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Viertes Quartal: Deutsche Bank macht Milliardenverlust
DPA

Tiefrote Zahlen bei der Deutschen Bank: Das größte Geldhaus des Landes verbucht im vierten Quartal einen Verlust von rund 2,2 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hat die Bank noch 200 Millionen Euro Gewinn gemacht.

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schnitteuk 31.01.2013, 18:24
100.

Zitat von moistvonlipwik
Es mag sein, dass die Deutsche Bank AG öffentliche Haushalte nicht unmittelbar in Anspruch nahm. Aber von den Hilfszahlungen hat sie schon profitiert. Ganz vorne: die Rettung der AIG durch Uncle Sam: die Deutsche Bank war Großgläubiger.
Laut Spiegel Online profitierte die Deutsche Bank von der AIG-Rettung in Höhe von 11,8 Milliarden Dollar. Soviel Gewinn machte die Deutsche Bank vor der Finanzmarktkrise in einem Jahr (Jahreskonzernergebnis 2007: 8,7 Milliarden Euro). Mit anderen Worten: Ohne die AIG-Rettung wäre gerade mal der Gewinn eines Jahres flöten gewesen, das hätte man durchaus verkraftet. Der amerikanische Steuerzahler hat keineswegs den Bestand der Deutschen Bank gerettet.

Links:
US-Regierungshilfen: Deutsche Bank kassierte Milliarden von AIG - SPIEGEL ONLINE
Deutsche Bank steigert 2007 Gewinn trotz Finanzmarktkrise - Ziele bestätigt 07.02.2008 | Nachricht | finanzen.net

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schnitteuk 31.01.2013, 18:30
101.

Zitat von Nemetz
Mir kommen gleich die Traenen: Freundin von mir verstarb der Mann, Konto bei Deutscher Bank. Weil Regelung aller Angelegenheiten sich hinzog, Einbestellung zu Deutscher Bank. Vor Augen der Witwe EC-Karte zerschnitten. Und das nach 35 Jahren Treue zu diesen Verbrechern!
Dieses Posting beweist eindrucksvoll, dass es Banken den SPON-Foristen nie recht machen können; egal was sie tun, es ist immer falsch. Sie werfen der Deutschen Bank also vor, dass sie vor Klärung der Erbfolge die EC-Karte zerschnitten hat. Man stelle sich vor, sie hätte das nicht getan. Dann hätte das Risiko bestanden, dass - weil die Erbfolge ja nicht geregelt war - ein Unberechtigter an die Karte rangekommen und damit womöglich das Konto geplündert hätte. Wäre das passiert, dann wären Sie vermutlich der Erste, der schreien würde, dass die Bank das doch hätte verhindern müssen. Was hätte also Ihrer Meinung nach passieren sollen?

Überhuapt frage ich mich, was eine Bank tun muss, um es den Forsten recht zu machen. Wenn eine Bank Gewinne meldet, geht das Geschrei von raffgierigen Zockern los. Macht sie Verluste, ist das auch wieder falsch, wie der vorliegende Thread beweist. Was wird denn nun eigentlich erwartet?

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KnoKo 31.01.2013, 19:47
102. Wollen Sie bestreiten,..

Zitat von schnitteuk
EZB-Tender sind weder speziell noch ausnahmsweise noch kurzfristig noch Bankenhilfe. Es sind Geschäfte zu Marktkonditionen (weil sie ja gerade die Marktkonditionen definieren), die nach Ablauf der Laufzeit mit Zinsen zurückgeführt werden. Was neu ist, ist lediglich die Länge dieser Laufzeit - bei den beiden spektakulären Langfristtendern drei Jahren. Vom Wesen her sind es aber nach wie vor ganz normale Offenmarktgeschäfte, keine Subvention von irgendwas.
...dass betreffende Tender nur aus dem Grunde aufgelegt wurden, um Liquiditätsengpässe zu beseitigen? Das war doch der Hauptgrund, warum die DB zuerst einen Bogen um dieses Angebot gemacht hat. Nämlich um sich keine Blöße zu geben.
Das war eine außerplanmäßige Bankenhilfe und nichts anderes, in der vagen Hoffnung, dass die eine oder andere Bank daraufhin Staatsanleihen erwirbt. Leider war es wohl eher so, dass man in den meisten Fällen mit dem günstigen Geld die Bilanz sanieren wollte. Nicht umsonst wurde die EZB im Vorfeld dieser Maßnahme heftig kritisiert.

