 17.04.2015, 07:14
7. Erfreuliche Aussichten!

Ein drastischer Anstieg des Ölpreises wäre mehr als Willkommen. Er hätte für den Umweltschutz, die Unabhängigkeit von Energieimporten und Erhalt von Arbeitsplätzen riesige Vorteile. Den durch einen drastischen Anstieg des Ölpreises wird auch den letzten Konservativen klar, dass es keine Alternative zum Umstieg auf regenerative Energien gibt. Dann beschleunigt sich der Umstieg und die Forschung wird stärker gefördert. Das kommt der Umwelt zu Gute und der Unabhängigkeit von Energie-Importen. Da Deutschland hier schon sehr weit vorne liegt, wird dann dieses Wissen und die Technik natürlich auch sehr stark nachgefragt, wodurch bei uns ein neuer Wirtschaftsboom ausgelöst wird. Deswegen herzlich Willkommen drastischer Ölpreisanstieg. Einziger Wermutstropfen: Manche konservative Deppen werden so eingeschränkt und dämlich sein und statt auf Zukunft und Forschung auf Krieg zu setzen

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fleischwurstfachvorleger 17.04.2015, 07:14
8. Dumme Logik

noch dümmerer Analysten!

2025 wird sich also Öl explosionsartig verteuern, weil der Ölhunger dann um ca. 20 % gestiegen sein wird?

Und was ist, wenn der Öldurst in 10 Jahren bis dahin fällt? Dann geht die Rechnung nicht auf und das Jammern wird noch größer werden.

Das Motto muss für die nächsten 10 Jahre lauten sich unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen. Generell.

Das heißt weniger verbrauchen und mehr erneuerbare Energie.

Wenn die Politik in Deutschland mal ernsthaft in diese Richtung arbeiten würde, könnte man es auch schaffen.

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3-plus-1 17.04.2015, 07:16
9.

Ist doch alles toll, denn durch den Euro-Zusammenbruch merken wir Endverbraucher den angeblichen Ölpreisverfall überhaupt nicht. Bei uns (südlich von Hamburg) kostete der Liter Super gestern 1,51 EUR.

Aber die Politik gegen die Bürger ist schon auf dem richtigen Weg, wenn man wieder Ohrfeigen als positive Entwicklung verkauft werden ("Die Gefahr einer Deflation konnte gebannt werden"). Das Ziel auch bei 5 Dollar für den Barrel Rohöl an der Tankstelle trotzdem 2,50 EUR für den Liter Benzin einzunehmen ist ja schon in greifbarer Nähe.

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