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Viertes Quartal: Deutsche Bank macht Milliardenverlust
DPA

Tiefrote Zahlen bei der Deutschen Bank: Das größte Geldhaus des Landes verbucht im vierten Quartal einen Verlust von rund 2,2 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hat die Bank noch 200 Millionen Euro Gewinn gemacht.

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derletztdemokrat 31.01.2013, 11:51
90. Marschmeyer und Bande

Zitat von agztse
Hm. Bei aller Sympathie würde ich davon abraten sich bei wirtschaflichen Themen ausschliesslich auf den Spiegel zu verlassen.
Richtig da sind Sie besser bei der Marschmeyer, Rürup und der Riester-Bande aufgehoben.
Hätten all jene welche in diesem Verein ihr Geld verloren haben, mal vorher den Spiegel gelesen, hätten sie ihre Kohle noch.
Entweder man ist informiert, oder man liest jahrelang die Doofen-Illus und glotzt Dummen-TV.
Das kostet am Ende viel Geld.

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willige 31.01.2013, 12:08
91.

Zitat von ADie
hat offensichtlich einen Trümmerhaufen hinterlassen. Es ist ebenso offensichtlich, dass die maßgeblich von ihm angeschobene "Bankenrettung" einen ebensolchen hinterlasen wird.
Ist doch logisch und in jeder Bank so, wenn der Oberste geht, daß dann alles irgendwie zweifelhaften Positionen erstmal als Risiko ausgebucht werden, da es noch dem alten Boss angelastet werden kann. Wir können uns sicherlich darauf verlassen, daß die Neuen dann unverhältnismäßig hoch gute Gewinne machen, weil die risikobehafteten Positionen wieder aufgelöst werden. In diesem Falle Rückstellungen für laufende Klagen gegen die Dt.Bank. Wenn das z.B. günstig für die Dt.Bank ausgeht, entstehen außerordentliche Gewinne.

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meisteroggy 31.01.2013, 12:11
92. Größere Probleme

könnte die DB bekommen, wenn sie verurteilt würde, die kurz vor der Lehmanpleite veräußerten "Giftpapiere" wieder zurückzunehmen. Dann müsste sie aber wohl dichtmachen...

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agztse 31.01.2013, 12:36
93.

Zitat von KnoKo
Die betreffenden Tender sind in dieser speziellen Form nur ausnahmsweise und zur reinen, kurzfristigen Finanzmarktstabilisation aufgelegt worden. Die DB hatte seinerzeit .....
Entschuldigung, wenn eine Bank sich zu diesen Konditionen nicht finanziert DANN würde ich dem Management einen Vorwurf machen.

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Carlo Nappo 31.01.2013, 12:46
94. Och Joh!

Zitat von bullermännchen
Ja so ist das Bankengeschäft. Da werden Rote Zahlen geschrieben, doch der Anleger bekommt noch schnell ein paar Millionen ausgeschüttet bevor das Geldinstitut nach unserer Hilfe ruft. Erklärt das mal einem Erstklässler.
Das kann ich sogar einem Bullermännchen wie Ihnen erklären. Hier hilft schon banales Lesen über die Schlagzeile hinaus und da könnte evtl. selbst das Bullermännchen problemlos erkennen, das die Deutsche Bank im 4. Quartal zwar einen Verlust buchhalterisch geltend macht, der ausgewiesene Jahresgewinn allerdings immer noch 665 Millionen Euro beträgt. Warum sollte also keine Dividende ausgeschüttet werden?

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HaPeGe 31.01.2013, 13:43
95. Na, na, nun 'mal halblang ...

Zitat von agztse
ähh...ja, die Deutsche Bank hat sich günstig am Markt Geld geliehen. Das machen Banken so. Handelsschule/Bankkaufmann/1. Lehrjahr/1. Woche/2. Tag. Und Ihr Argument ist...???
Sie sollten erst einmal den Beitrag in der FAZ lesen, und dann antworten. Ihre Antwort zeugt zumindest nicht von ausgeprägten Kenntnissen im Bankgeschäft.

