Forum: Wirtschaft
Viel Geld, wenig Effekte: So absurd ist Familienförderung in Deutschland
SPIEGEL ONLINE

Elterngeld, Kindergeld, kostenlose Mitversicherung in der Krankenkasse: Familien in Deutschland werden mit vielen Milliarden Euro unterstützt. Das Geld bewirkt aber oft das Gegenteil dessen, wofür es gedacht ist.

Seite 5 von 36
heidort 16.09.2017, 12:29
40. Fregestelltes Existenminimum

Der Kinderfrebetrag ist nichts anderes als eine steuerliche Befreiung des Existenzminimums der Kinder. Jeder Erwachsene hat einen Grundfreibetrag für sein Existenzminimum und ich verstehe nicht das die entsprechende steuerliche Freistellung für Kinder immer wieder in Frage gestellt wird. Das Kindergeld wird nicht zusätzlich sondern alternativ ausgezahlt und ist im Grunde nur eine Erhöhung des Freibetrages für Familien die davon weniger profitieren. An der aktuellen Familienförderung ist sicher manches kritikwürdig, aber mich wundert es das ausgerechnet sie immer wieder in den Fokus gerät im Gegensatz zu zahlreichen weiteren Förderung, die auch nicht alle sinnvoll sind.

Beitrag melden
sascha2.0 16.09.2017, 12:31
41. warum überhaupt

mit jedem weiteren Kind mehr Geld? Das erste Kind erfordert eine Lebensumstellung, eine Wohnung mit Kinderzimmer, zeitliche Flexibilität. Jedes weitere Kind erfordert weniger zusätzlichen Aufwand und Kosten. Die größte Unterstützung sollte sowieso staatlich und elternunabhängig sein, Ausbildung, Fahrkarten, Schulessen usw. Je mehr Kinder, desto mehr Geld empfinde ich als kontraproduktiv. Wenn man dann für jedes Kind individuell Zeit haben will, vom Vorlesen zur Musikschule, Geburtstagsfeier oder Sportverein, und dafür mehr Geld bekommt, bleibt meistens ein Vollzeitverdiener und eine Teilzeitverdienerin. Über die Jahre entwickelt sich das in den meisten Familien so und irgendwann ist die Frau lebenslang in Teilzeit gefangen. Die Förderung von Großfamilien empfinde ich als ziemlich kontraproduktiv

Beitrag melden
thommy2130 16.09.2017, 12:31
42. Kindergeld zu gring

Das Verfassungsgericht hat bereits festgestellt das das Kindergeld viel zu gering ist, und dem tatsächlchen Bedarf eines kindes nicht gerecht wird. Anschl gab es eine üppige Erhöhung um 2 EUR pro Kind. Auch wenn der Staat viel Geld für Familien ausgibt wird das an der niedrigen Geburtenrate nichts ändern. Schon mal versucht mit 3 oder mehr Kindern eine Wohnung zu finden ? Da gibt es viele Vermieter die gleich absagen. Auch kinderlose Ehepare geht es in Deutschland blendend. Alle 2 Jahre ein neues Auto und 2-3x Urlaub im Jahr. Als Egoist lebst du gut und gerne in Deutschland.

Beitrag melden
bernd80b 16.09.2017, 12:31
43. Um eine

höhere und bessere Geburtenrate zu erreichen, wäre das einfachste, für das erste Kind hohes Kindergeld zu geben, für das zweite Kind ein noch höheres. Dazu einen sicheren Kinderkrippen/garten Platz. Ab dem dritten Kind dann nur noch Steuerfreibeträge, damit die arbeitenden Eltern richtig entlastet werden, und sei es bis zur Steuerfreiheit. Absoluter Unsinn ist es, für 10 und mehr Kinder immer weiter Kindergeld zu bezahlen. Das führt dazu, dass diese Eltern nicht arbeiten brauchen und ihre Kinder auch dazu erziehen werden.

Beitrag melden
rad666 16.09.2017, 12:31
44.

