Forum: Wirtschaft
Verunsicherte Investoren: Forscher warnen vor globaler Ölpreiskrise
AP

Der Kollaps des Ölpreises hat die Gesetze des Marktes laut einer Studie auf Dauer verändert. Investoren sind demnach tief verunsichert, die Finanzierung teurer Projekte ist gefährdet. Den Verbrauchern droht mittelfristig eine Kostenexplosion.

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i_guess 17.04.2015, 08:58
70. Mit kommen die Tränen...

Das werden bestimmt ganz harte Zeiten für die Öl Milliardäre- und Millionäre. Da werden ein paar Telefone weniger aus Gold produziert werden müssen...kann ja eigentlich nicht angehen sowas. Und wenn der Ölpreis um die Hälfte gefallen ist...warum bezahlen wir dann nicht auch nur noch die Hälfte an unseren Tankstellen? Die paar Cent die der Preis gefallen ist, ist zwar für den Verbraucher ganz nett, aber soviel sparen tun wir jetzt auch nicht.

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rotertraktor 17.04.2015, 08:59
71. Klima der Angst

Auf dem Ölmarkt herrscht zudem ein Klima der Angst. "Investoren können sich nicht mehr auf einen Mechanismus verlassen, der über Jahrzehnte den Markt prägte", schreibt Bukold. "Ölpreise konnten demnach steigen, aber sie konnten nicht dauerhaft fallen."

Die Herren Investoren hätten also gerne wieder ihre Gewinngarantie in einer Art Planwirtschaft, deren Preise nur eine Richtung kennen und wo man quasi die Gelddruckmaschine im Keller stehen hat.

Wenn man auf dem sonst so gepriesenen freien Markt auch ein unternehmerisches Risiko übernehmen soll, dann herrscht gleich ein "Klima der Angst".

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spon_2671395 17.04.2015, 08:59
72. Geld, Geld, Geld!

Gut für Verbraucher, schlecht für Investoren und Profitgeier. Soll uns dieser Artikel nun darauf vorbereiten, dass wir als Kunden bereit sein sollten mehr Geld Gürtel Benzin auszugeben? Das Spiel ändert sich nun und ich Hofe, dass wir vllt in 10 Jahren gar keinen Öl mehr brauchen! Wer weiß schon, was in 10 Jahren sein wird. Bis dahin kommen wieder ganz andere Faktoren hinzu. Die armen Ölbarone verlieren Geld! Buh hu... Vllt fahren Autos bald mit ihren Tränen, das wär doch mal was.

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cherrypicker 17.04.2015, 09:03
73. Amerikanische Öl-Lobby

Den Artikel hätte auch die Pressestelle der US-Öl-Lobby schreiben können. Wenn man sich die Grafiken ansieht, wird klar, dass der Ölpreis jetzt wieder das Niveau zu Beginn des Milleniums hat, vor dem Afghanistan- und Irak-Kriegen. Was soll also das Geschrei?

Man könnte glatt auf die (*gewiss hinterhältige*) Idee kommen, die USA hätten den Nahen Osten damals nur destabilisiert, um den Ölpreis zu puschen und ihre eigene Ölindustrie zu päppeln -- auf Kosten der Verbraucher und mit Blut an den Händen. Aber das ist natürlich böse, böse Verschwörungstheorie!

Wenn jetzt der Ölpreis dauerhaft niedrig bleibt, dann werden viele in der US-Schieferölindustrie ihren Job verlieren (der einzige Sektor, in dem seit 2009 in den USA netto Jobs entstanden sind), die USA rutschen in eine tiefe Rezession und das kurz vor den nächsten Präsidentschaftswahlen. Gar nicht gut für die Stabilität dieses Landes. Nur ist das alles den Saudis scheißegal, die begreifen nämlich langsam, was ihre "Freunde" in Washington mit ihrer Politik angerichtet haben ...

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nic 17.04.2015, 09:03
74.

Mich als Verbraucher interessiert es wenig ob Investoren über weniger Gewinn klagen. Im Gegenteil.

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RenegadeOtis 17.04.2015, 09:03
75.

#9 "Ist doch alles toll, denn durch den Euro-Zusammenbruch merken wir Endverbraucher den angeblichen Ölpreisverfall überhaupt nicht. Bei uns (südlich von Hamburg) kostete der Liter Super gestern 1,51 EUR."

Tatsächlich? Und ist heute morgen spontan auf 1.36 gefallen?

http://www.clever-tanken.de/tankstelle_liste?spritsorte=7&r=20&ort=Hamburg&lat =&lon=

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RenegadeOtis 17.04.2015, 09:04
76.

#12 "Daß die Investoren schon die krudesten Stellen nach Öl absuchen (Zitat: Erschließung der Arktis, brasilianischer Tiefwasser, kanadischer Ölsande) ist ein Zeichen, daß wir peak-oil schon überschritten haben."

Da streiten sich die Geister - also, ob wir peak oil überschritten haben. Was aber relativ unstrittig ist: Wir haben mit Sicherheit "peak billiges oil" überschritten.

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rickmarten 17.04.2015, 09:04
77. Falsche Schlussfolgerungen

Schon Tucholsky verwies auf die gewaltige Bedeutung von Öl & Gas für die Weltpolitik und Weltwirtschaft hin. Leider hat auch hier Deutschland den Anschluss verpasst. Die BASF verfügt noch mit Wintershall über ein international kleineres Unternehmen, die noch kleinere DEA ist heute in russischer Hand. Mit erneuerbaren Energien wird man kaum die weltweit wchsende Nachfrage nach Öl & Gas kompensieren können. Die westliche Embargopolitik in diesem Bereich kann ein grosser Bumerang werden, nicht zuletzt für die deutsche Zuliefererindustrie. Internationale Unternehmen kaufen sich über milliardenschwere Deals direkt in russische Service-Schwergewichte ein.

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RenegadeOtis 17.04.2015, 09:06
78.

#13 "wieso merkt man das nicht an der Tankstelle? Bsp. Shell heute morgen: Super 1,509 €, das ist das gleiche Preisniveau wie vor dem 'Ölpreisverfall'. "

Mal ab davon dass heute morgen kaum irgendwo Super f+r 1.50 zu tanken war (es sei denn man sucht gezielt die teuerste Tanke):

Der größte Anteil des Spritpreises sind Steuern und Abgaben pro Liter. Wenn Sie € 1,10 pro Liter an Abgaben haben, macht der reine Einkaufspreis pro Liter nicht mehr so viel am Endpreis aus.

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Q9653 17.04.2015, 09:09
79. Unglaublich diese Raubritter

Mit 1,42 € habe ich gestern beim Tanken für Altes Super soviel bezahlt wie vor der Ölpreiskrise! Wer steckt da die Differenz ein? Der Sprit müsste viel billiger sein, der Preis ist noch im Keller! Wir werden großflächig beschissen und keiner denkt an die verunsicherten Verbraucher. Billiger Einkauf - günstiger Verkauf? Pustekuchen! Aber hier rummaulen bzgl. eventuell (!!!) verunsicherter Investoren, Geld- und Pfeffersäcke! Grell! Hat was von Mitläufertum!

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