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schnitteuk 31.01.2013, 20:05
103.

Zitat von KnoKo
...dass betreffende Tender nur aus dem Grunde aufgelegt wurden, um Liquiditätsengpässe zu beseitigen? Das war doch der Hauptgrund, warum die DB zuerst einen Bogen um dieses Angebot gemacht hat. Nämlich um sich keine Blöße zu geben. Das war eine außerplanmäßige Bankenhilfe und nichts anderes, in der vagen Hoffnung, dass die eine oder andere Bank daraufhin Staatsanleihen erwirbt. Leider war es wohl eher so, dass man in den meisten Fällen mit dem günstigen Geld die Bilanz sanieren wollte. Nicht umsonst wurde die EZB im Vorfeld dieser Maßnahme heftig kritisiert.
Sie verwechseln Liquidität und Solvenz. Natürlich hatten die Dreijahrestender den Effekt und auch den Zweck, die Liquidität der Banken zu verbessern. Das gilt aber für alle anderen Notenbankrefinanzierungsmöglichkeiten genauso, auch für die ganz regulären, die es schon lange vor der Krise immer schon gab. Das gilt darüber hinaus immer, wenn irgend jemand jemandem Geld leiht - selbst Ihr Sparbuch bei einer Bank ist für diese in erster Linie deshalb interessant, weil es die Liquidität der Bank verbessert.

Das, was unter dem ebenso schönen wie unpräzisen Schlagwort "Bankenhilfe" diskutiert wird, soll aber die Solvenz, nicht die Liquidität der Bank verbessern. Und die Solvenz der Deutschen Bank steht völlig außer Zweifel, das zeigt ein Blick auf die Ratings ebenso wie ein Blick in die Bilanz. Dazu kommt, dass die Dreijahrestender, ebenso wie alle anderen Notenbankkredite, besichert sind - selbst wenn die betreffende Bank ausfallen sollte (was bei der Deutschen nun wirklich niemand vermutet), sind da immer noch Sicherheiten. Und jetzt bitte nicht mit dem Pauschalurteil kommen, die Sicherheiten seien doch alle Schrott. Als Lehman pleite ging, erwiesen sich die hinterlegten Sicherheiten für die Notenbankkredite als erstaunlich werthaltig: Sicherheiten-Pakete: Lehman-Papiere belasten Bundesbank kaum | FTD.de

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geotie 31.01.2013, 21:00
104. yoooh

Zitat von wibo2
Frau Merkel und der Schäuble hingegen scheinen auch an die Wahrheit des logischen Umkehrschlusses zu glauben: Was gut für die Deutsche Bank ist soll auch gut für den Staat sein. Daran glaube ich eher weniger ...
Volle Zustimmung!
Seitdem ich mich mit Freuden von der Deutschen Bank getrennt habe, seitdem geht es mir geldlich und seelisch viel, viel besser. Wahrscheinlich überlegt man sich, ob man jetzt nicht gegen diesen Ausspruch klagen soll und eine andere Abteilung, wie man an meine Steuern ran kommt. Natürlich nur, damit es uns Bürgern besser geht!

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lupo2357 01.02.2013, 12:37
105.

Zitat von agztse
Hoffen wir einfach das der Erstklässler besser informiert ist als Sie und weiss das die Deutsche Bank wärend der Krise keine Hilfen in Anspruch nahm. Auch jetzt ist bei mir noch kein Hilferuf eingegangen, wobei ich mein Handy auch ausgeschalten hatte. Bei Ihnen schon, gell?
Nur weil sich jemand indirekt hat retten lassen, bedeuted das nicht das er sich nicht hat retten lassen.
selbst ein erstklaessler sieht vermutlich mehr als sie.

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rabenkrähe 01.02.2013, 17:33
106. jaja

Zitat von sysop
Tiefrote Zahlen bei der Deutschen Bank: Das größte Geldhaus des Landes verbucht im vierten Quartal einen Verlust von rund 2,2 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hat die Bank noch 200 Millionen Euro Gewinn gemacht.
..........

Was zuallererst darauf hinweist, wie drastisch die Herren Ackermann, Kopper & Co zuvor manipuliert und kaschiert haben.
Und wie die Staaten und das Finanzsystem gefehlt haben, die diese Manipulationen erst möglich gemacht und dann geduldet haben.
Was, unter dem Strich, den gemeinen Steuerzahler Milliarden gekostet hat.
rabenkrähe

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