Zitat von rambazamba1968
ich glaube, dass bei den Löhnen auch etwas gemacht werden muss für Familien. Warum bezahlt jemand, der keine Kinder hat den gleichen Rentenbeitrag wie ein Vater oder Frau. Die Kinder dieser Familie finanzieren später die Rente, die kein Kind haben. Wir haben doch eine Schieflage in Deutschland, wenn Verheiratete Paare ohne Kinder Geld ohne Ende haben und Familien mit Kinder schauen müssen, wie Sie Ihr einziges gespartes Geld im Sommerurlaub den Lufthansas dieser Welt schenken müssen, damit alleinstehende Flugkapitäne ihr viertes Auto kaufen können. Sorry, ich bin für klare Worte.
Es gibt Menschen die sind unfruchtbar - ich kenne ich einige, und ein Teil davon hat entsprechend psychische Probleme. Bei kinderlosen Paaren in meinem Umfeld würde ich 50:50 "will nicht" : "Kann nicht" schätzen. Selbst bei denen mit Kindern kommt am späten Abend nach ein paar Bier ab und zu "das war eine künstliche Befruchtung" raus.
Es gibt Homosexuelle.

"Keine Kinder" ist nicht immer eine freiwillige Enscheidung. Ich finde es daher unsozial Menschen zu benachteiligen die an einer ungewollten Kinderlosigkeit ohnehin zu beißen haben.

Wie wäre es mal mit einem Adoptionsrecht das seinen Namen auch verdient?

Beitrag melden
Ökofred 16.09.2017, 12:32
45. und das sagt uns was?

Zitat von Timothy Martin
....das kommt dabei raus wenn Parteien klientelpolitik betreiben. Widersprüchlich, fehlalokation, teuer (verwaltungstechnisch) und zumeist placebopolitik um strukturelle Fehler nicht angehen zu müssen, bzw. Die Wähler zu blenden.
Worauf beziehen Sie sich genau? Das wäre doch gut zu wissen. Zuwenig Kindergeld? Zuviel Splitting? Zuwenig Kinder? Das kommt raus wenn man unbedingt was zu Wählerblendung und Placebo sagen will aber eigentlich nicht weiss, was genau.

Beitrag melden
muellerthomas 16.09.2017, 12:33
46. @Inver #11

Sie können die einzelnen Abgaben nicht so addieren, wie Sie es tun. Sie haben kaum 42% Lohnsteuer bezahlt - oder lag Ihr Jahreseinkommen im siebenstelligen Bereich. Die SV-Abgaben gehen gut zur Hälfte von Ihrem Bruttoeinkommen ab, also etwa 10% und nicht 19%....

Beitrag melden
Palmstroem 16.09.2017, 12:33
47. Warum sind Kinder keine Bürger?

Für Kinder liegt der Steuerfreihbetrag noch immer niedriger als für Erwachsene. Besonders kurios ist, dass beim Ehegattensplitting zwar Lebensgemeinschaften (Ehe für alle) profitieren, aber Elternteil plus Kind ausgeschlossen sind. Kinder werden also schlechter gestellt als Ehepartner - bleibt die Frage - warum!

Beitrag melden
chon 16.09.2017, 12:34
48. Quellenangaben

Wissen Sie wieviel jeweils vom Bund und wieviel von Ländern getragen wird?

Beitrag melden
Ökofred 16.09.2017, 12:36
49. Sie haben recht!

Zitat von n8f4ll
Ehegattensplitting sollte konsequent auf eine Förderung von Kindern umgebaut werden. Warum sollte es gefördert werden, dass meine Frau weniger verdient als ich? Solange wir gleich viel verdienen ist der Effekt ja ausgeglichen... Also das Geld lieber für Ausbau kita / ganztagsschulen nutzen (und diese einfach zum Standard schulsystem umbauen). Mütter sollten die Möglichkeit haben ohne finanzielle Einbußen normal arbeiten gehen zu können. Dies hilft auch armen Familien. Und eine Abrechnung auf Hartz IV etc ist durchaus sinnvoll. Wir wollen doch nicht die "Produktion" von Kindern zur Erhöhung des Familieneinkommens fördern, oder?
Das Dumme ist, daß das wahltaktisch niemanden hilft. Eher im Gegenteil, Geld, das Anspruchsberechtigten nicht direkt zu gute (Zb in Form von Kindergeld, HatzIV etc) dient nur als Argument für weitere Verarmung! Da können die Klassen noch so klein und die Schulen noch so gut sein, nur Kohle direkt in der Hand des mündigen Wahlbürgers zählt! Das ist auch an den Posts hier abzulesen, die ja auch immer nur die eigene Armut (in form mangeldner Geldmittel beklagen) Solange sich das nicht ändert, wird die Familienförderung sehr eindimensional bleiben.

Beitrag melden
Seite 5 von 36
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!