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schnitteuk 31.01.2013, 18:10
96.

Zitat von kdj3003
Die Abkoppelung von Ergebnis und Dividende ist bei vielen Aktiengesellschaften inzwischen normal geworden. Der Axel Springer Verlag hat für die Ausschüttzung von Dividenden regelmäßig sogar Kredite aufgenommen(!) - die größte Aktionärin Friede Springer muss ja versorgt werden.
Unsinn, so etwas ist rechtlich gar nicht möglich. Ein Gewinn muss erstmal gemacht worden sein, bevor er ausgeschüttet werden darf. Ein Blick in § 58 Aktiengesetz hilfzt da weiter. Und bei Banken geht so etwas erst recht nicht - da gelten, über die gesellschaftsrechtlichen Grenzen des Aktiengesetzes hinaus, noch strengere Grenzen für die Gewinnausschüttung. Stichwort Kapitalerhaltungspuffer.

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schnitteuk 31.01.2013, 18:12
97.

Zitat von legiepsniem
"Vor Steuern blieb ein Verlust von 2,6 Milliarden Euro, wie das Kreditinstitut mitteilte. Nach Steuern waren es rund 2,2 Milliarden Euro." Interpretiere ich das Ergebnis richtig, das die Deutsche Bank 400 Mio EUR an Steuern erhält?
Nein, das interpretieren Sie falsch. Die werden einfach einen Verlustvortrag gemacht haben. Da ein Unternehmen nur auf Gewinne Steuern zahlt, kann es Verluste gegen Gewinne gegenrechnen und zahlt dann nur noch auf den positiven Saldo Steuern. Da im Quartal IV Verlust angefallen ist, kann der in der Zukunft mit dann gemachten Gewinnen gegengerechnet werden und verringert dann die zukünftige Steuerlast. Deswegen wird dieser Verlustvortrag als geldwerter Posten behandelt, aber das ist ein rein buchhalterischer Vorgang. Geld ist deswegen keines vom Staat an die Bank geflossen.

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schnitteuk 31.01.2013, 18:14
98.

Zitat von KnoKo
Ich glaube, dass eher Sie schlecht informiert sind:
Der EZB-Tender ist aber keine aus Steuergeldern finanzierte Bankenrettung, sondern ein Kreditgeschäft der Zentralbank mit Geschäftsbanken, das die Banken nach Ablauf der Laufzeit mit Zinsen zurückzahlen werden. Sowas machen Zentralbanken seit Jahrhunderten. Ihre Steuergelder haben da nichts mit zu tun.

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schnitteuk 31.01.2013, 18:18
99.

Zitat von KnoKo
Die betreffenden Tender sind in dieser speziellen Form nur ausnahmsweise und zur reinen, kurzfristigen Finanzmarktstabilisation aufgelegt worden. Die DB hatte seinerzeit eine Teilnahme am Tender abgelehnt mit der Begründung, dass man trotz Finanzkrise dort nicht auf dieses Werkzeug angewiesen sei und derartige Hilfen Image schädigend wären. Beim nächsten Tender jedoch waren sie dabei und haben die Hilfe in Anspruch genommen, was Ihre ursprüngliche Aussage widerlegt.
EZB-Tender sind weder speziell noch ausnahmsweise noch kurzfristig noch Bankenhilfe. Es sind Geschäfte zu Marktkonditionen (weil sie ja gerade die Marktkonditionen definieren), die nach Ablauf der Laufzeit mit Zinsen zurückgeführt werden. Was neu ist, ist lediglich die Länge dieser Laufzeit - bei den beiden spektakulären Langfristtendern drei Jahren. Vom Wesen her sind es aber nach wie vor ganz normale Offenmarktgeschäfte, keine Subvention von irgendwas.

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